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Emotionaler Missbrauch, emotionale Grausamkeit in der Kindheit

wSeiwhrdauchxen hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich habe zur Zeit große Probleme und meine Vergangenheit kommt mir ständig in den Sinn.

Ich weis nicht mehr was ich machen soll. Mein Mann sagt mir ständig ich soll meinen Eltern verzeihen aber ich kann es einfach nicht.

Ich bin grad so belastet, dass ich meine Geschichte aufgeschrieben habe, weil ich so unter druck stand.

Ich würde so gerne von euch hören was ihr dazu meint. Ich habe im thema emotionaler missbrauch so viele beiträge gelesen wo ich so viel wieder erkannte. vielleicht ist jetzt auch jemand unter euch der mir etwas sagen kann was mir weiter hilft.

sorry, aber das schriftstück ist sehr lang

Antworten
wpeih[raucxhen


Meine Mutter hatte 3 Geschwister. Sie war die Jüngste. Geboren 1939

Ihre Mutter starb als sie 3 war unter mysteriösen und ungeklärten Umständen.

Mein Vater wurde 1937 geboren. Er hatte einen größeren Bruder der mit ca. 4 Jahren verstorben ist. Die Ehe meiner Großeltern väterlicherseits zerbrach. Die Mutter meines Vaters ließ sich scheiden. Ihr Mann war wohl ein starker Trinker. Er hatte dann später wieder geheiratet. Mein Vater bekam dann sozusagen eine Halbschwester. Ich glaube sein Vater hat nicht nach ihm geschaut oder sich um ihn gekümmert. Er wuchs mit seiner Mutter und Großmutter auf einem Bauernhof auf. Die Familie war anscheinend relativ arm.

Mein Vater und meine Mutter kannten sich schon seit Kindheit. Der Bruder meiner Mutter und mein Vater waren befreundet. Meine Mutter hatte aus erster Ehe einen 18 jährigen Sohn als ihr Mann fremd ging und sie unreflektiert Hals über Kopf die Flucht ergriff. Zurück in ihrem Heimatdorf ließ sie sich von meinem Vater (einem stadtbekannten Außenseiter und Eigenbrötler schwängern). Super, dann meinte sie auch noch bei ihm bleiben zu müssen und heiratete ihn auch noch. Selbst als er später immer mehr gesoffen hatte blieb sie bei ihm und ließ sich und ihr Kind verdreschen und sich vergewaltigen und missbrauchen. Was für eine blöde Kuh kann ich da nur sagen.

Meine Eltern heirateten als ich ca. ein halbes Jahr alt war im Jahre 1982. Meine Mutter wurde ungewollt schwanger. Erst im 6. Monat bemerkte sie dass sie schwanger ist. Sie sagte mir später sie hätte gedacht sie werde nicht mehr schwanger und sie hätte meinen Vater nie geheiratet, wenn sie kein Kind bekommen hätte. Für mich eine Unvorstellbarkeit. Ich habe in Wikipedia gelesen, dass ungewollte Kinder doppelt so oft an Schizophrenie erkranken als erwünschte. Ich war nicht erwünscht. Darunter leide ich noch heute.

Ungewolltsein des Kindes

Schizophrenie trat bei Kindern von Müttern, die ihr Kind in der späten Schwangerschaft als "ungewollt" bezeichnet hatten, etwa doppelt so häufig auf wie bei erwünschten Kindern.

[[http://de.wikipedia.org/wiki/Schizophrenie#Ungewolltsein_des_Kindes]]

Ich-Entwicklungsdefizite oder gravierende Vernachlässigung in den ersten Lebensjahren können dagegen Faktoren sein, die zu einer größeren Vulnerabilität, also Krankheitsanfälligkeit, führen. Dem derzeit aktuellen Diathese-Stress-Modell (nach Zubin, Ciompi) zufolge sind es also bestimmte Belastungssituationen, die im Zusammenwirken mit anderen ungünstigen Faktoren bei Menschen mit einer angeborenen "Anfälligkeit" für psychische Erkrankungen zum Ausbruch einer schizophrenen Psychose führen können

Sie hat mit ca. 22 ihren ersten Mann geheiratet und ihn sich wohl nicht sehr sorgfältig aussuchen können oder wollen. Ihr Vater, mein Opa, war Alkoholiker und auch ihr erster Mann war kein Kind von Traurigkeit. So wie sie mir das erzählte wollte sie einfach weg vom Elternhaus.

Mein Vater ist ein sehr autoritärer, grober Mensch. Er war oft sehr aggressiv und gewalttätig. Ich hatte schon von klein auf das Gefühl, dass meine Eltern mich nicht lieben und nicht für mich da sind. Das belastet mich heute noch sehr. Meine Mutter hat mir oft gesagt, dass sie mich am liebsten in ihrem Bauch erdrückt hätte oder dass ich ein elender Krappen wäre. Sie sagt auch: "Wenn Du nicht gewesen wärst, hätte ich den (damit meint sie meinen Vater, den Tyrannen in der Familie) gar nicht geheiratet. Als ich sie mal darauf angesprochen hatte, meinte sie, das sei ja nicht so gemeint gewesen. Wie witzig. Wie soll ein Kind so etwas verstehen? Ob ein 8 jähriges Kind solch eine Aussage wohl witzig findet?

Meine Mutter war nie für mich da, aber ich musste für sie da sein. Ab 8 oder 9 erzählte sie mir jeden morgen am Frühstückstisch ausführlich wie mein Vater sie in der Nacht missbrauchte und vergewaltigte. Ich konnte mich vor dieser Art des Missbrauchs nicht schützen. Eigentlich musste ich das gar nicht erzählt bekommen, denn jeden morgen ab 6 Uhr schrie meine Mutter im Schlafzimmer herum, weil mein Vater meinte ihr in den Genitalien herum bohren zu müssen. Dabei machte er keinen Unterschied, ob sie ihre Tage hatte oder nicht. Auch das erzählte mir meine Mutter brühwarm. Genauso, dass er keinen mehr hoch bekäme und deshalb gewalttätig wäre. Das ist sicher die beste Methode, um die Einstellung eines jungen Mädchens zu Männern und Sexualität positiv zu prägen.

Vielleicht ist das der Grund warum ich einen Orgasmus mit einem Partner noch nie erleben konnte. Mein Sexualleben ist extrem gestört. Meine Mutter erzählte damals nicht nur mir, sondern auch allen möglichen Bekannten, beschämender Weise in meinem Beisein, dass mein Vater wegen seines starken Alkoholkonsums erhebliche Potenzprobleme habe. Sie meinte auch, dass er sie deshalb oft schlage und z. B. aus dem Bett trete. Als Kind hatte ich das Gefühl, dass es schon Stadt bekannt ist was da in meinem Elternhaus abgeht. Ich habe mich so geschämt. Es war sehr schlimm.

Ich bin als Kind oft mit alten Klamotten herumgelaufen und hatte zu kleine Schuhe an, weil meine Eltern es nicht auf die Reihe gebracht haben mir Schuhe zu kaufen, wenn ich raus gewachsen war. Mein Vater hat sich oft gebrüstet mich als Baby in die Garage gestellt zu haben wenn ich geschrien habe und nicht mehr aufhören konnte. Meinen verdammten Eltern ist gar nicht klar was sie damit kaputt gemacht haben. Sowas wie Urvertrauen konnte ich nie entwickeln.

