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Aus Wut fange ich immer an zu weinen das regt so auf :@

P2rinBcessi n_2


@ Mollienchen

Eigentlich ist die Wut bei Ungerechtigkeit ja so etwas wie Fassungslosigkeit darüber, dass der andere das so (anders) sieht. Und Hilflosigkeit, weil man ihn nicht von der eigenen Meinung überzeugen kann. Dann fühlt man sich wie ein kleines Kind, das von seinen Eltern etwas vorgeworfen kriegt, wofür es nichts kann, und das absolut keine Mittel hat, die eigene Unschuld zu beweisen. Und vor lauter Enttäuschung darüber, dass die Eltern die Wahrheit nicht erkennen, weint es.

Und das, was uns heute passiert, ist vielleicht ein Relikt aus der Kindheit? Sind wir an dieser Stelle halt einfach noch Kinder?

:)=

besser hät ichs nicht hingekriegt !!

Respekt bin voll deiner meinung irgendwie sind wir alle noch kinder .. wir haben auch eine Mama und einen Papa wir sind auch irgendwelche kinder von irgendwem .. :)_ ( ich rede von den ganz erwachsenen 25 , 30 .... ) bin ja noch 15 aber ich verstehs trotzdem :)=

N9al~a85


Mollienchen das ist wirklich ein guter Ansatz.

Und ich denk da auch ein bisschen an mich und meine ältere Schwester. Als wir Kinder waren war ich immer die sensiblere – ich habe bei Konfrontationen meist nachgegeben bzw mich komplett zurückgezogen. Erinner mich an eine Situation – ich war sicher keine 4-5 Jahre alt ... mein Opa ein eher cholerischer Typ und er schimpfte mich wegen einem absoluten Unsinn (die art wie ich mein Brot esse?) und nimmt mir das Brot weg und schmeißts in den Garten. Ich hab mich daraufhin ins Zimmer eingeschlossen und geweint und egal wer ankam ich wollte weder getröstet werden noch hab ich eine Entschuldigung von ihm akzeptiert. Das ging meinem Opa dann ziemlich an die Nieren ... ich war einfach kein schlimmes Kind, das schreit, sich aufn Boden wirft oder sonstwas ... nein eigentlich war Trotz und völliges Ignorieren – also auch ohne Weinen – immer eher meine "Waffe". Und ich war auch immer sehr nachtragend und konnte so Dinge – auch wenn sie mal verziehen wurden – nie vergessen, was man ja auch daran merkt dass ich die Situation noch genauso in meinem Kopf hab ... 20 Jahre später.

Ok und meine Schwester ... die war frech, wurde irsinnig schnell hysterisch und das begann im Babyalter schon. Mit 8 Jahren hatte sie mal so einen hysterischen Anfall dass meine Eltern sie abgeduscht haben, weil sie vor lauter Hysterie nichtmehr atmen konnte. Man kann sich also vorstellen wie wir 2 uns als Kinder gestritten haben – die eine die immer lauter wird und gemeine Sachen an den Kopf wirft – und die andere die sich immer weiter zurückzieht und jedes dieser gemeinen Dinge irgendwo im Kopf (im Herzen?) abspeichert.

Und so sind wir heute noch. Ich kann mit "schwächeren" oder gleichgestellten Leuten sehr gut diskutieren und bin dabei sehr ruhig. Auch Streits mit meinem Freund sind nie laut und meistens kann ich seine Seite sogar verstehen oder ich bin sauer auf ihn aber doch eher um Versöhnung bemüht. Ist aber jemand "stärker" und damit mein ich lauter, bestimmter, von sich überzeugter so schalt ich ziemlich schnell ab und lass denjenigen reden. Hör zu – speicher das irgendwie ab was mir alles gesagt wird – aber fange dann meist zu weinen an anstatt mich wirklich mit Argumenten wehren zu können. Ich würd wirklich sagen dass die Anzahl meiner Argumente mit der steigenden Cholerik/Lautstärke des Diskussionspartners abnimmt.

Meine Schwester ist immernoch eine die immer lauter wird und einen eher niederredet als einen Kompromiss zu suchen und teilweise kommt sie in Diskussionen mit sehr unsachlichen, themenabweichenden und persönlichen Dingen an nur um einen noch "kleiner" zu machen.

Mit solchen Menschen diskutier ich einfach nichtmehr ... im privaten kann ich mir das sehr gut aussuchen – im beruflichen aber schon nimmer.

SheplZleorixe


Meine Schwester ist immernoch eine die immer lauter wird und einen eher niederredet als einen Kompromiss zu suchen und teilweise kommt sie in Diskussionen mit sehr unsachlichen, themenabweichenden und persönlichen Dingen an nur um einen noch "kleiner" zu machen.

DAS könnte auch meine Schwester sein!

und das mit der Wut kenne ich nur zu gut :)z wenn ich sauer oder wütend bin, fange ich auch ziemlich schnell an zu weinen. ich fange dann ausserdem an aufzuräumen und renne wie eine Bekloppte dabei von einem Zimmer ins nächste und räume alles (auch mal mit viel Knall und Geschepper) auf :=o am besten wäre für mich, irgendwas mutwillig zu zerdeppern (handy an die Wand werfen oder so) aber da das auf die Dauer ziemlich teuer werden würde, hab ich mir mit "aufräumen/putzen" beholfen .

P\riBnzeLss8x4


Oh, wie schön, dass es hier gleichgesinnte gibt. Ich heule auch vor Wut. Kann es leider nicht abstellen und ich finds selbst nervig. %-|

MiolliSenxchen


Jetzt brauchen wir nur noch jemand, der uns sagt, wie man das wegkriegt... %:|

ExrdbeerUlimo


Mir gehts auch wie euch. Aber eben vor allem in einfach absoluten unfairen und ungerechten Situationen. So wie ihr es auch beschrieben habt.

Schon interessant. Ich denke, dass man den Mechanismus auf jeden Fall mit Training gezielt unterbrechen kann. Leider (oder eher zum Glück) passieren solche Sachen aber ja nicht öfter täglich, deswegen wird es auch dauern das Verhalten zu verändern.

Ich denke, dass man sich jetzt, wenn man also nicht in der Situation der Wut ist, überlegen sollte wie man am liebsten reagieren will. Und das dann versucht umzusetzen. Vielleicht mit etwas einfachem anfangen und wenn man merkt, dass man wieder kurz vor seinem Wutheuler ist, tief durchatmen und das Gespräch dann auf später vertagen. Also dem Gegenüber sagen, dass man gerne noch drüber sprechen will, aber zu einem anderen Zeitpunkt. Wenn man sich gesammelt hat und auch rational überlegen konnte, was man zum Ausdruck bringen will.

Natürlich lässt sich nicht jedes Gespräch vertagen. Aber das wäre so meine Idee, wie man vielleicht damit umgehen könnte.

Ich habe insgesamt ein Problem mit Übermächtigen Emotionen und das ist mein therapeutischer Weg mit Wut usw. umzugehen. *:)

Kclei9ne Molttxe


Mir gehts auch wie euch. Aber eben vor allem in einfach absoluten unfairen und ungerechten Situationen. So wie ihr es auch beschrieben habt.

Wenn ich so darüber nachdenke,ist das bei mir in diesen Situationen auch so.Was mir ein klein wenig dabei Hilft,,ist:

ich trinke,wenn bereit steht,ein Glas Wasser und das in mehreren Zügen!Es unterdrückt für eine weile das Heulen und schlägt geschwind in Wut über,aber das hält nicht lange an und ich heul dann doch %-|

A0cinonxyx


@ Princessin_2

und ich wollte @ Acinonyx fragen ob du uns / mir dann schreibst was deine Psyhologin gesagt hat .. und das mit deinem Chef wo er gesagt hat das du deine kündigung bereust .. ich würde da nicht weinen sondern ihm richtig die meinung sagen ;-)

Ja, das werde ich Euch schreiben. Ich hab aber diesbezüglich auch schon etwas gegoogelt und als Lösung immer nur "mentales Training" gefunden. Damit hab ich mich aber noch nicht weiter beschäftigt. Was ich auch mal gelesen habe, war, dass man sich in solchen Situationen sagen soll "Ich bin ein Diamant, härter als Stein, alles prallt an mir ab." Klingt sehr komisch ;-) aber es hilft etwas.

Du kannst Dir gar nicht vorstellen, wie gern ich das dem Chef alles an den Kopf gehauen hätte, aber ich wusste, dass meine Stimme dann nach nur drei Worten weggehen würde. Die Wut war und ist wie gesagt enorm. Also habe ich es mir geschenkt und nix gesagt. Jetzt ist für mich wirklich die große Frage, wie ich mich ihm gegenüber nach meiner Krankschreibung verhalten soll. Am liebsten würde ich ihn völlig ignorieren und wie Luft behandeln. Aber wie gesagt, ich schau da mal, was die Psychologin sagt.

