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Intelligenz erkennen anhand von Gesprächen

L^ewNiaxn


Ich halte die Idee fuer falsch, dass es ueberhaupt eine eindimensionale "objektiv wahre" Intelligenz eines Menschen gibt.

Es ist ja nicht so, dass das Konzept "Intelligenz" erst mit der Entwicklung von IQ-Tests erfunden wurde. Man hat IQ-Tests eingefuehrt, weil man etwas quantifizieren wollte, das einerseits genuegend mit dem zu tun hat, was bis dahin von leuten fuer Intelligenz gehalten worden ist, und sich andererseits halbwegs stabil messen laesst. Das bedeutet aber automatisch, dass dabei die schwerer messbaren Aspekte von Intelligenz unter den Tisch fallen. Was IQ-Tests messen, ist also ein eingeschraenktes Konzept von Intelligenz, das insbesondere durch die Anforderungen der Messbarkeit bedingt ist.

Man kann sagen, dass IQ-Tests eine spezielle Idee von Intelligenz ueberhaupt erst herstellen, die sie dann messen. Sie messen nichts, was objektiv da waere, sondern etwas, was sie selber definieren (wobei es jedem freigestellt ist, diese Definition sinnvoll zu finden oder auch nicht).

Das bedeutet aber auch, dass man durchaus legitim von Arten von Intelligenz sprechen kann, die der IQ nicht erfasst (auch wenn diese naturgemaess nicht in derselben Weise einheitlich messbar sind und daher staerker vbon persoenlichen Einschaetzungen abhaengen).

Wenn man sich darueber unterhaelt, ob man "Intelligenz in Gespraechen" feststellen kann, kann damit von daher nicht bloss gemeint sein, ob man im Gespraech den IQ von jemandem gut raten kann. Man kann im Gespraech auch andere Dinge sehen, die fuer Intelligenz relevant sind und die der IQ nicht misst (z.B. die Faehigkeit, Sachen gut nachvollziehbar zu erklaeren, oder die Faehigkeit, auf kreative Loesungen von Problemen zu kommen, an die die IG-Tester nicht gedacht haben). Allerdings kann man sich darueber niocht so gut einigen, weil es eben nicht objektiv messbar ist und man daher niemandem so einfach seine Meinung widerlegen kann.

l\ifet}eech


ich habe kein einziges wort verstanden Lewian ;-D

L.ewi)an


lifetech

Zusammenfassung:

Die Tester sind auch so doof wie wir.

So besser?

l+ifetxech


aso...und warum verschwendest du deine intelligenz an so einem langen text? ;-D

L^ewixan


Ich habe entweder zuviel oder zuwenig davon. Darfst du dir aussuchen.

Ljol/axX5


Es ist ja nicht so, dass das Konzept "Intelligenz" erst mit der Entwicklung von IQ-Tests erfunden wurde. Man hat IQ-Tests eingefuehrt, weil man etwas quantifizieren wollte, das einerseits genuegend mit dem zu tun hat, was bis dahin von leuten fuer Intelligenz gehalten worden ist, und sich andererseits halbwegs stabil messen laesst. Das bedeutet aber automatisch, dass dabei die schwerer messbaren Aspekte von Intelligenz unter den Tisch fallen. Was IQ-Tests messen, ist also ein eingeschraenktes Konzept von Intelligenz, das insbesondere durch die Anforderungen der Messbarkeit bedingt ist.

Man kann sagen, dass IQ-Tests eine spezielle Idee von Intelligenz ueberhaupt erst herstellen, die sie dann messen. Sie messen nichts, was objektiv da waere, sondern etwas, was sie selber definieren (wobei es jedem freigestellt ist, diese Definition sinnvoll zu finden oder auch nicht).

Das bedeutet aber auch, dass man durchaus legitim von Arten von Intelligenz sprechen kann, die der IQ nicht erfasst (auch wenn diese naturgemaess nicht in derselben Weise einheitlich messbar sind und daher staerker vbon persoenlichen Einschaetzungen abhaengen).

Wenn man sich darueber unterhaelt, ob man "Intelligenz in Gespraechen" feststellen kann, kann damit von daher nicht bloss gemeint sein, ob man im Gespraech den IQ von jemandem gut raten kann. Man kann im Gespraech auch andere Dinge sehen, die fuer Intelligenz relevant sind und die der IQ nicht misst (z.B. die Faehigkeit, Sachen gut nachvollziehbar zu erklaeren, oder die Faehigkeit, auf kreative Loesungen von Problemen zu kommen, an die die IG-Tester nicht gedacht haben).

:)z :)^

Bezeichnend ist hier ein Zitat von Meridion

Tatsächlich Intelligenz lässt sich in einem Gespräch nicht quantifizieren. Wäre es so, sprich jemand könnte einfach durch reden den IQ seines Gegenübers bestimmen, dann wären diese Tests nicht seit Jahrzehnten im klinischen Gebraucht verankert.