Sie haben sich einfach nicht um mich gekümmert. Einmal hat mein Vater erzählt meine Mutter hätte mich alleine gelassen. Ich hätte meine Windel aufgemacht und mich von oben bis unten mit meinen Exkrementen beschmiert. In seiner Stimme lag ein klarer Vorwurf "Was ich meinen Eltern alles antue". Wie kann man einem Kind einen Vorwurf machen für so etwas und erst recht, wenn man ein Kleinkind alleine lässt. Das ist Vernachlässigung. Meiner Eltern haben mich vernachlässigt. Sie haben mich mit emotionaler Grausamkeit verstümmelt.

Auch die Sache mit dem Zähneputzen haben meine Eltern vernachlässigt wie so vieles Andere auch. Ein Kind tut das nicht immer gern und freiwillig. Damit hatte ich noch mit 11 Probleme. Erst dann habe ich realisiert, wie dramatisch das ist sich nicht um sich zu kümmern. Trotzdem waren meine Backenzähne damals schon fast alle kariös. Auch um die Körperpflege kümmerten sich meine Eltern nicht besonders.

Auch als Kind schon hatte ich Neurodermitis. Das wusste ich nur damals noch nicht. Meine Ellenbeugen waren großflächig aufgekratzt und auch die Kniebeugen waren stark betroffen. Ich habe mich in der Schule so geschämt. Die Mitschüler hänselten mich. Meine Eltern kamen nicht einmal auf die Idee in die Stadt mit mir zu Hautarzt zu fahren. Dass ich meinen Eltern nichts wert bin war bei mir als Kind stets präsent.

Im Kindergarten hatte ich oft Schlägereien und fiel durch unangepasstes Verhalten auf. Meine Mutter wurde wohl mehrmals einbestellt, weil es Probleme gab. Man wollte mich schon damals aus der Gruppe haben. Meine Eltern kamen leider nie auf die Idee sich mal zu fragen warum das so ist. Gewalt hatte ich eben schon in frühester Kindheit im Elternhaus erlebt.

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In der Grundschule war ich Außenseiter. Ich hatte keine Freunde und man sah mir schon äußerlich an, dass in der Familie etwas nicht stimmte. Ich war ungepflegt und total eingeschüchtert. Der Lehrerin war ich auch unangenehm aufgefallen. Ich konnte mich wohl nur schlecht konzentrieren und machte meine Hausaufgaben nicht. In vielem war ich den anderen Mitschülern gegenüber ins Hintertreffen geraten. Meine Eltern hatten auch nie einen Gedanken daran verschwendet mir bei den Hausaufgaben zu helfen; und wenn sie es doch einmal versuchten artete es recht schnell in Schreiereien aus.

Die erste Klasse musste ich gleich wiederholen. Die Lehrerin meinte ich müsste raus aus der Klasse. Meine Mutter hat sich natürlich nicht für mich eingesetzt. Sie sagte nur: "Ja, dann muss sie eben raus". Ich war als Kind sehr unglücklich. Es war einfach eine fruchtbare Zeit. Auch die Schule empfand ich als schlimm. Ich kann mich noch erinnern, dass ich schon in der Grundschule den Schulweg mit Grübeleien über meine schlechte Situation verbrachte. Mir ging es schlecht aber ich wusste nicht warum und was ich machen sollte. Als Kind ist man einfach hilflos. In der 3. Klasse wäre ich fast noch mal sitzen geblieben, habe mich dann aber aufgerafft und wurde dann auch stetig besser.

Als ich von der Grundschule auf die Hauptschule wechselte war meine Mutter noch nicht mal in der Lage das Anmeldeformular auszufüllen. Sie war einfach zu bequem dazu. Sie meinte das könne ich ja machen. Sie hat sich um einfach gar nichts gekümmert. Ab der 5. Klasse wurde ich recht gut in der Schule. In der 7. war ich bei den Klassenbesten. Ich hätte eigentlich gerne in die Realschule gewechselt, aber das bekam ich psychisch einfach nicht hin. Ich traute es mir nicht zu es war schon so schwer genug für mich jeden einzelnen Tag rumzubekommen Ich hatte ja auch 0 Unterstützung. Über meine Probleme und was mich beschäftigte konnte ich mit niemandem reden. Jede Veränderung war eine Katastrophe für mich. Damals ging es mir zunehmend schlechter. Mit meinem Lehrer habe ich vereinzelt über die Situation zu Hause gesprochen.

Mein Vater hat mich oft verprügelt und grün und blau geschlagen. Das ging so bis ich 13 war. Es war einfach schrecklich. Ich empfinde es als sehr schlimm, dass ich erst eine Psychose entwickeln musste bis endlich mal was passierte. Mit 12 war ich schon beim Jugendamt und danach beim Kinderschutzdienst. Das Jugendamt legte die Hände in den Schoß und schrieb meinem Vater einen Brief. Super. Anstatt zumindest mal einen Familienhelfer zu schicken. Der Brief machte alles noch schlimmer. Aber ich konnte einfach nichts tun. Noch schlimmer ist es, dass er nie eine Strafe bekam, für das erhalten hat, was er mir angetan hat. Ich denke darüber nach meine Eltern noch auf Schmerzensgeld und Schadenersatz zu verklagen. Sie müssen einfach sehen, dass sie sich schuldig gemacht haben. Mein Leben ist einfach komplett versaut. Noch heute träume ich fast jede Nacht von dieser Zeit und mache schreckliches durch. Wenn ich auf der Straße Dinge sehe die mich an damals erinnern bin ich in meinem Innersten sofort wieder Kind und leide fürchterlich. Und das wird einfach nicht besser. Ich weis einfach nicht was ich tun soll. Wenn diese Erlebnisse gerade wieder sehr präsent sind bin ich sehr gereizt kaum zu irgendetwas fähig und ein reines Nervenbündel. Ich frage mich wie lange ich eigentlich noch arbeitsunfähig sein soll. Ich werde es in meinem Leben nie zu etwas bringen. Dank meinen Eltern. Ich wünschte sie würden dafür im Fegefeuer brennen. Doch mein Vater meint immer noch er sei ein guter Vater gewesen. Er hätte mich mehr schlagen müssen, meine Mutter hätte mich ja immer in Schutz genommen. Ich wäre immer ungezogen gewesen. Kinder sind eben keine kleinen Erwachsene sondern Kinder. Ich finde ich war ein verschüchtertes braves Kind. Wurde mir auch später im Heim bestätigt. Erst recht für das was ich mitmachen musste. Andere werden dann schwererziehbar. Alles erlebt im Heim. Ich habe mir einfach zu viel gefallen lassen.

Ich denke ich würde heute nicht solche Schwierigkeiten mit meinem Leben haben, wären meine Eltern nicht so unfähig gewesen. Unvorstellbar einfach, dass sie niemand im Umfeld angezeigt oder beim Jugendamt gemeldet hat.

