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Einsamkeit, keine Freunde

D9ieEinsvavme66x6 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

nachdem ich schon eine ganze Menge gelesen habe, schreibe ich mal von mir.

Ich bin 27 Jahre alt und leide manchmal mehr, manchmal weniger darunter, dass ich keine Freunde in meinem Alter habe. Ich habe einen Busenkumpel, der eine Zeit lang mein Freund war. Über ihn habe ich ein paar Leute kennen gelernt. Da er aber selbst nicht sehr viele Freunde hat, sind es eben wenige. Leider sind die Kontakte mehr oder weniger ausgeprägt, bzw. finanzieller Natur (bei ihm). Ein anderer Teil hat sich gerade getrennt. Den männlichen Part trifft er meist eh nur alle drei Wochen. Die andere Freundin, 25 Jahre alt, will seit neuestem nichts mehr mit mir zu tun haben. Sie leidet, muss ich dazu sagen, an starken Stimmungsschwankungen und muss Tabletten nehmen. Sie wirft auch schon mal Leute aus ihrer Wohnung, wenn ihr was nicht passt. Ist sehr dominant. Zuerst meinte sie, weil wir vom Typ her ähnlich sind, dass wir gut klar kommen. Waren z.B schwimmen zusammen und haben geklönt.

Eigene Freunde habe ich gar keine. Bin manchmal schwierig und dazu kommt, dass der Ort wo ich wohne nur Alteingesessene und Bauernhöfe zu bieten hat, sowie Jugendtreff, für den ich wohl zu alt bin. Auch in dem Sportverein sind entweder zu junge oder zu alte Leute. Kontakte habe ich fast nur zu meiner Familie. Treffen mit ein, zwei Bekannten, die ich hatte, gingen nur von mir aus. Häufig zweifle ich an mir selbst, habe teilweise Furcht auf Gruppen zuzugehen, obwohl ich, ist das Eis gebrochen, überhaupt nicht schüchtern bin – eher im Gegenteil. Doch anfangs bin ich oft unsicher und gehemmt, oft auch mit geringem Selbstwert, dass sich meine Ängstlichkeit auch in Aggressionen umwandeln können.

Einige Tage geht es mir richtig schlecht, wie Depressionen, weil ich niemanden habe, keine Freunde! Ich habe auch keinen Partner. Insgesamt hatte ich drei Partner. Keiner davon war je wirklich zärtlich zu mir, dass ich gar nicht weiß, wie sich "Zärtlichkeiten" anfühlen. Weiss nichtmal, ob ich überhaupt selbst Zärtlichkeiten zulassen kann. Oft denke ich, dass mich eh niemand mag oder liebenswert findet. Manchmal denke ich nachts einzuschlafen und morgens nicht mehr aufzuwachen. Ohne Freunde ist das Leben doch scheiße!!!

Andere Tage bin ich froh alleine zu sein und an meinem Roman zu werkeln. Oder ich gucke Fernsehen, klappere meine Familie ab, die bis auf eine Ausnahme im Umkreis wohnt. Wenn das soweiter geht, verliere ich meine komplette Sozial-Kompetenz und werde ein absoluter "Menschenfeind". Denn ohne Freunde verödet die Seele und man stumpft ab. Das Gefühl habe ich immer mehr bei mir. Langsam ist mir alles egal, sogar Schreckensmeldungen in den Nachrichten rutschen bei mir "den Buckel" runter. Für mich interessiert sich ja auch niemand!

Vielleicht geht es ja einem von euch auch so oder ähnlich. Dann habe ich wenigstens einen, mit dem ich über meine Probleme reden kann

Lieben Gruss

Antworten
JUasm$in*dFa7x5


Ich kann dich gut verstehen. Ich bin zwar nicht unbedingt einsam, aber ich habe keine (beste) Freundin mehr. :|N

Vor einigen Jahren hatte ich viele Freundinnen, auch 2 beste Freundinnen, doch die bekamen dann Kinder und aus ist´s mit der guten Freundschaft.

Ich selbst kann keine Kinder bekommen und ich habe den Eindruck, dass sich meine Freundinnen deswegen von mir distanziert haben. Ich kann halt nicht mitreden bei Zähne kriegen, 3-Monats-Koliken und durchgemachte Nächte.

Mir fehlen meine besten Freundinnen. Mir fehlen die Shopping-Touren, die Städtereisen, dieses alberne Mädchen-Geläster :-D und überhaupt. :°( Aber egal. Eines Tages sind deren Kinder groß und dann kommen sie wieder angeschissen, aber dann will ich auch nicht mehr. :|N

T}h1omasKcat


LIch bin berufsbedingt als Single früher mehrere male umgezogen und da mußte ich immer wieder von vorne anfangen, mir einen Bekanntenkreis aufzubauen. Das fand ich immer extrem schwierig v.a. wenn ich in kleineren Orten lebte.

