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Vater belastet mich mit seinen Sorgen

WNhitEe01 hat die Diskussion gestartet


Meine Familie ist derzeit in einer schwierigen Situation, meine Mutter ist an Krebs erkrankt und es gibt finanzielle Probleme. Meinem Vater setzt das alles schwer zu, er versucht vor meiner Mutter stark zu sein, aber bei mir heult er sich sozusagen täglich aus. Ich wohne nicht mehr zu Hause, studiere und arbeite nebenher und am Abend ruft er mich dann immer an. Ich will natürlich auch wissen, was los ist bei ihnen, wie es meiner Mutter geht, ob ich irgendwie helfen kann, aber die Anrufe meines Vaters belasten mich inzwischen sehr, denn wirklich helfen kann man nicht, die Situation ist wie sie ist, es wird nicht besser, wenn er mir jeden Tag seine Verzweiflung schildert.

ICH KANN ES DOCH AUCH NICHT ÄNDERN!!!

Es klingt hart was ich da schreibe und es tut mir auch leid, dass ich ihm keine bessere Stütze bin, aber ich halte das bald nicht mehr aus. Er erzählt mir jeden Tag dasselbe, dass er große Angst hat und nicht weiß wie es weitergehen soll. Ich weiß gar nicht was ich dazu sagen soll, meistens redet er und ich sage nur "Mhm, hm, ja, mhm, ja, hm". Er hört mir z.B. auch gar nicht zu, wenn ich mal Sorgen habe, letzte Woche war ich kurz davor meinen Job zu verlieren, aber das hat ihn nicht sonderlich interessiert. Er fragt zwar nach, aber wartet nur darauf, dass ich eine kurze Pause mache, um dann ganz unvermittelt wieder von seinen Sorgen anzufangen.

Und mal unabhängig davon, ist es natürlich auch so, dass ich selbst ziemlich Angst vor der Zukunft habe, ich liebe meine Mutter und will sie ja auch nicht verlieren! Nur irgendwie ist gar kein Raum da für mich und meine Sorgen als Tochter, ich habe keinen Ansprechpartner in meinem Vater, es ist vielmehr so, dass ich sein Kummerkasten bin.

Ich traue mich aber auch nicht, ihm das in der Deutlichkeit zu sagen. Letzte Woche habe ich es ansatzweise versucht, indem ich sagte, ich käme auch schwer damit klar, das Tag für Tag zu hören und mit diesen Problemen konfrontiert zu werden immer wieder. Er sagte nur "Ja" und fing im nächsten Satz wieder davon an, wie schlecht es ihm geht.

Meine Mutter ist da anders, sie hat sicher auch Angst, aber sie versucht die verbleibende Zeit zu genießen und denkt positiv. Mein Vater hingegen spielt bei ihr den Clown, um sie aufzumuntern, aber am Abend folgt bei mir am Telefon dann der Katzenjammer. Er sagt, er kann bald nicht mehr und ich habe das Gefühl, dass er mich mit in diesen Abgrund zieht.

Ihr werdet mir jetzt sicher sagen, dass ich mit ihm reden muss, mich abgrenzen usw. Ich weiß das alles, aber ich will ihn nicht vor den Kopf stoßen, Gott weiß was dann passiert, was er sich vielleicht antut :-o :|N Oh Mann, das ist so eine verdammt be*** Situation :-(

Letztens sagte er, dass er froh ist, "wenn das alles irgendwann vorbei" ist. Und ich schäme mich, dass ich mich auch manchmal bei diesem Gedanken ertappe. Dabei will ich meine Mutter doch ganz bestimmt nicht verlieren! Ich will nur, dass die Sorgen endlich aufhören %:|

Antworten
z(wetHschgex 1


ich muss ganz ehrlich sagen dass ich ein bisschen schockiert bin über dein Beitrag :-o

Deine Mutter hat Krebs, und so wie Du ihre krankheit schilderst, offensichtlich ohne Chance auf Heilung, dass Tut mir sehr leid für dich und deine Familie :)_

Jetzt muss ich aber ein bisschen mit Dir schimpfen! Dein Vater ist dabei seine Ehefrau und deine Mutter zu verlieren. Er hat bestimmt sein halbes Leben mit deiner Mutter verbracht, und jetzt muss er sich damit abfinden, dass ihre Lebenskerze langsam aber sicher ausgeht, und dass die gemeinsame Zeit nicht mehr lang ist! sowas ist sehr,sehr tragisch und man stößt als Mensch an seine Grenzen!

