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Sie redet immer und immerzu dasselbe

Eallme27 hat die Diskussion gestartet


Es geht um meine Mutter, die mir täglich denselben Mist erzählt und mir damit tierisch auf die Nerven geht. Es ist wie "und täglich grüßt das Murmeltier". Ich wohne nicht mehr bei ihr zu Hause, aber entweder ruft sie mich an, bombardiert mich mit Emails oder steht unangemeldet bei mir vor der Tür. Habe deshalb schon Streit mit meinem Freund, weil er es auch nervig findet und jetzt langsam sauer auf mich ist, denn ich bin einfach nicht konsequent bzw. deutlich genug. Ich schaffe es nicht, meiner Mutter zu sagen, dass sie mich nervt, dass ich mir das Gerede nicht Tag für Tag anhören will.

Ich leide wirklich darunter, aber selbst wenn mich jetzt 100 Leute darin bestätigen, dass ich Klartext mit ihr reden sollte, kann ich es nicht über mich bringen. Ich bin ihre einzige Bezugsperson und sie würde es mir nie verzeihen.

Ich habe es schon mehrfach durch die Blume versucht, sage immer wieder mal sowas wie "Ich würd mich an deiner Stelle gar nicht weiter damit beschäftigen, mir wär das zu nervig" etc. Es geht um Familienstreitigkeiten, seit der Scheidung meiner Eltern gibt es da ziemlich Zoff, aber sie beschäftigt sich auch wirklich nur noch damit, es ist nicht zum Aushalten.

Ich weiß nicht was ich machen soll :-(

Antworten
p^a,txch


was bleibt dir anderes übrig als mit ihr zu reden? entweder sagst du ihr, dass du es nicht mehr hören willst bzw. setzt grenzen, oder du hörst dir das gerede noch weiter an.

E8llex27


Ich weiß, ich kann mir nur einfach nicht vorstellen, wie ich ihr das beibringen soll, ohne dass sie stinksauer wird. Ich bin es in Gedanken schon x-fach durchgegangen und ich bewundere jeden, der in so einer Situation klare und deutliche Worte finden kann, aber ich trau mir das wirklich nicht zu.

Wie könnte so ein Gespräch aussehen? Sie ruft mich an oder kommt vorbei und fängt wieder von dem Zeug an. Ich sage dann? "Also Mutter, sei mir nicht böse, aber ich kann es nicht mehr hören"? Oder: "Bitte behalt es in Zukunft für dich"? Das Problem ist, dass sie wirklich keine andere Bezugsperson hat. Wenn sie es mir nicht erzählen kann, bedeutet es, dass sie alleine zu Hause sitzt und es in sich hineinfrisst.

mIari#e_chriWstin


Wenn sie es mir nicht erzählen kann, bedeutet es, dass sie alleine zu Hause sitzt und es in sich hineinfrisst.

Du bist nicht sie. Du bist nicht verantwortlich dafür, dass sie außer Dir niemanden hat. Du hast die Wahl: Entweder es zerfrisst Dich oder Du grenzt Dich ab.

Dass das nicht leicht ist, glaube ich Dir gerne, denn ich kenne das auch. Bei mir hat letzten Endes nur eine Therapie geholfen, Schuld- und Verantwortungsgefühle loszuwerden, die ein Kind nicht haben sollte.

EBllIe27


Du bist nicht verantwortlich dafür, dass sie außer Dir niemanden hat

Das weiß ich, aber ob mir diese objektiv unbestreitbare Tatsache weiterhilft, wenn sie z.B. die Nerven verliert und sich etwas antut? Ich weiß, dass ich dann nicht Schuld bin, aber ich liebe sie ja auch und will sie nicht verlieren. Ich will keinen Streit und keinen Ärger. Es ist ein echter Teufelskreis :-(

cboUl01


Hast du schon einmal die unschöne Variante probiert? Entweder nur "Aha." oder gar nichts darauf erwidern? Und wenn sie dann stutzt und fragt, was los ist, sagen: "Das erzählst du mir jetzt schon zum x-ten Mal, ich habe dir schon X und Y dazu gesagt. Also entweder machst/unterlässt du das jetzt oder wir brauchen nicht mehr darüber zu reden."

p?atcxh


"Also Mutter, sei mir nicht böse, aber ich kann es nicht mehr hören"? Oder: "Bitte behalt es in Zukunft für dich"?

das wäre doch mal ein ansatz.

wie marie geschrieben hat;

Entweder es zerfrisst Dich oder Du grenzt Dich ab.

genauso ist es. darf ich fragen wie alt du bist?

ich musste mich von meiner mutter auch abgrenzen. ich weiß wie schwer es ist und es hat einige tränen gekostet, aber ich bin 26 jahre alt und ich habe nun mein eigenes leben. ich habe zwar immernoch kontakt zu ihr, aber es gibt klare grenzen, die ich auch konsequent durchziehe. das hat mich aber auch einige therapiestunden gekostet.

sie hat auch ihr eigenes leben und ich bin NICHT für ihres verantwortlich, genausowenig wie du für deines deiner mutter.

grenzen setzen bedeutet nicht, dass du sie nicht mehr liebst.

und wenn du ihr einen brief schreibst?

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