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Hass gegen Kinder (von Baby bis Teenager)

TZO&FxU


:-o sehr fremdliches Verhalten ":/ :-( :(v %-|

L}i_xSa


Das nennt sich Sozialsystem, das in alle Richtungen wirkt: In das der Kinder, der Alten und der Kranken. Viele zahlen für dieses System, viele gewinnen dadurch.

Richtig, aber das System funktioniert eben nur, wenn nicht plötzlich ein Stützpfeiler ausfällt. Wenn man selbst an einer Stelle beiträgt, weil man erwerbstätig ist, aber auf der anderen Seite andere Menschen ablehnt, die durch Kindererziehung an einer anderen Stelle beitragen, finde ich inkonsequent.

a1.-fisxh


Li_sa, Du hast mich falsch verstanden. Nichts davon entspricht meiner Meinung – ich wünsche mir, in einer sozialen Gesellschaft zu leben, in der jeder sein Leben führen kann, wie er möchte. Ohne sich dafür rechtfertigen zu müssen. Ich werfe niemandem seinen Kinderwunsch vor und ich würde mir wünschen, man würde es Eltern und Kindern hierzulande einfacher machen.

Meine persönlichen Animositäten gegenüber Kindern haben darauf keinen Einfluss. Dieselbe Toleranz schlägt mir von Seiten der Eltern bzw. Kindervertreter selten entgegen. Damit kann ich leben.. ich kann mir aber genausogut auch sinnlose Vorwürfe und Kritikpunkte aus den Fingern saugen, wenn gewünscht.

Ich denke, wenn etwas Einfluss auf die Zahl der Pflegebrufswilligen hat, dann wird das weniger mein persönliches Fortpflanzungsverhalten sein, sondern die miesen Bedingungen, unter denen diese Menschen arbeiten müssen.

L5i_xSa


Nicht zuletzt ist die Abneigung gegen Kinder, genau wie die Zuneigung für sie, nichts anderes ein Gefühl, das sich nur schwer durch "rationale" Argumente beeinflussen lässt. Oder willst du behaupten, du magst Kinder, weil sie später hoffentlich deine Windeln wechseln?

Deswegen habe ich ja weiter oben geschrieben, dass ich auf einem rationalen Standpunkt Kinder "mag" im Sinne von, ich stehe ihnen positiv gegenüber, weil sie eine wichtige Stütze des auf dem Generationenvertrag aufbauenden Sozialsystems sind. Und wie man in diesem rationalen Sinne Kinder nicht "mögen" kann, verstehe ich eben nicht. Erklär Du es mir, wenn Du Dir darauf einen Reim machen kannst.

Kinder im emotionalen Sinne nicht zu "mögen" ist das Privatvergnügen eines jeden EInzelnen.

E~he~malpiger NEut=zer (#6=9928)


Ich mag die Gegenwart von Kanalarbeitern auch nicht, ich finde es dreckig und übelriechend. Dennoch verlasse ich mich darauf, dass jemand die Kanäle für mich freiräumt. Bei Kindern ist es auch so. Nur, dass Kinder naturgemäß immer Kinder sind, während ein Kanalarbeiter irgendwann Feierabend ist.

aber auf der anderen Seite andere Menschen ablehnt, die durch Kindererziehung an einer anderen Stelle beitragen

Geht es jetzt plötzlich um Eltern, Lehrer, Kindergärtner und ähnliche Menschen? Ich dachte, es geht um Kinder?

EKhemaligerc Nutzer; (#x69928)


Kinder im emotionalen Sinne nicht zu "mögen" ist das Privatvergnügen eines jeden EInzelnen.

Ich war bisher der Meinung, dass es genau darum geht.

LRi_Sxa


Ich war bisher der Meinung, dass es genau darum geht.

Vielleicht geht es das. Nach meinem Empfinden wird dieses subjektive Gefühl in diesem Faden an verschiedenen Stellen mit einer generellen Ablehnung assoziiiert, die eine grundsätzliche Wertschätzung von Kindern und Eltern unmöglich macht. Und das finde ich eben befremdlich. Vielleicht habe ich ja auch das ganze Thema falsch verstanden.

aS.fi$sh


Geht es jetzt plötzlich um Eltern, Lehrer, Kindergärtner und ähnliche Menschen? Ich dachte, es geht um Kinder?

Dito.

Um vielleicht ein konkretes Beispiel zu bringen: direkt vor meinem Garten liegt ein Spielplatz. Ein sehr schöner, gepflegter Spielpaltz, der viele Kinder aus der Gegend anzieht.

Nervt mich das? Ja, natürlich. Ich träume von einer Erbsenpistole mit Zielfernrohr..

