» »

Menschen die sich gehen lassen.....

aT.fiRsh


Denn wer in einer Depression steckt, der findet oftmals nicht alleine die Kraft, sich aufzurappeln und ihr dann vorzuwerfen: ja andere schaffen es doch auch ... da fehlen mir die Worte

Zustimmung, wobei man auch hier wieder die Depressionen rauslassen kann und der Satz meiner Meinung nach immer noch passt: man einer findet nicht die Kraft, sich aufzurappeln, aus welchen Gründen auch immer.

Aber Yunos Weltbild ist ja fertig, scheint es. Ich glaube nicht, dass wir irgendwie auf sie einwirken können – was sie nicht kennt, gibt es nicht. Yuno, wenn es Dir hilft, hier Deine Verachtung über Deine Mutter auszugießen.. nur zu. Deine Mutter scheint sich aufgegeben zu haben, vielleicht wird es Dir irgendwann leid tun, sie getreten zu haben, als sie schon am Boden lag. Vielleicht auch nicht.. weiß gar nicht, was ich Dir wünschen soll.

S|pr@itex200


Meine Oma hatte bereits sehr jung einen schweren Schlaganfall. Danach wurde sie schwer depressiv. Ein großes Zeichen für eine Depression ist doch absolute Antriebslosigkeit. Diese kann so groß sein, dass man nicht mal mehr den Antrieb hat sich zu waschen geschweige denn im Haushalt was zu tun. Sie ertrinkt zudem auch im Selbstmitleid wegen ihrer Krankheit bzw. ihrer Situation danach.

Zudem kenne ich jemanden der schon Jahrezehnte eine schwere Depression hat, dies aber schubweise! Ihm gehts monatelang sehr gut und er hat alles im Griff. Und dann sind wieder Monate dabei wo er nichts aber auch wirklich gar nichts auf die Reihe bekommt. Da liegt kommt er kaum aus dem Bett raus. Die Bude verwahrlost in dieser Zeit, im Kühlschrank ist selten etwas und sich waschen sowieso zu anstrengend. Das hat nichts mit Faulheit zu tun. Das ist Antriebslosigkeit auf höchstem Nieveu.

Bei allem was die TE schildert, nehme ich mir durchaus raus auf eine Depression zu schließen. Nur weil sie selbst Depressiv ist und es nur in anderer Form kennt, heißt das doch nichts. Ich kenne es durchaus mehrfach in dieser schlimmen Variante. Depressionen werden leider sehr häufig sehr unterschätzt. Es bringen sich jedes Jahr jede Menge Menschen sogar um deswegen...

Probleme hat man natürlich, wenn sich eine Person nicht helfen lassen will, das gibts ja auch.

s$eda,texd


Hast Du schon mal was von selbstverletzendem Verhalten gehört.. ???

Das kann nicht nur ritzen oder Kopf an die Wand schlagen oder erbrechen sein...

Je nachdem was demjenigen am Wichtigsten erscheint wird er die Form wählen die ihm am meisten

Schaden zufügt.....z.B. Figur ruinieren durch Essstörungen, Haare abrasieren, Kontakt zu den wichtigsten Menschen abbrechen, Job hinschmeissen, keine Nähe mehr zulassen, auf dem Fussboden schlafen, oder eben

seinen eigenen Körper durch dieses Verhalten abwerten und anwidern, Ekel entwickeln oder

verstärken...

ich weiss das klingt extrem aber gerade wenn es Dir sehr wichtig ist Dich in Deinem Körper wohl zu fühlen kannst Du Dich so am wunden Punkt treffen und Dir sehr wehtun....

Knleixo


Yuno

Mir wäre es im Traum nie eingefallen nicht zu duschen oder mich zu waschen,ich krieg ja schon eine leichte Kriese,wenn ich im KH bin und mir nicht 2 Tagelang meine Haare waschen kann... :-X .

Das ist ja schön und gut, wenn es bei Dir so ist. Was hat das mit anderen zu tun?

Vor allem wäre es interessant zu erfahren, worum es Dir geht, denn scheinbar geht es Dir nicht einfach mal darum, wie andere damit umgehen, sondern eher hast Du ein Problem mit Deiner Mutter, oder?

