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Sprecht ihr in der Therapie über Sexualität?

K5ylrinn hat die Diskussion gestartet


Tja, wie der Threadtitel schon sagt: Sprecht ihr mit eurem Therapeuten über Sex, Sexualität, sexuelle Probleme oder spezielle Vorlieben, mit denen ihr vielleicht Probleme habt?

Fällt es euch schwer? Wie reagiert der Therapeut darauf? Darf man so etwas in einer 'normalen' Therapie ansprechen, wenn es ein Thema ist, was einen beschäftigt, oder ist das Thema tabu?

Ich stelle diese Fragen, weil ich selbst grade in der Situation bin, dass ich eine neue Therapie begonnen habe (wegen einer Borderline Persönlichkeitsstörung und damit zusammenhängender Probleme) und das Thema Sexualität gleich doppelt aktuell für mich ist.

Zum einen habe ich gewisse Vorlieben, mit denen ich nicht so gut klar komme, wo ich auch viele Unsicherheiten habe, woher sie kommen und ob es so gut wäre, wenn ich diese auslebe.

Zum anderen leide ich (und auch meine Partnerschaft) seit einigen Jahren unter extremer sexueller Unlust. Körperliche Ursachen sind bereits ausgeschlossen und mir wurde empfohlen, eine Therapie zu machen. Nun kann ich mir aber eine privat bezahlte Sexualtherapie nicht leisten und irgendwie hängt ja doch auch alles miteinander zusammen.

Freue mich über eure Kommentare, Erfahrungen und Meinungen @:)

Antworten
b\ewi0ldVered


Hm... eine Therapeutin hat das Thema gemieden.

Der andere war mir ein bisschen schmierig, irgendwie.

Aber ich finde das eigentlich ein wichtiges Thema, und ich würde gerne darüber sprechen.

K$ylionn


Kann sonst keiner was dazu sagen?

aFug2x33


"Keiner" oder "Keine" was zu sagen? An wen ist die Frage gerichtet?

Aus Gespräch mit Therapeutinnen: auf Sexualität kommt Frau meist im Laufe der Therapie zu sprechen, dazu muss die therapeutische Beziehung aber sehr stabil sein, von beiden Seiten so gesehen.

S"hi(mxone


Wenn man im sexuellen Bereich ein Problem hat und auch darüber sprechen kann und möchte (setzt ja auch schon ein besseres Verhältnis zum Therapeuten voraus) sollte man dies auch machen.

Bei "gewissen Vorlieben" kann es jedoch je nach Therapeut zu schwierigkeiten kommen was einen dennoch nicht abhalten sollte das Thema an zu sprechen. Es gibt 3 negative Fälle die eintreten können:

a) Der Therapeut weigert sich die Behandlung weiter zu führen. Ist meiner Freundin passiert, dürfte bei Borderline als Vorgeschichte aber eher nicht der Fall sein.

b) Der Therapeut ist das die Thematik angeht voreingenommen, führt sie aber dennoch weiter (auch nicht hilfreich). In dem Fall lieber selbst den Therapeuten wechseln

c) Der Therapeut hat von dem Thema schlichtweg keine oder bestenfalls wenig Ahnung. Ist zwar auch nicht perfekt, aber helfen sollte er dir wahrscheinlich dennoch können ;-)

Auch wenn das jetzt Schauergeschichten waren, würde ich es bei deinem Therapeuten ansprechen. Schließlich ist es etwas das dich belastet.

Etwas generelles zu Sexualtherapie und GKV: Einerseits wird zwischen Sexualtherapie und Sexualberatung unterschieden was ja nicht jedem bewusst ist. Letzteres bekommt man immer bezahlt, ersteres, wenn du z.B. eine "Vorerkrankung" hast (in deinem Fall z.B. Borderline) oder durch die Problematik körperliche oder psychische Probleme wie z.B. Minderwertigkeitsgefühle, Depressionen etc. her rühren.

Kannst ja auch einmal hier schauen: [[http://www.dgsmt.net/index2.php?option=com_content&do_pdf=1&id=40 Link]]

Kdylixnn


Warum glaubst du, dass das bei Borderline als Vorgeschichte nicht der Fall sein wird?'

