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Therapeutenwechsel

_HPeBarl_ hat die Diskussion gestartet


Hallo,

Ich hoffe es kann mir hier vielleicht jemand ein wenig weiterhelfen.. Ich überlege zur Zeit aus diversen Gründen den Therapeuten zu wechseln, voraussichtlich auch mit Wechsel der therapierichtung. Was muss ich dabei beachten? Geht das überhaupt so "einfach"?

Kann ich zu einem erstgespräch trotz laufender Therapie? Zur info: Bin gesetzlich versichert.

Wär dankbar um jede hilfreiche Information!

Viele grüße

Antworten
aLug23o3


Die Psychotherapierichtlinien verbieten keinen Therapeutenwechsel. Er ist möglich.

Ein Erstgespräch mit einem anderen Therapeuten ist auch bei laufender Therapie möglich, er kann dies abrechnen.

Praxisgebühr fällt im Quartal einmal an – also sich von dem Arzt eine Überweisung zusätzlich geben lassen, damit man nicht noch mal bezahlen muss. Dies ist aber nur ein technisches Hindernis.

Wenn dann wirklich gewechselt werden soll, dann muss die Krankenkasse mitziehen. Man kann dort zwar vorher nach der Meinung dazu fragen, aber wenn der neue Therapeut den Antrag dort vorlegt, dann kann es durchaus sein, dass die Krankenkasse den Antrag einem Gutachter vorlegt. Der wird sich dann genau ansehen, ob mit der neuen Therapierichtung bei einem anderen Therapeuten das Therapieziel erreicht werden kann.

Wichtig ist also: es muss ein Therapieziel geben! Eine Diagnose rechtfertigt zwar den Beginn einer Therapie; aber für die Genehmigung wird ein Therapieziel erwartet.

Ich würde also das Gespräch mit der Krankenkasse erst dann führen, wenn mir klar ist, dass meine Ziele mit der anderen Therapierichtung und mit diesem Therapeuten erreichbarer sind als mit der bisherigen Therapierichtung beim jetzigen Therapeuten.

Unbeantwortete Fragen bitte konkret stellen!

_tPeaIrl_


Vielen vielen Dank, das hilft mir schon sehr weiter.

Also kann ich bei der evtl. neuen Therapeutin einfach mal zum Erstgespräch und dann mit ihr das besprechen und ihre Meinung dazu einholen, sie muss dann ja letztendlich auch den Antrag stellen. Von meiner Seite aus würde ich jetzt behaupten das es ausreichend Punkte sind die den Wechsel begründen können.

Eine Frage hätte ich noch. Meine jetztige Therapie steht vor einer Verlängerung. Wenn z.B. ein Wechsel aufgrund von Wartezeiten oder sonstiges doch nicht in Frage kommt, oder eben es sich rausstellt das es doch nicht sinnvoll ist, würde dann das geführte Erstgespräch einen Nachteil darstellen wenn ein Verlängerungsantrag gestellt wird. Weil ggf. finde ich ja auch einen neue Therapeutin mit der gleichen Richtung dann könnten (soweit ich weiß) ja die Stunden mitübertragen werden.

Kurz gesagt, würde die KK sich querstellen wenn ich jetzt ein Erstgespräch woanders mache und dann doch ein Verlängerungsantrag kommen würde? Nicht das ich am Schluss ganz ohne dastehe, denn das wäre im Moment für mich nicht ertragbar.

SPunflovwer _73


Also:

Ein neues Erstgespräch ("probatorische Sitzung") bei einem anderen Therapeuten ist auch während einer laufenden Therapie möglich, da diese Abrechnungsziffer nicht genehmigungspflichtig ist.

Beim Verlängerungsantrag wird erneut ein Antrag gestellt, der auch ein erneutes Gutachten beinhaltet – welches an den vorherigen Gutachter geht. DER entscheidet – und er erfährt ja gar nicht, dass Du ein erneutes Erstgespräch woanders geführt hat (da diese Leistung im Gegensatz zu Therapiesitzungen ja nicht genehmungspflichtig ist und der Gutachter nix von erfährt).

Ein Therapeutenwechsel innerhalb der Fachrichtung ist möglich – allerdings nicht unproblematisch. Zum einen muss man einen Therapeuten finden, der die Übertragung der Sitzungen beantragt. Ist mit Aufwand verbunden und wird nicht gerne gemacht – aber möglich. In diesem Fall sollte man einfach nur die Krankenkasse über den Wechsel informieren. Da die Sitzungen für diese Fachrichtung aber bewilligt worden sind, kann einem da nichts gekürzt werden. Das größte Problem dürfte sein, einen neuen Therapeuten zu finden.

Ein Fachrichtungswechsel bedeutet: Es wird eine neue Therapie beantragt. Was ja selbst dann möglich ist, wenn man das Maximum an Sitzungen einer Richtung ausgeschöpft hat.

Die KK (die ja den Gesamtüberblick über ALLE Leistungen hat) KANN sich gar nicht querstellen, weil sie bzgl. der Therapiestunden an die Empfehlung des Gutachters gebunden ist.

