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Ich will nicht mehr devot sein

S~wexnsub hat die Diskussion gestartet


hallo *:)

ich weiß garnicht wo ich anfangen soll. es ist so das mich eine sexuelle neigung (ist es nur eine? es ist eher eine ganze richtung) sehr belastet und ich mich frage wie ich damit leben kann. vor einigen jahren hat sie mich richtig krank gemacht und auch heute bin ich sehr unglücklich damit. darum hoffe ich das ihr mir helfen könnt.

ich bin seit ich denken kann sexuell devot. schon vor der pubertät merkte ich das bei kinderspielen und märchenfilmen. später in der pubertät war es mir dann ganz klar. sm geschichten im internet und sm videos aus der videothek erregten mich extrem. doch schon damals (und auch heute) ging es mir dabei nie um körperlichen schmerz sondern immer nur um demütigung und erniedrigung. es war immer die psychische schiene die in meinem kopf erregung verursacht. also reine D/S-Fantasien. aber auch normale pornos und "normale" sex fantasien fand ich damals klasse. ich war also nie 100% sm.

sehr sehr lange habe ich diese devote ader geheim gehalten. niemanden habe ich davon erzählt. bis ich eine frau näher kennen lernte die früher in meiner schulklasse war. ich hatte sie seit jahren nicht mehr gesehen. sie übte schon früher in der klasse eine starke dominante art auf mich aus und ich hatte fantasien wo ich ihr diene. wir trafen es uns oft und gingen ins theater oder in Kaffees. beim näheren kennenlernen machte sie Anspielungen und lockte mich aus der reserve. sie wußte wie sie mich ganz langsam in machtspielchen ein spinnen sollte. meine naive und schüchterne art, meine devote neigung zu unterdrücken hat sie damals bestimmt sehr gereizt.

man muss dazu sagen das wir nie ein Pärchen waren und auch nicht wurden. sie hat mir auch niemals gesagt das sie mich liebt. ich dafür war schon am anfang in sie verknallt und verliebte mich nicht nur in sie sondern ich vergötterte sie (und das meine ich ernst). sie wußte es, mich um den finger zu wickeln und führte mich ganz langsam immer mehr in eine devote rolle, die ich nur aus meinen fantasien kannte. dabei ging sie so geschickt vor das sie grenzen und tabus von mir immer weiter übertrat. am anfang gab es kaum tabus für mich. ich fand es schon komisch plötzlich meine devote rolle auszuleben und immer wenn ich alleine war kam ich mir sehr komisch vor mit dieser "beziehung" die wir da hatten, aber eigentlich war es für mich der himmel auf erden. ich lebte ja das aus was ich seit meiner jugend geträumt habe.

ein halbes jahr später ungefähr überschritt ich dann erste grenzen und tabus für mich. denn es wurden anderen leute in unsere spiele eingebunden. ich habe mich aber nie gewehrt oder protestiert (hätte nur ein safeword sagen müssen) weil sie so eine macht über mich hatte und ich jedem befehl von ihr nachkommen wollte. ich wurde nach und nach zu ihrem cuckold. keuschhaltung fand sehr früh statt (erst auf befehl dann mit kg). Später kamen männliche partner ins spiel. erst war ich nur dabei und bediente später wurde ich eingebunden. dazu muss ich sagen das ich gar nicht bi bin. es war die erniedrigung und der ekel den ich erregend fand so das ich es tat.

um es nicht zu lange zu machen, das letzte halbe jahr wurde immer belastender für mich! ich war in einem gefängnis in meinem kopf. mein wille war gebrochen und ich war einer person hemmungslos ergeben. und doch wollte ich mit diesem leben aufhören. nun muss man auch sagen das meine herrin immer fair war! ich hätte immer abbrechen können. ich war niemals richtig gezwungen. aber ihre art und ihr wissen über meine psyche und neigungen schafften es immer wieder mich hörig zu machen. und so tat ich dinge die ich niemals freiwillig tun würde und fand es sehr erregend eben weil ich es niemals tun würde.

das klingt für vanillas sicher komisch. es ist die erniedrigung, es ist das brechen eigener tabus die einen wie eine droge in erregung bringen. dennoch wollte ich abbrechen. meine herrin verstand es vollkommen. ich war aber am boden auch wenn sie versuchte mich "aufzufangen". es ging mir am anfang so als hätte ich einen großen fehler gemacht weil ich das ausleben meiner träume aufgeben will obwohl ich ja am ende dinge tat die ich selber widerlich finde. ich habe sie seitdem nie wieder gesehen auch wenn ich oft an sie denke.

nach einem jahr solo danach kam ich mit einer frau zusammen, die ich heute über alles liebe! sie ist das gegenteil von meiner herrin damals. sie ist sehr zart und schüchtern. sogar etwas devot. mit ihr hatte ich das erste mal vanillasex und ich bin so glücklich. x:) man kann sagen, ich weiß zum ersten mal was liebe ist! ich habe ihr nie wirklich erzählt was ich alles getan habe. ich habe andeutungen gemacht aber nie genaue inhalte für die mich mich ja selber schäme.

