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Bin ich sparwütig?

Sdkunxk hat die Diskussion gestartet


Hi,

ich lege zur Zeit 30-50% meines Gehaltes auf die hohe Kante.

Ich gebe für folgendes ohne Gewissenskonflikte Geld aus:

- Lebenshaltung

- Unternehmenungen mit meiner Frau oder Freunden (Urlaub, Essen gehen, Kino etc.)

- diverses (Geschenke für Freunde und Bekannte u.ä.)

Was mich extrem viel Überwindung kostet; für mich selbst Geld auszugeben.

Ich schiebe Luxusanschaffungen für mich von Monat zu Monat, als müsste

ich sparen, versuche zu hauszuhalten und immer mit nem Plus aus dem Monat

zu gehen, also weniger auszugeben, als ich einnehme.

Für mich ist Kaufen eher negativ besetzt, weil ich glaube, dass man vieles nicht

wirklich braucht und ein Wunsch zum nächsten führt, was in eine Sucht ausarten

könnte. Glaube auch, dass man sich mit Anschaffungen versucht zu belohnen oder

zu trösten, wie auch immer.

Versuche mich quasi selbst ständig zu maßregeln, nur wirklich sinnvolle Dinge

anzuschaffen.

Das führt bei mir zu einem dicken Bankkonto, bei dem ich aber rein Materiell

fast unter meinen Verhältnissen lebe.

Ist dieses verkrampfte Sparen gut? Wie kann ich das auflockern.

Ich lege 5000erweise Geld zurück und nehmen mir bestimmt schon seit

Jahren vor nach dem nächsten 5000er die darauf folgenden 5000 € einfach mal

auf den Kopf zu hauen, aber ich schaffe es einfach nicht.

Dabei habe ich noch nicht mal ein Sparziel, ist einfach nur für schlechte Zeiten

oder das Alter.

Wie komme ich aus dieser Sparspirale heraus?

Gruß

Skunk

Antworten
Avns"hary


Prinzipiell finde ich sparen nicht schlecht, auch muss man nicht zwingend zeigen wie viel Geld man hat. Wichtig finde ich persönlich, dass man mit seiner Art zu leben glücklich und zufrieden ist.

vielleicht solltest du dir folgende Fragen mal stellen:

Wie viel Selbstachtung hast du?

Bist du glücklich?

Wie reagiert deine Frau auf deine Sparleidenschaft?

Was bringt dir das Ged auf dem Konot? Wleches Gefühl hast du, wenn du mal nicht so viel auf die hohe Kante legst?

Sqku>nxk


Wie viel Selbstachtung hast du?

Ich glaube ich hab oft Abhärtung als Motto. Also wenig Selbstverwöhnung, mehr Abhärtung.

Bist du glücklich?

Meine Überzeugung: Glück ist eine Sache von Augenblicken, Zufriedenheit ist das Maß aller Dinge und kann konstant vorherrschen. Glück kann man sich nicht kaufen. Der Kaufakt an sich bringt ein kurzen Glücksgefühl, danach kommt wieder der alte zufriedene Zustand, da wird einem viel vorgegaukelt.

Wie reagiert deine Frau auf deine Sparleidenschaft?

Sie meint, ich sitze auf meinem Geld (sie verdient ihr eigenes Geld, wir trennen das) ich sollte mir mehr gönnen.

Was bringt dir das Ged auf dem Konot? Wleches Gefühl hast du, wenn du mal nicht so viel auf die hohe Kante legst?

Es gibt mir ein Gefühl von Sicherheit. Von der Kohle könnte ich wichtige Dinge finanzieren, krankheitsbedingtes, Dinge die es nötig machen Geld auszugeben, Notlagen eben

Sranuxk


**Du lebst nur einmal *:) **

Sparen für irgendeine Zukunft oder fürs Alter ... da ist schnell das Leben vorbei.

Vielleicht lässt es dich sicherer fühlen, ein gefülltes Konto zu haben.

Irgendeine Art von Unsicherheit zu überspielen, wer weiß?

