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Krankenpflege, Ekel vor Erbrochenem, Angst vor Kündigung

N{eveyrBe hat die Diskussion gestartet


Hallo ihr Lieben,

was ich jetzt schreibe ist mir recht peinlich...& hoffe ihr verurteilt mich nicht.

Hab dieses Jahr meine Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegeassistentin abgeschloßen.

Im Krankenhaus zu arbeiten war schon als kleines Mädchen mein Traum :). :[]

Schon vor der Ausbildung habe ich bemerkt, dass ich Ekel vor Erbrochenen habe, wenn ich alleine schon Würgegeräusche höre, könnte ich mitmachen... vom Geruch & "Zusehen" ganz zu schweigen.

Hab damals gedacht, dass sich das schon legen wird.

Pustekuchen.

Letztens haben wir ne Patientin aus'em OP hoch auf Station hochgeholt & im aufzug fing sie sich dann an zu übergeben... ich wurde panisch und in dem moment wo die fahrstuhl türe aufging fing ich dann an mich selber zu übergeben.

Vor lauter ekel vor mir selber konnt ich nicht mehr aufhören & unser stationsarzt hat mir dann nen Zugang gelegt und i.v. vomex angehängt.

Meine Kollegen auf Station haben alle super reagiert und gesagt, dass wenn ich es nicht vertrage , dann einfach jemand anderes rufen soll.

So jetzt zum Problem: In nen knappen Monat fange ich mit der Dreijährigen Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin an. D.h. das ich wieder alle Stationen durchlaufe unter anderem auch unsere Noro-Iso-Station. Da war ich schon in der einjährigen Ausbildung und denen da hat's auf deutsch nen Schei** interessiert....

Das alles ist mir so peinlich....mit nichts an Ausscheidung habe ich so Probleme wie mit Erbrochenen |-o

Hab angst , dass wenn das in der Krankenpflegeschule rauskommt die mich nach der Probezeit kündigen :(

Antworten
E)leBonoxra


Kann man sich da evt. selbst desensibilisieren? Wenn man sich "Kotz-Videos" ohne Ende anschaut oder so ... ? Ich glaube nicht das sie dich kündigen werden, du wirst nicht die erste mit so einem Problem sein und Menschen sind bekanntlich nicht aus Stein.

NneveGrBe


Ne krieg ich würgereiz :(

E&leonoqra


Ja, darum geht's ja. Dir das so lang anzuschauen bis es langweilig ist. ;-) War auch nur eine Idee am Rande. (Dachte da an Leute die SAW schauen und wahrscheinlich nichtmal mehr mit der Wimper zucken wenn die sowas real sehen würden. ^^)


Rührt deine Reaktion denn von einem persönlichen Erlebnis oder "ist es einfach so"?

C4o=lcshicxin


Also ich denk mal, selbst wenn das wer "rausfindet" das ist noch kein Kündigungsgrund.

Ich nehme an du hattest vorher nie so sonderlich viel mit sowas zu tun, von aher kanns sein dass du mit der Zeit dich etwas dran gewöhnst (dass du zBsp nicht selbst sofort losbrechen musst, wenn jemand damit anfängt) oder dass du es besser kontrollieren kannst. Ich wäre damit offen – gib dir Mühe so gut es geht, vllt erziehlst du ja erfolge, aber wenns nicht geht, dann gehts eben nicht!

K<leinFewal6df#ee


Also jetzt mal ganz ehrlich wenn du eine Emetophobie hast die so extrem ist, warum arbeitest du dann im Krankenhaus? Selbst wenn es dein Traumjob ist, mit solchen psychischen/ psychosomatischen Problemen bist du in einem KH nicht gut aufgehoben. Irgendwann kannst du dich nicht davor drücken Erbrochenes weg zu wischen oder zu unterstützen wenn sich jemand übergibt. Was willst du machen wenn du alleine mit einem Patienten bist, der sich erbricht? Da kannst du nicht abhauen oder die Arbeit auf andere abwälzen. Es kann sogar passieren das der Patient an seinem Erbrochen ersticken könnte nur weil DU nicht helfen kannst. Und manchmal ist auch nicht so schnell jemand bei dir.

