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Vater belastet mich mit seinen Sorgen

sGch9nudRdelp,ony


@ zwetschge

Wenn dein Papa einen Tag nicht mehr lebt, wirst Du dich wünschen, dass Du nicht über seine Anrufe genervt war, wo deiner Mutter schwer krank war. Und Du wurdest alles geben um nur 1 Min. mit ihn zu sprechen!

WIE KANNST DU SO ETWAS NUR SAGEN!!!!!!!! :-o :-o

ich bin entsetzt. ehrlich entsetzt.

zgwetsc;hgex 1


@ schnuddelpony

":/ warum in allerwelt bist Du entsetzt ??? Ist es nicht nur die Wahrheit? Wenn Du wustest wie oft ich mich jetzt darüber Vorwürfe mache, wegen irgendwas was ich getan oder nicht getan habe, wo meine Eltern noch am Leben war! Wie oft ich denke, hätte ich bloß das und das gesagt, oder hätte ich mich bloß ein bisschen mehr Zeit genommen für das letzte telefonat, und,und,und!

Deswegen habe ich das geschrieben! Ich verstehe deine Reaktion überhaupt nicht :|N

Zxwergenxfrau


Ich glaube, dass dein Vater schon viel richtig macht indem er über seine Gefühle redet. Nur bist du der falsche Ansprechpartner, schließlich verlierst auch du über kurz oder lang einen geliebten Menschen. Du kannst nicht die Last für beide tragen, dein Päckchen ist schon groß genug.

Damit ihr alle die restliche Zeit noch genießen könnt und dein Vater abends am Telefon nicht einen ansich gelungenen, tollen Tag schlecht redet indem er nur die negativen Dinge sieht, würde ich mich um professionelle Unterstützung bemühen. Sprich mit der Onkologin deiner Mutter und lass dir eine Selbsthilfegruppe/einen Therapeuten o.ä. empfehlen. Mach einen Termin, pack deinen Vater ein (egal wie sehr er sich sträubt) und arbeitet alles auf. Vielleicht wäre für dich auch der Pfarrer eine Option, schließlich werden diese auch oft bei solchen Vorfällen mit einbezogen.

Kommentare wie "hätte ich bloß dies oder das gesagt/getan/... wäre ich bloß nicht genervt gewesen als sie noch gelebt hat..." bewirken nur, dass du ein grundlos schlechtes Gewissen bekommst. Bei jedem ist irgendwann eine Grenze erreicht, irgendwann kann man einfach nicht mehr. Akzeptiere deine und suche Hilfe für euch beide. Damit ihr alle zusammen die restliche Zeit positiv nutzen könnt und ihr – vor allem dein Vater – mit der Situation besser umgehen kann.

KWlceixo


zwetschge 1

Wenn dein Papa einen Tag nicht mehr lebt, wirst Du dich wünschen, dass Du nicht über seine Anrufe genervt war, wo deiner Mutter schwer krank war. Und Du wurdest alles geben um nur 1 Min. mit ihn zu sprechen!

Das sehe ich auch so. Ich kenne solche Gedanken sehr gut. Es wird immer Dinge geben, für die man meint im Nachhinein alles geben zu wollen, nur reicht alles manchmal einfach trotzdem nicht aus. Gerade Extremsituationen zeigen einem auch die eigenen Grenzen auf, die oft nicht sehr angenehm sind, weil man sich wünscht stärker zu sein, man aber einsehen muss, dass man es nicht ist.

M\rs' Swaxn


Also als aller erstes: Jemand, der noch nie so eine Situation wenigstens annähernd durchgemacht hat, sollte zu solchen Themen besser NICHTS schreiben, denn das hilft der Person absolut nicht weiter sondern belastet sie nur noch mehr.

