» »

Was motiviert zur freiwilligen Feuerwehr?

SHtreisfenh2örncxhen hat die Diskussion gestartet


Ich versteh es nicht. klar die gemeinschaft und auch was gutes tun.... aber dafür tote und verletzte aus autos rausschneiden? ich weiss nicht... ihr vielleicht?

lg,

Antworten
h{eyerJdahxl


Ja. Die Gemeinschaft, etwas Korpsgeist, Freundschaft, große Autos, viel Lärm, technisches Zeug, der positive Beigeschmack seine Zeit mit etwas Nützlichem zu verbringen.

Sutreiofenh[örncxhen


gemeinschaft und freundschaft gibts auch im sportsverein. das mit dem nützlichen seh ich ein... aber um jeden preis? (ich mein damit jetzt die psyche...)?

ncellVy_D8<9


Es heißt ja noch lange nicht das man es in der FFW nur mit toten oder verletzten zutun bekommt. Das ist sicher auch ein Punkt, aber die Aufgaben liegen in weitaus mehr Dingen.

SHandMra2|0G0x6


Ich hab sehr grob gesagt bisher 2 Sorten Feuerwehrler kennengelernt.

Die eine sind Menschen, die wirklich aus Nächstenliebe handeln, die sich einbringen wollen, helfen wollen und für die die ganzen tollen Autos und das Saufen mit den Kollegen halt nettes oder notwendiges Beiwerk sind, aber nicht der wirkliche Grund für die freiwillige Tätigkeit dort.

Und dann gibt es die (und die bemerkt man leider leichter), die sich ständig vor anderen mit ihren Heldentaten brüsten, die ständig ihre Piepser gut sichtbar rumliegen lassen oder bei sich tragen, das Funkgerät auf der Terasse anlassen, damit alle Nachbarn es auch gut hören können.. die erzählen, wieviele km/h sie mit dem Löschzug gefahren sind und die jeden Kratzer wie eine Kriegsverletzung feiern... auf gut Deutsch, die es nur für sich und ihr Ego tun und sonst im Grunde recht langweilig sind. Manchmal (zb bei unserem Nachbarn, Anfang 20) hat man schon fast den Verdacht, es wird irgendetwas kompensiert, Minderwertigkeitskomplex oder was weiß ich. Feuerwehr vermittelt ja (und ist auch oft) Macht über Leben und Tod, Macht über das Chaos, Inferno.. Macht, die Straße abzusperren, wichtig daher zu laufen und anderen zu sagen, was sie zu tun haben..

Dasselbe findet man auch oft bei der Polizei, da gibt es einfach gute Leute, dank denen die Welt ein gutes Stück geordneter und sicherer ist.. und es gibt diese armen Würstchen, die vor lauter Machtgeilheit einen hochkriegen, wenn sie einen Autofahrer wegen eines kaputten Rücklichts rauswinken können...

hceCy_erdaxhl


Feuerwehren sind viel hirarchischer organisiert als etwa Sportvereine. Das Gruppengefühl ist auch deshalb stärker, da es bei verschiedenen Einsätzen vorkommen kann, dass das eigene Leben in die Hand eines Kameraden liegt.

Bezüglich der Unfälle, oft kommen da auch Berufsfeuerwehren zum Einsatz und nicht die Freiwilligenvereine. Es überwiegt eben das Gefühl, das bestimmte Dinge gemacht werden müssen, manchmal auf Kosten der Psyche. Vielleciht unterschätzt du den Korpsgeist in vielen Feuerwehren. Alle für einen und einer für alle ist schon verdammt verführerisch, dies verbunden mit der gesellschaftlichen Achtung...

SRurf`erfxix


Gegenfrage:

Was motiviert denn Leute dazu, zum Rettungsdienst zu gehn?

Anderen Menschen in einer Notlage zu helfen!

Der Rettungsdienst in medizinischen Dingen, die Feuerwehr eben in anderen Notfällen...

Auch ich habe das Helfersyndrom ;-) :

Ich bin gerne in der Feuerwehr, und es kommt auf die Region an, ob man oft tödliche Unfälle hat. Bei uns ist es glücklicherweise eher selten.

Aber es macht Spaß in der Gruppe mit der Technik zu arbeiten.

Kelheixo


Streifenhörnchen

ihr vielleicht?

Du hast ja schon die Anwort darauf gegeben. Anderen zu helfen und ein nützliches Mitglied der Gesellschaft zu sein. Dass jemand aus einem Auto herausgeschnitten werden muss, kommt sicher vor, aber doch auch nicht ständig. Dass das seelisch verarbeitet werden muss, wenn es denn auch Opfer gibt, die nicht gerettet werden können, das wird wohl zum Handwerk gehören, wie in jedem Helferberuf.

s|onnxen|sterxn2


Also Streifenhörnchen,

das ist ja wirklich ein netter Beitrag von dir.......... Du stellst hier die Freiwillige Feuerwehr so hin, als wären das lauter Dummies, die mal mit dem Tatütata und nem großen Auto fahren wollen.

Bei uns im Ort hat es allein in den letzten zehn Jahren 3x gebrannt bei 80 Einwohnern. Darunter ist ein Reiterhof komplett abgebrannt (alle Tiere und Kinder konnten rechtzeitig gerettet werden). In einem Haus hat eine Familie mit drei Kindern gewohnt, die man gerade noch aus dem oberen Stockwerk holen konnte, da die Holztreppe schon gebrannt hat. Was wäre wohl OHNE die Freiwillige Feuerwehr passiert ??? ?

