» »

Eigenlob stinkt?

yxoqu`dontsxay hat die Diskussion gestartet


In Anlehnung an einen Faden im Beziehungsforum ([[http://www.med1.de/Forum/Beziehungen/589773/)]] möchte ich hier die These

Eigenlob stinkt!

zur Diskussion stellen.

KMoody @:) schrieb:

Und doch: Eigenlob stinkt, wenn man sich nicht um einen Job bewirbt.

Dieser Meinung bin ich nicht, denn Eigenlob gibt Selbstbestätigung und Motivation. :-) Jetzt werden Einige argumentieren "Ich kann mir meiner Leistung bewusst sein ohne das hervor heben zu müssen. Bescheidenheit ist eine Tugend." Etwas zu sagen, hat nicht den gleichen Effekt wie etwas "eigentlich" zu wissen. Deshalb schreiben zum Beispiel viele Personen ihre Gedanken nieder.

*:)

Antworten
KtMooldxy


Gerne noch mal.

Wenn du dich um einen Job bemühst, wirst du aufgrund der Konkurrenzsituation darauf bedacht sich, dich ins recht oder bessere Licht zu rücken. Die eigenen Stärken zu verkaufen – das gehört dazu.

Im zwischenmenschlichen Bereich finde ich Eigenlob befremdlich. Da muss ich nicht beeindrucken, sondern es zählt, was ich erzähle und wie ich mich verhalten. Da fehlt mir persönlich die Konkurrenzsituation, die es notwendig macht.

Erfahrungsgemäß haben Menschen, die sich ständig selbst beweihräuchern und auf die Schulterklopfen wenig Freunde.

S/innesstäter


Eigenlob gibt Selbstbestätigung und Motivation.

Zweifelsohne.

Aber das tut es auch, wenn man sich selbst lobt, ohne es anderen auf die Nase zu binden. Allzu aggressives Eigenlob vor Zuschauern wirkt schlicht lächerlich, überheblich, provoziert ablehnende Reaktionen – und das negative Feedback macht dir dann deine ganze schöne Selbstbestätigung wieder kaputt.

Meme, Va)loxis


Da fehlt mir persönlich die Konkurrenzsituation, die es notwendig macht.

:)z

mir fällt keine situation ein, warum ich mich bei meinen freunden selbst loben sollte. ":/ freunde kennen meine stärken & schwächen.

KRleixo


youdontsay

Dieser Meinung bin ich nicht, denn Eigenlob gibt Selbstbestätigung und Motivation. :-) Jetzt werden Einige argumentieren "Ich kann mir meiner Leistung bewusst sein ohne das hervor heben zu müssen.

Das klingt, als gäbe es nur Lob oder Nichterwähnung.

Was ist als Lob gemeint? Ist es das Herausheben?

Ich kann mir meiner Leistung bewusst sein und es auch kommunizieren, ohne mich zu loben. Es gibt Dinge, die ich kann und Dinge, die ich nicht kann. Wenn ich sie gar nicht erwähne oder darüber erzähle, dann kann mich doch niemand kennen lernen. Natürlich kann es sein, dass dies von anderen als Eigenlob verstanden wird. Das ist aber doch das Problem des Gegenübers.

K$le9io


Mme Valois

mir fällt keine situation ein, warum ich mich bei meinen freunden selbst loben sollte. freunde kennen meine stärken & schwächen.

Es gibt oft schwere Situationen oder Probleme, die jemand meistert oder einfach ein Ziel, dass sich jemand gesetzt hat und es erreicht. Wenn dies freudig mitteilt wird, wird es oft auch als Eigenlob verstanden.

g>atxo


Ich finde das zu pauschal. Es kommt immer auf die Umständen, sowie Formulierung und Ton an. Auch im Bewerbungsgespräch kann man u.U. mit Eigenlob übers Ziel hinausschießen. Und eben auch in jedem anderen zwischenmenschlichen Bereich.

MwmSeW Valxois


Wenn dies freudig mitteilt wird, wird es oft auch als Eigenlob verstanden.

ok, wenn man die grenzen sehr eng steckt, dann gibt es wohl einige situationen :-)

es kommt mir da auf den ton & die erzählweise an.. wenn jemand einfach so seine eigenen stärken anpreist & sich selbst feiert, dann finde ich das deplatziert.

Duumoaxl


youdontsay

Die Frage ist, was wann und wie gesagt/geschrieben wird – Kontextabhängig.

i~xcxuhxdxxoxcxh


@ youdontsay

zum Startbeitrag des Fadens

es gibt wenige Möglichkeiten, wo man Eigenlob einsetzen kann und sollte, aber die Jobsuche ist gewiss eine der seltenen Möglichkeiten. ich sage das aus Erfahrund, denn seit ich jede neu erworbene Fähigkeit, Kurs etc. in meine bewerbungsunterlagen ale Extrapunkt- unter "siehe details"- eintrage, ist die Erfolgsquote allein zu bewerbungsgesprächen eingeladen zu werden enorm gestiegen und die Joberfolgsquote zum festen job immer sehr kurz geblieben!

Deshalb- auch mal eigene gedanken aufschreiben, was man mal so gemacht hat....

Was ich allerdings nicht akzeptieren kann ist die praxis einiger meiner entfernteren "freunde", die sich den deutschen Butteradler gegenseitig selbst zugeschanzt haben, indem sie sich in mehrmonatigen abständen selbst dafür, mit gegenseitig ausgestelltem Lob, überhäuften und dann diesen auch bekommen haben. Das ist zwar gesetzlich einwandfreie legale Praxis, aber fragwürdig. Erfolg haben sie dafür dann auch kassiert und davon auch nicht schlecht gelebt, das würde ich so wie mit Guttenberg bewerten....

G2ol!digeB-E3de


Will auch was dazu sagen :)z

Dienstag erst beim Nordic Walking

Jeder einzelne musste an den Rest der Nordic Walking Gruppe vorbei gehen und auf sich achten, was er gut kann und wo es hängt. Die anderen Teilnehmer mussten auch schauen und erkennen, was der eine gut machte und was nicht. Dann fragte die Trainerin...und...wie fandest Du Dich?

Jeder von uns Teilnehmer sprach erst über seine Schwächen und Fehler, aber keiner traute sich zu sagen....das habe ich jetzt gut gemacht oder ich fand meine Schrittlänge gut .

Wir Menschen neigen dazu immer erst das Schlechte in uns zu sehen.

Wieso, weil man es nicht tut schickt sich einfach nicht, man lobt sich nicht.

Laut über sich selber Prahlen finde ich auch peinlich, aber was ist dabei, wenn man sagt...

-Man, heute war ich richtig gut, jeder Schritt und jede Übung klappte, ich bin stolz auf mich

oder...mhhh lecker, die Soße ist mir richtig gut gelungen.

Klar gibt es Menschen, wenn sie Dir alles neiden, die dann genau etwas zu meckern haben, aber ehrlich...wieso soll man immer nur an anderen Menschen etwas loben, warum nicht auch sich selber?

Ich habe eine ganz liebe Kollegin, die bringt ihr Lob total süß rüber...sie sagte heute noch...guck mal meine neue Hose, die sitz doch richtig gut, ich fühle mich in ihr total schön und dazu meine neuen Schuhe. Ich finde, es steht mir gut.

Sie strahlte über das ganze Gesicht und ich fühlte, wie glücklich sie war. Ich habe mich richtig mitgefreut und fand auch, sie sah klasse aus.

:)^ :)z

sych#neDck9e19x85


Eigenlob... mal ein paar spontane Gedanken:

Ich vermute, dass Eigenlob beim Gegenüber deshalb nicht besonders willkommen ist, weil es irgendwie den Eindruck vermittelt, dass man der anderen Person die Eigenwahrnehmung von sich selbst aufdrücken und ihm eine eigene Beurteilung verwehren will. Wem etwas an mir liegt, dem möchte ich die Möglichkeit geben, sich über mich und meine Person eine eigene Ansicht zu bilden. Wenn ich von mir aber sage: "Ich bin so schön, ich bin so intelligent", dann vermittelt dies den Eindruck, dass man das Gegenüber für zu minderbemittelt hält, um diese Eigenschaften von sich aus wahrzunehmen. Eigenlob vermittelt auch deswegen ein diffuses Unwohlsein, weil man sich automatisch fragt, welche Leichen eine Person wohl im Keller hat, wenn sie ihre Vorzüge so stark betont (in anderen Worten: "Was will das Gegenüber an schlechten Eigenschaften kompensieren, indem es mir seine überaus positive Selbstwahrnehmung aufoktroyiert?").

Mzollie=nchxen


Mir ist Eigenlob meist suspekt… Zumal ich es oft von Leuten erlebt habe, bei denen ich die an sich selbst gelobten Eigenschaften gar nicht erkennen konnte (statt dessen das Gegenteil) und mich fragte, wie sie zu dieser Ansicht gelangt sind.

Natürlich ist das nicht bei allen so, aber man erkennt schon, wer ein realistisches Selbstbild hat und wer sich und anderen was einreden möchte.

I sabeell


gato + Dumal

Ich finde das zu pauschal. Es kommt immer auf die Umständen, sowie Formulierung und Ton an.

Die Frage ist, was wann und wie gesagt/geschrieben wird – Kontextabhängig.

Sehe ich genauso.

Das Beispiel von Goldige Ente:

....sie sagte heute noch...guck mal meine neue Hose, die sitz doch richtig gut, ich fühle mich in ihr total schön und dazu meine neuen Schuhe. Ich finde, es steht mir gut. ....(...)...

Sehe ich z.B. nicht als Eigenlob in einer negativen Variante. Sie freut sich darüber, möchte diese Freude teilen und tut dies auf sehr sympathische Weise.

Würde sie das allerdings sagen um ihre Person an sich damit hervorzuheben, sich einen Vorteil dadurch zu ergattern sieht das Ganze schon wieder anders aus.

GSolldihgbe-Ede


ich bin Goldige-Ede ;-D ;-) lach

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH