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Angst vorm ersten Tag

SFhimxone


Ich hätte aus eigener Erfahrung auch am ehesten zu Sport zum abschalten geraten – Radfahren, Laufen. Zum Abreagieren vielleicht Kampfsporttraining etc. ;-)

Etwas weniger anstrengendes wäre z.B. sich mal eine Massage zu gönnen, langes heißes Bad mit MP3-Player im Ohr, ein gutes Buch lesen...musst du eigentlich halt selbst wissen, wobei du am besten entspannen und abschalten kannst.

Was das Problem an sich betrifft ist es wohl offensichtlich nicht allzu selten. Ich kann dir da nur empfehlen dir im Krankenhaus eine Bezugsperson zu suchen mit der du auch vor Ort mal reden kannst. Am besten jemanden der zumindest jemanden der den selben Job macht und idealerweise auch auf der selben Station tätig ist, aber ansonsten tut's auch jeder zu dem halt Vertrauen hast.

Ich habe als ich 2 Wochen in der Klinik meine Doktorandenstelle hatte ebenfalls so einen ähnlichen Fall 'übertragen' bekommen. Sprich die MTA (war allerdings MTLA und nicht MTRA) völlig aufgelöst bei uns im Männerklo gefunden...

Ich konnte ihr Fachlich nichts helfen, da ich nichts mit Pflege und auch generell kaum mit Patienten zu tun habe und die Schichten anfangs eigentlich auch unterschiedlich waren, aber vor Ort jemanden zum reden zu haben dürfte wahrscheinlich helfen. Zur Not – falls du dort niemanden hast oder findest – ruf deinen Freund an und rede mit ihm.

Noch ein letzter Tip der ebenfalls wieder reden beinhaltet versuche auf deine Kollegen zu zu gehen und sie nicht als "die anderen" zu sehen (kommt hier etwas so rüber, als ob du ihnen gegenüber sehr distanziert bist). Du musst ja nicht alle mögen, aber wenn du mit ihnen redest werden fast alle für Probleme Verständnis haben und dir auch bestmöglich helfen – vor allem wenn es sich eher um ein fachfremdes Pflichtpraktikum handelt.

Womit hast du denn genau Probleme. Nur mit körperlicher Pflege, oder mit mehr oder weniger allen Aufgaben ? Vielleicht besteht ja auch die Möglichkeit dich so einzuteilen, dass du mit den für dich eher schwierigen Dingen möglichst wenig zu tun hast....

l)ov%eablxe<3


@ Shimone

Hauptsächlich mit den Patienten die eine Vollpflege brauchen. Ich komme damit psychisch nicht klar. Das wissen jetzt auch die meisten. Doch nen paar waren letzte Woche nicht da. Den müsste ich es ja wieder sagen. Ich weiß nicht wie des dann so weiter geht. Sind ja jetzt noch 4 Wochen. Die meisten wissen ja, wenn ich mich dazu bereit fühle, geh ich einfach mit. Doch eben die die es nicht wissen, den muss ich es erst wieder erklären. Dann müssen sie dafür Verständnis haben und und und. Verstehste da mein Problem, dass ichd a bissl viel drüber nachdenke?

S7himonxe


Natürlich verstehe ich das, aber versuch es halt irgendwie nicht als so großes Problem anzusehen mit den anderen über die Probleme zu reden. Wie schon gesagt haben da wirklich fast alle Verständnis für und vieleicht gibt es ja auch irgendwie die Möglichkeit, dass du dich halt eher um Patienten kümmerst, die dann halt keine Vollpflege benötigen.

Wenn ein Großteil deines Problems ist dich diesbeüglich mit deinen Kollegen auseinander zu setzen denke ich, dass es mit der Zeit einfacher werden dürfte, wenn sich für dich (und deine Kollegen) alles etwas enespielt hat. Das Praktikum aufzuteilen halte ich dann unter diesen Umständen übrigens für keine gute Idee, weil du dann mit neuen Kollegen wieder bei 0 anfängst und die ganze Sache in voller Härte wieder von vorne losgeht.

Gib deinen Kollegen – auch denen die du noch nicht kennst – eine Chance. Ih denke mal, dass es einigen von ihnen beim ersten mal ähnlich erging ;-)

Alles Gute für den heutigen Tag :)*

lSoveanblex<3


So ich habe mir mal ein Zettel zusammengestellt.