Gvrot`tig


Ob die Mutter der TE nun eine Depression hat oder nicht. Ich vermag es nicht zu beurteilen und es steht mir auch nicht zu. Die TE hat allerdings folgende Frage in den Raum geworfen:

Was treibt einen Menschen nur dazu sich körperlich gehen zu lassen?

Eine Möglichkeit ist die Depression. Das hat dann aber wenig mit mangelnder Hygienevorstellung zu tun, als viel mehr das Waschen an sich eine schier unüberwindbare Anstrengung darstellt. Und liebe TE, nur weil dir das nicht bekannt ist oder du andere Anzeichen einer Depression hattest, heisst das nicht, das es das nicht gibt. Allerdings gehe ich nicht davon aus, dass du von deiner Einstellung abweichst. So und nun bin ich hier raus.

Y?uno


Ja ich habe es hart geschrieben und es mag wirklich herzlos rüberkommen,aber das bin ich nicht,im Gegenteil,ich hab einfach nur nicht mehr diese Gefühle Mitleid mit ihr zu haben,es erschreckt mich ja selber,aber ich kann nicht mehr anders :-/ :-( .

Ich hab meiner Mutter jahrelang den Haushalt gemacht,ich hab es ertragen das sie nach der Scheidung jedesmal wildfremde Typen mit nachhause geschleppt hat,das teilweise sogar täglich bis mal eine gehörnte Ehefrau vor unserer Tür stand und mich rund machte (während sich meine Mutter mit ihrem Mann vergnügte)!!!

Ich hab mit meiner Mutter viel mitmachen müssen,was ein Kind normal nicht so erleben dürfte,dann verzeiht mir bitte meinen harschen Ton,aber ich hab einfach im Moment keine lieben Worte für sie übrig.

Irgendwo lieb ich meine Mutter,aber ich weiss nicht wie ich es definieren soll,eher eine Art Hass-Liebe!

Ich hab ein kleines Kind,ich kann mich jetzt nicht auch noch um meine Mutter kümmern.Ich hab es jahrelang getan,irgendwann bin ich auch mal am Ende meine körperlichen und psychischen Kräfte.

Sie verweigert ja alles,wie gesagt,Schmerztherapie oder allgemein Therapien.

Vorhin war sie auch wieder da,ich hab dann gesagt,das sie sich jetzt endlich mal umziehen soll,sie hat seit Tagen immer dasselbe an und zieht es nachts auch nicht aus,ihre Haare sind fettig und sie müffelt,ich krieg so die Kriese,warum kann das keiner verstehen?

Mich belastet auch,was die Leute schon denken und sagen,denn sie ist so peinlich und fällt damit eben auf,ich schäme mich für sie und ich kann einfach kein Mitleid mehr mit ihr haben,ich kann es einfach nicht!

Yiuynxo


Sie kann sich waschen,dafür ist sie weder zu gebrechlich noch zu unbeweglich,sie will nur einfach nicht,weil sie strikt ergeben faul ist und nicht weiss wozu sie es tun soll!

Sie kann noch normal laufen,sie kann mit der Kleinen rumtoben und spielen,sicher nicht mehr so gut wie ein völlig gesunder Mensch,aber sie kann noch soweit ALLES tun,also sich auch duschen oder baden.

Warum wird mir hier eigentlich ständig unterstellt,das ich keine Ahnung habe und nur herzlos sei?

Ich dachte,das hier ist ein medizinisches Forum wo einem geholfen wird und nicht mit Vorwürfen bombardiert wird :(v

Ich leide darunter,ich leide unter ihrer Schmuddeligkeit,das sie sich gehen lässt und sich nix mehr aus sich macht,was denkt wie schlimm das für mich ist!

Innerlich zerreisst es mich,aber was soll ich denn noch tun,ich kann sie so nicht mehr ertragen.....

ak.fixsh


Yuno, vielleicht würde es Dir helfen, Dich mit Gedanken anzufreunden, dass Deine Mutter kein gesunder Mensch ist. Ihr Verhalten in der Vergangenheit und in der Gegenwart klingt jedenfalls nicht danach.