Mi 27 muss man wohl auch erleben, dass sich Pärchen gefunden haben und nicht mehr die große Lust zu Aktivitäten haben.

Ich habe immer die Anzeigenzeitungen (teilweise von der nächsten größeren Stadt) durchgeforstet, ob sich da nicht Gleichgesinnte zum Freundeskreis treffen wollten. Ein Tanzkurs ist auch denkbar.

GQlückswpilxz8x7


Hallo ,

Mir geht es vielleicht ähnlich aber vergleichen kann man es nicht . Habe mittlerweile einen ganz andere Lebensarten . Von Party machen und nur mit Freunden abhängen zur Mami und Hausfrau . Tja der nachwuchs kam die Freunde gingen . Sind auch noch umgezogen . Kenne hier niemanden . In der Straße sind alle alt min 40 oder sehr jung von 16 abwärts . Sehe nur ca 2 mal im mon meine Cousine . Sonst niemanden . Und früher hatte ich jede Menge Freunde und war auch immer unterwegs . Mir fehlt mein altes leben zwischendurch sehr stark .

Naja vielleicht verhilft dir die schnelle Zusammenfassung meiner momentaner Situation zu der Erkenntnis das es dir nicht alleine so geht .

Lg

@:)

J)ansmiFnda 7x5


Tja der nachwuchs kam die Freunde gingen .

Ich finde, Kinder machen einsam. Ob so oder so. Die Mamis sind einsam und/oder die Freunde der Mamis. :-/

D=ieEAinsa_me6x66


Hallo,

danke für eure Antworten!

Kontaktanzeigen durchforste ich wieder regelmäßig und auch in Internetbörsen bin ich neuerdings wieder dabei. Mein Busenkumpel, auf den ich mich immer ausgeruht habe, will mich nach der Trennung nicht mehr so oft da haben. Und in meinem Kaff ist absolut niemand. Wohne da bereits 2 Jahre und bislang niemanden kennen gelernt, außer die Mitbewohner meines Hauses.

Zwei meiner Partnerschaften habe ich durch Kontaktbörsen kennen gelernt. Waren leider beide nichts für eine Zukunft mit Häusle und Kinder (ihre Einstellung zur Arbeit) Gut war die Seite Kijijji, die es leider nicht mehr gibt. Wohne in Lüneburg/Niedersachsen. Die meisten Anzeigen gelten leider für Hamburg. Bei Kijijji habe ich auch Freundinnen-Anwärter gefunden, leider haben die sich nach dem ersten Treffen nicht mehr gemeldet. Oder es hat sich gezeigt, dass einfach die Chemie nicht stimmte.

Aber die Hoffnung stirbt zuletzt....

J2asmi$ndxa75


Lüneburg

Da ist´s aber hübsch und gibt ´ne Menge Schafe dort. :-D Aber nun wirklich kein Ort um neue Bekanntschaften zu schließen. ":/ :-D

DkieEinwsame6x66


Hy,

ihr habt ja wenigstens Mann und Kind. Ich hab nicht mal das, obwohl ich so schlecht gar nicht aussehe.

Vielleicht ist ein Grund, dass ich absolut nichts von Discos und lauten Partys halte.

Jjasm*indoa75


ihr habt ja wenigstens Mann und Kind

Ich hab nur Mann und Hund. :-D

Aber auch mit den beiden kann ich nicht shoppen gehen und Lippenstifte ausprobieren. :|N :-D

BulueZMan2S209


DieEinsame666

Jo dito mir gehts auch nicht anders ..

Ist halt so, bin jetzt fast 31 hab auch keine Lust mehr, mir für Kontakte den A_rsch aufzureissen, dann bin ich halt alleine die meiste Zeit, ist halt auch nicht einfach. Aber suum cuique (jedem das Seine) ...

Ich habe auch keine Antwort (mehr) auf soviele Fragen ... Manchmal sind die Dinge halt so wie sie sind.

Hab auch mal nen Thread geschrieben leider mit weniger Antworten als du

[[http://www.med1.de/Forum/Psychologie/591879/]]

Jeasmi<nda7x5


@ Blue man

Schreib halt hier weiter. :)^

J`aqsmigndxa75


dann bin ich halt alleine die meiste Zeit, ist halt auch nicht einfach.

Ich finde alleine sein nicht unbedingt unangenehm. Ich liebe es, nach einem stressigen Arbeitstag gemütlich auf dem Sofa zu liegen und irgendwas "einschläferndes" im TV zu schauen. Ich mag es auch, allein durch die City zu bummeln, aber manchmal braucht man halt jemanden, mit dem man vertraute Gespräche führen kann.

Außerdem gibt es spezielle Tage, an denen möchte ich Leute um mich herum haben. An meinem Geburtstag oder an Silvester oder an Weihnachten. Klar, man hat Familie, aber das ist nicht das Gleiche.

