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So tun, als sei man jemand anderes, Parallelwelt?

P;feffxe=rminbzlPikör


Diese Phantasiereisen und Tagträume entsprechen auch der oberen Ebene des autogenen Trainings. Ein Psychoanalytiker würde in Freudengeheul ausbrechen ;-D

Ich sags mal so: es ist auf keinen Fall verkehrt und es hilft, zu sich selbst zu finden. :-D

PveinlJichP"einlxich87


Das dies andere Menschen auch haben, hab ich erst durch das Zeitalter des Internets erfahren.

Ich hab das schon als Kind, damals hielt ich mich für gestört im Kopf, unnormal. Es verschwand nie wirklich, manchmal ein paar Wochen war ruhe. Aber ich brauch dazu etwas bestimmtes. Ich tauch nur ab, wenn ich ruhe habe, alleine bin und ein bestimmtes Buch, Bild bei mir habe. Dann geht´s zack und weg in eine andere Welt, andere Fantasien.

2008 begann ich das aufzuschreiben und hab seitdem auch ca. 600 geschriebene DIN A4 Seiten. |-o

Ich mach das auch gerne vor dem schlafengehen im Bett. Mir gefällt das und ich frage mich sehr oft, wie ich es schaffe so einen endlosen langen Film zu spielen. Auch, so komisch das klingt, die Gefühle die ich da erlebe sind so real. ":/

Das heißt auch ein Orgasmus den ich in meiner kleinen Welt erlebe auch wirklich einen auslöst und das schöner als körperlich mit meinem Freund gefühlt oder je zuvor

Es ist zwar absurd, mir hilft es aber auch bei Problemen, wenn ich dieses Problem einfach mal in einer meiner Lieblinge projiziere fällt mir eine Lösung leichter. ":/

Ich möchte aber diese Fantasie nie verlieren. :-)

K`leixo


les yeux verts

Ich finde es trotzdem nicht ganz normal, sich permanent ein anderes Leben vorzustellen.

Und was bedeutet diese Erkenntnis für Dich? Willst Du es denn nicht mehr machen, oder? Etwas ist normal, das andere nicht. Das ist ein wertfreier Begriff. Insofern weiß ich nicht, wie Du das für Dich wertest und warum das für Dich wichtig ist. Du findest, dass das nicht normal ist. Andere schon.

Hat noch jemand hier Anregungen? Oder geht es noch jemandem wie mir?

In welcher Beziehung? Ich denke mir Geschichten aus. Ob es normal ist oder nicht – die Frage habe ich mir nie gestellt. Für mich ist es offensichtlich normal. Es macht mir Spaß, sonst würde ich es nicht tun. Es gibt aber auch Dinge, die ich tue, die ich nicht für normal halte. Das sagt ja nichts aus, außer dass jemand innerhalb einer gewissen Norm liegt oder nicht.

Meine Geschichten waren früher auch noch andere. Sie sind mit mir "gewachsen". Damals, als Boybands noch toll waren, kamen häufiger Mitglieder darin vor...nur als außenstehende Person, nicht als Partner oder ähnlichem. Jetzt habe ich seit ca. 3 Jahren fast immer eine gleiche Geschichte, mit gleichen Personen und nur leicht wechselnden Inhalten. Etwa ein Jahr lang habe ich es ohne Geschichten "ausgehalten". Aber mit denen kann man so schön einschlafen, vor allem vor Prüfungen und Klausuern.

Es liegt ganz and Dir, ob und welche Geschichten Du Dir ausdenkst. Ich finde es immer schön, wenn mir Geschichten vor dem Schlafengehen einfallen, dann kann ich so schön einschlafen. Nicht mehr und nicht weniger.

T?iCnxks


Oder geht es noch jemandem wie mir?

Ja. Es dreht sich bei mir nur jedoch nicht bloß um eine Person, sondern gleich um eine Handvoll. ;-D Meine einzige Sorge ist, dass ich ohne diese Gedanken sehr viel länger Zeit zum Einschlafen brauche als mit. Stört das denn sonst niemanden hier?

h%eyerdxahl


Reality continues to ruin my life. Dann wäre eine Kehrtwende angebracht.

