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Vater belastet mich mit seinen Sorgen

Cyhan4ce00x7


Hallo liebe White *:)

Es ist nachvollziehbar, dass Dir langsam die Kraft ausgeht. Es ist zuviel. Viel zuviel. Und ja, ich würde Dir empfehlen, laut und vernehmbar genau das auszurufen: "STOPP, Ich kann das so nicht mehr!"

Wäre es eine Option für Dich, mal mit den Ärzten Deiner Mutter zu sprechen und diese auf Hilfsangebote/begleitende Betreuung für Angehörige anzusprechen? Ich denke dabei natürlich nicht nur an Dich, sondern auch an Deinen Vater (damit DU endlich entlastet wirst). Eventuell haben Worte von Ärzten – direkt an Deinen Vater gerichtet – mehr Gewicht und sie dringen zu ihm durch ... machen ihm klar, dass er Dich überfordert.

aber noch leben wir! Ich will mal wieder lachen und fröhlich sein, mit ihnen zusammen und nicht nur den Tod herbeiwarten. Meine Mutter sieht das zum Glück auch so, sie gibt mir eigentlich noch mehr Kraft als mein Vater

:)^ Durch so einige ähnliche Geschichten im Verwandten- und näheren Bekanntenkreis weiß ich, dass das durchaus so machbar ist. LEBEN statt Warten auf den Tod. :)z Mit allen Sinnen die verbliebene Zeit ausfüllen und so gut es geht genießen – als Familie – gemeinsam. Ebenso darf jedoch auch die GEMEINSAME Trauer Raum haben (ehrlich und offen – damit solche heimlichen Telefonate gar nicht nötig sind).

Doch genau dazu ist es wichtig, dass die spiralförmigen Denkmuster Deines Vaters durchbrochen werden. Das kannst eindeutig nicht DU erfüllen. Dazu benötigt es Fachleute.

Und ein weiterer Gedanke: Wer sagt denn, dass Deine Mutter nicht AB UND ZU auch schwache Momente hat (die hat sie ganz sicher), wo sie dringend jemanden zum Reden benötigt. Gerade sie. Denn sie ist diejenige, die irgendwann gehen muss. Ich könnte mir vorstellen, dass sie doppelt stark ist, da sie auch gemerkt hat, dass Dein Vater schon mit seiner eigenen Last überfordert ist und sie es ihm nicht zumuten kann. Es wäre schade, wenn sie sich selbst jetzt noch zurücknimmt und all das nicht äußern kann.

Nur kann es nicht darauf hinauslaufen, dass ihr alle eine Person schützt und selbst daran kaputt geht. :|N Bitte nimm Deine verbliebene Kraft und sage STOPP. Das ist nicht herzlos. Das ist nicht respektlos. Das ist reiner Selbstschutz. Was nutzt Du irgendwem (auch Dir selbst), wenn Du zusammenbrichst.

Was mich interessiert, da Du es erwähntest: Der sich androhende Jobverlust ... Konntest Du ihn abwenden? Oder ist es noch ein Thema? Würde mich für Dich freuen, wenn sich wenigstens diese Sorge aufgelöst hat. @:)

WIhitne0x1


Auch da nicht falsch verstehen: Ich will natürlich auch Zeit mit meiner Mutter verbringen, aber ich muss nebenbei auch noch irgendwie weiterleben, kann nicht alle Sozialkontakte verkümmern lassen und rund um die Uhr bei ihr sein. Und wenn ich dort bin, finde ich es am schönsten, wenn alles so ist wie früher. Meine Mutter will nicht wie ein rohes Ei behandelt werden, will auch nicht ständig vor Augen geführt bekommen, dass das vielleicht ihr letztes Eis sein könnte, dass sie gerade isst, der letzte Spaziergang usw. Das hält doch auch kein Mensch über Monate aus! Es ist ja nicht so, dass sie im Bett liegt und es nur noch um Tage oder Stunden ginge. Ihr Krebs ist leider unheilbar, aber noch geht es ihr ja den Umständen entsprechend gut, sie kann alles machen, nur nicht mehr so intensiv und lange. Deshalb würde ich das gerne genießen und nicht nur Schwarzsehen wie mein Vater.