ich hatte gehofft durch das erste mal in einer richtigen beziehung würden meine devoten fantasien weggehen, doch das tun sie leider nicht. oft muss ich an meine herrin denken und dazu onanieren. oft gucke ich mir noch sm videos an. ich lebe in zwei welten. mit meiner freundin zusammen in einer glücklichen beziehung, bei der ich endlich weiß was liebe ist und die ich wirklich will, und mit einem trieb, der dinge schön findet die ich eigentlich demütigend und ekelig finde.

nun könnte man sagen klarer fall für den Seelendoc. Doch ich kann mir nicht vorstellen das es nur mir so geht. es gibt viele smler. und wie geht es denen? kann man in einer beziehung leben und triebe haben, die man nicht dem partner sagt weil man sie nicht mehr ausleben will? Ich bin hin und her gerissen. ich will es ihr nicht sagen und auch niemals mit ihr ausleben. ich will nicht mehr mein altes leben und doch finde ich es sehr geil daran zu denken.....

eins ist aber klar: ich will nicht mehr devote fantasien haben!!!! Bitte helft mir.

Antworten
bSertixe2


Bisschen schwer,über die vielen Details den Kern des Problems zu erkennen.

Vorab erst mal aus meiner Sicht nur soviel:Von diesen Phantasien einfach wegzukommen,sie sozusagen von jemand wegzaubern lassen,wird wohl kaum gehen.Ich sehe im Augenblick nur zwei Möglichkeiten.

1.Bei deiner Partnerin rückhaltlos alles offen auf den Tisch legen und gemeinsam einen Weg finden

2.Mit diesem "Doppelleben " irgendwie zurechtkommen

Zu 1) : Ob das mit Deiner Partnerin machbar ist,kannst nur du selbst abschätzen.Aber du solltest nicht vergessen,daß du nichts Böses getan hast und daß du für deine "Neigung" oder was immer es sein mag, nichts kannst.Viele ,vielleicht alle Menschen haben irgend eine spezielle sexuelle Neigung,und deine ist nicht schlimm und auch nicht ganz außergewöhnlich.Die meisten Paare lösen das Problem wohl dadurch,daß sie die Neigung,d.h. das Ausleben der Neigung,strikt auf den sexuellen Bereich beschränken,z.B. in Form von Rollenspielen

Zu 2) : Viele,sehr viele Menschen leben ein Doppelleben.Manche zerbrechen daran,aber viele leben relativ gut damit.Aber eine gewisse Last ist es natürlich schon.

MWeridxion


In zwei Sätzen: Klingt als hätte deine ehemalige Spielpartnerin Deine Grenzen nicht klar ausgelotet und ist ihrer Verantwortung als Domme nicht gerecht geworden (im Zweifel ist immer Top schuld). Und jetzt bist Du selbstverständlich ein gebranntes Kind, weil Deine Sexualpräferenz nicht einfach "weg geht" aber Du befürchtest wieder gedemütigt und verletzt zu werden.

Finde ich völlig verständlich. Meiner Ansicht nach ist es eine gute Idee es mit deiner aktuellen Freundin "drauf ankommen" zu lassen. Offene Gespräche. Wirklich offene Gespräche. Wo klar wird was Du gerne hast und hättest, dass Du auch die Sexualität liebst wie ihr sie jetzt habt. Wichtig ist, wertschätzend zu bleiben. Wenn Deine Freundin noch nie irgendwas BDSM-technisches ausprobiert hat kannst Du sie ja ganz "sanft" ranführen wenn sie einverstanden ist.

Meridion

S.wen)sub


kann man denn so ein Doppelleben mit einer Vanilla mit der man richtig glücklich und verliebt ist ein Leben lang führen? geht das gut in einer beziehung? ich will mit meiner freundin ja kein bdsm machen. Aber ich muss oft an meine damalige herrin denken und es erregt mich sehr. leider. Gibt es hier auch Leute mit devoter neigung die eine vanillabeziehung führen und mir das sagen können?

RJaatiohni\s


was ist vanillasex ?

sorry.

1 txo3


Dasselbe wie Stino- oder Blümchensex.

lPeqox70


was du schreibst kommt mir sehr bekannt vor: Ich stehe auch auf Erniedrigung und Demütigung und lasse mich von einer Frau benutzen, obwohl ich denke, dass das nicht gut für mich ist, wie sie mit mir umgeht.

Der Unterschied zu dir ist nur, ich bin noch noch mit dieser Frau zusammen. Zwar nicht mehr in einer "richtigen" Beziehung (wir waren früher mal "richtig" zusammen) sondern nur noch in einer Sexbeziehung, aber sie übt nach wie vor sehr viel Macht über mich aus. Ich wünsche mir aber eigentlich eine zärtliche, liebevolle Beziehung zu einer "normalen" Frau, so wie du es schon verwirklicht hast...