MeollOienchexn


@ les yeux verts

Und eigentlich geht es immer darum, völlig enttäuscht von anderen Personen zu sein oder himmelhochjauchzend verliebt. Aber vor allem noch erwachsener. Ich bin 21 und vorgestellt dann vllt 31. Soviel zum Grundmuster.

Könnte mir schon vorstellen, dass da etwas Bestimmtes hintersteckt, was Du versuchst zu verarbeiten.

In meinen Geschichten ging es immer um eine weibliche Person, die wesentlich jünger ist als ich (ebenfalls fiktiv) und sich in ältere, "gestandene" Leute verliebt. Also, nicht alt, aber wesentlich älter (z.B. Mädchen ist 18, andere Person ist 30 oder 40). Da steckte bei mir aber was dahinter, was vordergründig nicht sofort erkennbar ist.

@ Tinks

Meine einzige Sorge ist, dass ich ohne diese Gedanken sehr viel länger Zeit zum Einschlafen brauche als mit. Stört das denn sonst niemanden hier?

Es stört mich deshalb nicht, weil ich mir ja jederzeit eine Geschichte herbei denken kann, wenn ich einschlafen möchte. Es zwingt mich ja niemand, es zu lassen.

TViznkVs


Nun ja. Mich beunruhigt, dass ich mich auf diese Art betäuben muss um (schnell) einzuschlafen. Ich zwinge mich daher manchmal selbst, es zu lassen. Erfolglos. :-)

LYady1BlackwJ&ack


Mach dir da doch keinen Kopf... Es ist alles okay, durch das du dich besser fuehlst und niemandem Schaden zufuegst. @:)

K8ongoE-Ottxo


Sie hinterließen eine Spur,

den leisen Hauch der Traumwelt nur,

die allerorts mich zwinkernd grüßt

und lacht, wenn mich die Muse küsst...

(Schandmaul – Traumtänzer)

Ich habe diese "Phantasie-Episoden" auch, schon seit frühester Kindheit, teilweise sehr intensiv, aber ohne dabei die Realität aus den Augen zu verlieren. Für mich sind diese Phantasiewelten, die ich mir damit selbst schaffe, wie kleine Pausen von der Welt um mich herum, wenn sie mich in irgendeiner Form anstrengt, manchmal gehe ich aber auch so an diese "fiktiven Orte", um zu entspannen. Dort muss ich nicht der sein, der ich im realen Leben bin, sondern kann eine andere Rolle leben und andere Dinge erleben. Ob das normal ist? Für mich schon, ein Leben ohne diese Fähigkeit wäre für mich leer und trist.

Meine "Traumwelten" bilden sich immer aus drei Komponenten:

- Die Ereignisse, die mich in meine Leben bewegen

- Die Themen, die meine fiktionale Welt bewegen (die Bücher, die ich lese, die Filme, die ich sehe etc.)

- Die Musik, die ich höre

Als ich zum Beispiel letztes Jahr die 2. Staffel der TV-Serie "Fringe" gesehen habe, wurde meine innere Welt stark mit Geschichten von parallelen Universen angereichert. Ja, diese innere Welt ist sehr phantastisch ;-) Das stört mich aber nicht sonderlich, ich muss ja niemanden mit Erzählungen über diese Welt verstören.

Ein Psychoanalytiker würde in Freudengeheul ausbrechen.

Das ist in der Tat so. Meine Therapeutin ist Psychoanalytikerin, und es hat uns schon oft weiter geholfen, wenn ich Episoden aus meiner inneren Welt mit in die Therapiesitzungen gebracht habe, weil es mir leichter fällt, über meine "phantastische Verarbeitung" realer Ereignisse zu sprechen als über die Ereignisse selbst.