Und das du auf der Noro-Iso-Station keine Rücksicht bekommst ist ja wohl klart oder? Wer im KH arbeiten WILL muss das aushalten können.

Sorry, aber du solltst dich nach einer anderen Lehre oder Arbeit umschauen.

E-leo_norxa


@ kleinewaldfee

Hat diese Phobie nicht auch damit zu tun das man Angst davor hat sich selbst übergeben zu müssen? Davon hat sie nichts geschrieben! Und ich denke man kann in JEDEM Beruf Schwächen haben ohne Fehl am Platz zu sein. Sie ist ja nun keine Klärgrubenreinigerin die Angst vor Kot hat oder so.

1}Fen^jax1


Auch wenn das jetzt hart ist, aber ich teile Kleinewaldelfees Auffassung. Eine Pflegekraft, die nicht damit zurecht kommt, wenn sich jemand übergibt, ist meiner Meinung nach nicht tragbar. Jemand, der unter Flugangst leidet, wird wohl auch kaum Pilot werden wollen... :-/

E%le4ono;ra


Du tust so als würde im KH ausschließlich gekotzt werden.

1cFexnja1


Du tust so als würde im KH ausschließlich gekotzt werden.

Nein, aber ich habe gerade eine Chemotherapie hinter mir, bei der es nicht ausblieb, dass ich mich oftmals bereits mehrfach übergeben musste, während die Infusionen liefen. Das war so schon unangenehm und beschämend genug. Wenn dann auch noch das Pflegepersonal offensichtlich angeekelt gewesen wäre und/oder direkt daneben gebrochen hätte, wäre ich wohl im Erdboden versunken.

MbrsI.%Pudsxchel


Wieso darf man sich in der Krankenpflege nicht ekeln ?

10Fenjxa1


Wieso darf man sich in der Krankenpflege nicht ekeln ?

Darf man, aber man sollte sich so weit im Griff haben, dass man es nicht nach außen zeigt. Den Patienten im Krankenhaus geht es in der Regel schon schlecht genug, da sollten sie sich wenigstens einigermaßen geborgen fühlen und nicht auch noch ein "schlechtes Gewissen" kriegen müssen, wenn sie mal spucken müssen, weil das Personal dann einen Anfall kriegt.

E\lBeonoJra


Das kann ich natürlich verstehen. Aber ist es nicht möglich jemanden von "sich übergebenden" fern zu halten – zumindest wenn man damit rechnet das es passiert? Ich meine, sie wird sich wohl so sehr daran gewöhnen können das sie es noch schafft den Raum zu verlassen. Die Situation im Fahrstuhl ist natürlich zusätzlich extrem – weil es nicht nur das erbrechen sondern auch die räumliche Nähe ist. Denke ich zumindest Mal. ":/


@ NerverBe

Was ist denn bei Kindern? Ist's da genauso? Ist es schlimmer bei schwallartigem Erbrechen o. nur in Verbindung mit Würgegeräuschen?

P1unirca85


Ouh ich könnts auch nich – ich hätt glaub ich die ganze Zeit Angst, dass irgendwo wer kotzen könnte.

Also entweder du packst es oder musst dir was anderes suchen, das kannst schlussendlich nur du selbst entscheiden...

1OFesn\ja-1


Eleonora:

Sicherlich gibt es Stationen, auf denen mehr bzw. weniger gebrochen wird als auf anderen. Komplett ausschließen kann man dies wohl aber in keinem Fachbereich. Und ich muss ehrlich sagen, dass es mir den Rest gegeben hätte, wenn die Schwestern auch noch weggelaufen wären, wenn ich mich übergeben musste. Man fühlt sich ohnehin elend und schämt sich, da ist man dann froh, wenn man es mit routinierten Kräften zu tun hat, die sich nichts anmerken lassen, sondern einem evtl. gar den Kopf halten...

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