Ich war immer sowas wie ein "Underdog". Und fühle mich immer noch depriviert. Meine Benachteiligung damals die noch bis ins heute ihre Auswirkungen zeigt ist für mich einfach nicht zu verkraften. Es ist einfach nur unfair und ungerecht. Ich habe mich als Kind immer gefragt, warum ich das mitmachen muss. Warum mich kein Mensch liebt, sich niemand für mich einsetzt. In der Schule hatten viele meiner Mitschüler alles was sie sich wünschten, und ich wurde zu Hause nur geschlagen und gebrochen. Ich fragte mich immer, was denn nur falsch an mir ist, ob ich ein schlechter Mensch bin. Meine Eltern sagten immer ich wäre schlecht, ungezogen, undankbar usw.

Ihr Bild von mir wurde auch meines.

Die Hauptschule, war schulisch meine schlimmste Zeit. Familiär spitzte sich die Lage immer mehr zu und meine Mitschüler merkten, dass mit mir etwas nicht stimmte und traten mir als, bildlich gesprochen auf dem bodenliegender, noch in die Nieren. Ich bekam ständig irgendwelche Streiche gespielt und war der Arsch vom Dienst aber Klassenbeste.

Ich wollte damals schon von meinen Eltern weg, aber ich hatte absolut keine Chance mich in Sicherheit zu bringen. Ich war beim Jugendamt mit 13 und habe über die Situation zu Hause berichtet. Dort wollte man nichts unternehmen. Sie haben meinem Vater nur einen Brief geschrieben. Danach war dann erst richtig Stress angesagt.

Als ich keine Hilfe bekam ging ich zu einer Beratungsstelle für Frauen und Mädchen und zum Kinderschutzdienst. Die Psychologin vom Kinderschutzdienst half mir dann Woche für Woche zu überstehen, bis es dann nicht mehr ging.

Irgendwann mit 14 fiel den Lehrern auf, dass mit mir etwas nicht stimmte. Sie fuhren mich ins Krankenhaus . Dort wurde ich in die Psychiatrie verlegt. Mir ging es sehr schlecht und ich hatte große Angst. Ich wollte meine Sachen packen und gehen. Noch am gleichen Abend wurde ich auf eine geschlossene Station des PI´s in Landeck verlegt. Das war das Schlimmste was mir je passiert ist. Ich bin darüber heute nicht hinweg. Meine Eltern haben mich jahrelang so fertig gemacht, dass ich sogar durchdrehte, ich komme in die Psychiatrie und später ins Heim wo die Zustände zum Teil unhaltbar waren und sie sitzen daheim und haben überhaupt keine Konsequenzen. Das macht mich heute noch wütend. Mein Vater meint heute noch, dass es richtig war mich zu misshandeln.

w)eihraucxhen


Ich war 4 Monate in der Psychiatrie. Dort wurde ich mit Taxilan 75 mg behandelt. Mein Trauma wurde nicht behandelt. Danach kam ich direkt ins Heim.

1996 kam ich dann direkt aus der Kinder und Jugendpsychiatrie ins Heim. Super Werdegang, kann ich da nur sagen. Ich hatte mir mein Leben eigentlich anders vorgestellt.

Im Heim kam erst mal eine sehr schwere Zeit auf mich zu. In der Gruppe hatte ich so ziemlich die letzte Position. Ich konnte es die erste Zeit kaum glauben, dass ich im Heim bleiben kann. Ich hatte immer Angst, dass ich wieder zurück muss und habe die Erzieher das auch oft gefragt.

Ich musste nicht zurück aber Alpträume blieben bis heute. Darin muss ich all die schrecklichen Situationen von damals wieder durchleben und habe die Aufgabe da raus zu kommen, was mir so gut wie nie gelingt. Dann bin ich oft den ganzen Tag geschlaucht und fühle mich in meine Kinder und Jugendzeit zurück versetzt. Ich bin schon lange kein Kind oder Jugendliche mehr, aber die Gefühle sind oft die gleichen wie damals.

Im Heim ging ich auf die, auf dem Gelände befindliche, Hauptschule und machte dort meinen Hauptschulabschluss mit 1,6er Schnitt.

Danach, 1999, ging ich auf die öffentliche Wirtschaftschule in Bretten. Im ersten Jahr lief das auch recht gut. Aber im 2. meinte ich, ich müsse meine Tabletten absetzen. Ich wollte unbedingt ohne leben. Wollte mir beweisen, dass ich es ohne kann. Damals wusste ich noch nicht, dass ich wirklich krank bin und die Psychose mit 13 nicht nur ein Ausrutscher war, denn ohne Medikamente lebe ich permanent in einer latent vorhandenen Parallelwelt in die ich oft abdrifte. Für mich war das eben der Normalzustand. Meine Leistungen in der Schule wurden wesentlich schlechter und ich zog mich sozial sehr zurück in der Klasse und im Heim. Ich wurde immer ängstlicher und zurückgezogener. Mir ging es damals immer schlechter und ich konnte das nicht auf die Medikation zurückführen. Ich dachte einfach die Situation ergibt das. Später geriet ich wieder in eine wie der Arzt es nannte "manische Phase" und nahm wieder Medikamente. Nach 2 Jahren habe ich die Medikamente wieder abgesetzt und spätestens dann war mir klar, dass mit mir irgendetwas nicht stimmt. Dass ich die Medikamente brauche um normal zu sein. Leider wurde dann klar, dass ich paranoide Schizophrenie habe. Die Zeit auf der festen Gruppe im Heim direkt nach der Psychiatrie war bis dahin die beste meines Lebens. Jetzt sehe ich das aus einem anderen Blickwinkel. Es waren die Medikamente die mir ein bis dahin ungekanntes Erleben möglich machten. Zum ersten Mal im Leben, war ich nicht ständig in Sorge und Angst, ständig auf der Hut, ständig am Grübeln und konnte endlich normal schlafen und mich zumindest halbwegs konzentrieren wenn ich nicht müde war von den Medikamenten. Leider nahm ich schon damals stark an Gewicht zu.

Nach dem Realschulabschluss habe ich das Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung absolviert und bin nach der ersten Klasse gescheitert. Damals hatte ich auch einen Zusammenbruch und eine erneute Psychose. Es war einfach alles zu viel. Ich habe es wiederholt und auch das 2 Jahr geschafft. Allerdings ohne die Fachhochschulreife erreicht zu haben. Ich lebte zu der Zeit auf einer WG mit 3 anderen Mädels. Es war schwierig für mich, mich selbst zu versorgen. Sprich mir regelmäßig Mahlzeiten zu zubereiten und ordentlich einzukaufen. Das Geld war dazu auch noch chronisch knapp.

Das Leben auf der WG war hart. Ich hätte mehr Betreuung gebraucht und hatte dazu noch eine Erzieherin der vor ihrer Rente so ziemlich alles egal war. Mir ging es schlecht. Nachts waren die Freunde der Mädchen auf den Zimmern und geisterten durch die Wohnung. Man konnte nicht einmal die Zimmer abschließen. Ich fühlte mich bedroht von diesen oft besoffenen Typen. Die mich so sehr an meinen Vater erinnerten, denn die Mädchen hatten nicht immer das beste Talent sich die Männer auszusuchen. Immer wieder wurden private Sachen geklaut.