Würde ich wollen, dass der Spielplatz abgeschafft wird? Nein, natürlich nicht. Es gibt schon viel zu wenige und die meisten sind in schlechtem Zustand.

Persönliche Gefühle =/= sozialpolitische Meinung. Ich kann etwas scheiße finden und es dennoch für richtig halten – verwirrend, ich weiß, vor allem für mich selber. ;-D

L!i_Sxa


Geht es jetzt plötzlich um Eltern, Lehrer, Kindergärtner und ähnliche Menschen? Ich dachte, es geht um Kinder?

Stimmt, das war falsch ausgedrückt. Aber auch wenn man "Erzieher" durch "Kinder" ersetzt, ändert sich ja nichts daran, unser Sozialsystem ohne diese Säule nicht funktioniert.

ad.fixsh


Nach meinem Empfinden wird dieses subjektive Gefühl in diesem Faden an verschiedenen Stellen mit einer generellen Ablehnung assoziiiert, die eine grundsätzliche Wertschätzung von Kindern und Eltern unmöglich macht.

Da empfinden wir ähnlich. Du sprichst aber gerade mit mir und Lancis – und diese Haltung konnte ich bei keinem von uns beiden erkennen.

L3i_Sxa


Ich kann etwas scheiße finden und es dennoch für richtig halten

Ich finde es ja gut, wenn Du die Ebenen differenzierst. So wird das ganze für mich verständlich. Aber ich finde, viele hier tun das nicht. Und wenn ich das Gefühl habe, jemand würde am liebsten überhaupt keine Kinder auf der Welt dulden, nur weil sie nervig, laut, anstrengend sein können, verstehe ich das eben nicht.

M0olliHenchen


Ich habe mal einen Satz gehört oder gelesen, der ging ungefähr so: "Jedes Problem, das man mit jemandem anders hat, kommt eigentlich aus einem selbst." Leider weiß ich nicht mehr wo… und wer das gesagt hat... Und würde das auch nicht zwingend für alle Fälle unterschreiben. Aber für viele schon.

Also, wenn man ein Problem mit Babies und Kindern hat, dann liegt das nicht zwingend an den Babies und Kindern.

Ich kann auch nichts mit Kindern anfangen, aber das würde ich nicht dem Kind vorwerfen, sondern mir selbst, weil mir die Empathie, mich in die Seele eines Kindes einzufühlen, fehlt. Ja, ich weiß, ich war selbst mal ein Kind – allerdings kein psychisch normales, insofern kenne ich die Bedürfnisse eines einigermaßen normalen Kindes nicht. Ich habe als Kind nicht bekommen, was ein Kind bekommen sollte, also kann ich das auch nicht an ein Kind weitergeben. Ich bin da emotional gestört, wenn man so will. Auslöser ist aber nicht das Baby oder Kind, sondern etwas in mir.

(Ich habe übrigens den Faden bisher nur überflogen.)

Lgi|_xSa


Du sprichst aber gerade mit mir und Lancis – und diese Haltung konnte ich bei keinem von uns beiden erkennen.

Ok, dann ist ja alles klar *:)

aI.fixsh


Und wenn ich das Gefühl habe, jemand würde am liebsten überhaupt keine Kinder auf der Welt dulden, nur weil sie nervig, laut, anstrengend sein können, verstehe ich das eben nicht.

Ich verstehe das schon – weil einige Menschen kurzsichtig sind und wenig differenziert denken. Und andere unterstützen den Gedanken des Sozialstaats ganz bewusst einfach nicht. Beide Ansichten kann ich nicht unterstützen, aber darf ja jeder denken was er will. ;-)

Wenn ich übrigens über diese Spielplatz-Sache nachdenke, würde ich mich sogar sehr gerne für mehr Spielplätze einsetzen. Viiiel mehr.. und alle weit weg von hier. ;-D Soll nochmal einer sagen, es gäbe da keine Lösung, die alle glücklich macht.

EWheDmaliger NuCtzer (#6e99x28)


Ich kann auch nichts mit Kindern anfangen, aber das würde ich nicht dem Kind vorwerfen, sondern mir selbst, weil mir die Empathie, mich in die Seele eines Kindes einzufühlen, fehlt.

Da Mollienchen es gerade aufwirft: Ich werfe auch mir selbst meine intensive Abneigung gegen die Gegenwart von Kindern nicht vor, damit sehe ich einfach kein Problem. Ab und zu komme ich dadurch in unangenehme Situationen, wenn mir ein Kind zu nahe kommt, aber das war es auch schon. Weder leide ich persönlich darunter, noch schädige ich damit Kinder in irgendeiner Weise. Nun ja, es sei denn, es verpasst ihnen ein lebenslanges Trauma, wenn man ihnen nicht zulächelt, aber dafür übernehme ich nun wirklich nicht mehr die Verantwortung.

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