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Anstössig, wenn Tochter am Vater "raufklettert"?

m=ala|gexna


Mit meinem Exmann? Ja, von ihm ausgesehen entwickelt sie sich auch gut. Seine Familie ist da normaler. Ich werd jetzt gleich meiner Mutter per Mail antworten. Eigentlich ist das Ganze einfach nur traurig.

G?rau^amsxel


@ malagena

Mit uns hat nämlich niemand gekuschelt. Wir haben keine Zärtlichkeit erfahren...

Leider bin ich beruflich im Moment am Limit, sooo gerne würde ich den ganzen Faden lesen, denn ich vermute, dass Du und ich eine ähnliche "Mutterhypothek" durchs Leben tragen...

Leider habe ich keine Zeit, mich in Deinen Faden zu vertiefen.

Jemand schrieb, dass Du nur von "der Mutter" schreibst und "die Mutter" erwähnst... Ich kann das nachvollziehen; Mama oder Mutti zu der Frau zu sagen, der man sein (zuweilen schweres) Leben verdankt, kann schwer bis fast unmöglich sein.

Auch ich hatte während der Kinderjahre meiner Jungen schwer an dieser "Mutterhypothek" zu tragen - denn wenn man Kinder zu erziehen hat, kommt einem die eigene Jugend auch wieder hoch... und manchmal in die Quere.

Bei MIR hat es die Distanz gebracht; den Kontakt zur Mutter habe ich auf das absolute Minimum beschränkt und mein Märchenprinz half mir dabei. ER hat die Problematik (da relativ aussenstehend...) als erster bemerkt und mir bewusst gemacht. Er hat mich in der schlimmsten Zeit nach der "Trennung" ganz besonders unterstützt und getragen, denn oft wollte sich bei mir ein schlechtes Gewissen einstellen: es ist doch die Mutter...

Eigentlich ist das Ganze einfach nur traurig.

Ja, das ist wahr! Wegen der nicht gehabten Zärtlichkeit (die fehlt einem das ganze Leben) und auch wegen der Erkenntnis, als Kind schon "irgendwie" gespürt zu haben, dass da etwas nicht stimmt...

G?raua:msel


... den letzten Satz musst Du umstellen; es könnte einen Widersinn ergeben. ...schon als Kind "irgendwie" gespürt...

mealagesna


Danke, Grauamsel, für deine Antwort. Es stimmt genau, so wie du schreibst: Mit den eigenen Kindern kommt die ganze Problematik wieder hoch... Ich erlebe an meinen Kindern, wie meine Mutter mit uns auch schon war. Ich hatte auch schon längere Zeit einfach den Kontakt zu meinen Eltern ganz abgebrochen. Doch wenn ich weiss, dass es meiner Mutter schlecht geht, hab ich trotz allem Gewissensbisse. Ich hab schon früh eine Art Mutterrolle meiner Mutter gegenüber übernommen. Als ich 14 war, hat sich meine Tante (ihre Schwester), die bei uns wohnte, das Leben genommen. Ab da hatte sie niemanden mehr zum sprechen. In diesem Alter fühlte ich mich geehrt, dass ich so eine wichtige Funktion hatte... Inzwischen weiss ich, dass so was schädlich ist. Doch ich komme nicht mehr aus der Rolle hinaus. Sie hat niemanden ausser mir. Zum Vater und zu meinen drei Brüdern hat sie nur oberflächlichen Kontakt.

Gleichzeitig ist es eine extrem katholische (ich meine echt katholischer als der Papst!) Herkunft. Sexualität war eine Sünde, in Gedanken, Worten und Werken... Ein absolutes Tabu bis heute in meiner Familie...

S1himoOne


Ich würde sagen das ganze ist eine Erziehungs / Einstellungsfrage.

Wie schon gesagt ist meine Schwiegermutter in Spe ganz ähnlich 'drauf', aber meiner Meinung nach hat sie es einfach nicht anders gelernt und ist zu sehr in ihrer Rolle (Von wegen Anstand, Etikette, Standesgerechten Verhaltens etc.) festgefahren als dass sie irgendwie anders hätte handeln können oder sich auch jetzt bei ihren Enkeln noch ändern könnte. Mit Vererbung, Generationen etc. hat das für mich herzlich wenig zu tun'. Man mus lediglich in der Lage sein ich ggf. von den Verhaltensmustern die einem früher beigebracht wurden zu lösen und sich nicht um etwaige Meinungen anderer zu kümmern.

Gxrnauam&sel


Inzwischen weiss ich, dass so was schädlich ist. Doch ich komme nicht mehr aus der Rolle hinaus..

ICH brauchte eine Therapie beim Psychiater - vielleicht brauchst auch Du eine solche, damit Du frei werden kannst von diesen Selbstvorwürfen. Leider wartete ich zu lange, bis ich die Hilfe des Fachmannes an Anspruch nahm - ich hätte schon 20Jahre früher frei werden können...

Sie hat niemanden ausser mir

Unter anderem hat mir der Psychiater beibringen können, dass ICH keine Schuld dran habe, dass Mutter keine Freundinnen und Bekannte hat.