Nach einer Weile bekam ich auf dem Gelände eine Einzimmerwohnung. Klein und das Bad war verschimmelt. Aber ich hatte immerhin meine Ruhe. Ich machte dort weiter meine Schule und jobbte sogar in den Ferien. Bis ich zusammenbrach. Nach einer Erhöhung des Medikamentenspiegels war das damals erledigt, aber ich war wieder kurz vor einer Psychose. Das Geld hätte ich fast auch noch dem Jugendamt abgeben müssen. Super. Ich gebe alles um mir den Führerschein leisten zu können und schlittere ständig knapp am Durchdrehen vorbei und soll dann noch mein Geld abgeben und Andere sitzen nur dumm rum kiffen und klauen. Klar dass die nichts zurückzahlen müssen. Naja, ich kam noch mal drum rum. Aber die Erfahrung hat mich schon auch geprägt. So ist es eben wenn man keine Loby hat und im Heim lebt. Warum konnte ich nicht eine normale Familie haben, daheim jobben für meinen Führerschein meine Schule machen und in Ruhe erwachsen werden. Stattdessen lebe ich in so einem asozialen Heim mit Drogensüchtigen und unzivilisierten Mädchen die sich gegenseitig in pubertärer Unvernünftigkeit an die Hälse springen.

w&eihra[uchxen


Mit der Zeit verbesserte sich meine Situation. Freunde hatte ich nicht viele. Ich hatte den Eindruck, dass es bei vielen Mädels im Heim gar nicht möglich war dauerhafte, ehrliche und treue Freundschaften zu haben. Ich fand mein Umfeld dort sehr schwierig, die destruktive Haltung war vorherrschend und ansteckend. Wenige hatten wirklich Ziele oder realistische Ziele für die Zukunft. Und der Umgang mit Drogen oder sogar Prostitution, in verschiedenster Ausprägung, war an der Tagesordnung. Vor dem Heim warteten vor allem an den Wochenenden die Türken mit ihren ersten Autos um Heimmädels abzuschleppen. Randgruppen ziehen Randgruppen an. Wollte ich in den Ausgang musste ich an ihnen vorbei und mich erst einmal anmachen lassen. Super. Warum nur ich was habe ich nur verbrochen. Allerdings bekam ich bald eine größere und schöne Wohnung wo ich mich sehr wohl fühlte. Psychisch ging es mir nicht gut. Ich hangelte mich von einem Tag zum nächsten. Es war oft sehr schwer für mich mein Tagesgeschäft zu erledigen. Aufzustehen, mich anzuziehen, mich zu pflegen selbst das Geschirr zu spülen. Und immer fühlte ich mich schlecht deswegen. Dabei war ich immer müde von den Medikamenten.

Als meine Schule zu Ende war endete auch direkt die Jugendhilfe und da stand ich. Keine Betreuung mehr und niemand mit dem ich reden konnte. Ich war mal wieder ziemlich am Ende. Ich ging in die Psychiatrie und machte eine Therapie. Das war 2002/2003. Ich musste Sozialhilfe beantragen. Super. So wollte ich immer enden. Ich hatte mir mein Leben anders vorgestellt. Meine ehemaligen Klassenkammeraden starteten glücklich und voller Elan ins Leben und ich war nicht fähig eine reguläre Ausbildung auf dem regulären Arbeitsmarkt zu machen. Nach einem halben Jahr sollte meine Ausbildung im BFW beginnen. Nach der Therapie meldete ich mein Auto an zog nach Karlsruhe in eine kleine dreckige WG und jobbte mich durch. Damals nahm ich keine Medikamente. Entsprechend ging es mir auch. Ich hatte zu der Zeit schon sehr zugenommen und war ständig müde von den Medikamenten. Es war für mich nicht mehr auszuhalten so weiter zu dösen statt zu leben und ich setzte sie ab. Die Zeit in Karlsruhe war sehr stressig und ich stand ständig unter Existenzangst und arbeitete 60 Stunden in der Woche. Es war bis dahin das anstrengendste was ich je gemacht habe. Ich hatte 4 Jobs.

Im Oktober 2003 begann meine Ausbildung im BFW. Ich bekam sie weil ich psychisch krank bin. Phantastisch. Ich hatte mir eine andere Karriere für mich vorgestellt. Und diesen Stempel wollte ich schon gar nicht. Schwer damit einen Job zu bekommen. Denn ohne sichtbare körperliche Behinderung ist dem potenziellen Arbeitgeber zweifellos schnell klar warum ich schon meine erste Ausbildung in einem geschützten Rahmen absolvierte. Das habe ich auch meinen lieben Eltern zu verdanken. Ich wohnte dort in einem ca. 7 qm Zimmer. Fantastisch. Ich war das einzige Mädchen in der Klasse. Die Klassenkammeraden machten mir das Leben mit sexistischen Sprüchen schwer. Ich wurde gemobbt. Da ich keinen Anspruch auf Übergangsgeld hatte wie die Anderen, die eine Umschulung machten war ich auf Unterhalt von meinem Vater angewiesen. Der wollte natürlich nicht zahlen. Ich musste zum Amtsgericht gehen und Gerichtskostenhilfe beantragen, um auf Unterhalt klagen zu können. Ich hatte also einen Anwalt der mit meinem Vater in Schriftwechsel trat. Dabei zählte mein Vater auf was er mir schon alles bezahlt hatte. Es war nicht besonders viel. Die größte Investition war ein Bett für 89 EUR von IKEA. Das schrieb er alles auf und meinte er brauche jetzt bald ein neues Auto und könne und wolle nicht für mich zahlen und ich ein unverschämt. Er musste zahlen. 200 EUR im Monat. Er zahlte oft verspätet und ich musste zwischendurch wieder den Anwalt einschalten, weil er wieder zu geizig war zu zahlen. Ich kann nur sagen ich wünsche ihm unsägliche Qualen und den Tod. Er hat mich verstümmelt und verkrüppelt und ich tat alles um ein normales Leben führen zu können und dieses Arschloch war noch nicht mal bereit das mindeste für mich zu tun. Ich hielt mich immer ordentlich und wich nie vom rechten Weg ab. Viele meiner Leidensgenossinnnen im Heim nahmen Drogen, waren kriminell oder wurden früh schwanger, einige haben sich auch umgebracht. Und ich gab einfach alles, musste immer alleine durch alles durch und mein Vater, dieses verfluchte Schwein will noch nicht mal für meinen Lebensunterhalt während meiner Ausbildung zahlen, die ich in einer Einrichtung machen musste, weil er mich so fertig machte, dass ich nicht mehr in der Lage war eine Ausbildung auf dem regulären Markt zu schaffen.

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Während der Zeit der Ausbildung war ich ständig müde und depressiv und habe es kaum geschafft zu lernen. Trotzdem waren meine Noten doch relativ gut. Ich habe mich damals nicht getraut psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen, denn wenn ich auf dem Gelände zum Psychiater gegangen wäre hätten das meine Mitschüler mitbekommen und mich noch mehr durch den Schmutz gezogen.

