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Dosierung Cipralex

b)bibxo hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

ich leide seit einigen Jahren unter Angst- und Panikattacken, mal mehr, mal weniger schlimm. Außerdem wurde bei mir Morbus Basedow festgestellt. Hierfür bekomme ich das Medikament Thiamazol (5mg). Als weiteres Medikament nehme ich derzeit noch Pantoprazol (40mg) wegen starken Durchfällen und Übelkeitsattacken ein. Das hilft bisher ganz gut.

Jetzt habe ich Cipralex bekommen und mich auch dazu entschlossen dieses AD einzunehmen, weil ich durch die Panikattacken (und die dadurch entstehende Erwartungsangst) irgendwie keine Lebensqualität mehr habe und versuche alles zu vermeiden was irgendwie geht.

Meine Ärztin meinte ich soll mit 2,5mg Cipralex beginnen. Also habe ich gestern versucht eine 5mg zu zerteilen. Das war leider etwas schwer, weil man die 5mg lt. Beipackzettel eigentlich nicht teilen darf. Nebenwirkungen habe ich bisher keine gespürt, außer das meine Angst heute etwas stärker war (vielleicht ist das aber auch Einbildung).

Meine Frage: Kann ich die Tabletten weiter auf 2,5mg zerteilen oder kann das ein Problem geben? Die gleichmäßige Zerteilung ist auch mit einem scharfen Messer sehr schwer. Wann sollte ich auf 5mg und dann auf 10mg steigern? Reichen 10mg im Normalfall um einen positiven Effekt bei Angst/Panik zu bekommen?

Ich freue mich über Hilfe und auch über Erfahrungen mit Cipralex.

Danke.

Antworten
TShomacsxcat


Ich habe in der Apotheke ein Tablettenteilgerät bekommen, da legst du die tablette rein und drückst den Deckel mit einer scharfen Kante runter.

MAer[id_ixon


Nach einem Tag ändert sich an den Serotoninspiegeln laut dem derzeitigen Kenntnisstand noch nichts. Dass sie also jetzt schon wirken (auf irgendeine Art) ist sehr unwahrscheinlich.

Man kann die Tabletten teilen. Dass es genau 2,5 mg werden wäre natürlich wünschenswert, es ist aber in der (geringen) Dosierung kein Beinbruch wenn es 2,7 oder 2,3 mg sind.

Die Dosierung würde ich in dem Intervall steigern das mit Deiner Ärztin abgesprochen ist, da man beim Eindosieren von Psychopharmaka immer auch auf die Blutwerte (Leber/Niere zB) achten muss, und nur sie die vorliegen hat. Üblich (also bei nem jungen gesunden 70kg Menschen) sind 7 Tage bei Panikstörung bis maximal 10 mg/Tag.

gruß, M

b%bDibo


Ok, danke für die Antworten. Werde heute und morgen nochmal die 2,5mg nehmen und dann weiter auf 5mg gehen. Am Freitag bin ich dann wieder beim Arzt um abzusprechen, wann ich auf 10mg gehe. Bisher spüre ich noch nichts, weder positiv noch negativ.

lg

t.ejddyN76


Ich hab auch so einen Tablettenteiler aus der Apotheke zu Hause. Damit lassen sich die Tabletten recht gut teilen.

AD braucht eine gewisse Zeit bis man merkt ob man es wirklich verträgt. Kann bis zu einer Woche dauern. Ich nehme schon seit vielen Jahren auch ein AD und zwar Doxepin. Habe nach gut 4 Tagen gemerkt wie es mir damit besser geht. Und hab es dann in wochen Abständen gesteigert bis ich zu der richtigen Dosis gefunden habe.

Habe zwischen durch auch mal ein anderes AD bekommen – was bei mir aber die Nebenwirkung hatte, dass ich erst richtige Depressionen bekam und es dann gleich wieder abgesetzt habe.