Unabhängig davon ist es verständlich, dass Du unter der Situation leidest. Anders als andere hier würde ich Dir nicht vorschlagen, helfend einzugreifen oder sie weiterhin zu unterstützen. Du sagst, sie lehnt alles ab – dann ist das ihre Entscheidung. Für Dich bleibt der schmerzhafte Schritt, sich von ihr zu lösen und Dich darauf einzustellen, dass Dein Kind keine liebevolle Oma haben wird und Du in Deiner Rolle alles Tochter alles getan hast, was in Deiner Macht steht.

Wenn Dir der Kontakt zu ihr nur noch Probleme und Leid bereitet, dann ist das kein gangbarer Weg mehr für Dich. Du kannst Hilfe anbieten – und das hast Du nach eigener Aussage ja mehrfach getan – aber Du kannst niemanden zwingen sie anzunehmen.

S}pritue2x00


warum kann das keiner verstehen?

weil man dazu bis jetzt vielleicht einfach auch noch etwas wenig Hintergrundinfos hatte. Die Leute können doch nur nach dem Urteilen was man auf den ersten Blick liest!

Wenn sie jede Hilfe ablehnt kann ich nur diesem Zitat zustimmen:

Unabhängig davon ist es verständlich, dass Du unter der Situation leidest. Anders als andere hier würde ich Dir nicht vorschlagen, helfend einzugreifen oder sie weiterhin zu unterstützen. Du sagst, sie lehnt alles ab – dann ist das ihre Entscheidung. Für Dich bleibt der schmerzhafte Schritt, sich von ihr zu lösen und Dich darauf einzustellen, dass Dein Kind keine liebevolle Oma haben wird und Du in Deiner Rolle alles Tochter alles getan hast, was in Deiner Macht steht.

YWunxo


a.fish

aber genau das ist ja der Knackpunkt :-( ,bei und mit der Kleinen "blüht" sie ja kurzzeitig auf,sie liebt die Kleine und tut echt alles für sie und mit ihr.

Daher kann ich es auch absolut nicht verstehn,das sie sich dann trotzdem noch so gehen lässt?

Ich hatte als Kind schweres Asthma,sie sagte bis heute,das wenn sie nicht geraucht hätte,ich bestimmt kein Asthma gehabt hätte (man weiss es ja nicht,es ist eben ihr Gedanke),so,aber dann im Gegenzug qualmt sie und kommt mit ihrer stinkigen Klamotten zu mir und zieht die Kleine ständig rum,der totale Wiederspruch!!! :-(

Ich will ihr den Kontakt auch nicht verbieten,ich allerdings halte mich jedesmal sehr zurück und rede nicht allzuviel mit ihr,ob sie das überhaupt noch merkt,keine Ahnung.

Es macht mich traurig und sehr wütend das sie sich so gehen lässt,sie war schon immer ein schwieriger Mensch,meine Oma (ihre Mutter) sagt das bis heute,aber sie hat sich wenigstens gepflegt!

Ich sag doch nichts,wenn man seinen Haushalt mal nicht schafft und da Hilfe benötigt,wie gesagt,ich wäre ja immer da gewesen,aber sie lässt sich ja erst gehn,seit sie es endlich geschafft hat,ihre Rente zu bewilligen.

Sie hatte es auch noch nie leicht im Leben,aber warum macht man es sich dann selber zusätzlich noch so schwer?

Ich will keinen Kontaktabbruch,ich will das sie sich nicht mehr so gehen lässt und wieder aktiv am Leben teilnimmt,wie schaff ich das nur,ohne mich dabei noch ganz und gar aufzuopfern?

Ich weiss einfach nicht was ich tun soll und ich weiss eigentlich auch nicht warum ich hier schreibe,ich musste einfach mal irgendwo Luft ablassen.Ich weiss nicht was ich mir erhoffe.....?! :-|

