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Paroxetin und Erbrechen

LdunaRVacxhon hat die Diskussion gestartet


Hallo,

habe vom Arzt Paroxetin (10mg) verschreiben bekommen. Da ich sehr dünn bin und Angst vor dem Erbrechen habe, soll ich mit Morgens 5mg anfangen.

Habe aber trotzdem Angst vor den Nebenwirkungen, vor allem vorm Brechen! Daher meine Frage an euch:

Musstet ihr brechen oder war euch "nur" übel?

Antworten
Zvwahckx44


Laut senego.de wurde in 259 Paroxetin-Erfahrungsberichten bei 14% Übelkeit angegeben. Ob das (oder gar Erbrechen) bei Dir auftritt, kann Dir keiner sagen, weil jeder Patient anders reagiert.

LtunaVa chxon


ich weiss, dass jeder anders reagiert und Übelkeit heisst nicht immer brechen. Und wie siehts bei absetzen aus? Gehört da Brechen immer mit dazu oder nur beim kalten Enzug?

ZrwaCcxk44


Ich hatte geglaubt, mein Beitrag könnte Dich animieren, selbst mal nachzulesen:

[[http://www.sanego.de/Medikamente/Paroxetin/Nebenwirkungen/]]

Also: Erbrechen 2%, Absetzerscheinungen 9%, Abhängigkeit 2%. ADs schleicht man aus, um Absetzerscheinungen möglichst zu vermeiden. Ich habe noch nie welche gehabt.

L+una[Vacho,n


Und ich darf sie so lange nehmen wie ich will? Und ein Arzt darf die auch nicht einfach absetzten ohne auszuschleichen?

ZTwac{k4x4


... so lange nehmen wie ich will?

Eine Daumenregel besagt, dass man das AD nach Verschwinden der letzten Krankheitssymptome noch 6-12 Monate nehmen soll, um Rückfälle möglichst zu vermeiden. Der Auslaßversuch kann erfolgreich sein oder eben schiefgehen (Rückfall). Je häufiger man erfolglos abzusetzen versucht hat, desto längere Intervalle werden bis zum nächsten Auslaßversuch empfohlen. Bei Medikamentenwechsel kann man sich das Aus- und Einschleichen in der Regel sparen. Ein Arzt darf alles, was er medizinisch für vertretbar hält.

L{unaV$achoxn


Ok, nur mal angenommen man nimmt die Dinger schon 4 Jahre und merkt, dass man nur damit klar kommt und ohne nie. Kann man sie dann auch theoretisch 10 oder 20 jahre nehmen oder geht das zu arg an die Leber?

Z%wacxk44


Ich nehme meine ADs durchgehend seit 10 Jahren. Leber: null Probleme.

LtunaVLaxchon


das heist wenn nur die dinger helfen "darf" man sie sich auch 10 jahre oder länger verschreiben lassen?

Z&wackJ44


Luna, es kommt ja immer darauf an, weshalb der Körper einem eine Depression beschert. Ist es ein traumatisches Erlebnis, können ADs über die schwerste Zeit hinweghelfen, aber man wird mit einer Psychotherapie doch gut beraten sein. Leute, die laufend unter Suizidgedanken leiden, willst Du die ADs doch sicher nicht wegnehmen - denn dann wären sie vielleicht verloren (trotz psychotherapeutischer Behandlung). Deine Frage kann ich mit einem Hinweis auf meine eigene Erlebnisse beantworten: Erste schwere Depression mit 39, 3 Monate stationäre Psychiatrie, Behandlung rein medikamentös, danach wieder arbeitsfähig, und irgendwann konnte ich meine ADs wegwerfen. Zweite schwere Depression mit 57, ambulante Behandlung, keine krankheitsbedingten Fehlzeiten bis zur Pensionierung. Da 3 Auslaßversuche fehlgeschlagen haben, werde ich ADs wohl bis zum Lebensende nehmen - eigentlich logisch, wenn man davon ausgeht, dass die Depression durch ein Ungleichgewicht der Neurotransmitter im Hirn verursacht wird.

LqunAaVachoxn


Stationär komtm für mich nicht in Frage, da ich nicht von zu Hause (meinem Mann und Kinder) getrennt sein will und ich generell eine Abneigung dagegen habe. Eine stationäre Behandlung wäre kontrakproduktiv, daher habe ich auch Angst, dass man mich irgendwann ärztlich dazu hindrängen wird, obwohl ich es nicht möchte. Ich möchte meine Ängste via Medikamente und ambulanter Therapie (1x wöchentlich) lösen. Anfangs auch erstmal nur mit Medis, damit ich überhaupt fit bin für die Thearpie.

L?unkaVapchoyn


solange man nicht suizid gefährdet ist (was ich nicht bin) können sie einen ja auch nicht zwingen, oder? Selbst bei einer Sucht nach den Tabletten.

ZVw ack@44


Richtig, um durch richterlichen Beschluß zwangsweise in die Psychiatrie eingewiesen zu werden, muß man eine Gefahr für sich oder andere darstellen.

H1o'moAn%imalxEst


Aufgrund der Indikation und des Medikaments fühle ich mich direkt angesprochen.

Habe aber trotzdem Angst vor den Nebenwirkungen, vor allem vorm Brechen! Daher meine Frage an euch:

Musstet ihr brechen oder war euch "nur" übel?

Laut Gebrauchsinformation beschränkt sich die Auswirkung auf den Gastrointestinaltrackt auf Übelkeit und Durchfall. Relativ harmlos im Vergleich zu anderen Medikamenten.

Über den ersten Reaktionen nach Beginn der Medikation kann ich dir keine Auskunft geben, ich war damals zu labil um zwischen psychischen und physischen Ursachen zu unterscheiden.

Nach Jahren der Einnahme habe ich jetzt bemerkt, dass die Einnahme in den ersten Stunden direkt auf das Verdauungssystem wirkt, glücklicherweise handelt es sich meist nur um leichte Blähungen. Interessanterweise fällt meine Reaktion bei anderen Medikamenten ähnlich aus.

a=gVne]s


Als "Nebenwirkungen" wird dokumentiert, was während der Einnahme passiert ist. Die Leute, die mit Paroxetin erbrochen haben, können auch einen Magen-Darm-Infekt gehabt haben oder seekrank gewesen sein.

Ich kenne mindestens 20 Leute auf SSRIs, von denen bricht keiner. Übel ist ihnen auch nicht.

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