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Heilungsphase - Depersonalisation

ZoSar7isoxy hat die Diskussion gestartet


Hallo!

Ich werde jetzt über etwas berichten, dass ich bisher nirgendwo im Internet gesehen hab. Ist auch ein Erfahrungsbericht. Ich hatte am 26.05 ein Horrortrip beim Kiffen bekommen. War sehr schlimm. Hat zwar nur 1 Minute gedauert, war aber schlimm genug. (Hätte das keine Minute mehr ertragen können). Ich hab in dem Moment ein Krankenwagen gerufen. Sie kamen, brachten mich ins Krankenhaus, ich schlief die Nacht und an dem nächsten Tag war alles in Ordnung. Doch nach 2 Tagen fing ein Benommenheitsgefühl mit Taubheitsgefühl des Gehirns an. Es war schrecklich. Die Häuser draußen kamen mir vor als wären sie aus Karton. Ich konnte meine Stimme nicht als meine Eigene einordnen. Das ging genau 39 Tage weiter. Aber es ging nicht nach 39 Tagen, sondern jeden Tag ein bisschen mehr weg. am 40. Tag war das halt komplett weg. Ich weiß, dass es Leute gibt die sich damit seit Jahrzehnten rumschlagen. Ich weiß, dass ich verdammt viel Glück habe. Naja.

Beziehen wir uns nun auf die Überschrift.

Ich habe den Zustand natürlich immer wieder überprüft. Habe innerlich betrachtet wie das Verhältnis zwischen nach und vor dem Horrotrip ist. Dieses Gefühl war schlimmer, als jedes andere das in meinem Kopf rumschlenderte. Später habe ich angefangen intensiver zu träumen. Keine Albträume. Einfach nur intensiver. Am Anfang habe ich mich nicht getraut raus zu gehen, weil die Häuser mir vorkamen als wären sie aus Karton. Aber später habe ich das überwunden, und konnte raus um mit meinen Freunden etwas zu unternehmen. (Ich war 1 Monat krankgeschrieben). Der Grund wieso ich denke, dass das immer schlimmer geworden ist, ist, dass mein Psychologe zu mir sagte, dass das der Anfang einer Schizophrenie sei :-o . Welcher Mensch schafft es sich da nicht reinzusteigern, beziehungsweise nicht daran zu denken dass die Eventualität besteht Schizophren zu werden ??? Aber später, habe ich mich nicht in die Krankheit, sondern in die Heilung reingesteigert. Ich habe alles so genommen wie es ist. Ich habe dinge getan, die ich sehr mochte vor dem Horrotrip. Ich war jeden Tag schwimmen. Ich bin immer um die selbe Uhrzeit schlafen gegangen und um die selbe Uhrzeit aus dem Bett. Ich habe mich mit meinen kleinen Brüdern sehr beschäftigt. Habe sehr oft mit meiner Mutter darüber gesprochen. Und, ich weiß nicht wieso, aber meine Mutter sagte mir immer, dass sie sich 100%ig sicher ist, dass ich gesund werde. Es kam auch so. Ohne Medikamente, ohne Ärzte, ohne Psychiatrien. Einfach nur Selbstinitiative. (Ich lobe mich nicht, das ist einfach Fakt). Der Auslöser spielt natürlich auch eine große Rolle. Auf jeden Fall, ich spreche die Betroffenen an: Je aktiver ihr am Leben teilnimmt, desto schneller wird die DP verschwinden. Es ist unmöglich, dass man für immer mit sowas lebt. Ich meine, wir sind doch bei Bewusstsein. Wir können immer noch denken, fühlen, handeln, laufen, springen. Mit sowas lebt man nicht für Immer. Schaut euch mal die Krebspatienten an. Entweder, sie werden das nicht überleben, oder das Gegenteil. Ich kenne keinen Krebspatienten, der sich damit 65 Jahre lang rumgequält hat. Aber ich sage euch etwas. Diese Depersonalisation ist eigentlich so etwas Gutes. Nachdem man das überwunden hat wird man soo reif. Soo weise. Man hat das dreckigste durchgezogen, was man in seinem Leben eigentlich durchziehen kann. Verlust des Selbstgefühls. Das schränkt eigentlich alle Dinge ein, die man im Leben tut. Wie gesagt. Nimmt am Leben aktiv teil!

