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Reaktion mit Kontaktabbruch.....

S1araQh_20x09 hat die Diskussion gestartet


Guten Abend,

wenn man in Zeiten tiefer Ohnmacht, Wut, Verzweiflung......man, nicht zum ersten Mal, den Weg des kompletten Kontaktabbruchs wählt......der in diesem Moment das einzig Richtige zu sein schein......der aber Jahre später die Frage aufwirft, ob es DAS wert war......Bspw. auch eine über 20-jährige Freundschaft zu "opfern".....Wenn das "zu oft" passiert und man sich selbst viel zuviel nimmt.....sei es um den Preis eigener Ideale, zu hoher Ansprüche....Was sind die Gründe dafür? Wie kommt man aus diesem Teufelskreis heraus ??? :°_

Antworten
fMritt c?hen


Hallo Sarah_2009,

das ist eine Frage, die mich auch momentan umtreibt? Hast Du ein konkretes Beispiel, das diese Frage bei Dir aufwirft?

f*iamsma


Wie kommt man aus diesem Teufelskreis heraus

1. Aus Fehlern lernen.

2. Offen für neue Freundschaften sein. Vielleicht hat man sich mit früheren Freunden ganz einfach auseinanderentwickelt, hat jeder eine andere Richtung eingeschlagen.

3. Wenn man doch aufgrund schwerwiegendem eigenen Fehlverhalten eine Freundschaft in den Sand gesetzt hat und dies im Nachhinein bereut, dann evtl. auf die betreffende Person zugehen, zu seinen Fehlern stehen und dann sehen, ob er/sie in der Lage ist, zu verzeihen und neu anzufangen. Dies aber nicht erzwingen wollen!

SOar<aZh_200x9


Hallo Frittchen,

gerade ist es ein Freund, der mich einige Male sehr enttäuscht hat. Und dann kam ein vermeintlich kleiner Tropfen dazu und ich konnte nur noch schimpfen, verbal Porzellan zerschlagen - und jetzt...ihn vor allem anschweigen. Wir können es nicht vermeiden, dass wir uns trotzdem regelmäßig sehen (gemeinsame Aufgabe)....aber ich bin ziemlich kalt zu ihm, was mich selber mitnimmt..aber ich KANN eben auch nicht anders.

Ich glaube, dass es daher kommt, dass ich mich in zwei schlimmen Lebensphasen von einigen Menschen sehr im Stich gelassen gefühlt habe. Jetzt reagiere ich oft so krass.......wahrscheinlich um mich vor weiteren Enttäuschungen zu schützen.....wenn ich Anzeichen davon sehe, dass ich mich nicht wirklich auf den anderen verlassen kann.

Beim anderen kommt das dann wahrscheinlich einfach nur launisch an....aber ich bin wirklich verzweifelt dabei. Steigere mich dann so rein.....und kann fast nur noch das Negative im anderen sehen.....Manchmal gibt es sich wieder......manchmal bleibt es dabei (zum Bsp. bei meiner früheren besten Freundin, mit der ich immerhin über 2 Jahrzehnte seit frühester Kindheit eng verbunden war).

Und bei Dir?

f?ritxtchen


Ich kenne die andere Seite der Geschichte. Eine ehemalige Freundin von mir, hat den völligen Kontaktabbruch eingeleitet und verhält sich auch so wie Du beschreibst. Deshalb finde ich es sehr interessant, zu hören wie es dem anderen dabei geht. Auf mich wirkt ihr Verhalten sehr unbeteiligt, fast schon desinteressiert und als ob sie mit dem Kontaktabbruch ganz zufrieden scheint. Man würde nie dahinter vermuten, dass sie darunter leidet. Aber vielleicht ist es bei ihr auch anders als bei Dir... ":/

Zumindest denke ich, dass eine Lösung sein kann, das Gespräch zu suchen auch mit der "Gefahr" Verletzungen oder Enttäuschungen in Kauf zu nehmen.