Den Zettel habe ich in zwei Spalten aufgeteilt. Den Zettel vervollständige ich noch, wenn ihr noch was wisst oder wenn mir noch was einfällt.

In der ersten Spalte steht: "Gedanken". Da habe ich Dinge reingeschrieben, die ich in der Situation im Krankenhaus denken kann, wenn es mir mal nicht gut geht.

- positiv über mich denken

- positiv über die Arbeit denken (nicht immer nur das schlimme sehen)

- "Ich schaffe das."

- "Heute Abend mache/freue ich .../mich auf..."

- Wenn ich gar nicht mehr klar komme, kann ich mit der Stationsschwester oder mit meiner Lehrerin reden.

- Jeder fängt mal klein an.

- An schöne Zeiten denken.

- An den Tag in Köln mit meinen Schatz denken und was wir dort alles machen können. (Denn nach dem Praktikum fahre ich mit meinen Schatz ein Tag nach Köln. Dies krieg ich sozusagen als Belohnung, weil ich das Praktikum geschafft habe.)

- "Ich mag mich. Deshalb tue ich mir was gutes, wenn ich nicht an die Arbeit denke!" (Das ist ein Gedanke für nach der Arbeit)

Die zweite Spalte heißt: "Strategien". Alles was ich machen kann, damit ich daheim und am Wochenende nicht über die Arbeit nachdenke.

- Auf dem Heimweg nochmal über den Tag nachdenken. Was gut war, was schlecht war. Wenn ich die Haustüre betrete, sollte ich von der Arbeit her, gedankenfrei sein.

- Kein Druck machen

- Wenn ich nicht abschalten kann, Stichpunkte aufschreiben, die mir das "erlauben".

- mit jemanden darüber reden evtl. diskutieren

- jeden Tag ins Forum schreiben (am Besten gleich nach der Arbeit. Ich weiß, wiederspricht sich mit Punkt 1)

- mich nicht selbst überfordern

- es erwartet keiner was von mir

- Hilfe holen, wenn ich mich einer Aufgabe nicht gewachsen fühle

- am Abend etwas gönnen

Wie findet ihr den Zettel? Gut oder schlecht? Ich hoffe, er hilft mir weiter. Ich werde euch berichten :-)

lBov]eyabele<3


@ Shimone

Also meinst du, diese Kollegen werden es genauso verstehen wie die anderen? Meinste auch ein Pfleger? (also männlich)? Ich finde es halt doof, wenn ich dann mit rein geh zur pflegenden Person und dann erst die Möglichkeit habe zu sagen, dass ich das nicht kann. Ist es eigentlich schlimm, dass ich das nicht kann?

S*hi'moBne


Ich denke nicht, dass die männlichen Pflegekräfte bei uns in solcher Hinsicht großartig von den weiblichen unterschieden hätten.

Einen Punkt möchte ich dennoch aufgreifen:

es erwartet keiner was von mir

Ist deinerseits wahrscheinlich auch nicht so gemeint, aber so pauschal stimmt das nicht. Es wird durchaus erwartet werden, dass du alle Tätigkeiten übernimmst mit denen du keine Probleme hast. Und zumindest zu versuchen sich zu einigen Dingen durch zu ringen die für dich vielleicht weniger schön, aber nicht komplett schlimm sind wäre auch nicht so schlecht, denn das ist dann auch der unterschied zwischen denen die sich (unabhängig davon ob sie nun echte Probleme haben oder nicht) sich die Zeit einfach machen wollen und denen die etwas Einsatz zeigen und nachher vielleicht auch etwas positives für sich mitnehmen können. Dürfte wahrscheinlich auch von deinen Kollegen dementsprechend zur Kenntnis genommen und honoriert werden.

Ich finde es halt doof, wenn ich dann mit rein geh zur pflegenden Person und dann erst die Möglichkeit habe zu sagen, dass ich das nicht kann. Ist es eigentlich schlimm, dass ich das nicht kann?

Dazu habe ich gerade ja eigentlich schon etwas geschrieben. Es ist nicht schlimm Dinge nicht zu können, aber es gibt durchaus einen Unterschied wie man damit umgeht.

