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Mit allem überfordert, alles ist zuviel. Wo ist mein altes Ich?

w8hitnHeysmxile hat die Diskussion gestartet


Kurz gesagt... mein Leben macht mir keinen Spaß mehr. Ich krieg nichts auf die Kette. Ich habe zu nichts Lust. Ich habe mich im Gegensatz zu früher absolut geändert. Früher mochte ich mich. Jetzt nicht mehr.

Eigentlich könnte ich glücklich sein. Ich habe eine tolle Familie. Ich habe den besten Freund den man sich nur wünschen kann. Mein Job geht mir leicht von der Hand, ich mag ihn sogar ganz gerne.

Jetzt das Problem.

Ich habe zu nichts Lust. Jeder Tag muss möglichst wie der andere sein, damit die Belastungen einigermaßen berechenbar sind. Belastungen? Für mich ist alles eine Belastung. Kurz mit dem Hund Gassi gehen. Aufräumen. Duschen. Einkaufen.

Ich bin unspontan. Am liebsten will ich morgens schon wissen, wie mein Tag aussieht. Eben damit ich weiß wie meine Kraft einzuteilen ist. Das war sonst nie so.

Ich gehe arbeiten. Aber nur teilzeit. Dahin zu gehen ist unglaublich anstrengend für mich, obwohl ich das was ich tue, gerne tue!

Meine Kollegen sind nett.

Ich bin verklemmt geworden. Sex? Nein danke! Gefühlsausbrüche egal welcher Art? Nein! Smalltalk? Die härteste Prüfung für mich. Party? Heute nicht.

Es gab Zeiten, da bewunderte man mich für meinen Humor. Für meine Spontanität. Ich war eine Partymaus wie sie im Buche steht. Und mein Freund nannte mich nymphoman.

Ich habe zuhause sehr wenig zu tun, da ich noch bei mienen Eltern wohne. Wenn ich mal Rasen mähen muss, bleibt mir dieser Tag ewig in Erinnerung. Weil er so anstrengend war.

Ich liebe meinen Freund über alles. Aber oft bin ich fies zu ihm. Weil er anstregend ist. Weil er was unternehmen will.

Morgens schlage ich die Augen auf. Guter Tag! Ich könnte in die Stadt fahren. Aber was will ich da eigentlich? Ich könnte wieder mal ein Bild malen. Aber welches Motiv? Ich könnte auch mal wieder mit meinem Hund in den Wald gehen. Aber nicht heute.

Ich kann nicht mehr.

Antworten
g>wendo/lynxn


Jeder Tag muss möglichst wie der andere sein, damit die Belastungen einigermaßen berechenbar sind.

Vielleicht ist genau das falsch, denn Routine stumpft ab und macht müde. Neue Herausforderungen dagegen machen munter. Versuch mal, die Routine zu durchbrechen.

Hast du körperliche Beschwerden oder ist es nur dieses Gefühl?

wAhitdnezysmile


Hast du körperliche Beschwerden oder ist es nur dieses Gefühl?

Keine körperlichen Beschwerden. Immerhin.

gWwendohlynxn


Wie alt bist du denn?

S$c_hwarzDeNachxt


Hallo whitneysmile!

Als ich Deinen Beitrag gelesen habe, dachte ich sofort daran, daß Du eine Depression haben könntest.

Antriebslosigkeit, ständige Belastung/Ermüdung, keine Freude, eine Art Leere, bzw.Sinnlosigkeit...das sind typische Symptome!

Ist bestimmt nicht so, daß Du von heute auf morgen faul geworden wärst und mit einem Mal alle Deine Hobbies verloren hättest!

Fühl Dich nicht schuldig an Deinem Zustand und laß Dich bei einem Arzt untersuchen, bzw. schildere ihm Deine Symptome!

Nimm das ernst und geh erst mal zum Hausarzt oder zum Psychiater, Termine beim Psychologen sind mit langen Wartezeiten verbunden und ich glaube jeder Tag, der weiter so verläuft, wie Du Deinen Alltag beschreibst, ist eine Qual für Dich...das muß nicht so weitergehen!

Alles Gute!