Vielen Dank für den Link. Was mir nicht so ganz klar ist.. ich mache ja eine "normale" Therapie wegen der Borderline-Problematik. Nun ist Sexualtherapie ja normalerweise nur mit dem Partner zusammen sinnvoll. Ich möchte aber weder meine Einzeltherapiestunden darauf verwenden noch möchte ich, dass mein Partner mit zu meinem Einzeltherapeuten kommt. Und Libidoverlust ist ja nun ein Beziehungsthema, was man schwerlich allein lösen kann. Die andere Problematik wegen der Vorlieben könnte ich mir vorstellen in der Einzeltherapie alleine zu klären, jedoch ist es fraglich, ob das so viel Sinn hat, die beiden Sex-Themen voneinander unabhängig zu behandeln...? Vielleicht hängt ja auch alles irgendwie zusammen?

Andererseits glaube ich, dass es nicht hilfreich ist, einen Sexualtherapeuten zu Rate zu ziehen, der die Borderline-Problematik komplett außer Acht lässt.

Kompliziert das ":/

NSan!ni77


Also ich würde das schonmal ansprechen beim Therapeuten, schließlich ist das ja auch eine Sache die Dich belastet. Du mußt ja nicht gleich mit der ganzen Tür ins Haus fallen. ;-)

Andere Frage, nimmst Du Medikamente? Antidepressiva? Wie verhütest Du?

Viele Antidepressiva können als Nebenwirkung ja Libidoverlust verursachen. Und hormonelle Verhütung könnte da auch einen Anteil daran haben.

Nur so ein Gedanke, kommt Deine Unlust vielleicht auch daher, weil Du ja anscheinend mit deinen Vorlieben nicht so klarkommst, das Du eben deshalb Unterbewußt gar keinen Sex möchtest?

Kyylixnn


Ich nehme seit mehreren Jahren gar keine Psycho-Medikamente mehr. Auch die Pille habe ich vor ca. 10 Monaten abgesetzt, weil ich die im Verdacht hatte betreffend Libidoverlust. Also derzeit Kondome. Damit bin ich aber auch nicht so 100% glücklich.

Sbhuim8one


Hallo,

dass BPS das ausreichender Grund gesehen wird war jetzt von mir ersteinmal geraten. Da allerdings bestimmte Symptome von BPS wie Depression etc. schon allein eine übernahme bewirken können halte es ich einfach einmal für wahrscheinlich. Frag aber am besten doch einfach einmal deinen Therapeuten. Der dürfte dir genauere Infos geben können als irgendein Pillendreher ;-)

Würde aber auch wie Nanni77 schon sagte ihn eh auf die Problematik ansprechen, da er dich schlichtweg schon recht gut kennt und dir vieleicht auch Therapeuten weiter empfehlen kann, falls er es für angebracht hält.

Einen weiteren wichtigen Punkt den Nanni77 angesprochen hat und den ich komplett vergessen hatte – Asche auf mein Haupt – ist, dass Libidoverlust eine Nebenwirkung von Psychopharmaka sein kann. Solltest du also ADs etc. nehmen und das Einsetzen des Libidoverlustet grob mit dem Beginn der medikamentösen Behandlung korellieren wäre also eh dein normaler Therapeut der richtige Ansprechpartner.

SNhimoxne


Für Verhütung gibt's ja auch die Möglichkeit per Kupferkette etc.

Das Absetzen von ADs ist leider nicht unbedingt immer Garant dafür, dass entstandene Nebenwirkungen verschwinden. Darüer hinaus gibt es noch Absezterscheinungen (auch beim Ausschleichen). Von daher würde ich um Medikamente ausschließen zu können das ganze (sofern möglich) versuchen zeitlich einzugrenzen.

Noch etwas kurzes zu Sexualtherapie das mir gerade eingefallen ist: Man muss das ja auch von einer Sexualberatung (ich glaube das sind bis zu 6 Sitzungen) unterscheiden, die auch von gesetzlichen Krankenkassen immer bezahlt wird. Ob in deinem Fall – da du ja bereits in Behandlung bist – mit deinen normalen Einzeltherapie-Stunden verrechnet wird kann ich allerdings nicht sagen. Hier wäre als Ansprechpartner wahrscheinlich auch wieder dein Therapeut die erste Wahl.

LG Shimone

Kryl"in_n


Hmm, naja, also soo gut kennt er mich nicht. Ist diese Woche erst meine zweite Stunde ;-) Aber danach fragen werde ich ihn dennoch.

Und wie gesagt, Medikamente sind außen vor (abgesehen von PSSD möglicherweise), weil ich diese schon seit über 3 Jahren nicht mehr nehme.

