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Antidepressiva: Mirtazapin und Schwindel

M imIixko hat die Diskussion gestartet


Hallo,

gestern war ich beim Arzt, dieser meinte, dass ich wohl (deckt sich mit meinen Einschätzungen) Depressionen habe. Da die Wartezeiten für den Neurologen, zu dem er mich überweisen möchte, sehr lang sind, meinte er, dass Mirtazapin bei meinen Beschwerden (Smyptome meiner Depression sind auch Kopfweh, starke Gewichtszunahme, Konzentrationsprobleme...) hilft. Ich soll hierbei mit 15 mg behandelt werden. (Aufstocken geht, aber er hat nichts dazu gesagt, soll wohl bei den 15 mg bleiben) Nun dachte ich eigtl., dass bei so einer geringen Dosis ich eh nichts davon merke.

Nun bin ich gestern abends nach Einnahme der Tablette so schläfrig geworden und dermaßen unzurechnungsfähig, dass ich kaum glauben kann, dass das Medikament so gut ist. Zur Information: Ich habe Schlafstörungen bzgl. des Rhythmus und dass ich sehr viel Schlaf brauche (14 Stunden), nun bin ich aber sofort eingeschlafen dank dem Medikament. Aber leider war ich beim Aufwachen so schlapp wie nie zuvor.

Was mich besonders nervt, ist der Schwindel. Ich laufe rum und torkle wie eine Besoffene.

Ich muss dazu sagen, dass ich einen sehr niedrigen Blutdruck habe, und man ja in der Packungsbeilage auch deswegen besondere Vorsicht walten lassen soll.

Nun – wie lange geht dieser Schwindel? Bin jetzt auch den ganzen Tag schon schläfrig. So kann man doch nicht leben. Nun, es ist der erste Tag, von daher... :-)

Antworten
SIaschax_S


meinte er, dass Mirtazapin bei meinen Beschwerden (Smyptome meiner Depression sind auch Kopfweh, starke Gewichtszunahme, Konzentrationsprobleme...) hilft.

Und dann Mirtazapin? Die meisten Leute nehmen davon heftig zu, ich hab Patientenberichte gelesen, wo manche 30-40 kg davon zunahmen. Und auch persönlich kenne ich keinen, der damit sein Gewicht halten konnte. Gegen Kopfschmerzen könnte Mirtazapin helfen, sagte mir zumindest mal eine Psychiaterin. Verschreiben lassen hab ich sie mir trotzdem nicht.

Nun bin ich gestern abends nach Einnahme der Tablette so schläfrig geworden und dermaßen unzurechnungsfähig

Das ist, gerade zu Berginn, eher normal.

Aber leider war ich beim Aufwachen so schlapp wie nie zuvor.

Auch eher normal. Hatte ich von Stangyl, Trazodon oder Saroten auch. Und Mirtazapin ist nun mal sedierend, also müde machend und zwar sehr stark.

Was mich besonders nervt, ist der Schwindel. Ich laufe rum und torkle wie eine Besoffene.

Sollte mit der Zeit weggehen.

Wenn es nicht geht, es gibt immer Alternativen, auch zu Mirtazapin.

Deine Symptome hab ich übrigens auch gehabt, also Gewichtszunahme, Konzentrationsprobleme und Kopfschmerzen (sind heute chronisch). Dazu oft noch Unruhe, Panikattacken u.m. Nach mehreren Psychiatern, Psychologen, Psychotherapie und Klinik sagte mir mal eine neue Psychiaterin, ob ich schon mal an AD(H)S gedacht hab. Nein, sagte ich, aber mir ging dann länger vieles durch den Kopf und ich bin einfach mal zu einem AD(H)S Doc gegangen (für Erwachsene). Nach etlichen Terminen und Tests kam dann die Diagnose, stark ausgeprägtes ADS und daraus resultiert (nennt man komorbide Störungen wegen AD/H/S) dann die Rezidivierende Depression, Generalisierte Angststörung u.m. Hat sich quasi über Jahrzehnte aufgebaut.

Mit z.B. Ritalin (nehme ich aber kaum) werde ich daher auch ruhiger, die Kopfschmerzen gehen meist weg etc. Ein gesunder Mensch wäre davon eher aufgewühlt, was dann die Unterschiede deutlich macht.

Letztlich kann es aber auch eine ganz normale Depression sein.

tQhe shXa2dowgxirl


Ich kannn nur von mir berichten:

Ich habe Mirtazapin nur kurz genommen. Wie lange genau, weiß ich nicht mehr. Vielleicht einen Monat? Ich bin damit zwar gut eingeschlafen, hatte aber extreme Albträume. Dazu wurden meine Panikattacken deutlich schlimmer UND ich habe innerhalb dieser kurzen Zeit an die 10 Kilo zugenommen.

Ich habe damals entschieden, dass es nichts für mich ist und es wieder abgesetzt.

