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Ich will endlich wieder glückliche sein (Angststörung,depressiv)

L&ebkucBhenguewuerxz hat die Diskussion gestartet


Hallo,

wie der Titel schon sagt bin ich echt traurig. Ich leide seid 5 jahren an einer Angststörung, die mich auch sehr depressiv macht.

Mich quälen vor allem körperlich Symptome, dauernd meldet sich mein Körper anders und ich weiß einfach nicht warum. Dauernd drehen sich meine Gedanken, ich denke an Krankheiten, Unfälle, immer an negative Sachen, keine mag mich, ich mach niemanden etwas recht usw.

Ich habe auch schon eine Therapie gemacht nach der ich wenigsten wieder Autofahren konnte- bis letztes Jahr. Nun trau ich mich wieder nicht. Ich bekomm jedesmal Schwindel und Angst. Mein Leben ist wirklich durch das Ganze sehr eingeschrenkt und ich weiß oft einfach nicht mehr weiter. Dauernd sehe ich Leute die mit ihrem Leben so gut umgehen können, sie können tun und machen was sie wollen, einfach mal irgendwo hinfahren, sind nicht immer traurig und nach innen gekehrt.

Hat jemand ähnliche Erfahrungen?

Hat es jemand aus der Angst geschafft?

Woher kommt diese Angst?

lg

Antworten
Mwilalndraxe


Hallo Lebkuchengewuerz,

ich weiß sehr gut wie du dich fühlst. Ich bin ja auch noch sehr jung und kämpfe seit 4 Jahren mit Panikattacken und Depressionen.

Ebenfalls weiß ich wie es ist, so stark eingeschränkt zu sein. Kino, längere Autofahrten, laute Restaurants und Kneipen, öffentliche Verkehrsmittel...das alles fällt für mich flach.

Ich blicke auch mit Neid auf die Menschen, die das Glück haben ihr Leben voll ausnutzen zu können. Aber ich denke, dieser Neid ist der falsche Weg.

Die körperlichen Symptome, die du erwähnst, sind auch meine Erfahrung. Mal sticht es im Bauch, mal habe ich höllische Kopfschmerzen, mal ist mir aus heiterem Himmel schwindelig. Die Liste ist lang. Und es gibt selten Tage, an denen ich mich komplett gesund fühle.

Aber meine Erfahrung ist, dass man nicht aufhören darf zu kämpfen. Mittlerweile mache ich das ohne Therapie, weil es dadurch bei mir auch nicht besser geworden ist.

Ich zwinge mich förmlich in Sitautionen, vor denen ich Angst habe. Fahre allein mit den Öffis in die Stadt, gehe dort in einem Lokal mit einer Freundin Kaffee trinken, usw. Irgendwann muss es ja aufwärts gehen.

Wovor hast du denn genau Angst? Ebenfalls davor, dass das Leben ein schnelles Ende nimmt? Bei mir sind nämlich auch Gedanken an den Tod das schlimme.

Seltsam eigentlich, weil ich so mein Leben ja erst Recht nicht genießen kann. ":/

Glaub mir, es gibt viele Menschen die wissen wie du dich fühlst.

Wie reagiert denn deine Umwelt auf die Krankheit?

LG @:)

Mila

sQchxneckec198x5


:)* :)* :)* :)* :)* :°_ :°_ :°_ :°_

L8ebku*chenSg[ewuerxz


Danke für eure Kraft.

Mein Freund hält glücklicherweise noch zu mir, aber er natürlich sehr genervt davon. Er ist ein ganz anderer Typ, abenteuerlustig unternehmungsfreudig...

Zu meiner Mutter habe ich keinen Kontakt mehr, sie wollte von heut auf morgen nichts mehr von mir wissen.

Ja ich habe große Angst vor dem Ende. Und das schrenkt total ein.

Es ist echt schlimm, jeden Tag tut etwas anderes weh, und dann denk ich immer gleich das schlimmste.

-weißt du woher deine Angst kommt?

LZich8tKriestallxxX


Mir geht es genauso! Ich habe eine diagnostizierte Angststörung und eine Depression,die teilweise postpartal begründet ist.

Bekomme die Angst-und Panikattacken auch in völlig verschiedenen Situationen und ohne Vorwarnung. Ob Zuhause,vor dem Einschlafen,im Restaurant oder im Kino,es kann immer passieren. Dann habe ich Angst auf der Stelle tot umzufallen,es ist wirklich grausig.

Nehme seit ca. drei Wochen Venlafaxin. Habe zwei Wochen mit 37,5mg angefangen und nehme nun seit einer Woche 75mg.

