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Mirtazapin zu starke Nebenwirkung

eUin.mäkdchxen hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

ich nehme seit einer Woche 7,5 mg Mirtazapin. Das Medikament wurde mir gegen meine Depression verschrieben.

Leider habe ich, wie bereits in einigen Foren gelesen, die bekannten Nebenwirkungen. Ich habe unheimliche Fressanfälle und wenn ich mich "zusammenreiße" zu wiederstehen habe ich dermaßen schlechte Laune und bin aggressiv, weil alles in mir nach "Essen" schreit und ich mich hungrig fühle.

Seit dem ich Mirtazapin eingenommen habe, geht es mir psychisch noch schlechter. Ich bin privat und im Job dermaßen unmotiviert und matt. Es kommt dazu dass ich mit Bulimie kämpfe und diese Fressattacken machen mir das Leben schwer dagegen anzugehen.

Gleichzeitig bin ich auf der Suche nach einem Therapieplatz, bisher jedoch ohne Erfolg.

Momentan sehe ich alles als auswegslos und habe das Gefühl in einem Teufelskreis zu sein.

Ich weiß nicht wie ich da wieder raus kommen soll...

Kann mir jemand einen Rat geben? Hat jemand etwas ähnliches erlebt?

Gibt es auch andere Antidepressiva, die nicht diese Nebenwirkungen haben?

Gerne auch Buchtipps zur Selbsthilfe aus dem Tief zur Überbrückung?

Ich freue mich über jede Hilfe...

ein.mädchen

Antworten
S?arSahx Tam


Ich nehme Mitazapin 15mg und hab nur dass mit den Fressattacken.Alles andere hab ich nicht.Mir hilft es sehr gut und ich hab sogar endlich mal zugenommen.Ich nehme meins abends und so hilft es mir auch beim einschlafen.

Wann nimmst du es den?

eGin.mä&dcKhen


Hallo Sarah Tam,

danke für deine Rückmeldung.

Ich nehme es abends gegen 22h ein. Die einschläfernde Wirkung tritt dann auch relativ schnell ein. Aber das ist die einzige Wirkung. Tagsüber bin ich nur träge und lustlos.

Da ich Normalgewichtig bin, möchte ich keinesfalls weiter zu nehmen. Ich fühle mich jetzt schon nicht wohl in meinem Körper.

SXarrah xTam


Hmm hast du schon mal Fluoxetin ausprobiert,davon nimmst du nicht zu.Allerdings macht dass auch schlapp

eXin.m1ä!dchxen


Nein habe ich noch nicht. Sollte ich vllt mal mit meinem Arzt besprechen.

Ich dachte immer Antidepressivas machen "glücklich...aber mir geht es schlechter als vorher...

S)arVah TTaxm


Dass Antideppressiva nur glücklich machen kann ich dir ein absloutes nein sagen.Bei meiner Schwester haben die sie sogar so weit gebracht,dass die sich beinah umgebracht hätte.Jetzt nimmt sie gar nix mehr und ihr geht es 1000%tig besser.

e\inU.mäHdchxen


Oh je :-o Das ist ja auch heftig. Wenn ich fragen darf, ist deine Schwester in Therapie...oder wie hat sie es geschafft, dass es ihr besser geht?

Snarah DTam


Nein meine Schwester ist nicht in Therapie.Meine Eltern haben die Medikamente abgesetzt und seit dem geht es wieder einigermaßen

ePin.Pmädc]hexn


Ich wünsche ihr jedenfalls alles Gute und vielen Dank, dass du dich gemeldet hast.

STa7rahy xTam


Keine Ursache und dir drück ich die Daumen dass du ein gutes Medikament findest was dir hilft

sjchnedcke1?985


Ich würde unbedingt Rücksprache mit deinem Psychiater halten!

Zunahme ist bei Mirazepin sehr häufig als Nebenwirkung. Aber da es eine Vielzahl von Antidepressiva gibt, die nicht diese Nebenwirkungen haben, möchte ich dir Mut machen...! :)*

Müdigkeit und Schlappheit kommen hingegen als Nebenwirkung am Anfang sehr oft vor. Aber die Nebenwirkungen lassen mit der Zeit, meist nach ca. 4 Wochen, nach :)*

Wirf nicht die Flinte ins Korn... leider muss man bei ADs ziemlich rumprobieren, bis man das richtige hat :)_ glücklich machen Antidepressiva nicht (das können nur illegale Drogen, die eine heile Welt vorspielen), aber sie machen dich wieder "normaler" – du wirst wieder mehr du selbst werden. Außerdem gibt es bei ADs auch verschiedene Präparate, die je nach Leiden, antriebssteigernd, sedierend, angstlösend ect. wirken. Wichtig ist also, dass du deinem Psychiater dein Befinden genau mitteilst. Dann kann er auch für dich leichter eine passende medikamentöse Einstellung finden.