Nach einer Weile begann ich eine leieson mit einem Mitschüler. Er kam selbst aus schwierigen Verhältnissen. Der Vater Alkoholiker. Die Mutter ließ sich scheiden da war er 2. Der Stiefvater auch Alkoholiker. Er hatte früher Drogen missbraucht und deshalb eine Psychose entwickelt. Als Jugendlicher war er oft in Schlägereien verwickelt und kriminell. Leider fand ich keinen passenderen und zivilisierten Partner zu der Zeit. Mein kaum vorhandenes Selbstwertgefühl lies es leider nicht zu auf jemand zu zugehen der mir besser tat. Die Umschulung hat er bekommen, weil er einen Bandscheibenvorfall hatte. Ich war während der Zeit der Ausbildung mit ihm leiert. Er hatte keine wirklich liebevollen Gefühle für mich. Und wirklich geliebt hat mich noch nie jemand, nicht mal meine Eltern. Das tut sehr weh. Ich kam mir immer wie Dreck vor. Mir das klar zu machen war sehr schmerzlich. Denn bisher hatte es nur selten in meinem Leben jemand gegeben, der es wirklich gut gemeint hat. Ich war mit ihm zusammen, weil ich mich nach jemanden sehnte der mir etwas Liebe entgegenbrachte. Er aber war ein Bauarbeiter und gebärdete sich auch so. Er hatte keine Moral und stand nicht zu mir, wenn mich die Mitschüler belästigten. Er meinte ich solle mich über das Mobbing, er nannte es natürlich nicht so, nicht aufregen. Super.

Gegen Ende der Ausbildung lief die Beziehung immer schlechter, ich hielt es kaum noch aus mit ihm. Er war Computerspielsüchtig und wahrscheinlich depressiv. Wir hatten oft Streit. Da wir zusammenwohnten konnte ich nicht ausweichen. Er hielt mich für verrückt das sagte er mir auch oft. Super, genau das was ich brauchte. Irgendwann drückte er mich an den Schrank und würgte mich. Wir schrieen ständig rum. Er weigerte sich seinen Teil der Hausarbeit zu erledigen. Auch ein

Streitthema. Irgendwann ging er fremd, was mich sehr verletzte. Mein Männerbild war sowieso total verkorkst genau in dieser Wunde traf mich diese Beziehung und sein Fremdgehen. Ich war am Boden zerstört und stand kurz vor den Abschlussprüfungen. Mir ging es so schlecht, dass ich wieder eine Psychose entwickelte. Ich war allein und nur auf mich gestellt. Ich konnte mit niemandem darüber reden. Ich musste so schnell wie möglich zum Arzt und meine Medikamente einstellen lassen bevor ich die Kontrolle ganz verlieren würde. Ich musste ja auch bald meine Abschlussprüfungen schreiben, es ging um meine Zukunft.

Ich ging also zu der in der Einrichtung ansässigen Psychiaterin. Meine Termine legte ich früh morgens vor Unterrichtsbeginn damit mich keiner in die Praxis gehen sah. Die Medikamente machten mich erneut müde. Nicht gerade förderlich für gute Prüfungsleistungen, leider gings nicht anders, die Belastung war zu groß.

Schließlich hatte ich diese schwierige Zeit rumgebracht. Die Prüfungen abgelegt. Schulisch mit 1,6 IHK mit 3,5. Ich hatte mir eine Wohnung gesucht, aber leider keine Arbeit gefunden. Ich musste Hartz 4 beantragen. Ich wohnte also in Bammental. Freunde hatte ich keine. Ich war völlig alleine.

Das Geld war sehr knapp und ich hatte große Zukunftsängste. Ich hielt es für richtig eine Therapie zu machen. Aufarbeiten war noch nicht möglich da ich zu sehr mit dem Alltag belastet war und keine Kapazitäten mehr hatte. Es ging einfach darum durchzuhalten und stabil zu bleiben.

Emotionale Misshandlung ist sowohl die verbreitetste als auch die am wenigsten verstandene Form von Kindesmisshandlung. Über ihre Opfer wird oft hinweggesehen, einfach, weil ihre Wunden nicht sichtbar sind. In einem Zeitalter, in welchem neue Enthüllungen von unaussprechlichen Kindesmisshandlungen tägliche Kost sind, werden Schmerz und Qual jener, die "nur" emotionale Misshandlung erfahren haben, oft trivialisiert. Wir verstehen und akzeptieren, dass die Opfer von körperlicher und sexueller Misshandlung gleichermaßen Zeit wie eine spezielle Behandlung brauchen, um zu gesunden. Doch wenn es zu emotionaler Misshandlung kommt, glauben wir anscheinend, dass die Opfer "einfach darüber hinwegkommen", wenn sie Erwachsene werden.

Diese Annahme ist gefährlich falsch. Emotionale Misshandlung entstellt das Herz und schädigt die Seele. Wie Krebs verrichtet sie ihre tödlichste Arbeit im Inneren. Und, wie Krebs, kann sie, wenn sie unbehandelt bleibt, Metastasen bilden.

Mvollixenchen


Hallo weihrauchen,

uff, was für ein harter Brocken.

Das wird Dir sicher nicht viel helfen, aber Deine Eltern waren auch beide, jeder auf seine Art, Opfer der eigenen Umstände und sie wussten es nicht besser. So reflektiert wie Du waren sie halt nie und sind es auch heute nicht.

Mit dem Thema "emotionale Misshandlung" habe ich mich auch schon beschäftigt. Meine Eltern sind gegen Deine zwar echte Waisenknaben (bzw. Waisenmädchen – meine Mutter war tatsächlich eine), aber ihnen habe ich Soziale Phobie und Minderwertigkeitskomplexe und Depressionen zu "verdanken". Also bei mir war es eher (ungewollte, aber doch passierte) emotionale Vernachlässigung, nicht wirklich Misshandlung. Bin zwar Dank Therapie wesentlich besser drauf, aber es ist ja doch immer ein Unterschied zu jemandem, der diese Probleme nie hatte. Labil werde ich wohl immer sein.

Ich konnte meinen Eltern verzeihen, aber wie gesagt, gegen Deine sind sie auch echt harmlos…

Bist Du zur Zeit noch in Psychotherapie? Wenn ja, kennt der Therapeut Deine Geschichte?

wmeinhraucxhen


Hallo Mollienchen,

vielen Dank für Deine Nachricht. Im Moment bin ich nicht in Therapie. Werde aber wieder eine beginnen. Bei der Therapeutin war ich auch schon. Sie weis über alles Bescheid.

Ich war vor Kurzem stationär. Es hat mir leider nur mässig geholfen, denn ich habe leider immer noch ziemliche Depressionen. Was ich leider auf meine Geschichte zurückführen muss. Meine beiden Onkel haben sich zwar umgebracht wofür ich eine Psychose verantwortlich mache. Deshalb bin ich wohl erblich vorbelastet, aber es wäre für mich sicher nicht so schlimm, wenn meine Eltern nicht so versagt hätten.

Das Vergebenthema beschäftigt mich immer wieder. Mein Partner meint ich müsse meinen Eltern vergeben. Ich kann es aber leider nicht, weil ich immer noch so sehr unter dem Geschehenen leide.

Ich weis einfach nicht wie ich es anpacken soll. Wie ich es lösen soll. Ich habe solchen Groll in mir, solchen Hass und solche Wut. ???