Ich bin genauso, dass ich nach außen hin kühl und unbeteiligt tue, auch aus Selbstschutz, aber innerlich sieht es halt ganz anders aus. Und weil man nach aussen hin nicht zeigt, was wirklich in einem vorgeht, kann der andere nur davon ausgehen, dass man in Ruhe gelassen werden will. Deshabl wir Dein Freund wohl auch Deinen Kontaktabbruch respektieren. Aber wenn Du ihm zeigst, dass es Dir doch etwas bedeutet und Du auf Grund von Ängsten Verletzt zu werden so handelst, wird er wahrscheinlich auch einen Schritt auf Dich zu gehen können... Ein Versuch wäre es doch wert oder?

f~iamxma


@ frittchen

Gemäß Deinem zugehörigen Faden im Beziehungsforum ist Dein Fall, finde ich, nicht mit dem von Sarah zu vergleichen – es handelte sich ja nicht um eine "normale" Freundschaft, sondern darum, dass Du romantische Gefühle für eine heterosexuelle Frau entwickelt hast, und dieser das unangenehm war.

@ Sarah

Nach komplettem Kontaktabbruch klingt das bei Dir doch gar nicht. Vielleicht setzt Du Dich mit dem Freund mal zusammen und erklärst ihm Dein Verhalten in ähnlicher Weise, wie Du es uns gegenüber im Forum machst. Mit Ehrlichkeit macht man sich zwar vermeintlich verletzbar, kann aber andererseits menschlich auch viel gewinnen. @:)

f#ritt!chexn


@ fiamma

Gemäß Deinem zugehörigen Faden im Beziehungsforum ist Dein Fall, finde ich, nicht mit dem von Sarah zu vergleichen – es handelte sich ja nicht um eine "normale" Freundschaft, sondern darum, dass Du romantische Gefühle für eine heterosexuelle Frau entwickelt hast, und dieser das unangenehm war.

Wieso, nur weil das Motiv der Frau für einen Kontaktabbruch ein anderer ist?

fZiammxa


Wieso, nur weil das Motiv der Frau für einen Kontaktabbruch ein anderer ist?

Ja, weil eine einseitige Verliebtheit eine dauerhafte und stabile Freundschaft in der Regel erschwert bis unmöglich macht. Du hast dazu in Deinem Faden von vielen Teilnehmern sehr gute Denkanstöße bekommen.

firitt]ch8en


Es geht hier soweit ich das richtig verstehe eigentlich darum, warum jemand -ungeachtet der Gründe- einen völligen Kontaktabbruch vollzieht und wie sich dieser jemand dabei fühlt... und so unpassend ist das Beispiel von mir nicht. Wäre Sarah in ihren Freund verliebt und würde den Kontakt aus diesen Gründen abbrechen, könnte sie trotzdem diese Frage stellen... ":/

f1i:amm:a


@ frittchen

Ich habe Sarahs Fall so aufgefasst, dass sie selbst es war, die den Kontaktabbruch vollzogen hat – und dass sie sich überlegt, wie sie damit umgeht, wie sie in Zukunft so voreiliges Zerschlagen von Porzellan vermeidet, wie sie schlechte Erfahrungen aus der Vergangenheit möglichst nicht auf Freunde aus der Gegenwart überträgt usw.

Bei Dir hingegen handelt es sich doch – abgesehen von dieser heiklen Verliebtheitsgeschichte – darum, dass die andere Person den Kontakt abgebrochen hat und Du Dich damit absolut nicht abfinden kannst.

