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So tun, als sei man jemand anderes, Parallelwelt?

lWess yeuxq vexrts hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

vielleicht findest sich hier ja ein Gleichgesinnter. Bis jetzt habe ich das Gefühl, ganz allein mit meiner Eigenart zu sein. :-( Eine kurze Beschreibung:

Ich stelle mir (nur wenn ich alleine bin) sehr oft vor, jemand anderes zu sein. Dann denke ich mich quasi in eine Traumwelt, Fantasiewelt...wie auch immer. Ich finde es unglaublich schwer, das zu beschreiben. Vllt zur Veranschaulichung: Auf einmal stelle ich mir vor, ich wäre männlich (ich habe sonst keine Neigung, ein Mann sein zu wollen), Anfang 30, hätte einen tollen Job und dennoch Pech in der Liebe...aber dann entwickelt sich alles zum besseren. Ich lerne eine Frau kennen, man erlebt viel gutes und schlechtes. Ich schreibe in Gedanken quasi einen kleinen Roman, den ich für mich selbst verfilme (nur gedanklich).

Ich frage mich nur sehr oft: Warum tue ich sowas? Und warum so oft? Ich bin zufrieden mit meinem Leben. Ich liebe meinen Freund (mit dem ich auch zusammen wohne). Aber: Geht er vor dem Schlafengehen ins Bad, nutze ich die Zeit oftmals um mich für ein paar Minuten in diese Traumwelt hineinzudenken. Aber dafür habe ich eigetnlich gar keinen Grund.

Ich mache das nun auch schon sehr lange. Mit 11 oder so habe ich damit begonnen, zu einer Zeit, in der es mir dann doch wirklich überhaupt gar nicht gut ging. Das habe ich noch verstanden, dass ich diese Parallelwelt brauchte. Aber jetzt?

Gibt es dafür einen Namen? Sollte ich mit einem Psychologen darüber sprechen? Bisher habe ich mich noch nie getraut, das auszusprechen oder gar im Internet nach ähnlichen Berichten zu suchen. Irgendetwas stimmt nicht.

Kann mir jemand sagen was das ist? Wie ich damit umgehen sollte? Gibt es hier jemanden, dem es auch so oder ähnlich geht?

Antworten
H=agaRlaz7x7


mach dich nicht verrückt, ich denke damit bist du nicht allein. was tun denn zum beispiel die leute, die live rollenspiele spielen oder pen and paper? :) ... die suchen sich ja auch eine figur, die sie quasi leben – völlig unabhängig von ihrem eigentlichen leben :)

a$.fixsh


Solange es ein Ausflug ist, genieß Dein Kopfkino. In Dir steckt offensichtlich genug Kreativität für mehrere Leben. ;-)

Wenn es zur Flucht wird, zum Drang, wenn Dir Deine Gedanken wegflutschen oder Du beobachtest, dass Du Deine Charaktere Deine Gefühle ausleben lässt, dann tritt auf die Bremse und lass die Tür eine Weile geschlossen.

K+lxeio


les yeux verts

Ich schreibe in Gedanken quasi einen kleinen Roman, den ich für mich selbst verfilme (nur gedanklich).

Schon mal auf die Idee gekommen, das auch zu tun, also zu schreiben?

Gibt es dafür einen Namen?

Phantasie? Kreativität?

Sollte ich mit einem Psychologen darüber sprechen? Bisher habe ich mich noch nie getraut, das auszusprechen oder gar im Internet nach ähnlichen Berichten zu suchen. Irgendetwas stimmt nicht.

Hast Du denn Schwierigkeiten oder kannst Du nicht mehr zwischen Deinen Gedanken und der Realität unterscheiden? Was ist es denn, wovon Du meinst, dass es nicht "stimmt"?

M`ollDiiencfhen


@ les yeux verts

Ich flüchte in jeder freien Sekunde in Traumwelten und denke mir Geschichten aus. Ich hab's auch mal mit schreiben versucht. Bis ich gemerkt habe dass ich da nur etwas versuche zu verarbeiten. Meine Geschichten waren sich allerdings auch alle sehr ähnlich.