G]ibNilchtAuxf


@ white01

Nach allem was du über deinen Vater geschrieben hast, drängt sich mir eine Sache auf: Dein Vater ist verzweifelt. Unglaublich verzweifelt, traurig und ängstlich.

Er verhält sich sicher nicht 100% richtig, aber wer kann das schon in so einer Situation.

:°_

slchn/uddDelp`oxny


ich kenne die situation. ich hatte aber das glück, dass der nichtkranke und mental sehr starke elternteil mich oft oder zumindest manchmal auch getröstet hat. wir haben uns gegenseitig getröstet. ich hätte aber mehr getröstet, wenn ich gemusst hätte. ich habe auch immer trotz job und anderer schwierigkeiten so viel an zeit und kraft zu investieren, wie menschenmöglich. ich kann mir natürlich jetzt aber trotzdem nicht vorstellen, wie es gewesen wäre, wenn ich den nichtkranken elternteil so ganz hätte mittragen müssen, wie du es beschreibst. ich stelle mir das schon sehr schwierig vor, kann aber auch deinen vater verstehen. ich habe damals immer gedacht: wenn der kranke elternteil stirbt, verliert der nichtkranke elternteil alles. ich verliere auch mehr, als ich mir vorstellen möchte, aber ich behalte darüber hinaus mein leben. meinen job und meine freunde und meine wohnung. und vor allem meine zukunft mit partner. ich würde an deiner stelle versuchen, verständnis zu haben, solange es geht. es ist eine extremsituation und man muss da durch. wenn dein vater dir nicht mehr geben kann, kann er es nicht. ich selbst würde wahrscheinlich versuchen, durchzuhalten. in phasen, in denen mein nichtkranker elternteil auch zu kaputt war, um sich um mich zu kümmern, habe ich meine freunde extrem mit meinen sorgen belastet. das ging aber sehr gut. man braucht eben jemanden, der für einen selbst da ist. hast du solche leute? ich wünsche dir auf jeden fall alles gute.

gGro/berd unxfug


Nach allem was du über deinen Vater geschrieben hast, drängt sich mir eine Sache auf: Dein Vater ist verzweifelt. Unglaublich verzweifelt, traurig und ängstlich.

Und was sie empfindet, soll dabei egal sein.

sQchlnuddelxpony


Ich könnte mir vorstellen, dass sie doppelt stark ist, da sie auch gemerkt hat, dass Dein Vater schon mit seiner eigenen Last überfordert ist und sie es ihm nicht zumuten kann. Es wäre schade, wenn sie sich selbst jetzt noch zurücknimmt und all das nicht äußern kann.

ja das wäre wirklich schlimm

SDt)ernanZzünxder


Du solltest versuchen, in dieser Situation eine Lösung für D i c h zu finden.

Jeder der Betroffenen geht anders mit dieser schlimmen Nachricht um. Eine Selbsthilfegruppe kann Dir viel Unterstützung geben, weil dort Leute sind, die in gleicher oder ähnlicher Situation stecken. Der Austausch alleine und das Verständnis wirken schon entlastend. Du kannst diese Entscheidung ja für Dich alleine treffen, unabhängig davon, wie die anderen sich verhalten oder was für gut und richtig empfunden wird. Du wirst sehen, daß es Dir nicht alleine so geht.

Das ist enorm hilfreich.