GKr\oCtdtig


Hallo weihrauchen,

so, ich hab mich durchgelesen durch deine Beiträge. Was mir sehr stark auffällt, du haderst sehr stark mit deiner Vergangenheit. Das ist ok und gehört immer mal wieder dazu, allerdings solltest du dich nicht zu sehr darauf versteifen, es ändert nämlich leider nichts. Wichtiger erachte ich, dich darauf zu konzentrieren, was du aus dem dir gegebenen machst. Ich weiss, hört sich leichter an als getan. Ich weiss wie es ist, bzw. es sich anfühlt, nie wirklich geliebt worden zu sein. Diese Sehnsucht wird immer bleiben und manchmal scheint sie unaushaltbar, damit müssen wir wohl leben, auch wenn sie einen von Zeit zu Zeit innerlich zu zerreissen scheint.

Ich weis einfach nicht wie ich es anpacken soll. Wie ich es lösen soll. Ich habe solchen Groll in mir, solchen Hass und solche Wut

Lass sie raus und versuche sie danach abzulegen, sonst zerfrisst es dich.

SD. wCallisxii


das waren auch meine Gedanken, lass die Vergangenheit los und konzentrier dich auf das jetzt. Versuch dir Glück zu verschaffen, durch z.B. Kunst, Sport, Hobbys oder sogar Träumereien. Ich glaub das ist sehr wichtig.

Bzgl Wut denke ich ebenso das gleiche, sie muss raus und ausgelebt werden, zeitweise, aber auch daraus kann sozusagen ein Hobby werden was natürlich gar nicht glücklich macht.

Mein Partner meint ich müsse meinen Eltern vergeben.

Musst du nicht, spätenstens wenn du an einem Punkt der Gleichgültigkeit ihnengegenüber bist spielt es nicht mal mehr eine Rolle. Ein in dir rumorender, sich selbst erhaltender Groll/Wut/Hass, wird dir dagegen auf Dauer wohl eher wenig gut tun. ... Ich kann nicht rauslesen, ob schwelende Wut in dir schlummert weil du sie nie wirklich ausgelebt hast oder ob du an ihr festhälst oder beides. Vllt ist es auch keine richtige Wut, nur reine Schuldzuweisung, aber für sie gilt das gleiche wie für Wut, sie hat zeitweise ihren Sinn, ohne wieder loszulassen erhält sie sich aber danach immer weiter selbst am Leben und hält dich an einem gewissen Punkt im Leben fest und lässt dich nicht weiterkommen. Das gradwanderige an Schuldzuweisung ist, dass wenn der Zeitpunkt verpasst wird wo es abgeschlossen ist, wo es nur noch Fakt ist und kein emotionaler Akt mehr, die Schuldzuweisung einen auf ewig in der Position des Opfers festhält. Es nimmt einem die Verantwortung über sich selbst.

Wir verstehen und akzeptieren, dass die Opfer von körperlicher und sexueller Misshandlung gleichermaßen Zeit wie eine spezielle Behandlung brauchen, um zu gesunden. Doch wenn es zu emotionaler Misshandlung kommt, glauben wir anscheinend, dass die Opfer "einfach darüber hinwegkommen", wenn sie Erwachsene werden.

Bis zu einem gewissen Grad ist das wirklich ein Problem, aber bei emotionaler Misshandlung in einem Ausmaß wie du es geschrieben hast wird dir bestimmt keiner sagen du sollst dich nicht so anstellen. Selbst wenn, wäre das keine Meinung die irgendein Gewicht haben sollte.

Wichtig ist alleine dass du dir keinen Vorwurf machst dass es dir geht wie es dir geht – ohne dir bei diesem selbstgestatten dabei gleichzeitig die Macht zu nehmen darauf wie es dir geht Einfluss nehmen zu können.

KXyl[idnn


Ich finde das, was du erlebt hast, wirklich wirklich schlimm.

Dennoch stellen sich mir beim Lesen des Textes immer wieder Fragen, und die wiederholst diese Passagen sehr oft:

Ich hatte mir mein Leben anders vorgestellt.

Wie denn? Und was hält dich davon ab, es jetzt so zu leben, wie du es leben möchtest?

Mein Leben ist einfach komplett versaut. [...] Ich frage mich wie lange ich eigentlich noch arbeitsunfähig sein soll. Ich werde es in meinem Leben nie zu etwas bringen. Dank meinen Eltern.

Warum ist dein Leben komplett versaut? Aus deinem Text geht leider nicht hervor, wie alt du bist. Dennoch denke ich, hast du noch mindestens so viele (schöne) Jahre vor dir wie du bereits (schlimme) Jahre hinter dir hast. Jedenfalls wenn du sie dir schön machst, und dich nicht ewig mit der Schuldfrage aufhältst.

Ich denke ich würde heute nicht solche Schwierigkeiten mit meinem Leben haben, wären meine Eltern nicht so unfähig gewesen.

Auch das wiederholst du immer und immer wieder. Ich möchte wirklich nicht behaupten, dass es unwahr ist. Nur wird es dich nicht wirklich weiter bringen. Denn Fakt ist: du musst alleine aus dem "Sumpf" aufstehen. Die Schuldfrage oder die Anerkennung der Schuld deiner Eltern ändert daran nichts.

Das Leben hat dich in den Dreck geschmissen. Du kannst jetzt entweder im Dreck sitzen bleiben und jammern oder du kletterst raus und gehst dich waschen.

Im Oktober 2003 begann meine Ausbildung im BFW. Ich bekam sie weil ich psychisch krank bin. Phantastisch. Ich hatte mir eine andere Karriere für mich vorgestellt. Und diesen Stempel wollte ich schon gar nicht. Schwer damit einen Job zu bekommen. Denn ohne sichtbare körperliche Behinderung ist dem potenziellen Arbeitgeber zweifellos schnell klar warum ich schon meine erste Ausbildung in einem geschützten Rahmen absolvierte. Das habe ich auch meinen lieben Eltern zu verdanken.

Psychisch krank zu sein ist keine Schande. Genau so wenig wie sich Rollstuhlfahrer verstecken müssen, müssen sich psychisch Kranke verstecken. Und es ist auch nicht sooo schwer, einen Job damit zu bekommen. Man muss halt abschätzen, wie viel Ehrlichkeit da angebracht ist. Ich habe bei meinem Arbeitgeber von Anfang an mit offenen Karten gespielt, habe gesagt, was ich kann und was nicht und er hat mich dennoch eingestellt. Ich war mit Abstand eine der Besten meines Jahrgangs und habe daraufhin (beruflich) Chancen eröffnet bekommen, die andere Kollegen nicht bekommen haben. Da hat es auf einmal gar keine Rolle mehr gespielt, dass ich psychisch Krank bin. Da haben gute Leistungen gezählt und ein bestimmtes Merkmal, was ziemlich willkürlich erscheint, aber grade mir zu diesem Zeitpunkt diese Chance eröffnet. Es tut mir leid, dass andere, die ähnlich gut sind, diese Chance nicht bekommen, ich finde es auch ungerecht. Aber dennoch bin ich froh, dass ich diese Chance bekomme, in das "Raster" falle, und nutze sie lieber, statt mich über den "Stempel" aufzuregen.