Seit ich weiß, was ich da zu verarbeiten versucht habe, schreibe ich nicht mehr, aber im Kopf sind die Geschichten immer noch. Jetzt genieße ich sie allerdings. Vorher war das immer so ein bisschen wie eine Geburt, die nicht aufhören will...

Gibt's denn so eine Art Grundmuster in Deinen Geschichten, das sich immer wiederholt?

lQesp yeuOx vert+s


Ich kann mein reales Leben schon von meinem Traumdenken unterscheiden, das ist kein Problem. Ich finde es trotzdem nicht ganz normal, sich permanent ein anderes Leben vorzustellen. Vor allem da ich mit meinem Leben ganz zufrieden bin. Sexuell könnte es vielleicht etwas vielseitiger sein, das spiegelt sich beim Träumen auch wieder. Aber dagegen kann man ja etwas machen und ich bin auch dabei, etwas daran zu machen.

Grundmuster wiederholen sich schon, ja. Ich denke eigentlich immer an eine genaue fiktive Person, immer die gleiche. Diese Person hat auch keine Ähnlichkeiten zu Bekannten. Und eigentlich geht es immer darum, völlig enttäuscht von anderen Personen zu sein oder himmelhochjauchzend verliebt. Aber vor allem noch erwachsener. Ich bin 21 und vorgestellt dann vllt 31. Soviel zum Grundmuster.

Aufschreiben: Ja, damit könnte ich es mal probieren. Damit habe ich es noch nicht versucht. Ich denke auch, das die Geschichten immer gleich bleiben werden, aber das wäre ja erstmal nichts schlimmes.

Hat noch jemand hier Anregungen? Oder geht es noch jemandem wie mir?

Schon mal danke, ich fühle mich dahingehend schon etwas "normaler". :)z

pbetit_^sorcixere


Ich träum auch immer; Schule, Hausaufgaben, wenn mir langweilig ist...

Bei mir kenne ich die handelnden Personen oft, aber immer in anderen Konstellationen.

Die Beschreibung mit der gedanklichen Verfilmung triffts echt gut, aber ich würde es nie aufschreiben. Bei mir liegts (glaub ich) einfach an überschüssiger Kreativität, zumindest höre ich den Satz "Du hast eindeutig zu viel Fantasie!" ziemlich häufig ;-D

Stören tuts mich nicht, ist ja auch ganz nett, und ich weiß ja, wer ich wirklich bin. Und ich würde mir an deiner Stelle auch keine Sorgen machen, sondern einfach hinnehmen, drüber lachen, wie normale Träume ;-)

Achja, ich bin 16 und mache das schon ewig, 3. Klasse muss das ungefähr angefangen haben. Aber immer wieder mit langen Pausen von einem Monat, wo ich überhaupt nicht träume, dann aber teilweise um so mehr.

P#feff]e[rminzxlikör


Hast du jemals autogenes Training erlernt oder praktizierst du autogenes Training/Autosuggestion/Selbsthypnose?

P+feffPermindzliköxr


Du, wend dich mal an eine Userin namens PowerPuffi. Selbes Problem, mit ziehen der Gynefix wars wieder weg. @:)

LyadyB0lackJBaxck


Was du hast, liebe les yeux verts, ist fuer mich der groeßte Segen, den ich nie verlieren moechte. ;-) Ich habe auch eine Traumwelt (lebe nur weniger selbst darin), aber ich nutze meine Fantasie als Basis fuer meine Buecher. In meinem Kopf laeuft jeden Tag fast gleich die Story ab, die ich eines Tages komplett in einen Roman packen moechte. Das Buch waere eine Art Lebenswerk fuer mich, denn sie begleitet mich bereits einige Jahre meines Lebens (!).

Was ich damit sagen will: Wenn man das so hoert, kann man darauf schließen, dass du eine große Fantasie hast. Anstatt das zu Verteufeln wuerde ich dir dazu raten, es zu nutzen!

p!etit._sorcxiere


@ LadyBlackJack

:)^ Segen triffts richtig gut!!!