Gleichzeitig ist es eine extrem katholische (ich meine echt katholischer als der Papst!) Herkunft. Sexualität war eine Sünde, in Gedanken, Worten und Werken... Ein absolutes Tabu bis heute in meiner Familie...

Zu DER Dimension kann ich - glücklicherweise - nichts sagen, die ganze "Religiöse Problematik" hatte ich nicht auch noch.

mdalagexna


ICH brauchte eine Therapie beim Psychiater – vielleicht brauchst auch Du eine solche, damit Du frei werden kannst von diesen Selbstvorwürfen. Leider wartete ich zu lange, bis ich die Hilfe des Fachmannes an Anspruch nahm – ich hätte schon 20Jahre früher frei werden können...

Das mit dem Psychiater hab ich zum Glück relativ früh angepackt. Das ist heute wohl auch einfacher als vor 20 Jahren... Trotzdem falle ich immer wieder ins alte Muster zurück. V.a. wenn es der Mutter akut schlecht geht...

Und irgendwie will ich den Kindern ja auch nicht die Grosseltern vorenthalten. Es ist auch so, dass es im Moment mit allen gut geht ausser mit der einen Tochter. Mein Sohn (18) schätzt den Kontakt mit dem Grossvater extrem, und da er kaum Kontakt zu seinem eigenen Vater hat, finde ich es toll, dass sich die zwei gut verstehen. Eigentlich müsste ich die eine Tochter jeweils einfach nicht mit nehmen und irgendwo bei Freunden lassen. doch das Tragische ist, dass genau sie unbedingt mitkommen will und sich alle Mühe gibt, der Grossmutter zu gefallen... :°(

aTugx233


Ich habe nur die erste Frage gelesen – den Rest nicht!

Manche Eltern und Großeltern sind durch Medienberichte usw so sehr beeinflusst, dass es ein "normales Leben" fast nicht geben kann. Da hilft nur Distanz zu diesen Meinungen und sich nicht beeinflussen lassen!

m?al0aJgena


Meine Eltern haben kein TV und lassen nichts "modernes" an sich heran... Bei denen ist das irgendetwas von früher... Aber stimmt: Distanz ist wohl die einzige Lösung.

aUu7g23x3


Und stimmt es: die Bedenken kommen von der "Gegenpartei", d. h. im Verhältnis Vater zu Tochter sind die Eltern (und deren Kinder) der Mutter quasi die "Gegenpartei", also nicht die eigene Verwandtschaft. Das kann unterschwellig auch eine Rolle spielen. Man muss sich bei einer Frage dieser Art schon ansehen, wie die Eltern erzogen wurden, auch wie wiederum deren Eltern und welche Einflüsse sonst noch eine Rolle spielen.

mial(agena


Ja, das seh ich mir schnon an, aber als Erwachsene können sie selbst entscheiden. Somit müssen sie auch selbst verantworten, was sie einem Kind antun.

Hcappy"cola


finden das meine Eltern und Brüder extrem unanständig, weil es den Mann sexuell reizen würde.

Sorry, aber mir wird schlecht wenn ich so ein Mist lese. Ich will deine Familie nicht beleidigen aber ich finde, die gehen zu weit. :(v

Ist dein Mann ein Pädophiler oder warum sollte es ihn erregen? ??? :=o

Wenn mein 5jähriger Sohn mit mir kuschelt will und seinen Kopf auf meine Brust legt, dann empfinde ich für ihn nur Liebe wie eine Mutter zu einem Kind empfinden kann. Da ist auch nichts sexuelles oder erregendes dabei. :|N

@:) @:)

m6ala,gena


Ja, auch meine Meinung. Will ja auch nichts von meiner Katze, wenn ich sie streichle...

MwARIEUCHExN1


Anstössig, wenn Tochter am Vater "raufklettert"?

was ein quark!!!!! :(v

ich habe das als kind geliebt und besonders bei meinem papa und meinem onkel, weil die soooo stark waren und die einen so gut halten oder hochwerfen konnten! kam auch bestimmt mal vor dass ich da mal nackt war und ich bin sicher das das keinen interessiert hat.

letzte woche kam mein "sooo schrecklich anrüchig" nackter papa hinter mir durch die wohnung gerannt, weil ichs eilig hatte und ihn aus seiner dusche jagen wollte: ich hab ihm großes glas kaltes wasser über den vorhang gegossen! ]:D

das war soooo anrüchig! ;-D

ps: und natürlich fanden wir das gar nicht lustig! ;-D

Afsigxa


Hi Malagena,

erstens darf imho sogar eine 20jährige an ihrem VATER "hochklettern" und zweitens,

wenn ein Vater seine Tochter begrabscht oder mehr ist es die Schuld des VATERS und es ist zum davonlaufen, wenn dann immer dem Kind / der Jugendlichen eine Mitschuld untersttellt wird...

Asiga

PS: anderer Sachverhalt, fällt mir grade ein: wenn eine 2- oder 3- jährige spielerisch am Glied ihres Vaters zupft kann es duchaus sein dass der Vater einen Steifen bekommt. Aber wenn er "normal drauf" ist wird er einfach zu der Tochter sagen "lass das mal" und feddisch.

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