MVikxan


Auch, wenn ich mich hier bei manchen etwas in die Nesseln setze, aber ich denke, vielleicht könnten gewisse "Regeln" alles erleichtern? ich gehöre nicht zu den leuten, die meinen, alles akzeptieren zu müssen, nur weil der andere "krank" ist. Ich denke auch, deine Mutter wird ein großes psychisches Problem seit Jahren mit sich rumschleppen, was sich immer mal anders äußert. Du meinst, gutes Zureden hilft bei ihr nicht, aber so wie es ist, macht es dich fertig, es widert dich an und ich denke, du wirst dir auch Sorgen um dein Kind machen, oder? Daher gewissen Regeln, je nachdem, zu was du fähig bist. Im ganz krassen Fall, ihr auch zuliebe, den Kontakt untersagen, bis sie einwilligt sich professionelle Hilfe zu holen. Oder Treffen finden nur noch bei DIR zu hause statt, mit der ansage, dass sie davor geduscht hat, etc... wenn sie es schon nicht für sich selbst machen will, dann halt für deine Enkelin. Halt irgendsowas in die Richtung, vielleicht hilfst du deiner Mutter damit mehr als anders.

ax.fisxh


Ich will keinen Kontaktabbruch,ich will das sie sich nicht mehr so gehen lässt und wieder aktiv am Leben teilnimmt,wie schaff ich das nur,ohne mich dabei noch ganz und gar aufzuopfern?

So schwer es Dir fällt: sie ist ein erwachsener Mensch. Solange sie nicht um Hilfe bittet, kannst Du nichts tun. Außer Druck ausüben, Dich fertig machen, gegen eine Wand reden, Dich aufregen, verzweifeln.. etc.

Du musst eine Entscheidung treffen: kannst Du den Kontakt – ihr zuliebe, Deinem Kind zuliebe – ertragen und zwar so, wie sie gerade ist oder kannst Du es nicht? Wie Du Dich auch entscheidest, beides wäre in Ordnung – aber irgendeine Entscheidung musst Du meiner Meinung nach treffen, sonst reibst Du Dich daran auf.

Wenn Du weiterhin den Kontakt halten möchtest, kann das (wieder natürlich nur meinem Eindruck nach) nur funktionieren, wenn Du Dich emotional distanzierst und sie einfach so hinnimmst, wie sie nun einmal ist. Ohne das gut zu finden, ohne das zu unterstützen, aber eben so, dass es Dich nicht mehr so fertig macht.

J1ezpebxel


@ Yuno

Ich dachte,das hier ist ein medizinisches Forum wo einem geholfen wird und nicht mit Vorwürfen bombardiert wird :(v

Hier wird sehr vielen Menschen sehr wohl geholfen. Nur hättest Du bevor Du Deinen Eingangsbeitrag und den darauf folgenden Beitrag noch einmal innerlich Revue passieren lassen sollen, bevor Du ihn abgeschickt hast.

Keiner der User hier kennt Deine Vorgeschichte und somit kann man nur auf das Geschriebene und den Tonfall reagieren. Was Du geschrieben hast und wie Du es geschrieben hast, war wahrscheinlich ein Resultat von aufgestauten Frust und Du wolltest es Dir von der Seele schreiben und hast Dich in der Hoffnung, dass man Dir hier Verständnis entgegenbringt und vielleicht eigene ähnliche Erfahrungen und Lösungen postet. Nur leider hast Du Dich zu sehr von Deinen Frust dazu hinreißen lassen, diesen Faden zu polemisch dafür aber kaum informativ zu eröffnen. Somit konnte niemand nachvollziehen, warum Deine Sichtweise ist, wie sie ist. Sei Dir sicher, dass noch eine Menge anderer User entsprechend reagieren werden, da ihnen ja beim Lesen des Eingangsbeitrages nur harte Worte entgegen springen, aber keine Erklärung warum Du diese Gefühle Deiner Mutter gegenüber hegst.

Ich hab mit meiner Mutter viel mitmachen müssen,was ein Kind normal nicht so erleben dürfte,dann verzeiht mir bitte meinen harschen Ton,aber ich hab einfach im Moment keine lieben Worte für sie übrig.

:)_ Lass Dich mal drücken. Ich möchte Dir aber auch den Ratschlag geben, wenn Du wieder einmal das Gefühl hast, dass Dich diese Erinnerungen fast "erschlagen" und der Frust auf Deine Mutter und eure Vergangenheit zu groß wird, Du versuchst, Dich nicht zu sehr davon in einen Strudel aus negativen Emotionen reißen zu lassen. Hass, Wut, Verzweiflung und andere negative Emotionen sind enorm Kräfte rauben. Es ist, als wenn ein unsichtbarer, aber recht übermächtiger Parasit an einem klebt und aussaugt und die eigene Sicht verändert.