:°_

WGh&ite301


Wäre es eine Option für Dich, mal mit den Ärzten Deiner Mutter zu sprechen und diese auf Hilfsangebote/begleitende Betreuung für Angehörige anzusprechen? Ich denke dabei natürlich nicht nur an Dich, sondern auch an Deinen Vater (damit DU endlich entlastet wirst). Eventuell haben Worte von Ärzten – direkt an Deinen Vater gerichtet – mehr Gewicht und sie dringen zu ihm durch

Das ist eine gute Idee! Ich habe schon für mich selbst nachgeschaut und das auch angesprochen, worauf mein Vater wie gesagt recht negativ reagierte, aber ich werde mal mit der Onkologin meiner Mutter reden und ihr die Lage schildern, vielleicht kann sie da wirklich mehr erreichen. Das ist wirklich ein wertvoller Tipp, danke! @:)

Und ein weiterer Gedanke: Wer sagt denn, dass Deine Mutter nicht AB UND ZU auch schwache Momente hat (die hat sie ganz sicher), wo sie dringend jemanden zum Reden benötigt. Gerade sie.

Ja, damit hast du auch Recht, ich denke auch, sie hat natürlich solche Momente. Ich biete ihr deshalb auch an, mit mir darüber zu reden, aber sie möchte das nicht, sagt sie redet mit ihren "Chemokolleginnen" darüber, mit denen sie sich während der stundenlangen Infusion das Zimmer teilt und sie hat auch eine Freundin aus der Reha, mit der sie wahrscheinlich darüber redet, jedenfalls telefonieren die beiden oft.

Was mich interessiert, da Du es erwähntest: Der sich androhende Jobverlust ... Konntest Du ihn abwenden?

Erstmal, ja, zum Glück! Für die nächsten Wochen habe ich diesbezüglich Ruhe, kann mich in Ruhe nach einer Alternative umsehen. Da ist mir echt ein Stein vom Herzen gefallen, auch wenn es natürlich in keinem Verhältnis zur Erkrankung meiner Mutter steht. Nur wie gesagt, Miete und Essen müssen halt bezahlt werden, ganz egal wie schwer das Schicksal gerade zuschlägt. Da kann man noch so oft sagen, dass Geld nicht alles ist, aber ein bisschen für den Lebensunterhalt braucht man einfach wohl oder übel, deshalb war das auch eine zusätzliche große Sorge für mich.

Lieb, dass du nachgefragt hast @:)

goatxo


Wie kommst du darauf, dass er dir seinen Schmerz aufbürden möchte?

Das habe ich mich auch gefragt.

Für mich fühlt es sich so an, durch die Art wie er darüber spricht.

Das ist dein Empfinden, aber das heißt doch nicht, dass es so ist. Ich glaube für ihn ist die Situation genauso schwer wie für dich, doch jeder geht anders damit um. Ich kann mir vorstellen, dass er sich an dich wendet, weil für vielleicht denkt, dass du seinen Schmerz am ehesten verstehen kannst. Wenn du dich nicht gegen seine Anrufe wehrst und dich abgrenzt, hat er doch gar nicht die Möglichkeit zu erkennen, wie es dir geht, weil er blind ist für deine Sorgen. Deswegen solltest du das klar äußern. Du wirkst relativ stark, vielleicht sieht dein Vater das auch so und sucht deswegen irgendeine Art Halt bei dir.

Ansonsten schließe ich mich der Idee der Selbsthilfegruppe an. Dort findest du vielleicht Hilfe von Menschen, die ähnliches durchmachen. @:)

SVen0ay


@ TE

Dein Vater erlebt eine sehr schlimme Zeit, aber für alle anderen Angehörige ist diese Zeit nicht weniger schlimm. Es darf nicht vergessen werden, daß auch Du im schlimmsten Fall die vielleicht vertrauteste Person in Deinen Leben verlieren wirst.

Versuche doch Deinem Papa bewußt zu machen, daß auch Du sehr große Angst hast. Haltet zusammen und gibt euch gegenseitig Kraft. Das hilft euch viel mehr als das Dein Papa seine Verzweiflung täglich an dich weiter gibt während Du alleine bist und nicht weißt, wo Du Deine seelischen Sorgen lassen darfst. Das Dich das mürbe macht kann ich so gut verstehen.

Ich gebe Euch allen ganz viele Kraftsternchen :)* :)* :)*

:)_

C5ha'nce0x07


Erstmal, ja, zum Glück!

