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Selbstbehandlung bei sozialer Phobie?

S?amy .Bang hat die Diskussion gestartet


Hey,

ich habe höchstwahrscheinlich eine soziale Phobie, welche ich mit der Hilfe von Lexikas und dem Internet selbstdiagnotizieren konnte,da viele der kognitiven und körperlichen Symptome auf mich zutreffen.

Diese Krankheit belastet mich stark, da meine mündliche Noten knapp überhalb der Schmerzensgrenze liegen und diese meine zukünftiges Abi versauen werden. Diese Phobie äußert sich nur bei mir, wenn ich vor dem Kurs sprechen muss, in der Öffetnlichkeit esse, mit Unbekannten telefonieren muss, eine Bedienung ansprechen muss oder generell an öffentlichen Orten wie Bars, Diskotheken und Kneipen. Das beginnt dieses Pochen im Kopf, richtg nasse Hände, Stottern, zittrige Stimme und dann nuschel ich auch noch meistens, wenn ich mit Fremden spreche.

Es belastet mich sehr stark, da es auch auf der anderen Seite soziale Interaktionen, vor allem mit Frauen, einschränkt. Viele Frauen sagen mir, dass äuerlich begehrenswert wäre, aber meine Schüchternheit und die Zurückhaltung würden mich äußerst unattraktiv machen. Mein Freundeskreis hat sich mittlerweile auf drei Leute minimiert, mit denen ich noch guten Kontakt habe, aber selbst die wissen nichts von dieser Angst.

Jetzt habe ich mich natürlich im Internet erkundigt nach Therapien, Medikamente etc, aber ich frage mich, ob das auch möglich ist diese Krankheit selber zu therapieren, denn meine Eltern glauben mir irgendwie nicht so richtig und machen mich eher fertig und meinen, dass ich zu viel "Schiss in der Hose" hätte -.-

Antworten
HLoppelp_Hnäschexn91


selbstbehandeln kann man sowas ja.

mit konfrontation.

der psychologe zu dem man gehen kann ist dann dafür da, dass du mit ihm spricht.

bei einer psychischen erkrankung kann sowieso niemand etwas machen ausser DU SELBST!

allerdings können dir leute dabei beistehen (der psychologe in dem fall)

:)*

b*ewild]erexd


Also unterschätzen würd' ich das auf keinen Fall. Und die Eltern sollten sich nicht anmassen, hier abzuwiegeln!

Wie wolltest Du Dich denn selber therapieren? Es ist viel effizienter, die Erfahrungen von Therapeuten etc. zu nutzen.

Die Forschung zeigt, dass sich soziale Phobie nicht auswächst, im Gegenteil, es wird immer schlimmer, führt nicht selten zu sozialer Isolation, Alkoholsucht, Depression und sogar Suizid.

m7ollxi2


selbstbehandeln kann man sowas ja.

mit konfrontation.

Dieser Meinung bin ich auch.

Stelle dir Fragen: Warum habe ich Angst und wieso?

Was kann passieren wenn.....

Ich hatte Probleme mit dem Aufzug zu fahren(Angst vorm stecken bleiben und die Enge),alles selbst in den Griff bekommen.Habe mir eine Strategie zurecht gelegt wie wenn was passiert ich mache,vorher Vorbereitung getroffen(Getränk eingepackt und etwas zu Lesen) um mich abzulenken.

Wenn du es willst schaffst du es,einen Psychologen kannst du zu Rate ziehen,wirkt unterstützend.

s<unshiWne8x3


Mir hat am besten eine Selbsthilfegruppe geholfen. Da wusste ich alle haben das Problem und dort fiel es mir leichter. Ansonsten such dir ein Hobby was in einem Verein angeboten wird. Da wirst du ständig mit anderen Personen konfrontiert.

bWeXwilUdCered


selbstbehandeln kann man sowas ja.

Wenn es wirklich eine soziale Phobie ist, dann ist die typische "Selbstbehandlung": Vermeidung der Situationen und/oder Alkoholkonsum. Beides nicht nachhaltig.

Eine Konfrontation auf eigene Faust kann auch problematisch sein. Was, wenn man ausgelacht wird oder zurückgewiesen, nachdem man allem Mut zusammengenommen hat, dann aber halt trotzdem irgendwie verklemmt war? Da muss man drauf vorbereitet werden und betreut, schrittweise daran herangeführt. Medikamente helfen auch oft, nehmen den Druck.

S[uXn^flow\er_7x3


Selbstbehandlung kann (wenn überhaupt) nur begrenzt klappen. Du HAST ja die Probleme und die typ. Kognitionen. DIE musst Du ändern und halt Vermeidungsverhalten abbauen ohne gleichzeitig auf andere "Tricks" zu verfallen.

Der Haken hierbei:

Du musst bei Selbstbehandlung ohne äußeren Input Deine Kognitionen ändern. Wie willst Du das machen – denn wenn sie so "egal" wären, würden sie Dich nicht so einschränken wie aktuell.

S8unfl)ower_x73


Aber vielleicht ein erster Schritt:

[[http://www.hogrefe.de/programm/ratgeber-soziale-phobie.html]]

S1unf.lowe<r_73


@ Molli:

Deine Strategie mag für Dich funktioniert haben – aber letztlich ist sie nicht wirklich zielführend. Denn Du verlässt Dich auf "Krücken", um die angstbesetzte Situation zu bewältigen. Aufzugfahren nur mit Getränk & Lesestoff? Das ist kein normaler, angstfreier Umgang mit der Situation, sondern ein "Ich kann es nur, wenn Bedingung XYZ" zutrifft. Ziel einer Angstbehandlung sollte es aber sein, die Situation ohne Krücken zu überstehen. Denn WENN einem die Enge im Fahrstuhl Angst macht, wird im Falle eines Steckenbleibens weder Buch noch Getränk daran etwas ändern. Und verdurstet ist im Fahrstuhl noch niemand. Verstehst Du, worauf ich hinaus möchte?

Und "Krücken" bei Sozialphobie sind oft Medikamente & Alkohol. Oder irgendwelche Verhaltensweisen, von denen man sich vermeintliche Sicherheit verschafft (je nachdem, was die zu Grunde liegenden Ängste sind: Rotwerden, Zittern,...). Habe mal einen Fall erlebt, wo jemand Angst vor'm Rotwerden hatte und daher bei Referaten immer Rollkragen trug. Schwierig bei 35° im Hochsommer – und schwupps, Sicherheitsstrategie war weg und Angst voll da.

8c7Slkolxa


Hallo,

ich selbst leide auch an einer Sozialen Phobie,diese Diagnose habe ich allerdings nicht selbst gestellt.

Ich denke es ist wichtig ein Gespräch mit einem Therapeuten in Anspruch zu nehmen,da alles was unsere Seele belastet von irgendwo her kommt.

Die Verknüpfungen müssen neu strukturiert werden,auf der Autobahn müssen quasi Abfahrten eingebaut werden.

Wenn Du vor Leuten sprechen musst,hast Du Angst sie könnten lachen,dich für dumm halten etc.und hier muss eben eine neue Synapse errichtet werden,dass es dir so ziemlich egal wird.

Das ist alles relativ kompliziert und ein langer,langer Weg.

Konfrontation ist schonmal ein guter Anfang,aber wenn es zu schlimm ist sollte man sich Hilfe holen.

Ich mache dies auch...und was zudem äußerst wichtig ist,ist die Akzeptanz das Du so bist wie Du bist.

Ich kann z.B sagen,dass ich keine Freunde habe,heute ist es für mich nicht mehr schlimm.

Aber ich habe einen ganz wunderbaren Menschen an meiner Seite,der mir immer wieder zeigt das es gut so ist,wie ich bin,und das ich nicht peinlich,dumm o.ä bin...es ist wichtig das zu lernen.

LG

8^7Aloxla


Hallo,

ich selbst leide auch an einer Sozialen Phobie,diese Diagnose habe ich allerdings nicht selbst gestellt.

Ich denke es ist wichtig ein Gespräch mit einem Therapeuten in Anspruch zu nehmen,da alles was unsere Seele belastet von irgendwo her kommt.

Die Verknüpfungen müssen neu strukturiert werden,auf der Autobahn müssen quasi Abfahrten eingebaut werden.

Wenn Du vor Leuten sprechen musst,hast Du Angst sie könnten lachen,dich für dumm halten etc.und hier muss eben eine neue Synapse errichtet werden,dass es dir so ziemlich egal wird.

Das ist alles relativ kompliziert und ein langer,langer Weg.

Konfrontation ist schonmal ein guter Anfang,aber wenn es zu schlimm ist sollte man sich Hilfe holen.

Ich mache dies auch...und was zudem äußerst wichtig ist,ist die Akzeptanz das Du so bist wie Du bist.

Ich kann z.B sagen,dass ich keine Freunde habe,heute ist es für mich nicht mehr schlimm.

Aber ich habe einen ganz wunderbaren Menschen an meiner Seite,der mir immer wieder zeigt das es gut so ist,wie ich bin,und das ich nicht peinlich,dumm o.ä bin...es ist wichtig das zu lernen.

LG

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