Dass es dich belastet das dein Vater anruft kann ich natürlich ein bisschen verstehen, aber es geht um deiner Mutter!! Dein Vater braucht deine unterstützung sowie Du bestimmt auch seine nähe und unterstützung brauchst wenn deine Mutter nicht mehr bei euch ist. Mit wem soll dein Vater sonnst reden, es ist immer was anderes mit die eigene Tochter zu reden als mit Freunde.

Dass Du dich wunderst,k dass dein Vater sich nicht so sehr für dein Job intereesiert im Moment, kann ich gar nicht verstehen :|N Ist doch selbstverständlich, dass er nur an deiner Mutter im Moment denken kann!

Deine Eltern waren dein ganzes Leben für dich da, und jetzt braucht dein Vater dich, also hör ihn zu! Hast du gar kein bedarf deine Ängste und Sorgen wegen deiner Mutter mit dein Vater zu besprechen?

Da gibt,s Zeiten im Leben, da muss man als Familie zusammen halten, und in so einer Zeit befindest Du dich jetzt ;-) Hilf dein papa dass hat er bestimmt verdient! Dein Papa ist auch nicht für immer da, denk drann!

Lg, ich wünsche Dir viel Kraft :)* :)*

k(eiknst/ein


Ich sehe es komplett konträr zu meiner Vorposterin. Du bist definitiv nicht die Klagemauer deines Vaters und bist auch in keinster Weise verantwortlich dafür, ihn aus dieser leider schwierigen Situation herauszutherapieren – was du auch nicht kannst. Dein Vater ist ein erwachsener Mann und selbst in der Lage, sich Hilfe zu suchen, anstatt dass man seine Kinder belastet.

Ich denke, White01 hat mit dieser Situation auch selbst zu kämpfen, da hilft es nicht, wenn Papa die Tochter mit in den Abgrund zu ziehen.

Und davon abgesehen hilft es ohnehin in dieser schwierigen Lage nicht, immer wieder wehzuklagen.

W<hite0#1


ich muss ganz ehrlich sagen dass ich ein bisschen schockiert bin über dein Beitrag :-o

Das habe ich schon befürchtet, deshalb traue ich mir auch nur, das anonym im Internet zu schreiben, denn in meiner restlichen Familie (Tanten, Onkel usw.) hätte auch keiner Verständnis dafür. Ich muss einfach mit der Situation klar kommen, das setzen alle ganz selbstverständlich voraus.

Jetzt muss ich aber ein bisschen mit Dir schimpfen! Dein Vater ist dabei seine Ehefrau und deine Mutter zu verlieren. Er hat bestimmt sein halbes Leben mit deiner Mutter verbracht, und jetzt muss er sich damit abfinden, dass ihre Lebenskerze langsam aber sicher ausgeht, und dass die gemeinsame Zeit nicht mehr lang ist! sowas ist sehr,sehr tragisch und man stößt als Mensch an seine Grenzen!

Ja, genau so wie ich dabei bin, meine Mutter zu verlieren, die Frau die mich 9 Monate unter dem Herzen getragen und geboren hat, die ich mein GANZES Leben kenne. Ich verstehe einfach nicht, wieso vorausgesetzt wird, dass ich meinem Vater eine Stütze sein kann, wieso ich das alles besser verkraften soll als er :-/

Mit wem soll dein Vater sonnst reden, es ist immer was anderes mit die eigene Tochter zu reden als mit Freunde.

Und mit wem soll ich reden?

Dass Du dich wunderst,k dass dein Vater sich nicht so sehr für dein Job intereesiert im Moment, kann ich gar nicht verstehen Ist doch selbstverständlich, dass er nur an deiner Mutter im Moment denken kann!

Das mit dem Job war ja auch nur ein Beispiel und ist natürlich nicht vergleichbar mit der Diagnose Krebs, aber ich bin auch auf diese Arbeit angewiesen und wenn ich sie verliere, weiß ich auch nicht wie es weitergehen soll. Ich wollte damit nur beschreiben, wie die Telefonate ablaufen, also dass es wirklich egal ist, wie drunter und drüber es gerade bei mir geht, er ruft nur an, um mir zu erzählen, wie schlecht es ihm geht. Er fragt NIE wie es mir geht.

Hast du gar kein bedarf deine Ängste und Sorgen wegen deiner Mutter mit dein Vater zu besprechen?