Aber ehrlich, wenn du 70 bist zahlst du doch eh nur noch deinen Arzt und die ;o)

Wie sieht es mit Geschenken für deine Lieben aus?

Wenn dir der neueste ipod egal ist (so gehts mir auch), dann weiss ich schon, wen so etwas irre freuen würde.

Oder schick mal deine Eltern in den Urlaub, wo alles organisiert ist.

Du musst ja das Geld nicht für dich und ungewollten Blödsinn ausgeben *:)

An solchen Ideen mangelt es mir nie, wenn Geld genug da ist.

Ethemaligerw NutzQer (x#259506)


Wie komme ich aus dieser Sparspirale heraus?

Willst du denn überhaupt damit aufhören? Ich kann mich täuschen, aber deine Beiträge klingen so, als wärst du ganz zufrieden, als würdest du dich mit dem Sparen wohlfühlen?

Ich empfinde dich, aufgrund deiner Erzählung, z. B. nicht als "Geizhals", weil du ja sehr wohl Geld ausgibst, nur eben nicht für dich allein oder für unnötigen Kram, sondern für Unternehmungen, Geschenke etc. und deshalb finde ich es nicht "krankhaft".

Bei mir ist das mittlerweile genauso (früher war ich anders). Ich gebe für mich selbst, abgesehen von Miete und Lebenshaltungskosten, fast nie Geld aus, weil ich einfach nichts haben will. Ich lebe relativ "einfach" und bin niemand, der gerne "shoppen" geht oder Geld für Dinge ausgibt, die nicht wirklich lebensnotwendig sind. Ich muss mich dazu aber nicht zwingen, es kostet mich keine Überwindung zu sparen – es ist so, dass es mich einfach nicht reizt, irgendwas zu kaufen; ich mache das nur, wenn ich wirklich dringend etwas Neues brauche (Elektrogeräte, Kleidung etc.). Allerdings kaufe ich anderen gerne was, mache Geschenke, lade Freunde gerne mal ins Kino oder zum Essen ein, das macht mir Spaß und da schaue ich dann auch nicht aufs Geld, aber für mich selbst (für mich allein) brauche ich das alles nicht. Alles, was ich brauche, habe ich, auch wenn es uralt ist, aber das ist mir völlig egal.

Ich finde es wichtig, dass man sich in seinem Leben wohlfühlt; wenn das bei dir so sein sollte, ist doch alles in Ordnung! Manche geben eben gerne Geld aus, brauchen oft neue Dinge, um sich daran erfreuen zu können, bei mir sind es eher andere Sachen, über die ich mich freue, also nichts Materielles. Leb einfach so, wie es DIR gefällt und wenn du gerne sparst und das Gefühl hast, nichts zu brauchen, dann ist das doch vollkommen richtig so – für DICH! ;-) :)*

k1a:terMcharlie


ich bin von meinen eltern auch zur sparsamkeit erzogen.

durch meine eltern, und auch meine großeltern (kriegsgeneration – einfache menschen – mit nullkommanix aus dem dreck wiederauferstanden)...

grundsätzlich bin ich dafür sehr dankbar, denn ich empfinde den konsum mit dem unserere gesellschaft funktioniert,

als pervers und krank – und ein hauptgrund für die zerstörung des blauen planeten.

inzwischen stelle ich fest, dass ich in vielen dingen zu sparsam war, und habe die zügel etwas gelockert.

allerdings habe ich auch das komfortable gefühl, dass so schnell nichts passieren kann, auch in schlechten zeiten nicht.

und damit verbunden ist das geldverdienen für mich nicht mehr so wichtig. im prinzip tauscht man ja meist seine lebenszeit gegen kohle ein.

heute kann ich die mir zu verfügung stehende lebenszeit für sinnvollere dinge nutzen als "nur" zu arbeiten.

wir reisen viel – wer kann schon mal für drei monate das büro schließen und eine rucksacktour ans andere ende der welt machen?

pinzipiell könnte ich mir porsche oder x5 leisten, fahre aber golf baujahr 97,

und freue mich an der alten kiste die nie kaputt geht und unter 5 liter braucht.

und:

ich habe sehr oft das "glück" gefunden, ich meine jetzt das echte glück, dem man so gemeinhin hinterher rennt.

im rückblick und mit blick auf die gegenwart – glaube ich, dass es mit meiner ablehnenden haltung zum konsum viel zu tun hat.

vielleicht hab ich aber auch nur verdammtes glück gehabt.

k+atermcharlixe


wichtig ist bei aller selbstdisziplin und sparsamkeit allerdings:

vergiss nicht großzügig gegenüber anderen menschen zu sein!!

