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Finde Babys nicht süß, was ist los?

H&ele9nga87


Ich glaube das ist auch Illegal ;-D :=o

kCno_ssos


Das ist eine interessante Sache. Mir ging es ähnlich, bis ich eigene Kinder hatte. Dann war es sehr interessant, wie aus etwas kleinem, völlig verwirrtem, sich eine Persönlichkeit bildet. Wie man die beeinflussen kann, wie man selbst beeinflußt wird. So richtig süß hab ich sie nie empfunden....halt Babies. Wichtig war mir der kleine Mensch, egal ob häßlich oder schön.

Das soll man nicht mißverstehen. Diese schwülstigen Aussagen, das eigene Kind ist immer das Schönste – das darf man nicht wörtlich nehmen. Eltern finden ihre Kinder nicht schön oder süß, sondern ...wichtig. Als eine Idee noch im Bauch, ein Potential. Etwas das sich entwickelt. Dann als Nervensäge, die Wirklichkeit, eine Belastung.

Man muß für sie kämpfen, mit sich selbst kämpfen, sich anstrengen. Man verliert Zeit, man schenkt sie jemandem.

Und dann, irgendwann, kommt etwas zurück. Man hat etwas geschaffen, man hält es am Leben. Wie eine Komposition.

Jeder von uns erwächst aus diesem Zustand. Daran ist immer zu denken. Zuerst sind wir Traum, dann stinkende Nervensäge. Dann sprechen wir. Irgendwann kommen wir zu Bewußtsein. Das Bewußtsein ist das größte Existenzgeheimnis. Niemand weiß, wozu es gut ist. Und doch gibt es das 6,5 Milliarden mal, zehnmal mehr davon über die Jahrtausende, immer das gleiche, doch immer verschieden. Jeder erfindet das Rad für sich neu, nur um nach einem Augenzwinkern als elender Haufen sabbernd und einsam zu enden.

Deswegen lieben viele Leute Babies. Ein Baby dreht an unserem Zeitrad. Sie wünschen sich hinein, neu anfangen zu können. Jedes Baby ist ein Neuanfang. Ein neues, unermeßlich leistungsfähiges Rechnermodell mit der Fähigkeit, Atomkraftwerke so blöd an Küsten hinzustellen, daß sie überschwemmt werden, oder HipHop zu tanzen.

Das ist auch beängstigend. Wir leben, als müßten wir niemals sterben, aber es ist so sicher wie nichts anderes, daß wir es müssen. Wir verschwenden die Zeit zwischen den beiden Augenblicken, als lebten wir ewig.

Deswegen gibt es Babies. Wir haben sie nicht wirklich gern. Aber wir lieben sie, sie sind unsere Wurmfortsätze, die in aufgeblähten Mütterbäuchen wachsen wie Krebsgeschwüre und in die Welt stürzen wie Aliens. Ihren ersten Laut kannst Du als Entsetzenssschrei interpretieren, und wenn dem auch nicht so ist, klingt es doch ganz danach.

Von uns selbst schließlich bleibt nichts als die nächste Generation. So schwinden wir nicht so schnell, wie von der Natur vorgesehen, sondern bleiben über unser eigenes Ende hinaus etwas länger, bis wir dem Vergessen anheimgefallen sind. Das hoffen wir alle !

Denn auch unser Facebook Account wird dereinst gelöscht.

Aber wer damit absolut nichts zu tun haben will, ist nicht krank, oder blöd oder sonstwas falsches. Hat nur ein bißchen Angst vor dem Unbekannten, Unverständlichen. Oder möchte dem Druck der Evolution entkommen. Wohin ? Das Ende ist ja dennoch gleich. Das Dazwischen möchte man mit Wohlleben füllen, und manch einer fühlt mit Recht, daß das auch ohne Babies möglich ist. Innerhalb der vielen Parameter des Menschseins ist das durchaus legitim, wenn nicht sogar zwangsläufig. Die Herde profitiert auch von Mitgliedern ohne Nachkommen, da der Durchschnitt der Nachkommen pro Familie zählt. Es sollen sich womöglich gar nicht alle fortpflanzen, einige haben andere Aufgaben. Vorerst.

Das heißt, das gehört jetzt mal zu Dir. Akzeptiere das als einen Teil Deiner jetzigen Persönlichkeit. Die ändert sich ja auch mit der Zeit, und irgendwann findest vielleicht Du selbst Babies auch süß und wunderst Dich, warum.

M<ir!r6ors-hEdge


Wir leben, als müßten wir niemals sterben, aber es ist so sicher wie nichts anderes, daß wir es müssen. Wir verschwenden die Zeit zwischen den beiden Augenblicken, als lebten wir ewig.

Geniales Statement... das werd ich mir etwas mehr zu herzen nehmen.

Mein Senf zum Thema:

Ich mag keine Babies... ich mag ihr geschrei nich, find sie nicht süß, auch kinder generell nich. Seit ich denken kann ist das so. Wird sich vlt. in paar jahren ändern, weiß man nich. Aber im Moment kann ich babies und kindern nix abgewinnen, fühl mich auch in deren gegenwart nich wohl weil ich nich weiß was ich mit denen anstellen soll (bei bekannten/freunden mit kindern/babies)

D-oc Sczhüllxer


Ich denke, wir sollten die die diesem Faden zugrunde liegende psychologische Fragestellung nicht aus den Augen verlieren. Schilderungen von Leuten, die auch keine Kinder mögen, damit aber keine psychischen Probleme haben oder zumindest nichts an ihren Problemen ändern wollen, helfen in diesem Faden nicht weiter.