:)* @:)

LG!

wNhitn-eySsmile


Danke Schwarze Nacht. Mir ist sowas auch schon in den Sinn gekommen, mein Freund sagt mir das auch ab und zu. Ich kann, ich will damit nicht zum Arzt gehen. Diese komplette Gefühlsoffenbarung. Das ist nichts für mich. Außerdem sind meiner Meinung nach Depressionen nicht heilbar.

Gwendolynn: Ich bin 27.

@:)

Sciraxt


Ich kann, ich will damit nicht zum Arzt gehen

Und was ist wenn es keine andere Lösung gibt? ist dir der weg wichtiger als das Ergebnis?

Außerdem sind meiner Meinung nach Depressionen nicht heilbar.

Das ist aber gelinde gesagt Quatsch. Ja man kann rückfällig werden, aber gerade chronische Depressionen gehen nicht von alleine weg, mit Behandlung aber schon. Und was machst du wenn du jetzt eine depression hast? Dich nicht behandeln lassen, weil es eh nicht funktioniert deiner Meinung nach und alles aufgeben?

Wäre dir dein leben so unwichtig, das du falsche Vorurteile vorziehst, anstatt etwas zu unternehmen?

H)agalazx77


@ whitneysmile

depressionen müssen behandelt werden. was du beschreibst klingt nach meinen letzten jahren. ich habe seit meiner pubertät depressive phasen gehabt und wollte es immer nicht wahrhaben. gegipfelt ist das ganze letztes jahr in einem burnout was sich gewaschen hat. im nachhinein stelle ich fest, dass mir das einigeln und die routine überhaupt nicht gut getan haben, im gegenteil, die spirale zog sich immer enger. sei froh, dass du noch keine körperlichen beschwerden hast, das kann die nächste instanz sein.

versuch das bei einem fachmann abzuklären, denn für mich klingt es auch sehr nach einer depression ...

w]hitne_ysm[ile


Nein, es ist sicher nicht unwichtig. Im Gegenteil. Oft wünsche ich mir sehr dass ich wieder die Energie hätte wie ich sie früher hatte.

Ich weiß auch nicht was ich machen soll. Mein Hausarzt kennt mich seit ich 5 bin oder so. Das bring ich nicht. Da nen Gefühlsausbruch bekommen. Geht gar nicht. Oder womöglich noch stationär behandelt werden. Das wäre Höchststrafe.

Außerdem kommt erschwerend hinzu, dass meine Mutter schwer krebskrank ist. Käme ich da noch mit Depressionen um die Ecke wäre sie am Bode zerstört.

S,unflFowerx_73


Klingt für mich auch nach Depression – lass' es bitte abklären.

Und versuche herauszufinden, ob es nicht doch noch Dinge gibt, die Spaß machen oder einfach etwas weniger mühsam sind. Versuche, Dich nicht völlig zurückzuziehen – dadurch riskiert man eine weitere Abwärtsspirale.

B<udde<lina


klingt auch bei mir nach einer Depression, aus Erfahrung kann ich dies selbst so einschätzen! :)z

Du hast es ja auch selbst bereits in Erwägung gezogen!

Ändere irgendetwas an Deinem Leben!

Bist Du wirklich mit Allem zufrieden ???

Ich muß Sunflower recht geben: auf keinen Fall zurückziehen, so geht der Abwärtstrend immer weiter!!

Suche nach Freizeitbeschäftigungen die Dir Spaß machen!

Oder überlege wirklich für Dich, ob Du Dir nicht professionelle Hilfe holen willst! ;-)

S!chwa]rjze&Nacxht


Hallo whitneysmile!

In einigen Punkten kann ich Dich gut verstehen:

Es ist leider immer noch so, daß man sich schnell wei eine "Verrückte" vorkommt, wenn man depressiv ist.

Ich habe mich ewig gegen diese Stignatisierung als "psychisch labil/krank" geweigert, weil ich befürchtet habe, daß ich dann zum willenslosen Objekt werde, mit dem andere über meinen Kopf hinweg verfahren.

Das ist nicht so!

Angst über intime Dinge zu sprechen hat wohl jeder von uns.

Als ich diese Woche bei meiner Psychiaterin zum ersten Gespräch war, mußte ich beim Gespräch mehrmals fast weinen, aber ich hab es endlich geschafft, dort hin zu gehen und ich bin bestimmt nicht die erste, die da geweint hat ;-)

Mit dem Hausarzt kann ich also gut verstehen.