Selbst verständlich kann man den IQ (Intelligenzquotienten) nicht durch ein Gespräch ermitteln, das hat auch niemals irgendjemand behauptet. Wenn man den IQ will, muss man einen IQ-Test machen. Aber man muss Intelligenz nunmal nicht quantifizieren, um sie zu erkennen. Und zu behaupten, dass ein IQ-Test die einzige Möglichkeit ist, etwas über die Intelligenz eines Menschen herauszufinden, ist einfach viel zu kurz gedacht.

g(ato


Ich denke, man kann im Gespräch imemrhin gut erkennen, ob der Gesprächspartner in puncto Intelligenz auf derselben Stufe steht wie man selbst - aber mehr auch nicht.

Wieso das denn? ":/ Es macht doch einen Unterschied, ob du mit diesem Menschen über ein gemeinsames Interesse sprichst oder über sein Fachgebiet, von dem du null Ahnung und an dem du null Interesse hast. Auch mit Menschen einer anderen "Intelligenzstufe" kann man "gleichberechtigte" Gespräche führen ohne dass sich jemand verstellen muss.

Ich habe die Frage jetzt auch nicht so verstanden, dass man sich mit jemanden 5 Minuten unterhält und dann erkennen kann, ob derjenige intelligent ist oder nicht. Das geht natürlich nicht. Aber wenn man mehrere Gespräche mit der Person führt, wieso soll man das nicht einschätzen können?

Wer intelligent genug ist, der erkennt, was Bildung, Eloquenz, Täuschung oder Manipulation und was Intelligenz ist. Und eine Varianz gibt es immer, auch bei den üblichen IQ-Tests.

g^wendkolynn


Auch mit Menschen einer anderen "Intelligenzstufe" kann man "gleichberechtigte" Gespräche führen ohne dass sich jemand verstellen muss.

Das glaube ich eben nicht. :-)

Natürlich kann man ein, zwei Gespräche führen, ohne dass das offensichtlich ist. Aber mit der Zeit wird sich das schon herauskristallisieren.

gMwe*n&dolxynn


ich habe kein einziges wort verstanden Lewian ;-D

Ich versteh z. B. von Lewians Beiträgen fast nie ein einziges Wort.

Deswegen lese ich sie meist erst gar nicht. ;-D

s'maraYgdgirxl


Hallo,

ich bin mir ziemlich sicher, dass ein gewisses Intelligenzniveau in Gesprächen zu erkennen ist.

liebe Grüße @:)

s0ofia34j-39 jaJhre alxt


Ich versteh z. B. von Lewians Beiträgen fast nie ein einziges Wort.

ich verstehe da auch immer nur die hälfte :-) ;-D

aber gerade deshalb, finde ich lewians beiträge immer interessant

bei den beiträgen von allen usern weiß man immer doch schon vorher, daß man sie versteht, bei lewians beiträgen weiß man vorher nie, was der tag bringt, verstehe ich diesmal 10 % davon was er sagt?

oder gar heute 50%?

oder gar 70%?

also es ist interessant, es immer eine überraschung, ich lese seine beiträge gerne, obwohl ich seine beiträge selten antreffe, da ich meist nicht in den fäden bin wo er ist.

:)D

Hallo,

ich bin mir ziemlich sicher, dass ein gewisses Intelligenzniveau in Gesprächen zu erkennen ist.

liebe Grüße

smaragdgirl

sehe ich auch so :)z

M}eri|d0ioxn


Das bedeutet aber auch, dass man durchaus legitim von Arten von Intelligenz sprechen kann, die der IQ nicht erfasst (auch wenn diese naturgemaess nicht in derselben Weise einheitlich messbar sind und daher staerker vbon persoenlichen Einschaetzungen abhaengen).

Wenn man sich darueber unterhaelt, ob man "Intelligenz in Gespraechen" feststellen kann, kann damit von daher nicht bloss gemeint sein, ob man im Gespraech den IQ von jemandem gut raten kann. Man kann im Gespraech auch andere Dinge sehen, die fuer Intelligenz relevant sind und die der IQ nicht misst (z.B. die Faehigkeit, Sachen gut nachvollziehbar zu erklaeren, oder die Faehigkeit, auf kreative Loesungen von Problemen zu kommen, an die die IG-Tester nicht gedacht haben). Allerdings kann man sich darueber niocht so gut einigen, weil es eben nicht objektiv messbar ist und man daher niemandem so einfach seine Meinung widerlegen kann.

Was jedoch nicht mit dem Ergebnis einer tatsächlichen neuropsychologischen Testbatterie korreliert. Wie Du ganz richtig sagst ist die Intelligenz ein theoretisches Konstrukt, dem man sich anhand verschiedener, möglichst gut validierter Tests annähern möchte (und der gut mit anderen Variablen wie dem sozioökonomischen Status und dem Bildungsniveau korreliert). Aber das stand ja auch nie zur Debatte. Zumindest nicht von meiner Seite aus.