Auf den Libidoverlust möchte ich aber hier nicht weiter eingehen, ich habe dazu ja noch einen anderen Thread... hier: [[http://www.med1.de/Forum/Sexualitaet/560284/]] - dort darf natürlich gerne weiter "gerätselt" und diskutiert werden :)z

Kupferkette bringt aber auch wieder Risiken mit sich (Infektionsrisiko) und ich möchte ja noch Kinder später.. Kondome sind eigentlich ideal - bis auf dass sie stören ;-) Und NFP ist (zumindest im Moment) ungeeignet, weil ich sowieso nur um den Eisprung rum Lust habe und da muss man ja eh mit Gummi verhüten.

ALK 2x8


Hallo alle zusammen,

ich habe eure Einträge gelesen und bin wahnsinnig interessiert an Euren Erfahrungen.

Ich sitze gerade an meiner Bachelorarbeit und da ich festgestellt habe, dass das Thema Sexualität leider heutzutage immernoch stark tabuiisiert ist, habe ich es mir zur Aufgabe gemacht eine Studie darüber zu starten, wie und ob Sexualität in Therapien thematisiert wird.

Ich habe vor allem in Foren gelesen, dass es diesbezüglich die verschiedensten Erfahrungen gibt und die möchte ich gerne dokumentieren.

Es wäre wirklich unglaublich toll, wenn alle die von euch, bei denen Sexualität in irgendeiner Form eine Rolle während der Therpie gespielt hat und ihr das gerne in der Therapie besprochen hättetoder vielleicht sogar habt, dass die kurz an meiner STudie teilnehmen.

Hier der Link (Anm. d. M.: Falscher Link vorübergehend entfernt)

Das ganze ist natürlich anonym und ich weiß nicht wer die Fragen beantwortet hat.

Ich würde mich freuen, wenn ihr das ausfüllen könnten.

Solltet ihr Freunde, Kollegen oder Bekannte haben, die für die Studie in Frage kommen, dann:

Bitte den Link einfach weiterschicken.

Vielen Dank euch allen. Bei Fragen einfach schreiben

Viele GRüße

Anja

Kni]ttie+katzex88


Ich bin w und habe eine w Therapeutin und war dann auch sehr mutig und habe das Thema angesprochen sie war sehr diskret aber auch interessiert und hat mir viele wichtige sachen sagen können die mir was gebracht haben... aber direkt gesagt wie ich was will habe ich nicht ich habe nur grob gesagt das ich keine lust mehr habe mit meinem partner und ich esa aufregender will und so... was ich da genau für vorstellungen habe habe ich mir nicht getraut zu sagen .... muss auch sagen ich bin jung und habe eher ein lockeres freundschaftlicheres verhalten zu meiner Therapeutin mit blöde quatschen lachen und sie duzt mich ... vllt bringt es dir ja was dich mit einem freund oder einem aus dem forum auszutauschen? :)^

A%KB E28


Hallo alle zusammen,

ich interessiere mich sehr für das Thema Sexualität und Therapie. Leider ist dieses Thema auch heute noch stark tabuisiert, weshalb ich es mir zur Aufgabe gemacht habe diesen Bereich näher zu untersuchen und herauszufinden, warum es zu dieser Tabuiisierung kommt.

Ich, Anja Ischep, führe im Rahmen meiner Bachelorarbeit an der Alpen-Adria Universität Klagenfurt/Österreich im Studienbereich Psychologie an dem Institut für Klinische Psychologie/Methodik unter der Leitung von Herrn Dr. Rabung eine Studie mit dem Titel "Wie wird Sexualität in der Psychotherapie thematisiert" durch.

Für die Studie suche ich Personen, die das Thema Sexualität bzw. Probleme in der Sexualität, während ihrer Therapie, beschäftigt hat, die das angesprochen haben bzw. aus unterschiedlichen GRünden nicht angesprochen haben.

Solltet ihr andere betroffene Personen kennen, die mit der Thematik ebenfalls Schwierigkeiten in ihrer Therapie kennen, leitet doch bitte den Link an sie weiter.

Bei fragen stehe ich jedem selbstverständlich zur Verfügung.

Das ganze findet natürlich anonym statt und es besteht keinerlei Möglichkeit auf die Personen hinter den Antworten Rückschlüsse zu ziehen.

Wichtig ist hierbei, dass ihr die Fragen vollständig ausfüllt, damit ich sie im Anschluss der Untersuchung auch auswerten kann

Hier ist der Link zu meiner Studie: [[https://edusurvey.aau.at/2012/index.php?sid=96871&lang=de]]

Natürlich dürft ihr den Link jederzeit weiterleiten

Vielen herzlichen Dank für eure Unterstützung :)=

Anja

AK 28

Eshemali2ger Nutzxer (#530218)


@ AK 28

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