Natürlich hätte ich den, aber wie gesagt, mein Vater ruft nicht an, um mit mir zu reden, auch mal mir zuzuhören, sondern nur um mir sein Leid zu klagen.

Da gibt,s Zeiten im Leben, da muss man als Familie zusammen halten, und in so einer Zeit befindest Du dich jetzt

Ich empfinde es nicht als Zusammenhalt, wenn nur ich diejenige sein soll, die allen anderen zuhört. Beispielsweise ruft mich auch die Schwester meiner Mutter regelmäßig an, um mir zu sagen, wie schlimm das alles ist, aber nie fragt irgendwer, wie es mir damit geht, ob ich klar komme oder Hilfe brauche. Das ist nicht Zusammenhalten, das ist einseitiges Auskotzen, mich als seelischen Mülleimer missbrauchen.

s#omeonen to wt:rvust


@ White01

Das kann ich gut verstehen, dass du darüber so frustriert bist, meine Mutter ist genauso.

Es ist auch absolut legitim, dass dir das zu viel ist, und dass deine Gefühle auf der Strecke bleiben, ist auch nicht gut (ich schätze übrigens, Leute können das eher nachvollziehen, wenn sie in einer ähnlichen Lage sind).

Du solltest ihm ehrlich sagen, dass deine Gefühle, Sorgen, Ängste und Empfindungen zu kurz kommen und du dich einfach noch hilfloser fühlst, wenn dein Vater so schwach ist und alles noch schwärzer malt.

Ich schätze, dein Vater ist aufgrund seiner Sorgen blind geworden für die Probleme anderer. Vielleicht steckt dahinter auch schon eine depressive Verstimmung oder gar mehr. Ausbaden musst du das aber nicht, du bist entgegen der allgemeinen Meinung nicht in der Position, deinem Vater aus seinen Sorgen zu helfen. Das kann nur ein richtiger Therapeut und deine Empfindungen kämen noch kürzer.

LG

g'rob}er unpfuxg


ich muss ganz ehrlich sagen dass ich ein bisschen schockiert bin über dein Beitrag

Deine Mutter hat Krebs, und so wie Du ihre krankheit schilderst, offensichtlich ohne Chance auf Heilung, dass Tut mir sehr leid für dich und deine Familie

Jetzt muss ich aber ein bisschen mit Dir schimpfen! Dein Vater ist dabei seine Ehefrau und deine Mutter zu verlieren. Er hat bestimmt sein halbes Leben mit deiner Mutter verbracht, und jetzt muss er sich damit abfinden, dass ihre Lebenskerze langsam aber sicher ausgeht, und dass die gemeinsame Zeit nicht mehr lang ist! sowas ist sehr,sehr tragisch und man stößt als Mensch an seine Grenzen!

Dass es dich belastet das dein Vater anruft kann ich natürlich ein bisschen verstehen, aber es geht um deiner Mutter!! Dein Vater braucht deine unterstützung sowie Du bestimmt auch seine nähe und unterstützung brauchst wenn deine Mutter nicht mehr bei euch ist. Mit wem soll dein Vater sonnst reden, es ist immer was anderes mit die eigene Tochter zu reden als mit Freunde.

Dass Du dich wunderst,k dass dein Vater sich nicht so sehr für dein Job intereesiert im Moment, kann ich gar nicht verstehen Ist doch selbstverständlich, dass er nur an deiner Mutter im Moment denken kann!

Deine Eltern waren dein ganzes Leben für dich da, und jetzt braucht dein Vater dich, also hör ihn zu! Hast du gar kein bedarf deine Ängste und Sorgen wegen deiner Mutter mit dein Vater zu besprechen?

Da gibt,s Zeiten im Leben, da muss man als Familie zusammen halten, und in so einer Zeit befindest Du dich jetzt Hilf dein papa dass hat er bestimmt verdient! Dein Papa ist auch nicht für immer da, denk drann!

Lg, ich wünsche Dir viel Kraft

Das ist, gelinde gesagt, von hinten bis vorne Quatsch. :|N Oder du hast eine gute Erklärung dafür, warum die Gefühle des Vaters wichtiger sind als die der Tochter.

W*hite0x1


@ keinstein @:)

Du bist definitiv nicht die Klagemauer deines Vaters und bist auch in keinster Weise verantwortlich dafür, ihn aus dieser leider schwierigen Situation herauszutherapieren – was du auch nicht kannst. Dein Vater ist ein erwachsener Mann und selbst in der Lage, sich Hilfe zu suchen, anstatt dass man seine Kinder belastet.