Was ich grenzwertig finde: Du führst "Dinge", die für "die Intelligenz wichtig sind" und die der IQ nicht misst ganz lapidar ein; Jedoch ohne feste Definition von "Intelligenz", womit Du tatsächlich auf der Linie des ganzen Threads liegst: Nämlich eine schwammig-vage Idee von Intelligenz als Grundlage für die Einschätzung im Gespräch gelten zu lassen.

Ich kann auch mal die Katze aus dem Sack lassen und sagen, warum mich grade dieses Thema so anviecht. Ich habe in einer neuropsychologischen Testambulanz promoviert und fand es zum Teil eine brachiale Ungerechtigkeit wie anhand von "Gesprächen", zum Teil von erfahrenen Klinikern (Ärzten, Psychologen), eine Einschätzung des poststationären Funktionsniveaus von Pat. getroffen wurde und auf neuropsychologische Testungen gänzlich verzichtet. Marke: Wir wissen schon wie der drauf ist, der soll mal ne Eingliederungsmaßnahme zum Schweißer machen. – > Bei den Pat., bei denen jedoch eine Testung gemacht wurde waren die Ergebnisse teilweise erheblich besser als sie nach der Einschätzung der lieben Kollegen hätten sein dürfen.

Heisst: Menschen mit bestimmten Persönlichkeitsakzentuierungen, leicht affektiv Erkrankte, Asperger-Autisten oder einfach schlicht dein nächstbester Schüchterner werden von ihrer Umwelt als "doof" eingestuft, weil sie vielleicht kommunikative Fähigkeiten nicht haben oder etwas schriftlich viel schneller lernen als mündlich. Es ist sogar noch schlimmer als das; Leute werden, dazu gibt es mehrere gute Studien, klüger eingeschätzt je mehr sie dem "Schönheitsideal" entsprechen.

Ich gebe seither keinen roten Heller mehr auf die "professionelle Einschätzung" von Kollegen bezüglich der intellektuellen Leistungsfähigkeit von Pat.... Und auf stammtischeinschätzungen von Kumpels a la "Der ist auch nicht ganz der hellste, wa?" reagiere ich mit nem Augenrollen.

Meridion

s@ofi3a34-39w jahr@e xalt


habe keine angst vor fach- oder fremdwörtern, mann muß doch nicht den ganzen text verstehen um das ganze zu verstehen, oftmals reicht es schon einen teil zu verstehen und dann versteht man trotztem das ganze.

Das kommt auf das Fachgebiet an. Wenn mir jemand z. B. was über den Bau von Eskimohütten erzählt, dann interessiert mich das nicht wirklich. Was mich nicht wirklich interessiert, muss ich auch nicht verstehen oder verstehen wollen. Wozu?

ist doch schade, wenn man sich nur z.b. mit leuten unterhält im leben, die auf der gleichen intelligenz- und wissensstufe steht.

Sehe ich anders.

Ich halte es z. B. für Zeitverschwendung, sich mit Leuten zu unterhalten, die intelligenzmäßig (zu) über- oder unterlegen sind

gwendolynn

gwendolynns beiträge finde ich auch immer interessant, nie langweilig, da sie fast immer andersrum denkt als ich :)D

wenn ich sage gelb ist die schönste farbe, kann ich mir fast sicher sein, daß gwendolynn auftaucht und sagt: nöööööööööööööööööööööööööööööö gelb ist doof, wie kommst du nur auf sowas sofia? weiß ist die beste farbe :)D usw.

;-D

zu deinen beitrag:

also jetzt um mal das beispiel gleich aufzugreifen;

der bau eines eskimohütte würde mich in der tat stark interessieren, wieso nicht?

wenn ich das glück habe, jemanden zu treffen der mir was darüber erzählen möchte, warum nicht?

würde ich gespannt zu hören :-)

Ich halte es z. B. für Zeitverschwendung, sich mit Leuten zu unterhalten, die intelligenzmäßig (zu) über- oder unterlegen sind

gwendolynn

sehe ich nicht so, der mensch ansich ist auch interessant, nicht nur die tatsache, daß er etwas langsamer oder schlechter versteht als ich bzw. schneller und besser versteht als ich. :)D *:) @:)

ktamillc$hxen


Interessanter Strang.

Ich denke schon, dass man besonders in einem längeren Gespräch sowas einschätzen kann. Allerdings kann man auf falsche Schlüsse kommen, wenn das Gegenüber gehemmt oder schüchtern ist und sich dadurch unvorteilhaft darstellt oder aus Nervosität komische Aussagen macht. Außerdem würde ich Intelliganz und Bildung ein Stück weit trennen, und wie bei jedem IQ-Test kann mangelnde Bildung auch mal mit verminderter Intelligenz verwechselt werden.

h!eyeCr7dahl


Nämlich eine schwammig-vage Idee von Intelligenz als Grundlage für die Einschätzung im Gespräch gelten zu lassen.

Das sehe ich allgemein als Problem in Laiengesprächen, dass Fachbegriffe durch die imaginäre Deutungshoheit des Einzelnen zweckentfremdet werden. Darum habe ich auch vorgeschlagen, man solle auf einfachere Worte auszuweichen.

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