7W7ergrxeis


Du hast Recht. ich spare auch.

Guck aber das du nicht an der falschen Stelle sparst.

Tust du wohl aber nicht. Geh mal nett essen, gönne dir auch mal nen Kino oder Schwimmbad.

Aber den ganzen anderen Kram würde ich im normalen Lot halten. Und : Halte dein gespartes geheim den es gibt nur Neider. ;-)

A`nshYary


Also so wie sich das anhört, bist du nicht zwanghaft sparsam. man braucht auch keinen prosche, wozu auch? wenn du mit deinem autoli glücklich und zufrieden bist ist doch alles super:) und wenn du den anderen krimsgrams weder brauchst noch haben willst musst du das zeug auch nicht kaufen^^

Da du offenbar auch reflektierst und das Sparen den grund hat um entspannt in die zukunft schauen zu können und um dir und deiner familie/frau schöne reisen zu ermöglichen ist doch alles super.

Deine Wertvorstellungen(im sinne von :Wofür lohnt es sich Geld auszugeben) stimmen einfach nicht mit denen der Gesellschaft überein. Find ich persönlich sehr symphatisch.

Ansonsten stimme ich 77ergreis voll und ganz zu:)

RSinawSwa=n


Zwanghaft sparsam finde ich das auch nicht. Vielleicht musst Du ja auch nicht gleich 5000 Euro auf den Kopf hauen, wäre ja auch sinnlos. Aber wenn Du etwas siehst, was Du kaufen möchtest, dann nimm es mit, ohne groß darüber nachzudenken. Vielleicht mal ein gutes Parfüm für Dich (und Deine Frau riecht Dich dann auch sehr gern :-) ) oder ein neues Paar Schuhe.

Ich denke auch, dass viele Dinge unnütz sind, aber ab und zu gönne ich mir mal was. Gestern waren es zum Beispiel Flip Flops von Tommy Hilfiger und wenn ich sie anschaue, macht es mich doch irgendwie glücklich :)

sSchniexki


du empfindest, dinge für sich selbst kaufen, als belohnung und ernsthaftes suchtpotential usw.

in meinen augen machst du aber nix anderes mit deinem sparen. du hast es praktisch nur umgedreht aufs sparen :-)

sparen an sich ist nicht schlecht, aber meiner meinung nach kann man das auch etwas übertreiben, wenn man sich selbst gar nix mehr gönnen möchte.

natürlich braucht man nicht jeden schnickschnack, den es heutzutage gibt und auch nicht, wenn man es sich womöglicherweise leisten kann. für viele sind sowas statussymbole, aber mehr auch nicht.

hast du denn keine hobbies oder sammelleidenschaften? irgendwas, wo es für dich sinnvoll ist, dein erspartes für auszugeben? da gibt es ja auch dinge, die mit der zeit ihren wert steigern und somit hast du ja nix verloren. natürlich muss es sowas ja auch nicht sein.. wie wäre es, wenn du einen gewissen betrag spendest oder dich irgendwie in vereinen engagierst, patenschaften übernimmst? es gibt eigentlich genug arten, was man mit seinem geld machen kann.

der wert von geld ist zudem auch nicht immer so konstant.