Du kannst das Geschehen nicht mehr rückgängig machen. Versuche aber innerlich damit friedlich abzuschließen und zu erkennen, dass man nicht ändern kann, was geschehen ist, aber man sich darüber nicht definieren möchte.

Ich war ein sehr wütendes junges Mädchen. Aber irgendwann habe ich für mich beschlossen, dass ich meinen inneren Frieden mit dem, was geschehen ist, schließen muss. Ich hatte keine Lust mehr, mich von dieser Wut auffressen zu lassen.

Du hast ein Kind. Das ist etwas so Schönes und Positives! Wäre es nicht einfacher, sich auf diese wunderschöne Seite des Lebens zu konzentrieren soll jetzt nicht heißen, dass Du es nicht tust und einfach akzeptierst, dass Du weder die Vergangenheit verändern kannst und Deine Mutter einfach so ist, wie sie ist. Manchmal wollen andere Menschen keine Hilfe, warum auch immer. Wenn sie Therapien verweigert, so kannst Du nur hoffen, dass sie irgendwann ihren Standpunkt von alleine ändert, aber es vergeudete Liebesmühe ist, wenn Du Dir den Mund fusselig redest und irgendwann über ihre Weigerung so verärgert bist, dass Du Dich innerlich total ausgelaugt fühlst.

Vorhin war sie auch wieder da,ich hab dann gesagt,das sie sich jetzt endlich mal umziehen soll,sie hat seit Tagen immer dasselbe an und zieht es nachts auch nicht aus,ihre Haare sind fettig und sie müffelt,ich krieg so die Kriese,warum kann das keiner verstehen?

Du kannst, wenn es Dir weiterhilft, ihr ans Herz legen, dass sie sich bitte vor einem Besuch bei euch, frisch macht und frische Kleidung anlegt. Es ist Deine Wohnung und Du musst sie nicht hineinlassen, wenn Du nicht möchtest. Das kann natürlich dazu führen, dass sie sich arg verletzt fühlt. Jetzt musst Du natürlich abwägen, ob Du riskieren möchtest, dass sich Deine Mutter zurückgewiesen fühlt und Du das Ganze durchziehst oder Du nachgibst und wieder innerlich unglücklich bist. Wie Du Dich entscheidest, bleibt Dir vorbehalten. Das habe ich als völlig wertungsfreies Statement geschrieben.

Wie sie zu Hause bei sich herumläuft, das ist ihre Sache. Und da kannst Du Dich nicht wirklich einmischen, solange sie sich und andere nicht selber in Gefahr bringt.

Mich belastet auch,was die Leute schon denken und sagen,denn sie ist so peinlich und fällt damit eben auf,ich schäme mich für sie und ich kann einfach kein Mitleid mehr mit ihr haben,ich kann es einfach nicht!

Sicherlich! Aber ganz ehrlich: Die anderen Leute können von mir aus denken, was sie wollen. Meine Oma hat immer gesagt, dass die anderen erstmal vor ihrer Türe kehren sollen, wenn man sie darauf ansprach, dass die anderen Leute da eventuell die Augenbrauen hochziehen könnten.

Ich leide darunter,ich leide unter ihrer Schmuddeligkeit,das sie sich gehen lässt und sich nix mehr aus sich macht,was denkt wie schlimm das für mich ist!

Sag ihr das! Aber ohne ärgerlich zu werden, wenn sie ausweicht oder sagt, dass sie sich nicht ändern möchte/kann.

Wie sie daheim oder auf der Straße herumläuft, ob sie drei Zigaretten auf einmal raucht oder ihre Haare vor Fett glänzen, lass es Dich nicht zur Weißglut bringen. Das ist ihre Sache! Allerdings kannst Du, wie gesagt, ihr sehr wohl nahe bringen, dass Du sehr darunter leidest, wenn sie sich nicht frisch macht und neue Kleidung anzieht, wenn sie bei euch zu Besuch ist.

Ich kann Dir kein Patentmittel anbieten, wie Du Deine Mutter änderst oder die Situation zwischen euch sich optimal lösen lässt. Leider!