Zum Schluss noch eine kleine - wie ich finde ziemlich passende - Metapher, die oft von Psychotherapeuten bemüht wird:

Stellen Sie sich vor, ein Mann ist auf dem Heimweg von der Arbeit, der ihn an einem Fluß entlang führt. Plötzlich, aus heiterem Himmel, wird er überfallen und in den Fluß gestoßen. Nun, da der Mann ja wirklich nicht freiwillig in den Fluß gesprungen ist - bedeutet dies, dass er nicht selber an Land schwimmen muss?

wEeihraxucheEn


Hallo Kylinn,

das stimmt schon was Du sagst und eigentlich ist es auch logisch. Wenn ich nichts tue um rauszukommen passiert auch nichts das ist ja klar. Aber ich lege auch nicht die Hände in den Schoß.

Ich bin auch im Moment nicht an meiner ersten Therapie.

Es stimmt, ich hadere mit meinem Schicksal. Ich habe einfach totale Probleme das alles anzunehmen.

In den Worten des kleinen Vergleichs den Du gebracht hast hiese das ich bin einfach nicht bereit so weit an Land zu schwimmen nur weil meine Eltern mich kilometerweit ins Wasser geschmissen haben. Es ist einfach wahnsinnig unfair. Was habe ich nur falsch gemacht, dass mir das passiert ist. Bin ich ein schlechter Mensch? Hat mich Gott verflucht?

Ich bin nicht daran schuld aber alle Konzequenzen ihrer Fehler muss ich tragen. Mit welchem Recht können Sie sich das erlauben. Sie wurden bisher nicht bestraft.

Die Konzequenzen aus ihrem Handeln muss ich noch heute schmerzlich tragen. Ich bin 30. Ich habe schwere Depressionen, muss Medikamente nehmen und werde davon fett.

Ich würde sie am Liebsten auf Schmerzensgeld und Schadenersatz verklagen. Sie sind sich einfach heute noch keiner Schuld bewusst. Ich finde das einfach unglaublich.

Ja, psychisch krank zu sein ist keine Schande. Das sagen vielleicht Menschen, die sich darüber etwas Gedanken machen, aber die breite Maße tut einem doch ab als verrückt.

Und Beruf gut und schön. Aber was ist, wenn Du eben nicht in der Lage bist richtig durchzustarten und viel Leistung zu bringen? Ich habe auch ein Recht auf Glück und Erfolg. Ich bin sicher nicht blöd. Aber so leistungsfähig wie ich gerne wäre bin ich nicht, weil ich leider total labil bin und schwere Medikamente nehmen muss. Das interessiert im Job niemanden. Ist das gerecht?

Die Wellen die solch eine Kindheit und Jugend schlägt sind leider weitreichend bis in die kleinste Ebene. Diesen Brocken schluckt man nicht so leicht. Ich hatte doch auch ein Recht auf körperliche und seelische Unversehrtheit. Damals hat niemand die Polizei gerufen, meine Eltern angezeigt oder mal das Jugendamt verständigt. Warum nicht? Es hat einfach niemanden interessiert. Warum passierte das gerade mir? Warum bestraft mich Gott so?

Ich hatte in meinem Leben nur Scheisse durchgemacht erst jetzt, seit ca. 3 Jahren habe ich endlich mal ab und zu so was wie Lebensqualtät, einen Job in dem ich nicht nur ausgenutzt werde und muss mich nicht ständig nur durch beissen.

wUeih*rauxchen


So ging es weiter:

Ich war auf der Suche nach Arbeit. Schließlich bin ich an einen absoluten Ausbeuter geraden. Er ließ mich 2 Wochen ohne Entlohnung arbeiten. Er meinte ich solle noch mal 2 Wochen für ihn umsonst arbeiten, dann würde er mich einstellen. Er fragte mich was ich verdienen wolle. Ich sagte naja, ich brauche 1000 EUR zum Leben, damit habe ich aber nicht gemeint, dass ich nur 1000 EUR brauche. Es soll ja schließlich noch etwas übrig bleiben nach dem alle Rechnung bezahlt sind. Aber der Typ meinte er müsse dann ausrechnen was er mir zahlen müsse damit genau 1000 EUR nach Steuern übrig bleiben. Später erfuhr ich, dass er ständig junge Frauen unterbezahlt einstellte, die dann aber meist schnell das Weite suchten. Absolute Ausbeutung. Super, also wiedermal Pech gehabt.

Gott sei Dank kam es nicht zu diesem Arbeitsverhältnis.

Ich war weiterhin auf der Suche nach einer Arbeit in der ich ordentlich entlohnt werde und eine wirkliche Chance habe. Ich hatte lange keinen Erfolg. 4 Monate nach der letzten Enttäuschung kam ich an ein Praktikum heran nach dem ich eingestellt werden sollte. Ich arbeitete dort 4 Monate kostenlos. Der Chef hielt mich bis zum letzten Tag hin. Am letzten Tag sagte er mir, dass die Auftragslage doch nicht reichte. Super. Ich habe damals alles gegeben und es hat wieder nicht geklappt. Ich absolut Generation Praktikum. Ich war total am Boden. Nach Beendigung des Praktikums arbeitete ich noch mal für diesen AG. Er versprach mir für 2 Tage 150 EUR am Ende der 2 Tage sagte er, er habe nur 100 EUR dabei ansonsten müsse er zum Geldautomaten. Er fragte ob es ok wäre wenn er mir nur 100 EUR gäbe. Super. Ich sagte natürlich ja weil ich mich nicht traute. Klasse wieder verarscht. Warum passiert Scheiße ständig mir. Ich hatte zu wenig Selbstbewusstsein, um wenigstens hier mal die Klappe aufzumachen. Ich ließ mir einfach alles gefallen.

Einen Monat später bekam ich einen Job über Zeitarbeit. Ich machte viele Überstunden und bekam trotzdem Netto 500 EUR weniger als die Festangestellten. Und das 5 Monate lang. Dabei hatten wir von der Zeitarbeit wesentlich mehr Druck. Was für eine Ungerechtigkeit. Das nagte sehr, wie alles was ich bis jetzt an Unfairness erlebt hatte an meinem Selbstbewusstsein. Ich dachte ich würde es nie schaffen wie ein normaler Mensch gerecht und ordentlich behandelt zu werden. Das war alles wirklich schlimm für mich. Ich hatte einfach immer Pech. Das Leben meinte es nicht gut mit mir. Ich kam mir verflucht vor, weil meine Unglückssträhne einfach nicht enden wollte. Es lief schon mein ganzes Leben lang scheiße.

Nach 5 Monaten in der Zeitarbeit wurde ich übernommen und bekam endlich ein ordentliches Gehalt und musste keine Überstunden mehr machen. Die Nachtschichten blieben aber weiterhin. Sie setzten meinem Biorhythmus ganz schön zu. Ich musste die Medikamentendosis hochsetzen damit ich das überhaupt durchhielt. Die Arbeit war sehr anstrengend und mit hohem Stress verbunden. Der Druck war groß. Aber wieder musste ich durchhalten wenn ich weiterkommen wollte. Ich habe die Zähne zusammengebissen.