Du willst Deiner Familie nicht noch mehr Sorgen machen, klar, das ist normal.

Umgekehrt denke ich, daß Dir die Krebserkrankung Deiner Mutter große Angst macht und vielleicht mit zu Deiner fehlenden Lebenslust führt.

Sie würde bestimmt wollen, daß Du behandelt wirst!

Stell Dir mal vor, sie würde zu Dir sagen, daß sie ab heute ihre Medikamente nicht mehr nimmt, dann würdest Du durchdrehen.

Ich denke lieber eine schlimme Wahrheit, als eine Lüge, mit der Wahrheit klann man umgehen.

Erst mal muß herausgefunden werden, ob Du überhaupt eine Depression hast (und das ist wirklich körperlich nachweisbar, meist ist der Serotoninspiegel zu gering) also kann man durchaus etwas mit Medikamenten tun.

Selbstverständlich sind Medikamente nicht DIE LÖSUNG.

Ganz bestimmt kannst Du auch mit Hilfe eines Therapeuten da raus kommen.

Vielleicht sogar ganz allein, dann wärst Du aber eine große Ausnahme.

Es ist nicht sicher, ob Du depressiv bist, wenn es so ist dann heißt das auf keinen FAll, daß Du in eine Klinik gesteckt wirst und von morgens bis abends Tabletten bekommst.

Es ist aber ganz wichtig, daß Du einem Arzt (muß ja nicht der Hausarzt sein) mitteilst, was los ist. Nimm Dir einen Freund/Freundin zur Unterstützung mit!

Erst dann, kann festgestellt werden, was Du hast und DU entscheidest, was weiter geschieht, der Arzt kann Dich nur aufklären und Ratschläge geben.

Ich hab meine Depression untertrieben, dabei war es so schlimm, daß ich nicht mehr rausging, Telefon und Klingel ausgemacht habe und mich die Sonne gestört hat, weil ich dann nicht schlafen konnte...etc.usw.

Bitte kümmer Dich darum und sieh Dich nicht als Belastung für Deine Mutter.

Sie ist doch glücklicher, wenn es Dir wieder besser geht, eine Mutter spürt doch auch, wenn Du so fertig bist.

Bestimmt spielt die Krankheit Deiner Mutter eine große Rolle, denn Du hast bestimmt Angst, sie zu verlieren.

Mir würde das schon allemal ausreichen, um keine richtige Freude mehr am Leben zu haben.

Ich will Dir nichts einreden, aber anscheinend haben einige hier bemerkt, daß Du einige Symptome einer Depression hast, deshalb ist echt wichtig einen Fachmann das klären zu lassen!

Ganz liebe Grüße! @:)

Kjlexio


whitneysmile

Ich kann, ich will damit nicht zum Arzt gehen

Warum meinst Du, dass der Faden hier im Forum Dir mehr bringt als der Gang zum Arzt?

Außerdem sind meiner Meinung nach Depressionen nicht heilbar.

Bist Du Ärztin?

Außerdem kommt erschwerend hinzu, dass meine Mutter schwer krebskrank ist. Käme ich da noch mit Depressionen um die Ecke wäre sie am Bode zerstört.

Das musst du ihnen ja nicht erzählen. Du bist ja kein Kind mehr. Würdest Du Dich selbständig bezeichnen? Was ist der Grund, dass Du noch bei Deinen Eltern lebst?

Lebst Du von ihnen getrennt, sprich lebst Du selbstverantwortlich?

Wie belastend ist die Krankheit Deiner Mutter für dich?

Atmoy8x8


Das, was du da schreibst, kommt mir selber sehr bekannt vor.

Mir gehts auch oft so wie dir. Und ich trau mich auch nicht zum Arzt zu gehen. Denn selbst das erscheint mir sinnlos.

Bei mir kommt dieser Zustand wohl von meiner Mangelernährung. Ich hab ein kleines Essproblem. Es gibt Zeiten, da gehts mir besser und dann kommen wieder Zeiten, da gehts mir schlechter.

Zu allem muss ich mich motivieren. Früher war ich so lebensfroh und auch eine richtige Partymaus. Jetzt ist mir einfach alles zu viel.