707e9rgreMis


raus

einfall

rein ;-D

Ich hörte mal man kann ne Patenschaft über Tiere machen z.b. nen Huhn und bekommt dann alle Produkte davon. Gut fürs Huhn( GACKERT glücklich) den Bauern freuts und du hast alles frisch ;-D

R4ebeluQtiEon


Die Frage ist halt, wie viel das Geld im Endeffekt wert ist, wenn es nur auf der Bank liegt und was sich da wirtschaftlich in der nächsten Zeit tut. Solange du sonst mit deinem Geld auskommst und definitiv mehr verdienst, als du regelmäßig ausgibst oder ausgeben musst, würde ich für mich keinen Grund sehen, jeden Cent umzudrehen. Ist natürlich was anderes, wenn man eben nicht viel verdient und wirklich danach schauen muss.

Gerade das Ausgeben im sozialen Sinne, also mit Freunden was trinken gehn, mit der Frau schön essen gehn, würde ich nicht vernachlässigen, wenn es keinen Grund dafür gibt. ich möchte dir nicht unterstellen, dass deine Frau oder Freunde da materialistisch wären, aber das Sozialleben ändert sich eben schon, wenn man plötzlich nicht mehr wie sonst gewohnt zusammen unterwegs ist.

Wenn du nach einer sinnvollen Verwendung für dein vieles Geld suchst – tu doch anderen damit was Gutes und spende es z.B. an soziale Träger oder leg dein bisher zusammengetragenes Geld speziell an und spende die Zinsen davon regelmäßig für soziale Zwecke, dann hat das angehäufte Geld auf jeden Fall einen guten Sinn.

S`kuxnk


Hey,

danke für die vielen Antworten. Ja es steckt wirklich auch eine Art Küchen-Philosophie dahinter.

Meine Ansicht ist grundsätzlich:

Besitz besitzt!

Was dann heißt, dass ich das was ich besitze pflegen, ggf. reparieren, erneuern, erweitern, schützen und was nicht noch alles muss.

Von daher achte ich im Gesamten schon drauf nichts unnützes zu haben, ich werfe auch gnadenlos weg, wenn ich für etwas keine Verwendung haben und ich niemanden finde des es benötigt.

Ja, und das ganze gibt einem schon eine gewisse Ruhe, das ist auch richtig, und eine Sorglosigkeit.

Wenn mir die gesparte Kohle nicht dieses Gefühl der Sicherheit geben würde (was ja letztlich auch Quatsch ist, wenn man überlegt wie viel man selbst als Normalverdiener pro Jahr verdient und auch ausgeben muss, allein zur Lebenshaltung) müsste mein Grundsatz auch für das Konto gelten, denn auch da kommt schon diese Sorge vor Verlust und die Pflegebedürftigkeit auf (wie lege ich es an, was mach ich damit).

Ich spiele zur Zeit mit dem Gedanken, das was am Ende meines Lebens übrig bleib, Inflation hin oder her in irgend einer Form zu spenden. Die Sicherheit brauch ich dann ja nich mehr! ;-)

Ja, und wie gesagt für soziale Dinge (Kino, Essen gehen, Geschenke usw.) gebe ich immer Geld aus. Da spare ich natürlich nicht.

Ich glaub ich bleibe bei der Art wie ich es Handhabe. Wie jemand schon sagte, wird so was in der Kindheit geprägt, ist Erziehungssache – werde mir dennoch ab und an selbst was schenken, quasi als Belohnung. Wen man denn was findet, was es lohnt zu kaufen... ;-)

Da sind wir dann wieder am Anfang:

Tand aus Menschenhand

Danke noch mal,

Skunk

Nmala&8x5


ich sparen, versuche zu hauszuhalten und immer mit nem Plus aus dem Monat

zu gehen,

Ich weiß, für viele nicht selbstverständlich .. für mich aber eigentlich schon.

Solange keiner leidet und mit löchrigen Strümpfen rumläuft ;-) Ich kauf auch weniger für mich als zb für meine Tiere oder meinen Freund.

Ich machs aber so dass ich MIR zu Weihnachten oder Geburtstag was gönne – also 2 mal im Jahr. Das war zb einmal ne Nespresso, einmal ein imac, einmal eine PS3.

Man muss nicht permanent was kaufen – sondern schätzt einfach die Anschaffungen mehr die man dann auch tätigt.

Und einmal im Jahr einen wirklich schönen Urlaub mit dem geld zu machen ist sicher auch nicht verkehrt @:)

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