MYer;iFdixon


Die kleine Dosis Escitalopram kann so kurz nach Ersteinnahme praktisch noch nicht wirken. Ich hatte schon vereinzelt Pat., die bei SSRI (also auch bei Cipralex) nach knapp ner Woche gesagt haben "sie würden was merken". Mit einem tatsächlichen Effekt würde ich aber erst nach ~14 Tagen unter der Erhaltungsdosis rechnen. ALles Gute,

Meridion

SAinne#stätexr


Die kleine Dosis Escitalopram kann so kurz nach Ersteinnahme praktisch noch nicht wirken.

Mag ich so nicht stehen lassen, weil es Menschen gibt, die auf Medikamente sehr empfindlich reagieren, genauso wie es eben auch solche gibt, die auch bei Maximaldosis keine Wirkung verspüren.

SSRI können bereits bei der ersten Einnahme "wirken" (oder nebenwirken), da ist man als Patient doch verunsichert, wenn Arzt das Gegenteil behauptet.

MQer@idi7oxn


Naja, vielleicht hätte ich den Standardsatz der Medizin dazuschreiben sollen "Es gibt nichts was es nicht gibt", aber allein von der Idee des Wirkprinzips der Substanz ist es biochemisch sehr unwahrscheinlich. Was anderes zu behaupten wäre unehrlich.

Jetzt behaupte ich nicht dass es keine Pat. gibt, denen es nach Tag 1 der Therapie nicht schon besser geht. Dennoch würde ich das dann nicht der durchschlagenden Medikamentenwirkung zuschreiben.

Im Gespräch mit einem hypothetischen Pat. würde ich am ehesten auf die positive Wirkung verweisen, wenn "irgendwas" hilft ist es doch schon ein guter Erfolg. Ob das nun am Medikament liegt oder nicht, wichtig ist, das was dabei rum kommt. In diesem Sinne alles Gute,

Meridion

SyemaXnn_x85


Ich nehme auch Cipralex. Allersings die Tropfen, da diese einen leicht anderen Wirkstoff haben. Unterscheidet sich zwar kaum, aber ein wenig lt. Ärztin und Apothekerin.

Ich habe mit 5 mg begonnen und habe innerhalb von 2-3 Tagen einen Erfolg gehabt. Heute bin ich bei 15 mg täglich und nehme abends noch 75 mg Doxepin. Meine Angst und Panikattacken sind so gut wie weg.

Für die Erhöhung würde ich halt bei Misserfolg mit der Ärztin sprechen, da hier in diesem Forum manchmal jeder schlauer ist, wie der andere. Dass soll nicht wertend klingen und keinen Angreifen. Aber wieso gibt es den Ärzte? Wenn ich krank bin geh ich zu einem Fachmann. Wenn ich Steuerprobleme hab gehe ich zum Steuerberater. Wenn mein Auto kaputt ist, gehe ich zu einem Mechaniker, wenn ich nicht mehr weiter weiß. Hier gibt es auch unterschiedliche Qualitäten, nicht jeder ist gleich.

Also diese Dosierungsangaben hier von so manchem Klemptner für Psychsopharmaka finde ich schrecklich. Dies alles ist allgemein auf viele, viele Threads hier bezogen und soll niemanden persönlich angreifen.

Ich habe allerdings das Gefühl, dass man manchmal kränker aus diesem Forum geht, als man reinkam.

JPulxey


Die kleine Dosis Escitalopram kann so kurz nach Ersteinnahme praktisch noch nicht wirken. Ich hatte schon vereinzelt Pat., die bei SSRI (also auch bei Cipralex) nach knapp ner Woche gesagt haben "sie würden was merken". Mit einem tatsächlichen Effekt würde ich aber erst nach ~14 Tagen unter der Erhaltungsdosis rechnen. ALles Gute,

Meridion

Bei mir hats damals 6 Wochen gedauert, bis die (starken) Nebenwirkungen vorbei waren und die Wirkung eintrat... meine Ärztin wollte es schon wieder absetzen weil sie dachte das wirkt gar nicht bei mir ":/ Aber nun nehme ich es seit 2007 und komme gut mit klar.