Liebe White01,

in meiner Familie gibt/ gab es auch mal so eine schwierige Situation, nicht die selbe, aber meine Mutter wollte sich von meinem Vater trennen, hat aber eine zeitlang noch bei uns gewohnt weil sie uns Kinder nicht von heute auf morgen allein da stehen lassen wollte, was natürlich für meinen Vater eine zusätzliche Belastung war, sie dann auch noch täglich sehen zu müssen. Er konnte einfach nicht mehr schlafen, war nur noch am weinen und hat meinen Geschwistern immer wenn sie mit ihm alleine waren sein "Herz ausgeschüttet" und ihnen erzählt er wird sich bald umbringen, weil er das alles nicht mehr aushält. Sowas kann man seinen Kindern nicht antun, gut es ist teilweise zu entschuldigen weil er wirklich in einer schlimmen Lage steckte, aber dass ich und meine Geschwister schon sehr großes Mitleid mit ihm hatten und uns die täglichen Streitereien sehr belastet haben, daran denken solche Betroffenen in Ihrer Lage nicht, weil sie denke ich einfach nur noch ihr Problem und Ihre Schmerzen sehen/fühlen, was ja auch verständlich ist. Wir haben auch versucht ihn zu unterstüzen und ihn zu ermutigen, aber wenn man schon so vertieft ist in seinen Schmerz und das den Alltag beherrscht, dann braucht man zusätzlich professionelle Hilfe und ja ich weiß- mein Vater hat sich sogar in der Sitzung (die er dann nach langen langen langen Stunden der Überredung, irgendwie hat es seine Schwester geschafft) über den Psychologen lustig gemacht...das ist diese Hilflosigkeit, diese Angst sich mit dem Problem auseinander zu setzen und für Männer, gerade in dem Alter und aus der Generation ist es sehr sehr schwer sich bei "Fremden" quasi zu öffnen. Vielleicht kannst du deinen Vater erst einmal dazu überreden zu seinem Hausarzt zu gehen und du gehst einfach mal mit und redest vielleicht auch erstmal mit dem Arzt unter vier Augen und dann mit deinem Vater zusammen. Vielleicht schafft der es ja ihn irgendwie erstmal zu beruhigen dass das absolut NICHTS schlimmes ist und er sich dafür absolut nicht schämen muss! Und der kann ihm bestimmt auch einen guten Psychologen empfehlen. Du kannst deinen Vater ja evlt etwas beruhigen indem du sagst dass er sich bei der Suche nach dem richtigen und für ihn sympathischen Psychologen Zeit lassen kann, er muss sich ja bei niemanden öffenen bei dem er sich unwohl fühlt. Wenn du in einem kleinen Dorf wohnst (so wie wir) würde ich dir vielleicht sogar empfehlen einen Arzt in der Stadt (also auch Hausarzt, nur vorübergehend) zu suchen, damit ist dann evlt auch die Anonymität die deinem Vater auch so wichtig ist, weil er ja nicht möchte dass das andere mitbekommen mehr gewährleistet als auf einem Dorf. Ich habe bis heute keinen Kontakt mehr mit Leuten aus meinem Dorf weil die sich damals einfach soooo unmöglich benommen haben. Ich weiß dass ist alles umständlich und viel Arbeit und kostet viel Zeit. Und ich würde dir empfehlen: Geh doch einfach zu dieser Selbsthilfegruppe, du musst es ja niemanden erzählen. Tu einfach das, was dir mal gut tut, damit du auch mal über deine Sorgen und Ängste reden kannst und mal etwas abschalten kannst, weil ich denke (das ist jetzt meine Meinung) im Moment ist es das Wichtigste noch schöne letzte Tage mit deiner Mutter zusammen zu verbringen, natürlich kann man das nicht alles ausblenden, aber wenn man jetzt damit die Zeit verbringt sich fertig zu machen und dadurch die Zeit mit der betroffenen Person nicht mehr verbringen und genießen kann ist das ja eigentlich sehr traurig. Mein Vater (also ich habe quasi 2 Papas^^, von ihm hat sich meine Mutter getrennt als ich noch sehr klein war), hat Darmkrebs im Endstadium und ich wohne nicht bei ihm und habe ihn das letzte Jahr so oft besucht wie noch nie und mich hat es einfach jedes Mal gestört dass ich die wenige Zeit die wir hatten nicht genießen konnte, weil dauernd irgendwelche Leute vorbeikamen und ihm Tipps und Ratschläge geben wollten und quasi "rumgeheult" haben, weil sie es einfach nicht akzeptieren wollen. Ich möchte noch schöne letzte Tage mit meinem Vater verbringen, auch wenn ich ihn nicht oft gesehen habe. Das wünsche ich mir auch für ihn dass er quasi mit einem "positiven Gefühl/Meinung vom Leben" gehen kann. Dass quasi seine letzten wichtigsten Wünsche erfüllt werden.