AGngs'tp7atiGentx007


ja das kenne ich auch! Damals als Kind habe ich so oft in Fantasiewelten gelebt das ich anfing sie auch in der Realität teilhaben zu lassen, quasi mit Selbstgesprächen, weil ich mir vorstellte ich rede mit einer Figur aus der Fantasiewelt. Jeden Tag nach der Schule träumte ich meine Fantasien, wärend ich nach Hause lief. Ich war dabei natürlich nicht auf die Realität konzentriert, mich wundert bis heute das ich immer heil nach Hause ankam.

Vor 2 Jahren erhielt ich zum ersten Mal die Diagnose ADS. Muss ich schon mein Leben lang gehabt haben. Allerdings denke ich das es zu deinem Geschilderten noch ein Unterschied ist. Du hast es ja unter Kontrolle, ich dagegen hatte es damals nicht so unter KOntrolle, heute dagegen schon ^^

P-fefbfgerminzl%iköxr


Du, wend dich mal an eine Userin namens PowerPuffi. Selbes Problem, mit ziehen der Gynefix wars wieder weg.

Das war wohl der falsche Thread ;-D |-o

E\mislieA


Also, ich kenne es so ähnlich von mir. Ich habe aber nicht nur eine Geschichte, sondern viele verschiedene. Aber meistens gerade eine aktuelle, die mich am meisten beschäftigt.

Manche Geschichten habe ich schon seit Jahren und ich kehre immer gern zu ihnen zurück. Manche sind recht neu und manche habe ich wahrscheinlich schon vergessen. Deswegen schreib ich manche auf, vor allem wichtige "Szenen", die mir echt gut gelungen sind. Manchmal zeichne ich auch Bilder, oder zumindest Skizzen.

Ich weiß gar nicht, wann es angefangen hat, aber irgendwann als Kind. Bei mir ist es nicht, weil ich eine schwere Kindheit hatte oder so – ganz im Gegenteil. Früher konnte ich auch nie verstehen, wie manchen langweilig sein konnte. Langeweile kam bei mir gar nicht auf, weil ich ja meine Geschichten hatte :-)

Früher hat es mich manchmal auch arg vom Unterricht abgelenkt, aber inzwischen bin ich seltener bei meinen Geschichten. Aber eigentlich immer beim Einschlafen.

Ich würde es auch eher als Segen bezeichnen – auch wenn es mir wahrscheinlich unangenehm wäre, wenn jemand meine Notizen darüber lesen würde. Nicht, weil sie so außergewöhnlich wären, aber die sind bisher nur für mich.

@ Pfefferminzlikör:

Ich wollt grad fragen, ob du ernsthaft davon ausgehst, dass sie seit sie 11 ist eine Spirale trägt... ;-D

l[es yejux ve{rts


Das mit dem Reden mache ich auch! Nur leise, nur zu Hause, nur alleine, nur für mich. Tja, das hätte ich vielleicht mal direkt sagen sollen.

Das mit dem Lebenswerk ist eine gute Idee. Ich möchte das mit dem Schreiben wirklich mal in Angriff nehmen, vielleicht hilft mir das ja :-) Vielleicht erkenne ich daraus etwas oder, ganz vielleicht ist das Zeug sogar Roman-tauglich :D

Meine Geschichten waren früher auch noch andere. Sie sind mit mir "gewachsen". Damals, als Boybands noch toll waren, kamen häufiger Mitglieder darin vor...nur als außenstehende Person, nicht als Partner oder ähnlichem. Jetzt habe ich seit ca. 3 Jahren fast immer eine gleiche Geschichte, mit gleichen Personen und nur leicht wechselnden Inhalten. Etwa ein Jahr lang habe ich es ohne Geschichten "ausgehalten". Aber mit denen kann man so schön einschlafen, vor allem vor Prüfungen und Klausuern.

Langweilig war und ist mir auch nie :D

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