Ich habe schon überlegt, ihm vorzuschlagen, sich professionelle Hilfe zu suchen, aber darüber redet er sehr abwertend. Ich habe nämlich mal gesagt, dass ich vielleicht zu so einer Selbsthilfegruppe für Angehörige gehen möchte und da meinte er gleich, dass das wohl nicht mein Ernst sei, was wohl die Leute denken würden, wenn ich als Angehörige zu sowas gehe, wo noch nicht mal meine Mutter als Betroffene so etwas braucht.

Er hat da halt gut reden, denn er hat mich, er kann sich ja jeden Abend alles von der Seele reden. Ich aber nicht. Ich muss mir anhören, dass er nachts weint und Angst hat, das erzählt er mir, seinem Kind. Verdrehte Rollen irgendwie :-/ :-(

@ someone to trust

Danke für den Zuspruch @:)

Gsi&bNi chtAxuf


Tut mir leid, dass du und deine Familie so etwas durchstehen müsst. :°_

Katzenjammer

es ist vielmehr so, dass ich sein Kummerkasten bin.

ICH KANN ES DOCH AUCH NICHT ÄNDERN!!!

Hm, dein Vater verliert seine Frau, du vielleicht deinen Job. Er hatte sicher einfach keinen Kopf dafür.

Ich will mir gar nicht vorstellen wie hart es ist jeden Tag deine Frau anzulächeln damit sie positiv bleibt und ihre restliche Zeit genießt, obwohl mir nach Schreien und Sterben zumute ist.

Momentan scheint er nur dich zu haben und auch wenn es egoistisch ist (schließlich ist sie deine Mutter und du leidest auch), solltest du Verständnis haben.

Rede mit deinem Vater und sag ihm, dass es dir auch schlecht geht.

D+aggi6x8


Kinder bleiben immer Kinder,egal wie alt sie sind..und es gibt Dinge,mit denen man sie nicht belasten muss..egal wie sie alt sie sind.

Du kannst das alles gar nicht tragen.Du hast genug mit dir zu tun,musst selbst sehen,wie du mit der Situation erträglich umgehst.Find ich völlig verständlich,das du dir nicht noch den Kummer von Vater aufhalsen kannst.

Zieh die Notbremse.Hoffe sehr,das du jemanden hast mit dem DU über deine Probleme reden kannst.

Alles Gute Dir :)*

zNwe~tsFchge 1


@ großer unfug

Ich finde nicht dass die Gefühle des Vaters wichtiger sind als die der Tochter, dass hast Du total falsch interpretiert! Ich verstehe nur nicht ganz, wie die TE sich wundern kann, dass der Vater kein Kopf für ihren Job hat im Moment zum Beispiel, wenn ihre Mutter schwer erkrankt ist!

Ich frage mich eigentlich wie Du dich erlauben kannst mein Beitrag als Quatsch zu bezeichnen, ich habe meine Meinung geschreiben! Dass du eine andere Meinung hast, ist ja dein gutes Recht ;-)

Vielleicht solltest Du lieber deiner Meinung zu die TE schreiben, statt andere Beiträge zu kritizieren ;-)

Wdhi/te01


Also natürlich darf mein Vater Angst haben und traurig sein, sich hilflos fühlen, aber er bürdet mir so viel auf, wenn er von mir erwartet, dass ich ihm diesen Schmerz irgendwie nehme und ich komme nicht klar damit, dass es so einseitig ist, dass er nur von sich redet und ganz vergessen hat, dass ich sein Kind bin, er auch für mich da sein "sollte". Ich kann ihn schon trösten, in den Arm nehmen, gut zureden, aber ich weiß bald nicht mehr, wo ich die Kraft dafür hernehmen soll, wenn mir im Gegenzug niemand zuhört, sich niemand darum kümmert wie es mir geht.