DlieExinysamxe666


Wenn meine Familie nicht mehr wäre, säße ich an Weihnachten und Sylvester womöglich alleine oder ich muss in

eine kirchliche Aufnahme für einsame Menschen geben.

Leider bin ich im Moment auch noch arbeitslos. Jedoch in einem Kurs, der 4 Wochen Aufenthalt in Liverpool

beinhaltete. War mit einem anderen Mitmacher in einer Gastfamilie. Zusammen mit anderen aus der Gruppe haben

wir schöne Dinge erlebt. Es war eine (auch Altersmäßig) bunte Truppe. Einer war dabei, der hat sich immer ausgeschlossen und nur für seine Dinge interessiert. Zum Schluss hat er sogar den Rückflug verpasst. Aber wenn man sich von selbst ausschließt, muss man sich nicht wundern, wenn irgendwann keiner mehr nach dir fragt.

Freunde liegen nicht irgendwo rum, das ist mir klar. Ich hoffe noch'n bisschen weiter und suche mir im Winterheft

der "Kreisvolkshochschule" einen passenden Kurs raus: Wie gehe ich mit meinen Mitmenschen um/Wie man am besten Freunde findet oder so ähnlich :)^ :)^

B@lu"eMa|n22x09


Schreib halt hier weiter.

Jo danke, aber da gibts aber nichts mehr zu schreiben. Es wurde alles gesagt :)z

Aber wenigstens ist man(n) nicht der einzige *:)

Gruss bzw. Prost an alle, die am Sa – Abend alleine daheim sind ]:D

F{roehlichDeBlume


Hallo zusammen,

als ich mir eure Beiträge durchgelesen habe, habe ich sofort an mich selbst erinnert. Leider!

Eigentlich bin ich ja grad in der "Blüte meines Lebens", wie man so schön sagt, mit 23. Doch schon wieder ist Samstagabend und ich bin alleine zuhause und habe nix vor.

Es macht mich sehr traurig, weil ich auch mit niemanden darüber reden kann, deshalb schau ich auch hier so gern rein :)

Ich hatte nie viele Freunde, aber ich find, dass ist auch nicht das entscheidende. Wichtig ist eigentlich nur, dass man jemanden hat (egal wieviele), der für einen da ist. Diesen Jemand habe ich leider nicht, so, dass ich mit meinen Problemen immer alleine bin.

Seit 1 1/2 Jahr mache ich mein Abitur per Fernstudium neben meinem Job als Krankenschwester nach. Mir war vorher bewusst, dass das sehr viel Zeit in Anspruch nehmen würde....und dieses Abi brauch ich leider umbedingt, um später Ärztin werden zu können :)

Die Zeit investier ich daher gern.

Vor 3 Jahren bin ich von einem Dorf in eine Großstadt gezogen, ohne dort jemanden zu kennen. Das Leben hier gefällt mir super, auch Freunde habe ich gefunden, wenn auch nur von der Arbeit. Nach 1 1/2 Jahren hab ich aus Fortbildungsgründen den Arbeitsplatz, allerdings innerhalb der Stadt, gewechselt. Die neue Stelle gefällt mir von der Arbeit total, allerdings ist Team ein egoistisches Dilemma.

Nach meinem Wechsel wurde der Kontakt zu den Leuten von der alten Stelle abrupt weniger, obwohl ich so oft versucht habe, den Kontakt zu halten.

Ansonsten hab ich viell. 2 Freunde, mit denen ich mal Kaffee trinken gehe, aber denen ich nie meine Sorgen anvertrauen würde, da wir kein so inniges Verhältnis haben.

Vor einem Jahr habe ich einen Mann kennen gelernt, der mir bis heute wahnsinnig viel bedeutet. Er war mein erstes Mal, ihm konnte ich meine Probleme erzählen....der perfekte Mann. Auch er wusste, dass ich keine Freunde hab; er selber hatte dutzende und war überall beliebt. Aus Angst, verlassen zu werden, hab ich nach kurzer Zeit Schluss gemacht.

Er hat immer gesagt, ihm ist es egal, wenn ich keine FReunde hab, mich selbst hat es in meinem Selbstbewusstsein allerdings so gehemmt, dass ich diese Beziehung nicht zulassen konnte.

Dazu kommt, dass ich mich auch äußerlich nicht so akzeptieren kann. Ich bin wohl nicht wirklich hässlich, werde, wenn ich weggehe, auch mal angesprochen, aber ich selbst mag mich einfach nicht.

Ich komme aus einer Großfamile. 5 Geschwister. Jeder hat eine Freundin bzw. FReund. Alle sind erfolgreich im Beruf, Freundeskreis usw....

Ich denke so oft, dass ich die einzige bin, auf den meine Eltern einfach nicht stolz sein können. Fast täglich weine ich. Mittlerweile ist es schwierig mich auf meine Schule zu konzentrieren.

Vielleicht möchte sich ja auch mal jemand von euch mit mir austauschen :)

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