Der Schwindel sollte aber nach einigen Tagen nachlassen.

MEimikxo


Hallo, danke für die Antworten.

Die Gewichtszunahme resultiert fast ausschließlich aus stärkerem Appetit. Wenn man auf die Ernährung achtet, sollten solche starken Gewichtszunahmen eigentlich nicht vorkommen. Und dass 40 kg nur aus Wassereinlagerungen o.Ä. bestehen, halte ich für übertrieben. Ich rechne mit etwa 5 – 10 kg.

Das Problem ist, dass meine Symptome der Depression so stark sind. Eigentlich wäre es auch laut Arzt sinnvoller, die AD begleitend zu einer Therapie zu nehmen, aber da die Wartezeiten so lang sind, probiere ich Mirtazapin mal so aus.

Frage: Wenn man dann die Tablette absetzt, reguliert sich das Gewicht (bei leichten Veränderungen) wieder? Dadurch, dass der Appetit wieder normalisiert wird, müsste das ja eigtl. passieren.

Ich nehme übrigens zeitgleich Metformin gegen PCO Syndrom, dieses ist appetitshemmend und führt zu Gewichtsabnahme...Theoretisch müsste das sich ja dann ausgleichen :D

Ich probiere es einfach mal aus und hoffe, es hat keine nachhaltigen Schädigungen ^^

sLknyefblowexr


Hallo *:)

Ich nehme Mirtazapin 15 mg seit letztem November und ich habe KEINE der Nebenwirkungen. Weder konnte ich davon wer weiß wie pennen, noch habe ich ein einziges Gramm zugenommen (was bei mir eigentlich erwünscht gewesen wäre) noch anderes. Mir wurde nur ganz am Anfang ein bisschen schwummrig im Kopf, so ungefähr nach einer halben Stunde nach der ersten Einnahme. Das war dann für zwei Tage und weg war´s wieder. Später wurde auf 30 mg aufgestockt, aber die habe ich dann tatsächlich nicht so gut vertragen. Ich bekam Herzstolpern davon, immer im Ruhezustand, also wenn ich mich mal hingelegt hatte und nach einem Stresstag zur Ruhe kam, dann ging das los. Außerdem habe ich stärker geschwitzt. Bin dann wieder runter auf 15 mg und damit geht es mir gut. Interessanterweise habe ich eine eher paradoxe Wirkung: mich machen die Tabletten fit ;-). Ich hatte VORHER immer so eine Tagesmüdigkeit, war antriebslos und hab mich so durch die Tage geschleppt. Dazu meine Angststörung mit Panikattacken. Jetzt bin ich tagsüber fit, schaffe viel, bin viel ruhiger geworden und es geht mir gut :-)

Mirtazapin wirkt also nicht bei jedem gleich, und wenn die Nebenwirkungen aushaltbar sind, solltest Du die auch weiter nehmen. Normalerweise verschwinden die Begleiterscheinungen, die man am Anfang hat, schnell wieder :)^

STchild,kröqte0x07


Hallo Mimiko,

ich nehme 60mg Mirtazapin am Tag und auch keine einzige Nebenwirkung davon.

Das einzige AD, was ich so gut vertrage, und ich habe bestimm 20 Stück genommen @:)

Anfangsmüdigkeit verschwindet nach ein paar Wochen bei den meisten Leuten, versuchen würde ich es an deiner Stelle erstmal so drei Wochen zzz

ZXwac+kx44


Hallo Mimiko, darf ich mal eine ketzerische Frage stellen: Hat Dein Arzt mögliche körperliche Ursachen Deiner Beschwerden ausgeschlossen? Eine Fehlfunktion der Schilddrüse zum Beispiel?

GpuckGy06x8


Eigentlich weiß ich die Antwort schon ;-)

[[http://www.depressionen-depression.net/goldberg/goldberg-test.htm]]

Ich habe hier mal den Test gemacht, komme auf 59 Punkte also schwere Depri..

Bin in VT und suche derzeit nach stationärer Behandlung, bzw. Psychater.

Da ich aber kaum noch über den Tag komme:

* starker Schwindel, Benommenheit

* Ohrgeräusche

* Sehstörungen

* Herzstolpern

* Kribbeln, Kältegefühl, Einschlafen der Hände

und halt den ganzen schlecht drauf Mist :-(

Daher habe ich meine HÄ um ein AD gebeten = Mirtazapin erstmal 15mg ggf. 30 mg.

Wenn ich da aber die Nebenwirkungen lese

sehr häufig:

* Gewichtszunahme

Wiege schon 100kg, bei 180cm, okay bin nicht direkt dick, aber tendiere dazu. Außerdem haben ich Bluthochdruck und nehme 3 BD-Medis

* Schwindel / Ohnmacht

Man, deshalb geht es mir doch so schlecht, weil ich so schon manchmal fast umkippe

* Angst

Man, deshalb geht es mir doch so schlecht ...