Bei Unsicherheiten:

Es ist immer hilfreich, transparent vorzugehen und ggf. mit einem Sachbearbeiter Deines Vertrauens zu sprechen und die Situation zu schildern. Transparenz und Besprechung im Vorfeld führt oft zu positiverer Entscheidung.

_sPearxl_


Sunflower, auch dir vielen lieben Dank. Ok, jetzt blick ich da langsam durch.

Also dann mach ich jetzt auf jeden Fall mal das Erstgespräch bei dieser evtl. neuen.

Ich will an sich nicht zweigleisig fahren, aber komplett ohne da zu stehen, würde sehr schwer werden.

Die Situation ist einfach im Moment, das die beantragen 25 Stunden jetzt langsam dem Ende zugehen, und in dem Zuge eben jetzt meine Überlegungen. Das hinterfragen ob ich dort wo ich jetzt bin richtig bin, und nach so vielen Stunden bin ich immer noch der Meinung das die Chemie nicht stimmt.

Eigentlich möchte ich den Wechsel von Tiefenpsychologisch zu Verhaltenstherapie. Nur wenn zu lange Wartezeiten auf mich zukommen dann werde ich sicherlich ins zweifeln kommen, denn an sich möchte ich dann die laufende nicht verlängern (oder ist das nicht sinnvoll, lieber verlängern bis Wartezeit vorbei ist? bzw. geht das überhaupt? )

Auf jeden Fall werde ich jetzt das Erstgespräch machen und kann dann sicherlich auch mit der Therapeutin besprechen wie weiter vorzugehen ist und was sie dazu meint. Und da danach denke ich kann ich auch besser entscheiden was für mich der richtige Weg ist. Und werde dann wenn der Wechsel kommen soll Kontakt zur KK aufnehmen.

_~PeaSrl_


Jetzt muss ich den Faden doch nochmal herauskramen.

Leider hat das bislang nicht so funktioniert wie ich es mir gewünscht hätte. Aber die Entscheidung das ich nicht verlängern möchte steht fest. Allerdings ist was neues noch nicht in Aussicht. Wie ist das wenn ich jetzt die Verlängerung nicht mache, dürfte dann ein neuer die gleiche Therapierichtung haben, oder muss es dann eine andere sein?

Mich macht das ganze wahnsinnig. Seid über eineinhalb Jahren tue ich jetzt rum irgendwo her HILFREICHE Hilfe zu bekommen, und statt auch nur einen mini-schritt vorwärts, gehts immer weiter rückwärts.

a$ug23x3


Ein Therapeutenwechsel ist auch dann möglich, wenn es bei der gleichen Therapieform bleibt (also Verhaltenstherapie; tiefenpsycholog. fund. Psychotherapie; Psychoanalyse). Der neue Therapeut wird lediglich einen umfangreicheren Antrag ausfertigen müssen, damit er die Stunden bewilligt bekommt. Ein Hindernis darf die gleiche Therapierichtung nicht sein. Wichtig ist aber, dass Sie selbst gute Gründe haben, warum Therapeutenwechsel stattfinden soll; diese Gründe auch dem neuen Therapeuten offenlegen, damit dieser sie in sein Antragsgutachten einfügen kann.

_,PeaMrl_


Vielen Dank, dann kann ich mich auf die Suche machen... hilft ja alles nichts.

Gründe ist gut. Ist es ausreichend Grund, wenn man nach einem dreiviertel Jahr keinen Schritt weitergekommen ist, sondern alles schlimmer statt besser wird. Wenn man nach so langer Zeit nach wie vor nicht warm wird mit dem Therapeuten und reden kann, weil es irgendwie einfach nicht passt. Wenn man sich nach wie vor weder ernst genommen noch verstanden fühlt. Klar kann es durchaus sein, das ich das Ganze mitnehme, hab keine Vergleichsmöglichkeiten. Ist meine erste Therapie. Aber so kanns nicht weitergehen. Ich baue immer weiter ab und das einzige was bei mir ankommt ist ein... naja, ist halt so (mal übertrieben ausgedrückt). Naja, er kämpft ja auch nicht jeden Tag aufs neue....Mir ist durchaus klar, das es harte Zeiten gibt, aber wäre schön, dafür zumindest Verständnis zu bekommen. Zudem sich an den Sympthomen noch sowas von null geändert, ehr verschlimmert hat.

__PeaGrl_


So, jetzt habe ich dem ganzen doch noch viele Chancen gegeben. Ich will ja nicht einfach nur "weglaufen".... aber ich gebe auf. Ich renne gegen Wände. ich fühl mich unwohl und unverstanden. Ich sehs langsam nicht mehr ein.

1 Jahr bin ich jetzt da... gute 25 Stunden gehabt. knapp 25 sind noch genehmigt.

Lohnt sich ein Wechsel? Ich möchte eigentlich bei der gleichen Therapierichtung bleiben.

Findet man jemand der sich die Mühe macht, die Stunden zu übernehmen?

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