Ich wünsche den Betroffen viel Glück, Segen und vor allem Gesundheit.

Antworten
HlaSt4efazn


Hey, :).Bin 20 und selbst betroffen (auch durch Kiffen ausgelöst). Ich freue mich dass sie bei dir verschwunden ist. Ich selber kann jetzt im April 2012 mein 4 Jähriges Jubiläum feiern -.-. Mittlerweile tue ich alles wie ohne die DP die meisten Menschen um mich herum wussten bis vor einem Jahr nicht mal dass ich daran leide. Jetzt wissen es ein paar es weil ich seit dem Krank geschrieben bin :(. Die ersten 3 Jahre Ausbildung mit Mühe und Not hinbekommen. Habe den Job gehasst und weil ich den ganzen Tag am PC bei einer Versicherung arbeitete und die Konzentration bei der DP bei langem Arbeiten ja doch geschwächt ist, habe ich einen Aufhebungsvertrag mit dem Unternehmen gemacht. Meine Freunde wissen es immer noch nicht genau. Also bis vor einem Jahr tat ich alles was ich auch ohne die DP gemacht hätte. Am We mit Freunden weggehen. Auf Festivals gehen. Freundinnen haben. Bin vor eineinhalb Jahren mit meiner jetzigen Freundin in eine eigene Wohnung gezogen. Und leider hat alles nichts geholfen :(. Leider ist es bei den meisten doch nicht so einfach die DP wegzubekommen. Deswegen will ich wirklich gerne wissen wie lange du die DP hattest. Ich schätze einfach mal ganz frech unter 3 Monate :). LG Stefan H.

HKaQStefxan


sry, hab deinen Beitrag das erste mal überflogen. Hast ja schon geschrieben wie lange du es hattest :D. Hab richtig geschätzt :) :).

H0ellxas


ohje steffan, wusste gar nicht, das sone DP so lange andauern kan, was kannman den dagegen tuen?

MSr.}Dub


Also, jetzt möchte ich auch mal meine Story ins Netz schreiben. Ich bin 16 Jahre alt und hatte die ersten Symptome Anfang August 2013. Auch wie bei euch vom Kiffen. Ein halbes Jahr lang ging das auch alles gut, jedoch habe ich dann einmal das Zeug eines Kumpels geraucht, welches mit Spice gestreckt war. Die Folge war, dass ich einen Horrortrip hatte und dann dieser Traumartige zustand nichtmehr weg gegangen ist. Am Anfang war das ganze auch echt ziemlich schockhaft aber konnte trotzdem normal alles weitermachen. Lediglich die Wahrnehmung war bei mir anders. Um erstmal herauszufinden was mit mir los war habe ich Tagelang das Internet durchsucht. Nach 3 Monaten war das ganze dann auch zum größten Teil vorbei und tritt seit dem nur noch Phasenweise auf. Was mir persönlich immer geholfen hat ist sich gar nicht reinzusteigern sondern abzulenken und nicht weiter drüber nachzudenken. Auch Musik hören hat mir geholfen. Falls sich mein Zustand nicht verschlechtern sollte werde ich auch keinen Arzt aufsuchen. Vielleicht irgendwann aber jetzt noch nicht... Die Symptome mit der Isolation hatte ich aber in keiner Weise. Nach außen merkt man es mir nicht an, es ist lediglich alles etwas verdreht in meinem Kopf... Und man kann auch mit so einer Erkrankung alles erreichen. (Mein Zeugnisschnitt in der 11. Klasse/Oberstufe/Hessen ist 1,4) Was mich nur interessieren würde ob man das irgendwie mit medikamenten Behandeln kann und ob es zu 100% Heilbar ist. LG.... :-)

Mnr.Dxub


Ich meine natürlich August 2012 !

S5teffilDein1x9


Hallo, ist hier noch Jemand?

Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen. :-)

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