Am 16ten Juni habe ich einen Termin in einer Tagesklinik.

:°_ :°_ :°_ :)* :)* :)*

L*ebku1c!hengcewuerxz


Hallo ListKristallxX,

wie lange hast du schon diese Ängste?

Bei mir ist es auch so, einfach aus heiterem Himmel, ich weiß nicht warum. ":/

M$ilanwd<rae


Mein Freund hält glücklicherweise noch zu mir, aber er natürlich sehr genervt davon. Er ist ein ganz anderer Typ, abenteuerlustig unternehmungsfreudig...

Ja, so einen habe ich mir auch ausgesucht. Jetzt, nach zwei Jahren, kriselt es bei uns. Ich nörgel an ihm rum, er daran, dass man mit mir kaum was unternehmen kann.

Hinzu kommt, dass ich höllische Angst habe allein zu sein. Ich sitze dann zu Hause und denke, jeden Moment könnte ich umkippen und keinen RTW mehr rufen. Würde jämmerlich sterben und keiner merkt es.

Er fühlt sich dadurch natürlich eingesperrt. Einerseits will er rausgehen, anderseits bleibt er dann natürlich bei mir, weil er mir diese Gefühle nicht zumuten will. Leicht ist das nicht :|N :-|

-weißt du woher deine Angst kommt?

Ich weiß es genauso wenig wie du. :°(

Ich vermute, es liegt daran, dass ich schon mit 7 Jahren den Tod einer sehr, sehr wichtigen Bezugsperson von mir verarbeiten musste. Genau sagen kann ich das aber auch nicht.

Hinzu kommt, dass ich in meiner Jugend zwei Mal den Tod von Bekannten in meinem Alter miterlebt habe, die einfach so umgefallen sind. Einmal war die Bekannte 16 Jahre alt, ein anderes Mal wer damals der Mann erst 24 Jahre alt.

Aber genau erklären kann ich es mir natürlich auch nicht.

LichtKristall

Huhu @:)

Wünsche dir erstmal alles Gute und Kraft für deinen Termin in der Tagesklinik. :)* :)* :)*

LzichtyKris_tallxxX


wie lange hast du schon diese Ängste?

Immer mal wieder gehabt,jetzt durchgängig seit etwa 8 Monaten. Diagnostiziert seit Februar diesen Jahres.

Bei mir ist es auch so, einfach aus heiterem Himmel, ich weiß nicht warum.

Das ist das Typische,dass es sehr diffus ist,objektiv ohne irgendeinen Grund. Und das macht wieder Angst. Es ist ein Teufelskreis :°_

Milandrae

Huhu *:) @:)

Dankeschön! Bin gespannt,wie das dort wird. Leider ist es hier in meiner Region fast hoffnungslos einen Therapeuten für ambulante Einzeltherapie zu finden :-/

M<ilLand5raIe


Lichtkristall

Mein Freund drängt mich momentan auch ständig wieder eine Therapie anzufangen.

a) Möchte ich das aber nicht, weil es mir schon einmal nicht helfen konnte. War damals ja auch stationär für 8 Wochen.

b) Weiß ich ehrlich gesagt auch gar nicht, wie man mit so einer Suche beginnt. Wir sind vor 6 Wochen gerade erst in eine andere Stadt gezogen und ich weiß echt nicht wie man sowas anfängt. Vor 4 Jahren hat meine Mutter alles für mich abgewickelt.

Allerdings weiß ich auch nicht, in wiefern mir das was bringt, ihm zuliebe einen Therapieplatz zu suchen *seufz*

L?ebkuOcheFngewxuerz


Ich nörgel auch immer an meinem rum, und dann heul ich wieder , dann bin ich wieder zickig- echt schlimm.

Das sind echt schlimme Erfahrungen die du gemacht hast, ich musste so etwas glücklicherweise nicht mir erleben. Aber wie konnten die zwei einfach umfallen.

Ich hab seid einer Woche rechte Unterleibsschmerzen und ab und an Übelkeit. War gestern beim doc, der hat den Blinddarm durch abtasten ausgeschlossen. Hab trotzdem totale Panik.

Hat du schon eine Therapie gemacht?

Lbebkpuchengtewuxerz


Ich hatte damals eine Liste vom meinem Arzt bekommen und hab die Psychologen durchtelefoniert.

milandrae

was für eine Therapie hast du gemacht? Was wurde die gesagt, was du tun sollst?

MCilaanPdrae


Ich nörgel auch immer an meinem rum, und dann heul ich wieder , dann bin ich wieder zickig- echt schlimm.