Es ist z.B. bestimmt nicht jedermanns Sache andere zu selbst waschen (meine wäre es wahrscheinlich auch nicht), Pampers zu wechseln etc., aber gibt ja auch noch die Möglichkeit anderen dabei lediglich zu assistieren und ihnen z.B. Dinge anzureichen, sofern das für dich einfacher sein sollte, oder halt generell andere Aufgaben zu übernehmen wo man nicht o intensiven Kontakt mit Patienten hat. Kann da momentan schlecht einschätzen wo du genau Probleme hast und was noch ok sein könnte...

Fazit: Wenn man sieht, dass du dich bemühst, wird sich definitiv niemand das Maul über ich zerreißen ;-)

An den Tag in Köln mit meinen Schatz denken und was wir dort alles machen können. (Denn nach dem Praktikum fahre ich mit meinen Schatz ein Tag nach Köln. Dies krieg ich sozusagen als Belohnung, weil ich das Praktikum geschafft habe.)

Kann ich als Kölner nur empfehlen :)^ , auch wenn die City (bis auf die Altstadt natürlich) zugegebenermaßen nicht die aller hübscheste ist... ;-)

l~ovPeablFex<3


@ Shimone

Alles klar. Ich freu mich da schon so drauf! =)

Ich hoffe einfach, dass es schneller rum geht, als ich denke.

Heute war ein komischer Tag. Konnte mir kaum was merken und Blutdruckmessen hat heute auch nicht so geklappt. Rechnen auch nicht. Schlimm wen man mal ein schlechten Tag hat? Hatte das Gefühl, sie waren genervt von mir. Aber wenn auch, was will ich tun? Ich bin nur Praktikant.

SShimoFne


Schlimm wen man mal ein schlechten Tag hat? Hatte das Gefühl, sie waren genervt von mir.

Najoa, jeder hat al einen schlechten Tag, aber wenn jemand einige Dinge nicht machen will (kann) und sich beim Rest schusselig anstellt ist es verständlich, wenn deine Kollegen genervt sind. Da ist es an dir sie eines besseren zu belehren ;-)

Aber wenn auch, was will ich tun?

Dich bemühen ? Blutdruck messen – selbst, wenn du es noch auf klassische Art mit Stethoskop machen musst – ist ja nun nich so schwer und in anbetracht dessen, dass es nicht schmerzt werden dir die Patienten sicherlich auch 2 Versuche zu gestehen. Darüber hinaus ist das auch etwas, das man in Pausen mal gut an sich selbst ausprobieren könnte bis es klappt.

Und rechnen ? Ich weiß nicht was du rechnen musst, aber medizinisches Rechnen z.B. in der Pharmazie geht meist nicht über Dreisatz hinaus.

Alles Dinge die ich auch bei den Praktikanten und PTAs die ich bislang betreut habe vorraus setze. Diesbezüglich habe ich also durchaus etwas Verständnis mit deinen Kollegen ;-)

Ich bin nur Praktikant.

Gaaaaanz schlechte Aussage. Einerseits bist du schon in der Ausbildung, wodurch da schon zurecht etwas mehr erwartet werden könnte, als bei einem Praktikanten der in der 10. Klasse mal in einen Beruf rein schnuppern möchte und andererseits gibt es mehr als genug Praktikanten, die sich darüber beschweren, dass sie nur Kaffee kochen oder anspruchslose Arbeiten machen dürfen die jeder Idiot erledigen könnte. Wäre dir das lieber ?

lWovea~ble<3


@ Shimone

Trifft mich gerade sehr was du geschrieben hast. Und ja ich weiß das du Recht hast. Doch ich bin so froh, ewnn diese 5 Wochen um sind. Könnte gerade wieder nur weinen, weil ich keine Lust habe heut hin zu gehen. Ich weiß ich sollte fröhlich hin gehen, dann gehts auch schneller rum. Aber das alles ist ein Teufelskreis. Ich will nicht hin – Ich krieg des da nicht hin, was die von mir verlangen – kann nicht lächeln – meine Fähigkeiten lassen nach – die haben keine Lust mehr auf mich – Ich will nicht hin.

Fühle mich gerade so allein. Mein Schatz war seit gestern um 22.30 Uhr da und ich konnte nicht so richtig abschalten. Gerade konnte ich ihn gar nicht gehen lassen.