L|uzinzde_7`6


Mir ging es auch so, ich konnte Baby's und Kindern nie was abgewinnen. Ich fand die auch nie süss (manche sogar ausgesprochen hässlich), mir konnte jemand ein Baby vor die Nase halten ich hab dann nur gedacht : "Ähhm jah .. toll!" :=o Wollte auch nie selbst welche. Ich hab in diesem Faden auch den Satz gelesen "Es muss nicht jede Frau Mama sein!" – Den habe ich selbst so oft gesagt! ;-). Als mein Neffe auf die Welt kam, hat sich das -was ihn betrifft- geändert. Und seit mein Sohn da ist, ist das alles vorbei. Als ich meine Schwangerschaft festgestellt habe, habe ich geheult und geflucht, habe Panik bekommen und wusste nicht mehr ein noch aus. Ich habe mir dann eine Woche Zeit gegeben, zumindest drüber nachzudenken, es war eine echt schlimme Woche. Hab mich total verkrochen, gegrübelt, geheult, gegrübelt, geheult. Mein Freund hat mich nicht mal mehr angesprochen. Eines Morgens bin ich aufgestanden und alles war gut. Und eine Woche später hab ich gesagt: "Jah, ich will es!". Hätte ich nie gedacht!! Ich weiss, dass ich es abgetrieben hätte, hätte ich sofort eine Entscheidung fällen müssen. Ich war auch nicht die 'typisch Schwangere'. Im Vorbereitungskurs fand ich immer, dass die anderen Mütter übertreiben, wenn sie pausenlos ihren Bauch streicheln und es für sie kein anderes Thema gab als "mein Kleiner, mein Pups, mein Ein und Alles, mein Schnuppi" und und und.

Im Nachhinein habe ich dadurch nicht diese Erwartungshaltung, die viele Mütter haben, dass alle ihr Baby süss finden. Ich weiss, dass mein Baby für mich das schönste seiner Art ist, aber auch, dass andere es womöglich 'hässlich' finden oder null Interesse dran haben. Das ist eben so. Momentan kann ich z.B. Kindern ab 5 Jahren aufwärts rein gar nichts abgewinnen. Diese Flegel nerven mich eher! Bin gespannt, wie das wird, wenn mein Sohn in dem Alter ist. ;-)

Huch, um zum Thema zu kommen |-o @:) :

@ Carry87:

Wenn da Hass vorhanden ist, ist das sicher bedenklich. Ich glaube auch, dass da ein tiefer gehendes Problem vorhanden ist. Zumal Du beschreibst, dass es immer schlimmer wird. Und wenn Du die Entscheidung getroffen hast, niemals im Leben Kinder zu bekommen, ist der Hass auf sie ja auch irgendwo überflüssig, es betrifft Dich ja nicht. Auch, dass Du Dich freust, wenn

Deine Tage kommen, obwohl Du keinen GV hattest spricht für ein Problem, es ist schon irgendwo irrational, so zu denken.

Gibt es in Deinem Freundes – oder Bekanntenkreis Babys/Kinder?

lg @:)

b(lue vrose B66


Ich finde Babys auch nicht süß. Und ich bekomme im September selbst eines ;-) Aber vielleicht wird sie in 17 Jahren mal eine wunderschöne junge Frau sein, dann ist es auch egal wie sie als neugeborenes aussah. ;-D Kinder brauchen nicht schön zu sein.

KCunaNmi


ach Knossos wieso sind im Netz nicht mehr Leute unterwegs wie du ;-D das habe ich gerne gelesen

b^ewLilderved


etwas kleinem, völlig verwirrtem, sich eine Persönlichkeit bildet

Babies sind nicht verwirrt, im Gegenteil, wir sind oft verwirrt. Und sie haben schon eine Persönlichkeit, meine beiden Kinder waren total verschieden als Babies.

...das eigene Kind ist immer das Schönste – das darf man nicht wörtlich nehmen. Eltern finden ihre Kinder nicht schön oder süß, sondern ...wichtig.

Doch, das darf man wörtlich nehmen. Ich habe mich gleich verbunden gefühlt mit meinen Kindern, seit der Geburt, und das ist immer so geblieben. Das ist einfach so, dafür braucht es keine Erklärung.

Man hat etwas geschaffen, man hält es am Leben. Wie eine Komposition.

Nichts hat "man geschaffen". Es passiert von selbst, man ist einfach Zeuge.

K7at=l87


Man hat etwas geschaffen, man hält es am Leben. Wie eine Komposition.

Nichts hat "man geschaffen". Es passiert von selbst, man ist einfach Zeuge.

Ich sage, es ist von beidem etwas ;-)

Hoerman_t_he _Germaxn


Ich konnte mit Babies auch lange nichts anfangen. Dann hab ich mal den kleinen Neffen von einem Freund auf dem Arm gehalten und es hat pling! gemacht... :-D

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