Mein Problem ist, dass ich – genau wie du – eigentlich nicht devot sein will, denn die devote Rolle erregt mich zwar, aber danach fühle ich mich oft schlecht, benutzt und entwürdigt. Andererseits steckt diese Subbie-Rolle so tief in mir drin, dass ich mich frage, ob das nicht ein zentraler Bestandteil meiner Persönlichkeit ist.

Anders ausgedrückt: Ich frage mich, soll ich versuchen meine Devotheit zu akzeptieren und ein Leben als Sub führen oder soll ich versuchen mein Devot-Sein loszuwerden?

Ich wünsch dir ganz viel Glück mit deiner neuen Partnerin!

MCerid3ion


Anders ausgedrückt: Ich frage mich, soll ich versuchen meine Devotheit zu akzeptieren und ein Leben als Sub führen oder soll ich versuchen mein Devot-Sein loszuwerden?

Ich wünsch dir ganz viel Glück mit deiner neuen Partnerin!

Die sexuelle Vorliebe wird man meiner Erfahrung nach genausowenig los wie Homosexualität. Man kann in Psychotherapie (idealerweise Verhaltenstherapie) und versuchen Werkzeuge zu erarbeiten, mit denen sich ein Leben ohne die Neigung halbwegs steuern lässt. Tatsächlich gibt es für Menschen die unter ihrer Präferenz leiden auch den Begriff "Störungen des Sexualpräferenz", unter anderem auch "Sadomasochismus"; Wenn Du den Eindruck hast durch Deine Vorliebe Schaden zu nehmen könntest Du also auch auf eine kassenfinanzierte Psychotherapie hoffen.

Allerdings was ich zuerst machen würde, und damit sprech ich nur als Mensch ohne professionellen Hintergrund: Hol dir dreimal einen runter damit du klar im Kopf bist, geh zur ihr hin und sag ihr, dass sie gefälligst aufhören soll ihre Scheiss Vorlieben auf Deine Kosten auszuleben (idealerweise mit dem Zeigefinger Richtung Tür). Und danach suchst du dir wie zigtausend andere eine neue (Lebens-)Partnerin, die Dich und Deine Neigungen respektiert, Dich dominiert und trotzdem liebt =)

Meridion

Slwenxsub


Beim sex an etwas andere(s) denken – normal oder nicht?

[Dieser Beitrag war ursprünglich der Beginn eines eigenständigen Fadens]

Hallo *:)

eine Frage an die Nutzer die schon länger in einer festen Partnerschaft leben: denkt ihr beim sex manchmal an andere Menschen, bestimmte Fantasien die mit dem Partner nichts zu tun haben (und man sich nie getraut hat zu sagen), bestimmte Situationen die man mit dem partner nie gemeinsam erlebt habt? Oder seid ihr gedanklich immer bei eurem partner in dem Moment? Bitte seit ehrlich! Denn wenn es so ist: habt ihr deshalb ein schlechtes gewissen oder denkt ihr das das normal ist?

1;to3


Und danach suchst du dir wie zigtausend andere eine neue (Lebens-)Partnerin

Hat er längst getan. Einfach nochmal in Ruhe den ersten Beitrag lesen.

V"ivixen8


Hey.....

Also auf deine Frage..

Ich kenne das in meine letzte Bz habe ich an ein anderen gedacht aber auch weil ich den haben wollte und jetz habe ich ihn und bin hamma glücklich.

Aber ein schlechtes gewissen hatte ich nicht.

W#olfg[ang


Nach dem Sex liegen beide entspannt im Bett.

Sie zu ihm: "Woran denkst du gerade?"

Er: "Ach, äh, kennst du nicht!"

:-p

H6orIrorvxibe


Wenn ich Sex mit meinem Partner habe, dann schaltet sich mein Gehirn aus und ich verfalle in eine Art Kopfleere, die mit Lust und Leidenschaft gefüllt wird..... :=o Also ich denke nicht in solchen Momenten..... deshalb frage ich mich, wie man Sex haben kann und dabei "denkt"....... Stell ich mir schwierig vor....

Ansonsten, sollte es sowas geben, dann würde ich es nicht direkt verurteilen. Es hängt halt wieder mit ein paar Aspekten zusammen......

wie sagt man so schön?! "....kommt drauf an..." :-)

ad.7fQish


Ich denke, das ist völlig normal. Wobei ich nicht an konkrete Menschen denke, sondern eben einfach an Phantasien etc. Würde ich an einen konkreten Menschen denken und stünde hinter diesen Gedanken echtes Begehren, hätte ich nicht nur ein schlechtes Gewissen, dann würde ich auch etwas tun, um das geradezurücken (in welcher Form auch immer). Aber so.. die Gedanken sind frei.

n2i5m^ue8e8


also, wenn ich per hand/mund befriedigt werde habe ich schon so meine fantasien – allerdings nicht explizit mit anderen männern, geht eher um die "situation" – da könnte man jeden kopf draufsetzen ;-)

beim sex allerdings denke ich garnicht, könnte ich auch garnicht. die kopfleere von horrorvibe triffts ganz gut.

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