Das freut mich für Dich. Natürlich ist das auch sehr wichtig! Bin sicher, Deine Mutter freut sich mit Dir und weiß, wie wichtig es für Dich ist. @:)

Ich biete ihr deshalb auch an, mit mir darüber zu reden, aber sie möchte das nicht, sagt sie redet mit ihren "Chemokolleginnen" darüber

Ja. Sie ist eine starke Frau. Und sie liebt Dich sehr, möchte Dich nicht mit den schlimmen Gedanken belasten.

Diese Gabe hat nicht jeder Mensch, das zu erkennen bzw. zu erspüren. Die Grenzen des anderen zu achten, WEIL er einem etwas bedeutet.

Dein Vater ist derzeit sehr auf seine eigene Trauer fixiert. Seine Angst vor der Zukunft beherrscht ihn. Das ist legitim .... wenn er sich Hilfe sucht ... und diese Ängste nicht alle bei Dir läßt. Denn Deinen Schilderungen nach ist es sehr einseitig. So könnt ihr euch nicht gegenseitig stützen und tragen, da es meilenweit von einer sinnbringenden und stärkenden Kommunikation entfernt ist. Selbst, wenn Du mehr Kraft aufbringen könntest, würde ich es nicht für sinnvoll halten, ihn in diesen Ängsten noch zu unterstützen. Was soll dann sein, wenn der Tag X gekommen ist bzw. danach? Du kannst schlecht die Rolle Deiner Mutter für ihn ausfüllen.

Vielleicht bin ich da etwas voreingenommen, da ich – wie schon erwähnt – einige Umgehensweisen mit dem Thema in letzter Zeit kennengelernt habe. Und Deine Geschichte erinnert mich sehr an eine derzeit noch aktuelle Situation im Familienkreis. Dort wurde faktisch von der Tochter (welche jenseits der 40 ist und lange eine eigene Familie hat) die "Stellvertreterposition" für die Mutter auf Lebenszeit indirekt erwartet. Zuvor natürlich auch, dass sie der Fels in der Brandung zu sein hat, während der Krankheit der Mutter. Sie selbst wußte gar nicht, wohin. Wir haben viel geredet seitdem ich das mitbekam, vorher hatte sie niemanden. Das hat viel in ihr zerbrochen. Ihr Mann ist vom Typ ihres Vaters und hatte auch nicht die Stärke, für sie da zu sein, war sehr hilflos mit der Situation und hat lieber nichts getan, damit er nichts falsch macht (hat es selbst nie gelernt), seufz.

Der Vater hatte nie gelernt, allein zurecht zu kommen, die Mutter zu Lebzeiten alles "im Griff". Nun brach diese Stütze weg und der Vater wirkte dauerhaft !!! wie ein hilfloses Kleinkind (das meine ich nicht abwertend, es war Fakt). Eine zeitlang ist all dies total verständlich und nachvollziehbar. Der bewußte Umgang mit Menschen, die wir lieben und die uns verlassen müssen, ist und bleibt eine absolute Ausnahmesituation. Nur haben gerade diejenigen, die bleiben dürfen, in meinen Augen schon die Pflicht, GEGENSEITIG füreinander da zu sein und sich im Bedarfsfall Hilfe zu suchen, damit dies eben kein Dauerzustand ist. Sich selbst mehr zu bemitleiden als denjenigen, der ja wohl eindeutig das Schicksal zu tragen hat, seinen eigenen Tod kommen zu sehen, finde ich sehr paradox. Aber Menschen sind verschieden. Wäre schön, wenn Dein Vater – hoffentlich mit Hilfe – erkennen kann, dass Du ganz genau dieselben Ängste und mindestens ebensoviel Traurigkeit in Dir trägst. Für Deine Mutter wäre es sicher leichter zu gehen, wenn es soweit ist, wenn sie sich nicht noch Sorgen machen müßte, ob denn Dein Vater auch ohne sie zurecht kommt.

zHw}et-sch*geK 1


Ich habe beide meine Eltern verloren! Wo meiner Mutter schwer erkrankt war, hat sie ihre Krankheit für mich geheimgehalten um mich nicht zu beunruhigen, mein Vater war schon zu dieser Zeitpunkt seid 3 jahre tot. Ein Tag wurde ich von der Intensivstation angerufen , weil meiner Mutter im sterben lag, und nur wenige Tage hätte zum leben. Es schlag ein wie einer Bombe, ich hätte keine Ahnung!! Das letzte Mal wo ich meiner Mutter sah, hätte sie starke Rückenschmerzen, und meinte, dass sie bloß ein Hexenschuß hätte :-/

Ich muss dazu sagen dass ich nicht Deutsch bin, und deswegen hätte ich meiner Mutter 2 Monate nicht gesehen. Wir telefonierte aber tgl. und sie hätte alle mögliche Entschuldigungen warum sie sich stimmlich so schwach anhörte. Sie hätte lange nichts gesagt, oder sie hätte eben geschlafen und,und,und! Alles nicht Wahr, sie hätte ein aggressiven Knochenmargskrebs Myleomatose, wollte mich aber nicht belasten damit :|N

Deswegen hat sie alle ihre Sorgen und Ängste geheim gehalten, und darüber bin ich sehr wütend! Ich hätte sie so gerne unterstützt, ich hätte sie so gerne zugehört, ich hätte sie so gerne im Arm genommen, und,und,und. Das werde ich niemals tun können, ich könnte kein wirklicher abschied nehmen, sie war sehr müde und lag im sterben wo ich endlich im KH ankam um 4 Uhr morgens, sie wurde künstlich beahtmet, und war zu schwach zum reden!

ich weiß dass sie mich hören konnte, und ich fragte sie, warum sie mir nichts gesagt hätte! Darauf bekam ich ein kleines lächeln von ihr, war nicht einfach wegen der Tubus, und sie drückte meiner Hand ganz schwach!

Nächsten Morgen ist meiner Mutter gestorben!

Was ich damit sagen möchte ist, es ist immer besser zu reden, auch für die hinterbliebende! Dein Vater hat großen Angst, und ist sehr unglücklich! Rede mit ihn, Du meinst doch auch dass Du gerne mit jemanden darüber reden möchtest. Alles zu verschweigen und im Hintergrund zu schieben bringt doch nichts! Im Hinterkopf lauert doch die Sorgen und im Hals befindet sich oft ein kloß! Warum dann nicht darüber reden mit dein Papa, ihr solltet euch doch in dieser Zeit gegenzeitig unterstützen!

Dass Du im Monent kein Privatleben hast, ist doch normal wenn sowas schlimmes passsiert! Du hast nur 1 Papa und 1 Mama!

Wenn dein Papa einen Tag nicht mehr lebt, wirst Du dich wünschen, dass Du nicht über seine Anrufe genervt war, wo deiner Mutter schwer krank war. Und Du wurdest alles geben um nur 1 Min. mit ihn zu sprechen!

Sorry für ein bisschen OT, aber besser könnte ich das nicht erklären.

Lg :)* :)*

W.hitei01


Er verhält sich sicher nicht 100% richtig, aber wer kann das schon in so einer Situation.

Ich denke, es gibt da auch gar kein richtig oder falsch, man kann schließlich nichts für seine Gefühle und wie jemand anderes hier schrieb, wenn er mir nicht mehr geben kann, dann kann er mir eben nicht mehr geben. Hier niedergeschrieben klingt es auch gleich 3 x so vorwurfsvoll, so meine ich es ja gar nicht, ich "kotze" mich nur sozusagen mal hier aus, weil das nirgendwo anders geht. Mache sozusagen das, was mein Vater abends bei mir am Telefon tut, einfach mal mein Leid klagen. Ich habe in den letzten Monaten mit keinem Menschen darüber reden können, wie es mir in der Situation geht.

ich selbst würde wahrscheinlich versuchen, durchzuhalten. in phasen, in denen mein nichtkranker elternteil auch zu kaputt war, um sich um mich zu kümmern, habe ich meine freunde extrem mit meinen sorgen belastet. das ging aber sehr gut. man braucht eben jemanden, der für einen selbst da ist. hast du solche leute?