Alles Gute :)*

eain.mädxchen


Danke, Schnecke1985 für deine lieben und mutmachenden Worte @:) .

Ich habe Mirztazapin gestern nicht genommen und heute geht es mir besser.

Ich fühle mich nicht gut also bin irgendwie immer noch gereizt, aber es geht mir besser und ich konnte auch besser arbeiten.

Hast du Erfahrung mit ADs? Kennst du vllt sogar eins, was nicht dermaßen appetitsteigernd ist?

Ich weiß allgemein nicht, ob ich ADs überhaupt nehmen will oder muss. Ich werde das am Montag mit meinem Arzt besprechen.

Lieber Gruß

s<chn0eckxe1985


Ja, ich nehme selber seit ca. 2 Jahren ADs :)z

Ich bin mittlerweile beim 3. Präparat und jetzt passt es eigentlich ganz gut :)^

Empfehlen kann und möchte ich hier nichts, weil ich kein Arzt bin und auch deine Krankengeschichte nicht kenne ;-) deshalb ist es wichtig, dass du einen Psychiater hast, mit dem du gut klarkommst. :)^ (Hausärzte sind auch keine Spezialisten für ADs und können also nicht so gezielt behandeln).

Das mit der starken Gewichtszunahme habe ich allerdings bisher vor allem vom Mirtazepin gehört. Ich nehme ziemlich hohe Dosen Venlafaxin und habe in Punkto Gewicht eigentlich keinen Unterschied zu vorher gemerkt. Also nicht aufgeben, die meisten ADs haben nicht diese Nebenwirkung. Hast du denn auf eigene Faust abgesetzt ??? Bitte, bitte, das nicht tun!

Ich habe z.b. bei einem Präparat keine gute Wirkung gehabt (nicht viel gemerkt) und konnte dann mit Absprache meines Psychiaters übergangslos auf ein anderes AD wechseln – ich musste also die Einstiegssymptome nicht mehr von vorne mitmachen.

Leider stellen sich viele Leute die Wirkung eines Antidepressivums falsch vor... die glauben Pille rein-glücklich sein ;-) Dabei ist gerade die Einstiegsphase meist ziemliche Arbeit für Arzt und Patient, weil eben am Anfang nur die NW spürbar sind. Die positive Wirkung auf dein Gehirn muss sich erst einpendeln. Wie gesagt: Ich wurde durch das AD wieder antriebsstärker, ich konnte mich wieder zu mehr Sachen motivieren. Nach und nach sind auch die Anteile meiner Persönlichkeit wiedergekommen, die ich durch die Krankheit verloren hatte – z.B. das Interesse an Hobbies, sich wieder freuen können, ausgeglichenere Stimmung usw.

Eine medikamentöse Therapie schafft oft erst auch die Grundlage, dass man die Gesprächstherapie durchhält. Wenn man nur noch auf dem Zahnfleisch kriecht, dann kann man auch nicht gut an sich selbst arbeiten oder neue Sachen ausprobieren, die der Therapeut vorschlägt.

Herrjeh, das klingt jetzt wie eine Werbung für ADs! ;-D

PNetwerK8x4


Hallo ein.Mädchen,

ich habe Mirtazapin auch genommen. Die Nebenwirkungen, die bei dir auftreten, sind bei mir sogar in den ersten 2Wochen gewesen. Danach wurde es viel besser.

Mir hat Mirtazapin so gut geholfen, dass ich jetzt sogar ohne diesem Medikament sehr gut leben kann und es mir allgemein viel besser geht.

Wünsch dir alles Gute! :-)

lg

Peter

N$aonni7x7


Da du das Medikament erst eine Woche nimmst, gib nicht auf! Die Nebenwirkungen können am Anfang echt blöd sein, aber man kann es schaffen. Bitte setze es nicht selbstständig ab! Besprich dich mit deinem Arzt! Hast du den auch Probleme mit dem schlafen? Also ohne Mirtazapin? Wenn nicht wäre ein anderes AD für dich wahrscheinlich besser. Ich nehme Mirtazapin abends zum schlafen und morgens Venlafaxin. Das Mirtazapin nehm ich auch erst seit ein paar Wochen und das mit den Fressanfällen kenne ich leider auch... Hab aber das Gefühl das es besser wird. Also, bei ADs gilt immer nicht zu schnell aufgeben! Und ihre positive Wirkung kommt meist erst nach ein paar Wochen. Wenn die Nebenwirkungen für dich aber so schlimm und nicht mehr auszuhalten sind, sprich mit deinem Arzt! :)*

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