Außerdem verträgt es sich nicht mit Johnniskraut, da habe ich mir gerade Dragees gekauft.

Und das ich dann ggar keien Alk. mehr trinken darf, gefällt mir auch nicht.

Habe früher 20 Weizenbier die Woche getrunken, sei dem ich die BD-Medis nehme, bin ich auf 3-4 die Woche runter, aber ganz darauf verzichten möchte ich nicht.

Also, ich lasse das Zeug wohl erstmal weg, oder?

U

D0illxes


Ich halte aus persönlichen Erfahrungen und auch medizinischer Fachliteratur Venlafaxin und Mirtazapin für die besten Antidepressiva bei einer Depression.

Mirtazapin ist sehr gut zum einschlafen, deshalb sollte man es auch nur kurz davor nehmen.

Es verändert wie fast jedes AD den Blutdruck und kann daher zu Kreislaufproblemen führen

GUuRc/ky0*6x8


Hi Dilles, danke. Sehr informative Antwort!

Senkt oder hebt es eher den BD?

Das mit den Kreislaufproblemen, ist halt meine Befürchtung, die habe ich so schon und nicht im geringen Maß. Sicher auch wegen der BD-Medikamente * L-Tyroxin 50.

Gruß

ZawacWk4x4


Also Gucky068, zuerst mußt Du Dir mal klarmachen, dass auf Psychopharmaka jeder Patient anders reagiert: Wenn der eine zunimmt, ist es nicht ungewöhnlich, dass ein anderer mit demselben Mittel in derselben Dosis abnimmt. Wenn Du Dich für die Statistik interessierst, kannst Du nach dem Wirkstoff googlen und bei sanego.de unter "Nebenwirkungen" nachlesen. Dabei wirst Du feststellen, dass keine NW bei 100% der Probanden eingetreten ist, d.h. wenn auch Mirtazepin wohl das AD mit der häufigsten Gewichtszunahme ist, kann es doch sein, dass Du damit NICHT zunimmst. Es hilft halt leider nur eines: ausprobieren! Solltest Du dann merken, dass Du merklich zunimmst, kannst Du ja um einen Medikamentenwechsel bitten. Alternativen gibt es noch und nöcher. Im übrigen ist Mirtazepin nicht das einzige AD, bei dem viele Patienten zunehmen.

R^e-nnflxoh


Hallo Mimiko

ich würde Dir auch empfehlen, die Nebenwirkungen mit Deinem Arzt zu besprechen.

Jeder reagiert anders auf Medikamente. Ich selbst nehme Mirtazapin seit einigen Jahren und hatte keine Nebenwirkungsprobleme.

Damals hatte ich ein Burn-Out-Syndrom und Schlafprobleme, die damit behoben wurden. Heute funktioniert das nicht mehr ganz so gut. Allerdings glaubte ich zu Anfang, unter Libidoverlust zu leiden. Aber das hatte im Nachhinein gesehen andere Gründe.

Auf jeden Fall würde ich den Arzt noch einmal konsultieren.

Es ist eins Schande, welche Wartefristen bei Psychotherapeuten bestehen.

Gute Besserung! :)*

G'uckWy06x8


Hallo Zwack,

ja das Problem kann wohl nur ich lösen, mit Hilfe meiner Ärztin, aber die weiß auch nicht mehr. Die sagt 'Herz, ist soweit i.O., ist die Angst ...

Meine Hauptsymptome sind halt:

* Sehstörung insbesonder Doppeltsehen

* Ohrgeräusche

* Schwindel, Benommenhait

* Herzstolpern

Mein BD, ist dann, in für mich normalen Bereichen ca. 135-75, allerdings ist dann mein Puls niedrig, ca. 50. Ich habe einen Rechtschenkelblock und mein Puls ist meist ca. 60, manchmal halt auch niedriger.

Und diese Symptome habe ich, auch oder sogar gerade, wenn ich völlig ruhig bin, PC sitze, Bett liege, Fernsehe schaue. Irgendwie schein dann mein Kreislauf, vegatives System (weiß nicht wie ich es benennen soll), down zu sein.

Und jetzt habe ich die Befürchtung, das es gar nicht die Angst, Psysche ist und wenn ich das Mittel nehme, wird es vllt. noch schlimmer :°( .

Mist, da kann nur ich selbst die Antwort darauf finden, aber ich weiß nicht wie :|N

LG

Z|waock44


Ausprobieren.

A5nnae25Z534


Mir gings mit Mirtazapin gleich... habe es nur einige Tage genommen und dann sofort wieder abgesetzt.

Mir gings so dermaßen schlecht, war echt krass.

Ich schlief über 16 Std. durch und konnte mich fast nicht auf den Beinen halten. Zudem hatte ich starkes Schwindelgefühl und war total benommen. So gefühlt habe ich mich zuletzt unmittelbar nach einer Operation mit Vollnarkose :(

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