Ich kenne wirklich sehr viele Frauen, die diesen Problem mit Wut + Weinen haben. Wir sind einfach empfindsamer, sensibler und grad in ungerechten Situationen ist diese Wut und sich-wehrlos-fühlen einfach zu viel.

Sdandr(a200x6


Mir geht es jetzt zwar nicht ganz so arg wie euch, aber ich kann mich in solche Situationen schon reinversetzen.

Das "Tief durchatmen" kann man gar nicht genug betonen. :)z Es ist wirklich eine körperliche Reaktion, die da stattfindet. Ich bin sicher, dass sich da so einiges verkrampft, man bekommt ja auch so eine Art Kloß im Bauch oder im Hals. Da passiert was mit dem Körper, nicht nur mit dem Kopf. Das Durchatmen kann da ganz viel lockern. Man kann Angst wegatmen, man kann garantiert auch diese ansteigende Wut wegatmen und anders kanalisieren.

Dann solltet ihr euch mal ein paar Bücher angucken zum Thema, wie man mit Kritik umgeht, wie man wütenden/schreienden/ungerechten Menschen den Wind aus den Segeln nimmt.. oft ist man doch quasi sprachlos (und atemlos) vor Wut. In solchen Büchern sind Übungen drin, mit welchen sachlichen Worten man klug und ruhig reagieren kann. Schon allein das Wissen, dass man diese Sätze in petto hat, wird beruhigen und selbstsicher machen.

Ihr könnt euch auch durch Suggestion vermitteln, dass ihr in diesem Moment im Recht und daher überlegen seid. Dass ihr die "Klügeren" seid, die es nicht nötig haben, zu beleidigen, zu schreien, fies zu sein. Da gibt es bestimmt Literatur, die euch hilft, euch zu stärken. :)^

Abc{inhonxyx


@ Sandra2006

Das sind sehr gute Tipps. So ein Buch werde ich mir bestimmt mal holen. Sprüche wie "Hast die Suppe der Weisheit wohl mit der Gabel gegessen, hm?" könnten manchmal ganz passend sein ;-D Na gut, im Beruf vielleicht doch nicht o:)

Man kennt ja so einiges, aber in den Extremsituationen, die ich jetzt hatte, wurde ich völlig überrumpelt. Bei anderen Erlebnissen fiel mit dann auch an, tief durchzuatmen und langsam bis zehn zu zählen. Das hilft ungemein. Ich hoffe, mich da in Zukunft besser in den Griff zu kriegen und den "Schockzustand" zu vermeiden.

RAaj<awnri


Ich glaube das mit dem Weinen hat ein wenig mit Angst vor dem Gegenüber zu tun, oder einfach dem Gefühl dieser Person in Gänze unterlegen zu sein. Bis vor 2 Jahren hab ich im Job auch immer losgeheult, wenn ich mich ungerecht behandelt fühlte. Fühlte mich oft auswegslos, hilflos, machtlos....

Mit dem Tag an dem ich angefangen habe, mich gegen solche Ungerechtigkeiten zu schützen und mir selbst den Rücken zu stärken indem ich mir sagte, ich bin genau so viel Wert wie mein Gegenüber und er kann mir eigentlich nichts. (nach dem Motto: bellende Hunde beißen nicht)

Ja mit dem Tag wurde es schlagartig besser. Habe mich dan teils mit Absicht in besagte Situationen begeben und mir vorher meine Taktik zurechtgelegt und..... irgendwann dann mit aller Wucht zurückgeschlagen. (Chef vor den Arbeitgebern bloßgestellt mehr oder minder) Da war er es dann der durch den Laden tobte und sich nicht mehr beherrschen konnte. Beruflich hatte das übrigends keinerlei Auswirkungen.

Ich denke, man muss sich einfach mal etwas trauen, dann kann man dass in den Griff bekommen. @:)

Ancinoxnyx


@ Rajani

Ja mit dem Tag wurde es schlagartig besser. Habe mich dan teils mit Absicht in besagte Situationen begeben und mir vorher meine Taktik zurechtgelegt und..... irgendwann dann mit aller Wucht zurückgeschlagen. (Chef vor den Arbeitgebern bloßgestellt mehr oder minder) Da war er es dann der durch den Laden tobte und sich nicht mehr beherrschen konnte. Beruflich hatte das übrigends keinerlei Auswirkungen.