Ich habe eine Beziehung mit einem Kollegen angefangen. Er war ein netter und sehr korrekter Mensch und hat mich von Anfang an unterstützt. Ich war schnell für ihn eingenommen. Meine Gefühle für ihn wurden nach etwa einem dreiviertel Jahr schwächer, weil von ihm einfach emotional nur sehr wenig zurück kam. Er konnte sich leider nur schwer öffnen. Ich hätte mich gerne mit ihm weiterentwickelt. Aber er ist sicher auch schwer traumatisiert. Ich denke er hatte Depressionen. Das sagte er auch selbst. Er sprach von einer Zeit während seinem Studium in der er lethargisch nur noch im Bett lag und nicht in der Lage war noch irgendetwas zu tun. Er brach sein Studium ab. Er war der erste Mann der normal zu mir war. Gegen Ende der Beziehung haben wir auch Probleme gehabt. Er war da auch nicht immer nett zu mir. Aber trotzdem war er die erste positive Erfahrung mit dem anderen Geschlecht und die erste wirklich gute Beziehung. Wir hatten leider enorme sexuelle Probleme. Ich habe sowieso Orgasmusstörungen. Meine Mutter hat da sicher einiges zu beigetragen.

Nach einem Jahr in der Firma wurde ich noch in der Probezeit, denn ich hatte ja wegen der Zeitarbeit 2 Probezeiten gekündigt. Das war für mich sehr schlimm. Ich machte mir große Vorwürfe versagt zu haben. Weil ich während meines ganzen Lebens in Armut und Deprivation gelebt hatte habe ich viele Nachtschichten gemacht um mehr Geld zu verdienen. Das hatte ich leider nicht unbeschadet überstanden. Ich fühlte mich jeden Tag kurz vorm Durchdrehen. Die Arbeit machte mich fertig. Ich stand morgens oder besser gesagt mittags auf, weil ich wegen der hohen Medikamentendosis kaum aus dem Bett kam, ging zur Arbeit, kam am Abend zurück, duschte und ging wieder schlafen. Das Leben hatte für mich keinen Sinn mehr. Es bestand für mich nur noch aus Arbeit. Mehr schaffte ich nicht mehr. Für meine Gesundheit war die Kündigung das Beste was mir passieren konnte. Ich stand kurz vor einer Psychose, dank der Kündigung konnte ich mich wieder erholen.

Ich war also arbeitslos und hatte die Chance eine Weiterbildung zu machen. Die Firma hat mir leider in all der Zeit nie Weiterbildung ermöglicht. Meine ersten Zertifikate habe ich abgeschlossen. Mein Partner der mich immer unterstützt hatte half mir auch dabei. Das werde ich ihm nie vergessen. Die Probleme sexueller Natur in unserer Beziehung belasteten mich immer mehr und so sprach ich offen mit ihm darüber einen sozusagen abgesegneten Seitensprung zu unternehmen. Er sagte ihm würde das nichts ausmachen. Ich fand das sehr seltsam und war mir unsicher. Ich lies deshalb etwas Zeit verstreichen und befragte ihn nach einer Weile erneut zu diesem Problem. Seine Antwort war die Gleiche. So fing ich eine Affäre an mit einem Mitstudenten an der Weiterbildungseinrichtung an.

Er war seelisch sehr instabil. Er war davon überzeugt übersinnliche Kräfte zu haben. Manchmal brach er einfach so in Tränen aus. Ich habe leider öfter intensiveren Kontakt mit Männern gehabt die offensichtlich psychische Probleme hatten. Ich finde das sehr bedenklich. Wie soll ich so aus meiner Situation herauskommen. Ich möchte ein normales Leben führen.

Nach einer Weile habe ich die Affäre beendet. Mit meinem Partner war ich noch zusammen aber mir fehlte weiterhin etwas in unserer Beziehung. Nach meiner Weiterbildung fing ich eine neue Arbeit an und verliebte mich dort in meinen Arbeitskollegen. Ich hatte über den Kollegen auch mit meinem Partner geredet. Er war immer so etwas wie mein Ratgeber und Mentor. Ich hätte das nicht tun sollen. Ich hatte niemanden zum Reden und habe ihn in dieser Situation Missbraucht. Irgendwann bin ich mit dem Kollegen fremdgegangen. Das war zu viel. Ihm reichte es. Er hielt immer noch vereinzelt Kontakt mit mir aber es war für ihn aus. Ich muss ihm sehr weh getan haben. Als wir das letzte Mal telefoniert haben flippte er so aus wie ich ihn noch nie gehört habe. Mir tut das wahnsinnig leid. Ich habe damals einen Fehler gemacht, weil ich einfach zu schwach war und mich an jeden Strohhalm geklammert habe. Ich habe ihn missbraucht und er war noch gutmütig und gab mir bereitwillig gute Ratschläge. Ich bereue das wirklich sehr.

Mit dem Kollegen von damals bin ich noch zusammen. Wir führen eine glückliche Beziehung. Ich bin sehr dankbar für ihn.

Die Firma in der wir arbeiteten war ganz ok. Aber der Job sehr stressig. Leider meinte unser übereifriger Teamleiter auch Schichtarbeit einführen zu müssen. Das war ja genau der Grund der es mir in der vorherigen Firma gesundheitlich so schwer gemacht hatte. Und jetzt das Gleiche schon wieder. Fantastisch.

Ich war mittlerweile 1 Jahr in der Firma. Ich musste starke Medikamente nehmen damit ich das durchhielt. Nach der Arbeit war dann leider nicht mehr viel los mit mir was auch meine Beziehung sehr belastete, denn auch am Wochenende schlief ich meistens. Leider meldete sich auch meine Haut. Ich bekam starke Urtikaria. Ich hatte das schon lange aber nie so stark. Bisher wusste ich nicht was es ist. Ich war zwar beim Arzt aber die roten stark juckenden Flecken verschwinden ja nach ein paar Stunden wieder so, dass bei einem Arzttermin meist keine zu sehen waren. Doch plötzlich entzündeten sich meine Beine so stark, dass ich kaum noch laufen konnte. Ich ging also in die Hautklinik und musste dort gleich stationär bleiben. Ich hatte Vaskulitis eine Entzündung der Gefäße.

G~rwottxig


Die Wellen die solch eine Kindheit und Jugend schlägt sind leider weitreichend bis in die kleinste Ebene. Diesen Brocken schluckt man nicht so leicht. Ich hatte doch auch ein Recht auf körperliche und seelische Unversehrtheit. Damals hat niemand die Polizei gerufen, meine Eltern angezeigt oder mal das Jugendamt verständigt. Warum nicht? Es hat einfach niemanden interessiert. Warum passierte das gerade mir? Warum bestraft mich Gott so?

Diese Fragen habe ich mir auch eine Zeit lang gestellt. Allerdings ist es müßig, denn es gibt keine befriedigende Antwort, letztlich drehst du dich im Kreis. Bei mir hat es das Jugendamt gewusst, sogar das Familiengericht, passiert ist trotzdem nichts.

Aber daran kann und will ich mich nicht mehr aufhalten, weil es NICHTS ändert. Ich muss mit dem zurecht kommen, was ich habe. Das ist immer mal mehr mal weniger, funktioniert mal besser mal schlechter, das ist aber im Leben nun mal so.

w@eihrfau|chen


ja, wahrscheinlich hast Du recht. Ich muss es irgendwie annehmen. Hab aber keine Ahnung wie. In mir wehrt sich alles. Es erinnert mich manchmal an ein trotziges Kind. Manchmal hasse ich mich dafür, dass ich immer und immer wieder mit der gleichen Leier komme.

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