Und ich kann auch nicht ständig nur über dieses Thema reden, an nichts anderes mehr denken. Wir leben alle noch! Ja, es ist schlimm, ich finde es furchtbar, dass meine Mutter diese Krankheit hat und wahrscheinlich in den nächsten Monaten daran sterben wird, aber noch leben wir! Ich will mal wieder lachen und fröhlich sein, mit ihnen zusammen und nicht nur den Tod herbeiwarten. Meine Mutter sieht das zum Glück auch so, sie gibt mir eigentlich noch mehr Kraft als mein Vater :-/

Letztes Wochenende war ich bei ihnen und der Tag war schön, wir waren draußen, alles wunderbar. Natürlich ist meine Mutter schwächer als früher, kann nicht mehr so viel machen, wird schnell müde. Aber sie LEBT! Ich ging mit einem positiven Gefühl nach Hause. Was macht mein Vater? Er ruft mich abends, nachdem meine Mutter zu Bett gegangen ist an und weint ins Telefon, redet den ganzen Tag schlecht. Er freut sich nicht mehr über das, was meine Mutter noch kann, sondern hängt sich nur an dem auf, was sie nicht mehr kann. Am Ende des Tages war ich also wieder traurig, statt den Tag einfach als schönes Beisammensein in Erinnerung behalten zu können. Er redet echt so lange, bis man selbst den letzten Funken Mut verliert.

WAhit,e01


Hm, dein Vater verliert seine Frau, du vielleicht deinen Job.

Und damit meine finanzielle Lebensgrundlage, aber bitte hängt euch jetzt nicht zu sehr an dem einen Punkt, also dem Job auf, das war nur ein Beispiel. Natürlich habe ich nicht erwartet, dass er sagt: "Oh je, du verlierst vielleicht deinen Job, das ist ja 10 x mal schlimmer als die Krankheit deiner Mutter". Natürlich steht das in keinem Verhältnis, aber wir müssen doch auch irgendwie weiterleben und da kann es mir nicht einfach egal sein, ob ich meinen Job verliere und vielleicht das Studium abbrechen muss oder nicht. Das ist Alltagsstress, der bei mir ja zu allem noch ZUSÄTZLICH dazu kommt. Nebenbei verliere ja eben auch ich meine Mutter...

Kinder bleiben immer Kinder,egal wie alt sie sind..und es gibt Dinge,mit denen man sie nicht belasten muss..egal wie sie alt sie sind.

Auch wenn ich dafür sicher wieder Kritik einstecken muss, aber im Moment würde ich viel dafür geben, jemanden als Zweitmutter oder Zweitvater zu haben, der mir dieses Gefühl vermittelt. Das Gefühl, dass ich Kind sein darf und von dem Elternteil Halt bekomme.

G[ibNi1chwtAuf


Wie kommst du darauf, dass er dir seinen Schmerz aufbürden möchte?

Ich glaube, ihm geht es einfach nur so schlecht, dass er es einfach jemanden erzählen muss, um nicht daran zu zerbrechen und vorallem um am nächsten Tag wieder aufzustehen und deiner Mama einen fröhlichen Tag zu machen.

Was macht mein Vater? Er ruft mich abends, nachdem meine Mutter zu Bett gegangen ist an und weint ins Telefon, redet den ganzen Tag schlecht. Er freut sich nicht mehr über das, was meine Mutter noch kann, sondern hängt sich nur an dem auf, was sie nicht mehr kann. Am Ende des Tages war ich also wieder traurig, statt den Tag einfach als schönes Beisammensein in Erinnerung behalten zu können.

Hm, wie schon geschrieben, wenn ich wüsste, dass mein Freund totkrank ist, dann würde ich auch jeden Abend heulend ins Bett fallen. Ihm hat der Tag sicher auch gefallen und fand es schön, dass es deiner Mama gut ging, ändert aber nichts an der Situation an sich. Nämlich das das Leben seiner Frau in Gefahr ist und er nichts dagegen tun kann.

zdwetfschge x1


@ GinNichtAuf

:)^ Bin vollkommen deiner Meinung.

WFhXitxe01


Wie kommst du darauf, dass er dir seinen Schmerz aufbürden möchte?

Für mich fühlt es sich so an, durch die Art wie er darüber spricht. Er beklagt sich, fragt mich, womit er das verdient hätte, wird dabei auch laut, manchmal hat er dann auch schon ein bisschen was getrunken. Mir ist schon klar, dass er von mir wohk keine befriedigende Antwort erwartet, aber er legt mit dieser Frage dennoch jeden Tag einen weiteren Backstein auf meine Schultern. Und während meine Mutter nicht erwartet, dass sich alles um sie dreht (sie will so "normal" wie möglich leben), es nicht ständig nur darum gehen soll, dass sie vielleicht bald nicht mehr unter uns ist, trägt mir mein Vater auch ständig auf, was ich zu tun oder zu lassen habe, wann ich bei ihnen vorbei kommen soll, dass ich in der Freizeit nichts anderes mehr machen darf als mich zu ihnen zu setzen usw.

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