Ich kann dich so gut verstehen!!! @:)

Sechwa.rzeNaxcht


Hey whitneysmiley!

Es kostet echt viel Überwindung zu jemandem zu gehen und dann über sehr persönliche Sachen zu sprechen, aber es hilft!

Du hast ja nicht ohne Grund hier geschrieben und zu der Zeit, als ich total depressiv war, da war dieses Forum meine EINZIGE Verbindung zur Außenwelt, so sehr hatte ich mich isoliert.

Und wären da nicht völlig fremde Menschen gewesen, die sich Sorgen um mich wertloses Ding gemacht hätten, weiß ich nicht, wie ich die Zeit überlebt hätte.

Ehrlich!

-> Noch mal Danke, vor allem an "War mal der Kater"... und "Shunya" @:) @:) @:) *:)

In diesem Forum zu schreiben, ist ein erster oft wichtiger Schritt!

Gerade weil es anonym ist.

Und DENNOCH bist Du den Leuten nicht egal, dabei kennen sie Dich nur oberflächlich, allein durch Deine Texte.

Aber sie erkennen sich selbst in Deinen Texten wieder und wollen Dir helfen, weil sie zum Teil sehr lange -zu lange- brauchten, um Hilfe zu suchen und anzunehmen...

Also hast Du etwas an Dir, was Dich wertvoll, wichtig und liebenswert macht, das merkt man schon hier, in einem Forum, in dem keiner Dich in der Realität kennt, aber Deine Texte berühren mich sehr!

Niemand will Dich hier zu irgendetwas zwingen!

Du hast den Mut gehabt, hier zu schreiben, daß Du Deine Lebenslust verloren hast und über einige sehr private Sachen mehr.

Natürlich wäre es toll, wenn Du bald zu einem Arzt gehen würdest, aber das ist wirklich Deine Sache/Entscheidung und da mußt DU in Ruhe drüber nachdenken.

Um zu einer Entscheidung zu kommen, mußt Du die Vor- und Nachteile abwägen, gib Dir die für Dich nötige Zeit.

Viele können Dir hier aber bestätigen, daß es mit der Zeit nach und nach immer schwieriger wird, sich zu einem Arztbesuch aufzuraffen...

Aber eine Selbstdiagnose ist oft nicht richtig, ich dachte, daß ich momentan wieder eine leichte Depression habe, dabei handelt es sich laut Psychiaterin um eine generalisierte Angststörung...und glaub mir, daß ich am liebsten aus dem Wartezimmer der Ärztin wieder rausgerannt wäre, aber ich bin geblieben und jetzt habe ich endlich eine kompetente Stelle, wo ich meine Gesprächstherapie machen kann, also hat sich die Qual doch gelohnt.

Vieles, was Du beschreibst, kenne ich noch aus meiner extrem depressiven Zeit, da wollte mein Freund auch unbedingt mit mir raus und ich dachte nur daran, "Wann sind wir endlich wieder zuhause?"

Alle freuten sich, weil draußen tolles Wetter war, ich dachte :"Toll, na und?"

Ich hatte immer gern gelesen oder bin einfach mit dem Auto durch die Gegend gefahren, aber es machte mir einfach keinen Spaß mehr, wozu?

Ich wollte mit meiner Freundin sprechen oder sie treffen, aber Null Energie.

Später dann: Angst in Menschenmengen, im Kaufhaus, zittern, schwitzen usw.

Morgens schon Angst vor dem Tag (dabei steht gar nichts strssiges an, bzw. Alltägliches wird zum Stress) und Lust gar nicht aufzustehen...der Wunsch, daß der Tag schnell vorbei geht, ist das nicht der versteckte Wunsch gar nicht mehr leben zu wollen, irgendwo tief in einem?

Ich hoffe, daß Du hier weiter schreibst, ganz egal, wie Du weiter leben willst, ob Du zum Arzt gehst oder noch wartest, aber ich würde gerne weiter den Kontakt zu Dir halten, wenn zumindest Du da einen Sinn drin siehst... ;-)

Ist nichtt bös gemeint, ich weiß wie das Leben zur hölle werden kann...und da gehörst DU NICHT HIN!!!

Liebe Grüße! :)* @:) *:)

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