Ich weiß nicht, wie ich die ganzen Scheiß Gedanken weg krieg und einfach fröhlich hin gehen kann. Das ich mich nicht so anstell und nicht so drüber anchdenke. Dass ich mich nicht unter Druck stelle. Ich weiß nicht wie das geht.

b1uddlxeia


Du wirst ja auch als MTRA engen Kontakt zu Patienten haben. Hattest du bis jetzt denn nur theretischen Unterricht und ist dies dein erster Patientenkontakt?

lQove%ablex<3


@ Buddleia

Ja das ist er. Ich weiß ich muss mich rantasten =) gerade gehts auch mit dem Patientenkontakt.

Weiß auch gar nicht was so richtig mein Problem ist. Ich will eben gar nicht wissen, was meine Kollegen von mir denken, weil ich eben so drauf bin noch zur Zeit. Und dann eben die Spätschicht. Die regt mich auf. Da seh ich mein Schatz (den ich gerade sehr brauche in der Zeit) erst abends um halb zehn und dann auch net so lange. Ich weiß ist kein Grund. Ich müsste einfach mal lockerer werden – oder?

b.ud{dle[ia


Vielleicht musst du "einfach" mal erforschen, was dich da genau schreckt, wird für mich aus dem Faden bis jetzt nicht so deutlich.

Ekel vor Körperausscheidungen? Hilflosigkeit? Angst, etwas falsch zu machen/dem Patienten weh zu tun?

looveabUle<3


Ich fühle mich zur Zeit so alleine. Ich finde es dort so oberflächlich. Gut dann kann ich ja eben denken, ich habe ja auch ein Privatleben. Aber dort denke ich dann nur darüber nach, was ich ja nicht will. Ich glaube, wenn ich gut abschalten könnte, wäre es gar net so schlimm.

Ich habe nur Angst, den Patienten was falsches zu sagen. Aber da sagen sie ja schon immer, dass es wenn es mal passiert, nicht schlimm ist. Passiert jedem mal.

Ich habe auch Angst, andauernd nachzufragen, wenn ich eben mal nen Tag habe, wo ich alles vergesse.

S4h7imoxne


Hallo,

sorry, falls ich dir mit dem letzten Beitrag jetzt den Tag vermiest haben sollte – war nicht meine Absicht @:)

Aber insgesamt entspricht das was ich gesagt habe halt der gängigen Erwartungshaltung in allen Bereichen des Lebens. Wenn du deinen Freund bittest bestimmte Dinge zu erledigen die innerhalb seiner Fähigkeiten liegen erwartest du ja auch, dass er ein vernünftiges Ergebnis abliefert und z.B. nicht die Hälfte vom Einkauf vergisst.

Ansonsten finde ich buddleidas Überlegung auch mal gut zu überlegen womit du denn genau Probleme hast, denn abgesehen davon kann ja dort im Krankenhaus ja schließlich nicht alles einfach mies sein ;-)

Mit Kollegen (und Patienten !) kann man z.B. auch durchaus zwischen drin Spaß haben, den Großteil der Aufgaben muss man halt einfach erledigen – deshalb schimpft sich das ganze ja auch Arbeit, einige Aufgaben können sogar Spaß machen, um einige Dinge mit denen du Probleme hast wirst du dich drücken können (das jetzt bitte nicht negativ verstehen !) und durch einige unangenehme Dinge musst du halt durch.

Aber sich durch letztere die ganze Zeit vermiesen zu lassen ? ":/ Versuch doch einfach mal die positiven Dinge an dem Job zu sehen und wirf nicht direkt alles dort in einen Topf. Vielleicht wird die Arbeit dann dort insgesamt ja etwas angenehmer. ;-)

lpoveabMlex<3


Ja ich glaube ich weiß es auch so langsam. Ich glaube ich habe einfach nur Probleme, wenn ich daheim bin. In der Arbeit fällt mir nichts wirklich auf. Klar mache ich ab und an mal Fehler, aber eben auch Sachen die ich gut mache.

Wenn ich dann daheim bin, denke ich zu viel über die Arbeit am Tag nach. Da denke ich auch nach, wie könnte eine Situation kommen, mit der ich nicht zurecht komme.

Ich glaube daher gehts mir immer schlecht.

Das versuche ich jetzt auch mal. Aufzuschreiben, was ich gut mache und aufschreiben, was für Fehler ich gemacht habe. Da werden die guten Sachen mit Sicherheit überwiegen. Die Fehler nehme ich aber auch gerne, da man ja aus Fehlern lernt.

---> Jedenfalls will ich es jetzt mal mit so einem Gedanken versuchen.

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