(wie kommts eigentlich, dass man als "Neupatient" Cipralex verschrieben bekommt, wo doch jetzt alles auf Citalopram umgestellt wird, weil die Kassen Cipralex nicht mehr bezahlen und man entweder eine sehr hohe Zuzahlung leisten muss oder auf eine der beiden Firmen warten muss, die noch liefern, aber starke Lieferschwierigkeiten haben ":/ %:| Ich hab mir vor 2-3 Wochen ein Rezept für Cipralex geholt, es aber in der Apotheke nicht bekommen, es sei denn ich hätte 120€ zugezahlt)

J.ule.y


Ich nehme auch Cipralex. Allersings die Tropfen, da diese einen leicht anderen Wirkstoff haben. Unterscheidet sich zwar kaum, aber ein wenig lt. Ärztin und Apothekerin.

Dann nimmst du kein Cipralex (Escitalopram) sondern Citalopram. Das mit dem anderen Wirkstoff ist auch nicht ganz richtig, im Citalopram ist Escitalopram enthalten.

Mjeryidioxn


Für die Erhöhung würde ich halt bei Misserfolg mit der Ärztin sprechen, da hier in diesem Forum manchmal jeder schlauer ist, wie der andere. Dass soll nicht wertend klingen und keinen Angreifen. Aber wieso gibt es den Ärzte? Wenn ich krank bin geh ich zu einem Fachmann.

Deswegen schreib ich bei jeder Information über Medikamente dazu, dass man dass mit dem behandelnden Arzt besprechen sollte.

Abgesehen davon bin ich zwar Arzt, aber eine Einstellung auf Psychopharmaka muss immer unter Betrachtung des Gesamtbilds des Pat. erfolgen, inklusive Vorgeschichte, somatischer Erkrankungen etc. pp.

Esctalopram (=Cipralex) ist lediglich das aktive Enantiomer des chiralen Citalopram. Heisst, was Wirkweise, Nebenwirkungsprofil und Stoffwechselweg angeht sind beide Präparate gleich. Lediglich die Stofflast insgesamt ist geringer. Es gibt Anhaltpunkte dafür, dass es gegenüber anderen SSRI einen geringfügig besseren Therapieerfolg bietet – Kann man aber momentan noch mangels weiteren Studien noch nicht 100% sagen.

Meridion

MAer[idixon


(wie kommts eigentlich, dass man als "Neupatient" Cipralex verschrieben bekommt, wo doch jetzt alles auf Citalopram umgestellt wird, weil die Kassen Cipralex nicht mehr bezahlen und man entweder eine sehr hohe Zuzahlung leisten muss oder auf eine der beiden Firmen warten muss, die noch liefern, aber starke Lieferschwierigkeiten haben Ich hab mir vor 2-3 Wochen ein Rezept für Cipralex geholt, es aber in der Apotheke nicht bekommen, es sei denn ich hätte 120€ zugezahlt)

Keine Ahnung. In der Klinik kriegt man die meisten Pat. mit Citalopram, zumindest von den Niedergelassenen hier; Und die werden dann meistens umgestellt auf was wirksameres, bei schwer Erkrankten Menschen hab ich selten erlebt dass Citalopram ne Krise (zB mit Suizidversuch) gut stabilisiert bekommt.

meridion

Jsule]y


Ich wurde damals auch ambulant aufs Cipralex umgestellt, weil es in der Klinik nur Cipralex gab und ich dort häufig war, und die Ärzte meinten, das wäre nicht gut ständig zu wechseln. Jetzt stellt aber sogar die Klinik wieder auf Citalopram um, weil ja niemand mehr ambulant an Cipralex rankommt.

J^uxley


Und die werden dann meistens umgestellt auf was wirksameres, bei schwer Erkrankten Menschen hab ich selten erlebt dass Citalopram ne Krise (zB mit Suizidversuch) gut stabilisiert bekommt.

Das ist schon klar ]:D

Aber man kann ja auch zusätzlich was geben (sofern es sich mit dem Cipralex verträgt und keine akute Psychose vorliegt, wo Cipralex ja nicht so förderlich ist).

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