J0ezexbel


Ich will keinen Kontaktabbruch,ich will das sie sich nicht mehr so gehen lässt und wieder aktiv am Leben teilnimmt,wie schaff ich das nur,ohne mich dabei noch ganz und gar aufzuopfern?

Ganz ehrlich? Du hast es bis jetzt nicht geschafft, dass sie sich ändert und somit wird das auch in Zukunft nicht anders verlaufen. Vielleicht muss von außen jemand kommen rein zufällig,, der ihr den Anreiz bietet, sich zu ändern. Das ist fast so Kindern, die eine Speise daheim bisher grundsätzlich verweigert haben, ohne sie je gekostet zu haben. Und dann waren sie irgendwo zu Besuch und kommen nach Hause und berichten, dass diese Speise so lecker ist und Mama das bitte auch mal kochen soll.

Meine Mutter ist ein Frust- und Angstesser. Sie war jahrelang in einer Situation, die sie selbst nicht verändern wollte und teilweise nicht konnte, wo sie wirklich enorm zugenommen hat, da sie so unglücklich war. Ich habe sie öfter darauf angesprochen, wenn ich sie einmal im Jahr besucht habe. Es kamen Ausflüchte und Ausreden. Meine Mutter war sich sehr wohl bewusst, dass sie bei Frust oder Angst unnötigerweise sehr kalorienreich aß und dass sie doch recht übergewichtig dadurch geworden war. Ich habe ihr Tipps gegeben, wie sie dem entgegenwirken könnte, aber sie kam einfach nicht aus diesem Teufelskreis heraus.

Ich habe einfach akzeptiert, dass meine Mutter in der Situation wie sie war, nicht in der Lage war, etwas zu ändern. Das war einfach wie ein Teufelskreis.

Die ganze Sache hat sich von selbst gelöst, als meine Mutter in Rente ging und zurück in unsere Heimatstadt zog. Sie blühte richtig auf. Sie nahm unheimlich viel ab (ohne Diät sondern einfach da sie nicht mehr aus Frust aß), zog sich wieder flott an, schminkte sich und war die Frau, die ich in Erinnerung hatte, bevor sie aus unserer Stadt wegzog.

Das ist jetzt nur ein Beispiel dafür, dass man nicht immer die Schlüsselperson für Veränderung sein kann.

Y`uxno


Jezebel

Du hast Recht mit allem,ich hab auch meinen Eingangspost nochmal gelesen,stimmt,er war wirklich sehr hart formuliert,aber ich war einfach nur so gefrustest und so genervt von ihr.

Ich mein,es ist meine Mutter,die Frau die mich zur Welt gebracht hat und grosszog,ich blicke auf meine Tochter und kann es einfach nicht verstehn,wie man sich als Mutter nur so hängen lassen kann,ich könnte es einfach nicht,ich würde es niemals übers Herz brechen.

Sie muss doch wissen,das wir darunter leiden,es ist ihr aber egal.

Ich hab es schon sooft im Guten versucht,ich hab es ihr vor der Geburt meiner Kleinen gesagt,im ganz vernünftigen lieben Ton,sie war so gekränkt,das sie tagelang nicht runter kam.

Sie ist im allgemeinen seit geraumer Zeit sehr schnell verletzt und geht dann meistens.Bevor sie krank wurde,war sie so stark und hat sich nix gefallen lassen,jetzt ist so manipulierbar,ausser in Bezug auf ihre Hygiene und ihren Haushalt,manchmal denk ich,sie macht es aus Trotz nicht :-/ .

Es ist eine verdammte Zwickmühle,denn wenn ich sie daraufhinweise,das sie sich erst zu waschen und zu pflegen hat,bevor sie in mein Haus darf,dann würde sie vermutlich nicht mehr kommen. Sie würde den Kontakt abbrechen :-(. Aber so hinnehmen kann ich es einfach nicht mehr. Bislang hab ich nichts mehr diesbezüglich gesagt,ausser eben ab und an mal die Bemerkung,das sie sich langsam mal wieder waschen und umziehen dürfte. Ich weiss nicht wie lang ich noch den Ausbruch des Vulkans in mir zurückhalten kann,denn eigentlich will ich das nicht,ich weiss was sonst passiert! ":/

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH