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Selbsthass überwinden

I8nkyogn<itx_o hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich habe einige Probleme, die ich mit mir rumschleppe und ich hoffe ihr könnt mir helfen. Alleine komme ich da nicht mehr raus.

Habe vor kurzem mein Abitur erhalten und habe gerade ziemlich viel Freizeit. Aber ich hab das Gefühl, dass mir das nicht gut tut. Ich verbringe den Tag oft nur damit dass ich daheimsitze und nachdenke. Fühl mich Tag für Tag schlechter. Ich hatte in den letzten Jahren etliche Probleme, die mich sehr belastet haben. Zum einem haben mich mehrere Krebserkrankungen in der Familie ziemlich bedrückt. Meine Schwester ist seit einer Operation schwer behindert.

Außerdem ist da meine Homosexualität, die ich einfach nicht akzeptieren kann, egal wie sehr ich mich bemühe. Ich bin teilweise geoutet und es scheint wirklich keiner ein Problem damit zu haben – bis auf mir selber. Vielleicht liegt das an der Erziehung meiner Mutter, welche selbst sehr christlich erzogen worden war und daher ziemlich konservativ ist. Wobei auch sie davon weiß und es akzeptiert hat. Ich bin ziemlich enttäuscht von der "schwulen Welt", deren Oberflächlichkeit und übertriebenen Emanzipationsgehabe. Ich will mich wirklich nicht als Teil davon sehen. Wahrscheinlich bin nur ich es, der in Klischees denkt; habe zugegeben noch nicht sonderlich viele Schwule kennengelernt. Ich habe Angst davor, als verweichlichter Mann zu gelten und ich empfinde deswegen vermutlich auch eine Abneigung gegenüber eher weiblich auftretenden Homosexuellen.

Ich war schon immer eher ein Außenseiter und wurde in den ersten Jahren auf dem Gymnasium desöfteren gehänselt. Eben das, die Tatsache, dass ich schwul bin und noch ein paar anderen Faktoren haben wohl dazu geführt, dass ich heute kein Selbstvertrauen besitze und mich selbst nicht leiden kann. Es fällt mir schwer irgendwelche Kontakte zu knüpfen, ich kann mich oft nicht mit Fremden normal unterhalten; wenn ich allein unterwegs bin, verkrampfe ich oft auch so sehr, dass ich nicht einmal mehr normal und natürlich gehen kann.

Ich glaube, ich war letzte Woche am Rande einer Depression. Bin mehrere Tage nur in meinem Bett rumgelegen und war nicht im Stande irgendetwas zu tun. Das geht jetzt schon ein paar Jahre so. Selbstmordgedanken waren da, sind aber nie konkret geworden. Natürlich habe ich auch gute Phasen, momentan gehts mir wieder wesentlich besser. Aber ich habe das Gefühl, es ist nur eine Frage der Zeit bis das nächste Tief kommt.

Antworten
H{oney_B3unnyx91


hast du keine freunde die dir ein bisschen "in den hintern treten" könnten und dich mit rausschleifen? ins freibad, kino etc?

wenn ein mensch den ganzen tag nur alleine im zimmer sitzt kann er sich ja nur schlecht fühlen...

und: nur weil du homosexuell bist, bist du doch kein schechter oder weniger liebenswerter mensch!

mein bester freund ist auch schwul.

anfangs fiel es ihm ziemlich schwer, weil er angst hatte wir würden uns alle von ihm fernhalten, weil wir soetwas unnormal finden.

dem ist aber ganz und gar nicht so.

jeder hat das recht so zu sein und den zu lieben, den er möchte :)* @:)

vielleicht kannst du ja auch mal mit einem psychologen über deine suizitgedanken reden :)*

ich wünsche dir auf jedenfall alle gute und hoffe fass es dir bald besser geht @:)

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