Vielleicht kannst du deinem Vater auch klarmachen, dass er bestimmt nicht den Clown vor deiner Mutter spielen muss, das möchte sie bestimmt auch gar nicht oder? Vielleicht kann er sich ja ihr gegenüber ein bisschen öffnen, das bringt die beiden evlt noch näher zusammen, er muss sie ja nicht stundenlang "vollheulen", ich hoffe du weißt was ich meine.

Und wenn demnächst jemand aus deiner Familie anruft und dich als Kummerkasten benutzten möchte, dann musst du ihnen klarmachen dass das deine Mutter ist die da Krebs hat und dass sie auf gar keinen Fall das Recht haben, dich mit ihren Sorgen zu belasten du bist schließlich die Tochter! Es muss ja nicht so hart klingen, aber es sollte doch schonmal ein Groschen fallen, auch wenn es vielleicht im ersten Moment hart ist sowas zu hören. Du findest da bestimmt deine Weise, ich bin da eher immer etwas überehrlich^^, kann es aber auch total verstehen dass du sie nicht verletzen möchtest. Es gibt aber auch so Familientherapien, oder vom Gesundheitsamt gibt es auch Psychologen, die vorbeikommen und auch Hausbesuche machen, wenn man darum bittet. Die könnten dann evlt quasi zwischen euch vermitteln, dass es euch leichter fällt auch mit deinen Verwandten zu kommunizieren und ihnen klar zu machen, dass das für dich erst recht schwer ist. Das wichtigste ist dass du/ihr macht, was euch gut tut und absolut nicht daran denkt, was andere über eurer Handeln denken, weil die haben eh keine Ahnung, IHR macht das durch nicht die. Leider reden die Leute immer sehr viel und auch sehr gemein, das muss man versuchen auszublenden, denn so Leute braucht man in seinem weiteren Leben auch nicht also kann man auch auf sie scheißen, finde ich. Wenn du dir nicht sicher bist kannst du auch einfach zu deinem Hausarzt mal gehen, der kann dir sicherlich einige Organisationen/Institutionen empfehlen, die euch im Moment helfen könnten. Wichtig ist, dass du auch mal redest und evlt deinem Vater sofern du kannst (man kann niemanden zwingen) hilfst, "Hilfe" zu finden. Vielleicht kannst du auch deine Verwandten um Unterstützung bitten,evtl hat jemand eine engere Bindung zu ihm, Schwester oder Bruder oder Freunde. Viele denken immer wenn man nicht die ganze Zeit weint und trauert und sich nur mit der Sache beschäftigt geht einem das am Hintern vorbei oder ist stark genug um auch noch die Sorgen von anderen zu verkraften, das kenne ich gut weil ich selber so bin dass ich mir das nicht immer unbedingt anmerken lasse wenn mich was beschäftigt.

So ich hoffe ich habe jetzt erstmal alles geschrieben was ich dir unbedingt sagen wollte. Ich weiß oder kann mir denken dass für euch alles im Moment sehr sehr schwierig ist und jede kleine Aufgabe oder Aufwand wie ein großer Berg vor einem erscheint, ich wünsche dir die Kraft, dass du und auch dein Vater und deine Familie die richtige Hilfe findet. Und dass für deine Mama noch die wichtigsten Wünsche die sie jetzt noch hat in Erfüllung gehen.

Fühl dich mal fest umarmt. ;-)

Liebe Grüße

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