Wäre Sarah in ihren Freund verliebt und würde den Kontakt aus diesen Gründen abbrechen

Der Kontakt ist in Deinem Fall von der nicht verliebten Person abgebrochen worden, aus für mich völlig verständlichen Gründen. Und selbst wenn die Gründe nicht nachvollziehbar wären: Du kannst die Person nicht dazu zwingen, mit Dir Kontakt zu haben, und musst ihre Entscheidung respektieren. Es ist doch müßig, diese längst geklärte Situation immer und immer wieder durchzukauen; es geht Dir besser, wenn Du in der Gegenwart ankommst und tendenziell wieder nach Vorne schaust. @:)

f>rittcxhen


Dazu

Ich habe Sarahs Fall so aufgefasst, dass sie selbst es war, die den Kontaktabbruch vollzogen hat

möchte ich mich selbst noch mal zitieren:

Ich kenne die andere Seite der Geschichte. Eine ehemalige Freundin von mir, hat den völligen Kontaktabbruch eingeleitet und verhält sich auch so wie Du beschreibst.

....habe also nicht behauptet, dass ich den Kontakt abgebrochen hätte, sondern die andere Frau...

Genau so wie Du hatte ich Sarah nämlich auch verstanden und es ging mir eigentlich auch nicht darum meinen Thread hier fortzuführen. Sondern ich kenne einfach Situationen, in denen ich mich das gleiche wie Sarah frage, oder in welchen ich versuche zu verstehen, warum mein Gegenüber den Kontakt abbricht, vorallem wenn mir die Person etwas bedeutet und das muss noch nicht mal Liebe sein... sondern Freundschaft...

Und selbst wenn die Gründe nicht nachvollziehbar wären: Du kannst die Person nicht dazu zwingen, mit Dir Kontakt zu haben, und musst ihre Entscheidung respektieren. Es ist doch müßig, diese längst geklärte Situation immer und immer wieder durchzukauen; es geht Dir besser, wenn Du in der Gegenwart ankommst und tendenziell wieder nach Vorne schaust.

Darum gehts mir hier doch gar nicht, dafür ist wie bereits erwähnt, der andere Faden von mir zuständig. :)z

Ungeachtet des Themas: Müssig ist sovieles im Leben, aber man lässt sich trotzdem immer wieder drauf ein... ;-)

S8arahu_2i009


Nach komplettem Kontaktabbruch klingt das bei Dir doch gar nicht. Vielleicht setzt Du Dich mit dem Freund mal zusammen und erklärst ihm Dein Verhalten in ähnlicher Weise, wie Du es uns gegenüber im Forum machst. Mit Ehrlichkeit macht man sich zwar vermeintlich verletzbar, kann aber andererseits menschlich auch viel gewinnen. @:)

Danke für Deine Hilfe @ fiamma.

Das mit dem "Darüber-Sprechen" ist natürlich absolut naheliegend - gerade weil wir uns ja auch weiterhin begegnen "müssen". Auf der anderen Seite haben wir über ähnliche Streitigkeiten schon sehr oft gesprochen...und es war nur eine Frage der Zeit, bis wir wieder an einem ähnlichen Punkt waren.

Und ich habe eben auch Angst, dass wir ansonsten irgendwann jeden Respekt voreinander verlieren.....und es absolut im Bösen auseinander geht. So sind wir im Moment eben höflich-distanziert zueinander - was zwar auch weh tut, wenn man sich mal wirklich nahe war....aber ich habe eben Angst, dass es ansonsten irgendwann noch schlimmer kommt :-( .

S;ar3ah_=200x9


wie sie schlechte Erfahrungen aus der Vergangenheit möglichst nicht auf Freunde aus der Gegenwart überträgt

Ja, ich denke eigentlich ist DAS mein Kernproblem....

M7onieka}65


Andererseits lernt man auch aus schlechten Erfahrungen. So wie du diesen Kontaktabbruch begründest, finde ich ihn schon gerechtfertigt. Ich denke, man muss einfach auch damit leben können, dass sich Beziehungen so entwickeln können. :-/

f#iammxa


@ Sarah

Wenn Du befürchtest, dass Gespräche immer nach dem gleichen Schema ablaufen bzw. Dir ungut entgleiten, dann erkläre Deine Gefühle doch in einem lieben Brief, vielleicht ganz ähnlich wie hier. @:)

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