Nein, leider nicht, weil ich in eine andere Stadt gezogen bin und dort noch kaum Gelegenheit hatte, tiefere Kontakte zu knüpfen. Ich habe einige nette Bekannte, die fragen auch mal wie es meinem Vater geht, aber ich habe niemanden, bei dem ich mich einfach mal "ausheulen" könnte. Und wenn es nach meinem Vater gehen soll, soll ich auch keine tieferen Kontakte knüpfen, sondern die gesamte Zeit bei ihnen verbringen, am besten direkt von der Uni oder Arbeit zu ihnen fahren und dann bei ihnen sitzen.

Eine Selbsthilfegruppe kann Dir viel Unterstützung geben, weil dort Leute sind, die in gleicher oder ähnlicher Situation stecken. Der Austausch alleine und das Verständnis wirken schon entlastend

Ja, das denke ich mir auch, ich merke schon, dass es mir hilft, das hier niederzuschreiben und von anderen zu lesen, dass sie mal in einer ähnlichen Situation waren und/oder meine Lage verstehen.

Für mich fühlt es sich so an, durch die Art wie er darüber spricht.

Das ist dein Empfinden

Ja, hier soll es ja ausnahmweise auch mal um mich gehen und um das, was ich empfinde. Ich empfinde es eben so, es belastet mich, auch wenn er mich sicher nicht belasten will.

Wenn du dich nicht gegen seine Anrufe wehrst und dich abgrenzt, hat er doch gar nicht die Möglichkeit zu erkennen, wie es dir geht, weil er blind ist für deine Sorgen.

Ich habe es ja versucht, ihm klar zu machen, habe gesagt, dass es mich belastet, jeden Tag mit den selben Sorgen und Ängsten konfrontiert zu werden, dass ich sie auch habe und wir ja aber nichts daran ändern können. Er sagt dann zwar "ja", aber redet genau so weiter :-/

W{hitex01


Puhhh, danke für die weiteren Antworten, ich gehe später darauf ein. Muss sagen, dass mich einige Worte sehr hart getroffen haben, deshalb möchte ich mich jetzt erstmal ausloggen.

Nur soviel:

Wenn dein Papa einen Tag nicht mehr lebt, wirst Du dich wünschen, dass Du nicht über seine Anrufe genervt war, wo deiner Mutter schwer krank war. Und Du wurdest alles geben um nur 1 Min. mit ihn zu sprechen!

Das weiß ich !!!!!!!!!!! :°( :°( :°(

sKcNhnuddZel@pony


Nein, leider nicht, weil ich in eine andere Stadt gezogen bin und dort noch kaum Gelegenheit hatte, tiefere Kontakte zu knüpfen. Ich habe einige nette Bekannte, die fragen auch mal wie es meinem Vater geht, aber ich habe niemanden, bei dem ich mich einfach mal "ausheulen" könnte. Und wenn es nach meinem Vater gehen soll, soll ich auch keine tieferen Kontakte knüpfen, sondern die gesamte Zeit bei ihnen verbringen, am besten direkt von der Uni oder Arbeit zu ihnen fahren und dann bei ihnen sitzen.

du hast niemanden auf der welt mit dem du reden kannst außer deinem vater? vielleicht freunde in deiner alten stadt zum telefonieren? geschwister hast du auch keine? dann wäre eine trauerbegleitung oder so bestimmt nicht falsch.

setzt dein vater dich wirklich so unter druck? wie äussert sich das? sagt er wörtlich, dass du nur bei ihnen sitzen sollst oder empfindest du das "nur" so? versteh mich nicht falsch, ich will dich auf gar keinen fall angreifen. jich will das nur verstehen, damit ich besser antworten kann.

hast du sonst ein gutes verhältnis zu deinem vater gehabt und konntest du sonst gut mit ihm über deine sorgen in anderen bereichen reden?

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