Boah, das finde ich echt klasse, wie Du das gemacht hast! :)=

Ich hab nach der Kündigung der Geschäftsführung auch alles erzählt. Die sagten dann nur, dass sie davon nichts wussten und gehandelt hätten, wenn ich was gesagt hätte. Sie fragten dann auch ständig "Warum haben sie nix gesagt?" und ich konnte die Frage nicht beantworten (war vor lauter Wut nicht mal auf diese Idee gekommen und jetzt ist es eh zu spät). Einer der Geschäftsführer sagte zu meiner Geschichte mit dem Chef nur "Den erschieß ich!" Das tat gut ]:D Und sie betonten auch, dass ich jederzeit zur Firma zurückkehren kann, wenn ich mich beim neuen Arbeitgeber nicht gut aufgehoben fühle. Natürlich würde ich dann auch in einen anderen Bereich kommen, also mit meinem jetzigen Chef nichts mehr zu tun haben.

Wenn man eine gewisse Qualifikation hat (also nicht 100 arbeitslose Leute wartend hinter Dir stehen, um Deinen Platz einzunehmen), dann sollte man mal mit dem Fuß auf den Boden stampfen und "Nein, das mach ich auf gar keinen Fall!" schreien. Auch dazu hat mich einer der Geschäftsführer ermutigt: "Sie sind immer zu ruhig. Sie müssen mal richtig auf den Tisch hauen, wenn Ihnen was nicht passt." Ich versuche, mich zu bessern und unbequemer für Führungskräfte zu werden ]:D

Accin8onnyx


So, ein paar von Euch wollten ja wissen, was meine Psychologin dazu sagte.

Ich war heute bei Ihr und als ich nur anfing, von meiner Extremsituation zu erzählen (die zur Kündigung führte) und die Psychologin immer mal nachhakte, ging das Heulen schon los. Okay, ich bin nah am Wasser gebaut, aber ich ärger mich trotzdem tierisch drüber (was das Weinen dann auch noch verschlimmert). Nun gut, es war halt eine extreme Situation und die Erinnerung kommt grad bei einer Psychologin auch immer wieder hoch und tobt im Kopf.

Auf meine Frage, wie man sich da besser in den Griff kriegt, sagte sie erstmal, dass das nicht von heut auf morgen geht. Es gehört viel Übung dazu. Es ist eben eine reine Kopfsache. Wichtig wäre z.B., dass man sich unterschiedliche Situationen vorstellt (wie könnte sich der Gegenüber verhalten?) und sich auf jede Situation vorbereitet. Sich Antworten parat legt und nicht unterbuttern lässt. Wir sind nicht weniger wert als z.B. der Chef. Vorbereitung ist natürlich nicht drin, wenn man irgendwo überrumpelt wird.

Ansonsten sagte die Psychologin noch, dass man sich entweder vorstellen soll, in einem Raumanzug zu stecken. Rund um Dir Vakuum, keiner kommt rein. Ähnlich kann man sich auch in einer riesigen Kugel vorstellen, die einem den gewissen Abstand zum Gegenüber wahrt. Man darf die Worte des Gegenübers nichts in sein Innerstes lassen. Die Wirkung der Worte sollte außerhalb des Raumanzugs bzw.der Kugel bleiben.

Also für empfindliche Leute ist das eben schwer, bei Wut, Hilflosigkeit, Riesenenttäuschung nicht zu weinen. Das ist wohl wirklich nur nach vielem Üben in den Griff zu kriegen.

Ich hoffe, ich konnte wenigstens etwas helfen.

Miol{lieonclhexn


@ Acinonyx

Danke für Deinen Bericht. Klar, von heut auf morgen kriegt man das nicht einfach so weg. Den Tipp mit dem Raumanzug oder der Kugel, wo man drin steckt, werde ich bei nächster Gelegenheit ausprobieren.

P.rincelssin_2


@ Acinonyx

Ich wollte mich auch für Deinen Bericht bedanken !!

Ich hatte gerade die möglichkeit oder habe sie besser gesagt um die " KUGEL " auszuprobieren .. und erst gings nicht .. aber ich hab nicht geheult ich hab es unterdrückt und mir immmer wieder im inneren gesagt lass es nicht bis in dein Herz durchdringen denk an die kugel , denk an die kugel .. und ja jetzt bin ich sauer .. und ich keine ahnung ich unterdrücke es zu weinen ich weiß nicht wie lange ich aushalte .. aber das is wieder so ein druck .. wenn ich nicht weine .. und wenn ich auch weine gehts mir NICHT besser !! normal .. ich weiß es selber nicht !! Ich bin verzweifelt .. ahhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh ich weiß nicht was ich machen sooll hilfee >:( >:( :°( %-| >:( >:( >:( >:( >:( >:( >:( >:( >:(

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