SyunZflow\er_73


Solange Du genau weißt, wo die Grenze zwischen Realität und deiner Fantasie ist, ist das kein Problem. Solche Szenarien malen sich viele Leute aus (nur gebe es die wenigsten zu und problematisieren es auch nicht unbedingt).

Ich habe das übrigens auch. Nicht regelmäßig, aber gerade in Stressphasen male ich mir gerne irgendwelche Geschichten aus – und schlafe dann wunderbar ein.

Sehe es daher nicht als problematisch! Hab' mal irgendwo gelesen, dass ein reiches Fantasieleben entweder ein Zeichen von Intelligenz oder Wahnsinn ist. Plädiere für den IQ! ;-)

Wie gesagt, solange man weiß, dass es nur Geschichten sind; nicht erwartet, dass sie sich in Realität verwandeln – und nicht nur in "Größenfantasien" über sich schwelgt, ist es harmlos. Meine Meinung.

In diesem Sinne:

Munteres Weiterfantasieren!

wPhitde m|agixc


Huhu, hab auch eine sehr lebhafte Fantasie und wenn ich zum Beispiel Fime sehe die mir gut gefallen, dann denke ich mich in eine der Rollen hinein und erlebe Abteneuer mti ihr.

Ich mach das gerne, für mich ist das ganz normale Zuflucht und Entspannung vom Alltag.

Ich fninde daran nichts schlimmes.

M@ollieJncMhen


Ich hab mal irgendwo gelesen, dass dieses Abschweifen in Fantasiewelten so eine Art Meditation ist. Und Meditieren ist ja wirklich nicht das Schlechteste. :-)

l7es2 yeux= vertIs


Ich habe mich nur gefragt, ob ich damit alleine bin auf der Welt. Von außen betrachtet ist es ja schon etwas merkwürdig.

Es tut so gut zu hören, dass es vielen so geht und dass es wohl doch ganz normal ist. Jeder hat scheinbar seine eigene Art, mit der Welt fertig zu werden. Und Meditation klingt wirklich gut. Darunter kann man es doch gut verkaufen, vor allem sich selbst :-) Ich sehe es schon wesentlich lockerer.

Danke für eure vielen tollen Antworten!! @:)

l1es y*ewux ve7rts


@ Konto-Otto

Meine "Traumwelten" bilden sich immer aus drei Komponenten:

- Die Ereignisse, die mich in meine Leben bewegen

- Die Themen, die meine fiktionale Welt bewegen (die Bücher, die ich lese, die Filme, die ich sehe etc.)

- Die Musik, die ich höre

Die letzten beiden Punkte bilden auch Bestandteile von meiner Traumwelt. Ereignisse die mich in meinem Leben bewegen komischerweise weniger. Das würde ich in meiner Phantasie eigentlich doch erwarten. Ich versuche eher mich in Personen zu versetzen, die ich nur teilweise nachvollziehen kann (Ja, wie ist es denn ein Mann zu sein? Oder wie ist es, in der Chirurgie zu arbeiten? Wie ist es, bettelarm zu sein? etc). Ich finde es interessant, wie verschieden wir so sind – in jeglicher Hinsicht.

KFongo- Optto


@ les yeux verts

Schöner Tippfehler bei meinem Nick ;-D

Die realen Ereignisse kommen eigentlich auch relativ selten vor, vor allem dann, wenn mich etwas sehr bewegt (z. B. das Erdbeben in Japan im März oder aber eine Ex-Affäre, die damals für mich noch bei weitem nicht "abgehakt" war). Ansonsten frage ich mich auch oft, wie es wäre, arm/reich/Geheimagent/Zauberer/Zoowärter/Bauer etc. zu sein – immer eingebunden in den Kontext einer für mich spannenden Geschichte.

Inwieweit die Musik da mit reinspielt, kann ich nur schwer in Worte fassen. Sie bildet so eine Art "Soundtrack" zur aktuellen Lebensphase und damit auch zu meinen Tagträumen. Was da aber genau passiert, dafür fehlen mir die Worte.

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