Oh ja, das kenne ich. Erst nörgeln, dann wehrt er sich, darauf fängt man das Heulen an, darauf springt er aber schon nicht mehr an, dann beginnt man trotzig und zickig zu werden und irgendwann hat man einen richtig heftigen Streit.

Schlimm ist, wir sind selber Schuld. Krankheit hin oder her. Ständig vorschieben kann man das ja auch nicht als Entschuldigung. Weil aktiv was an unserem Verhalten und der Krankheit ändern können auch nur wir. :-/

Ich hab seid einer Woche rechte Unterleibsschmerzen und ab und an Übelkeit. War gestern beim doc, der hat den Blinddarm durch abtasten ausgeschlossen. Hab trotzdem totale Panik.

Sorry, aber da musste ich lachen. Das Problem habe ich seit Dienstag auch. War aber noch nicht beim Arzt damit. Schiebe es einfach auf meine Flatulenzen und meine Verstopfung. Aber Panik vor einer Blinddarmentzündung habe ich dann auch öfter mal.

Das sind echt schlimme Erfahrungen die du gemacht hast, ich musste so etwas glücklicherweise nicht mir erleben. Aber wie konnten die zwei einfach umfallen.

Plötzlicher Herztod. Zumindest wird davon ausgegangen, da beide keine Vorerkrankungen hatten. Schlimm sowas. Die Wahrscheinlichkeit, dass es einen trifft ist so gering. Aber dadurch, dass ich schon zwei Personen kannte, macht es mir höllische Angst.

Hat du schon eine Therapie gemacht?

Wie gesagt, 6 Wochen stationär und eine Langzeittherapie. Geholfen hat es nicht wirklich. Weiß auch nicht. Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich einfach nur meine Einstellung ändern muss und alles wird wieder gut. Aber wie ändert man seine Einstellung zum Leben? ":/

M`ilan~draxe


was für eine Therapie hast du gemacht? Was wurde die gesagt, was du tun sollst?

Meine Therapie war tiefenpsychologisch fundiert. Meine Psychiaterin hat das – aufgrund meiner Kindheit – für die Beste gehalten. Im Endeffekt war ich danach aber depressiver als vorher.

Aber wahr ist, dass ich mit meiner Kindheit definitiv nicht abgeschlossen habe. Auch nicht nach der Therapie :|N

L?ebk$uche}nge\wuQeLrxz


was meinst du aufgrund deiner Kindheit?

Meine meinte auch, dass das bei mir daran liegt. Aber was soll das einem bringen? Das verhilft mir keine Besserung.

Das ist echt komisch, dass die Schmerzen auch hast. Wahrscheinlich kommt es wirklich einfach vom Darm. Werde nächste woche mal zum Frauenarzt gehen, mein doch hat es mir geraten. Oder der Rücken?? Siehst du es geht schon wieder los-schrei

Mbilan\drxae


was meinst du aufgrund deiner Kindheit?

Naja, ich hatte keine Kindheit im eigentlichen Sinne. Damals war mir das nicht so bewusst. Als Kind denkt man ja auch nicht so weit. Eher verwunderlich, dass ich als Kind so lange Zeit fröhlich und aufgeschlossen wurde. Aber meine Mutter hatte oft alkoholkranke Partner, die sie geschlagen haben.

Aufgrund von Stress fing meine Mutter auch an mich zu schlagen. Damals war ich 7 oder 8 Jahre alt. Wir haben ein halbes Jahr lang im Frauenhaus gelebt. All solche Scherze eben.

Und darauf führte meine Psychiaterin eben meine Depressionen und meine Panikattacken zurück. Vielleicht liegt es auch daran, ich weiß es nicht. Aber ich frage mich auch, wie man sowas komplett hinter sich lassen kann. Mir fällt das schwer, irgendwie finde ich den richtigen Weg nicht. :(v

Das ist echt komisch, dass die Schmerzen auch hast. Wahrscheinlich kommt es wirklich einfach vom Darm. Werde nächste woche mal zum Frauenarzt gehen, mein doch hat es mir geraten. Oder der Rücken?? Siehst du es geht schon wieder los-schrei

Du reagierst genau wie ich. Obwohl ich in der Hinsicht schon ruhiger geworden bin. Nachdem ich festgestellt habe, dass ich die letzten 4 Jahre auch nicht gestorben bin, gehe ich seltener zum Arzt. Bin jetzt von 1x wöchentlich damals zu Anfang auf ca. alle 3 Monate mal zum Arzt gekommen. Das macht mich schon ein bisschen stolz. Aber der Weg ist noch weit, trotz allem.

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