Sich in der Freiwilligen Feuerwehr zu engagieren ist

a) viel Arbeit, die nicht nur mit Held sein und sich feiern lassen zu tun hat

b) gerade in Orten ohne Berufsfeuerwehr dringend notwendig, d.h. auf dem Land oder in Randgebieten, wo ja immer noch die Mehrheit der Menschen wohnt

c) lebensrettend (ist das nicht Argument genug ??? ??)

d) zufriedenstellend, da man seine Zeit mit etwas Sinnvollem verbingt

e) übrigens nicht nur Männern vorbehalten, bei uns löschen auch die Frauen

f) nicht nur "löschen" und "Menschen retten", sondern auch viel Freizeit, die draufgeht: mein Vater freut sich nicht, wenn er um drei Uhr nachts gerufen wird, um zu helfen. Aber er freut sich, wenn ER mal Hilfe braucht!

Ehrlich gesagt finde ich es ein Unding, solch einen Beitrag zu erstellen. Weißt du, vielleicht musst du auch mal aus deinem Auto geschnitten werden – und mein Beileid wegen des Feuerwehrmannes, der noch danach Alpträume hat – oder bei dir brennt es mal. Dieser Beitrag zeugt vielmehr von unserer egoistischen Gesellschaft, die SOFORT etwas Schlimmes verdächtigt, nur weil sich 99% der Leute mit ehrlichen Absichten engagieren. Schließ dich doch in deinem kellerloch ein, wenn du meinst, du wirst NIE Hilfe brauchen.

S-andrax2006


Deinen Beitrag finde ich unverschämt, sonnenstern2. Nicht die Frage von streifenhörnchen. Sie nimmt die Gefahren für Psyche und Leben der Feuerwehrleute ja auch sehr ernst, sie fragt ja gerade, wie man sowas nur machen kann, das zeigt ja, dass sie die Arbeit eben nicht auf die leichte Schulter nimmt..

Du wirst in jeder Gruppe verschiedene Menschen finden. Bei der Feuerwehr sind zwar überragend viele altruistische Menschen, aber sicher nicht ausschließlich. Bei einigen merkt man richtig, wie die sich dadurch ihr Ego pushen und das brauchen, um sich als "ganzer Mann" zu fühlen. Für die sind dann auch die Katze im Baum und der Autofahrer im Graben eher Mittel zum Zweck. Für die meisten geht es natürlich gerade um die Hilflosen und die Verletzten, aber sicher nicht für alle.

hgesyyewrd5axhl


@ sonnenstern2

Ich glaube streifenhörnchen hat das nicht so gemeint wie du es verstanden hast.

s`il9entgUrexy


Ich bin ehrenamtlich im Rettungsdienst tätig.

Was uns motiviert?

Ich möchte helfen, nicht hilflos zusehen müssen.

Ich bin froh, meine Freizeit SINNvoll nutzen zu können.

Ich kann mich auch ohne Medizinstudium sehr gut mit der Materie beschäftigen.

Ich mache Erfahrungen, die mich auch privat ("als Mensch") weiterbringen und habe vieles schätzen gelernt.

Ich weiß, dass ich bei Notfällen auch außerhalb des Dienstes angemessen reagieren kann, wenn in meinem Freundeskreis etwas passiert.

Ich kann Menschen in einer Notlage auch oft die erste 'psychische Stütze' sein, und ich weiß, wie wichtig das in manchen Situationen ist.

Ich mag die Gemeinschaft, fühle mich unter Gleichgesinnten sehr wohl. Der Zusammenhalt ist das, was bei/nach kritischen Einsätzen der Psyche imho am meisten hilft.

Als Heldin hab ich mich noch nie gefühlt oder gar feiern lassen, das würde ich auch nicht wollen. Ich tue nur etwas, das in meinen Augen selbstverständlich ist – Hilfe leisten. (Nur mit etwas besserer Ausrüstung und mehr Fachwissen, als es der Durchschnittsbürger hat.)

Oft darf man sich schon Kommentare anhören, wieso man denn so "blöd" ist, sich das "freiwillig" anzutun.. aber ich habs keine Sekunde bereut.

SbuHrferCfixx


Ich war übrigens, bis ich zum 2.Mal Papa wurde, auch Jugendleiter bei der Feuerwehr :)z

Denn die freiwilligen Feuerwehren haben wie viele andere Ehrenamtlichen-Jobs NAchwuchsprobleme :-|

NJorma?ler_Kerxl


gemeinschaft und freundschaft gibts auch im sportsverein. das mit dem nützlichen seh ich ein... aber um jeden preis? (ich mein damit jetzt die psyche...)?

In diesen Forum klingt es echt immer so als würde man wegen jeder Kleinigkeit gleich einen psychischen "Knacks" kriegen, was auch immer damit gemeint ist. %-|

Ssandrta20x06


Normaler_Kerl:

Also ist das eine Kleinigkeit, schwerverletzte Menschen aus Autos zu schneiden und jeder, der nach dem Aufsammeln von Leichenteilen neben eine Bahnstrecke ein Trauma hat, ist ein Weichei oder wie?

Und die Psychologen, die Feuerwehrleute betreuen, sind da zum Spaß?

Also wenn man einen psychischen Knacks besorgen kann, dann doch wohl hier? Bei Trennungsdramen im Beziehungsforum stimm ich dir ja zu, aber bei Feuerwehr ist doch diese Gefahr wirklich mal real...

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH