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Anpassungsstörung F43.2 Bin ich damit alleine?

MOr_SMillxer hat die Diskussion gestartet


Hallo ihr alle...

Ich hatte schon seit meiner Kindheit eine Cerebrale Dysfunktion mit sensomotorischen Wahrnehmungsstörungen, Wahrnehmungsintergrationsstörungen mit Verhaltensstörungen und ging damit bis zu meinem 11. Lebensjahr in Therapie zu einer Kinderärztin nach Hamburg. Leider gab es hier auf den Käffern keine Möglichkeit diese weiterhin fortzusetzen.

Von meiner Jugend weiß ich nicht mehr sehr viel, nur dass ich sehr leicht reizbar war und schnell sehr aggressiv wurde. Habe es aber nicht als Störung betrachtet und um keine Konflikte zu haben habe ich mich mehr und mehr sozial ausgegrenzt.

Bin 2001 in die Müllerei hineingeschlittert, Ausbildung, Gesellenzeit, Meisterschule und Arbeit als Meister. Zwar habe ich mehrmals die Stellen gewechselt, doch ich habe mir nie Schuld gegeben. Dann kam Freundin, eine gute Stelle als Müller und eigentlich war alles perfekt.

Doch im Sommer letzten Jahres erlitt ich einen Bandscheibenvorfall, innere Unsicherheit stieg mir in den Kopf, fühlte mich von meiner Freundin nicht mehr verstanden, ich war sehr leicht reizbar und wurde ihr gegenüber sehr schnell aggressiv, so dass sie sich mehr und mehr von mir distanzierte und ich sie jetzt für immer verloren habe. Meine 3 Stelle als Müllermeister nach dem Bandscheibenvorfall endete innerhalb der Probezeit am 4. Juli und am Samstag den 16. Juli brach die Welt so sehr unter mir außeinander, dass ich mich in die Psychatrie einweisen mußte.

Nach 14 Tagen Aufenthalt bekam ich jetzt die Diagnose:

Anpassungsstörung F43.2

Wer von euch kennt sie damit aus?

Welche Möglichkeiten der Therapie gibt es?

Was wäre zweckmäßig?

Therapie beim Psychater?

Bringt einem die Tagesklinik etwas?

Ich möchte mit 33 Jahren ein neues Leben starten! Wer kann mir helfen?

Danke! :°(

Antworten
_}T]sunaxmi_


Vielleicht ist als Start der entsprechende [[http://de.wikipedia.org/wiki/Anpassungsst%C3%B6rung Wikipedia-Artikel]] ganz gut.

M@r_Mil+ler


Danke _Tsunami_, es war das erste was ich nach Erhalt der Diagnose gemacht habe.

Mit einer Therapie ist es hier auf den Niedersächsischen Dörfern schlecht, eine Psychiaterin für 20.000 EW ist echt knapp. Ihre Wartezeit beträgt ein 3/4 bis ein Jahr. Ein erster Gesprächstermin ist erst am 30. August wieder möglich. In Bayern wäre es mir um einiges leichter, hatten ja Metropolen wie Würzburg, Erlangen und Nürnberg in gut erreichbarer Nähe.

Habe heute den Krankentechnischen Dienst des Gesundheitsamtes aufgesucht, mit dem zuständigen Berater gesprochen und wenigstens schon mal einen Gesprächstermin für nächsten Donnerstag vereinbart.

Leider ist er kein wirklicher Therapeut, doch er kann mit mir Notfallpläne entwickeln und über meine berufliche Zukunft sprechen, da das ja auch ein wichtiger Punkt ist der mich zusätzlich belastet.

_tsunami_ außer dem Wikipedia-Beitrag bist du noch nicht mit der Anpassungsstörung F43.2 in Berührung gekommen? Wo sind die 20 bis 25% aller psychisch Behandelten, die diese Störung haben oder hatten?

Grüße!

???

_tTsjunaxmi_


In dem Wiki-Beitrag wird ja von einer hohen Dunkelziffer gesprochen. Wenn ich mir die Ursachen und Symptome näher betrachte, dann bin ich geneigt zu sagen, dass so ziemlich jeder in verschiedener Gradigkeit eine Anpassungsstörung hat.

JYuVlCey


Haben die in der Klinik dir nicht gesagt, wie du weiter vorgehen sollst? Einfach so entlassen und den Patienten im Regen stehen lassen ist ja nicht so toll ":/

Ach ja, eine Therapie macht man i.d.Regel bei einem Psychotherapeuten, der Psychiater ist mehr für die Medikation zuständig.

Und glaube nicht, dass es in Bayern einfacher ist, ich suche seit 2 Jahren nach einer Therapeutin im Raum Nürnberg :(v

M;r_Meiller


Bei mir ist nur das Problem, dass ich vorher schon eine Krankengeschichte hatte.

Bin am 26.06.1978 geboren und habe meine Akte von damals vorliegen.

Erste Diagnose am 19.02.1979 Leichte cerebrale Dysfunktion mit taktil-kinaesthetischer Wahrnehmungsstörung. War jedes halbe Jahr in Hamburg zu Untersuchung und 14tägig zur Therapie. Die letzte Diagnose war am 20.11.1989 Cerebrale Dysfunktion mit sensomotorischen Wahrnehmungsstörungen, Wahrnehmungsstörungen mit Verhaltensstörungen.

Die Therapie endete wenig später, da es hier auf den Dörfer noch keine Anlaufstelle gab und ich nicht alle 14 Tage für einen Tag von der Schule befreit werden wollte. Wollte nicht als der kleine Psycho abgestempelt werden, der alle 14 Tage nen Freibrief bekommt um zur Therapie zu gehen.

Hätte ich damals gewußt welche Störungen ich habe, hätte ich bestimmt anders agiert, doch meine Eltern hielten mir lange Zeit vor, dass es nur ne sensomotorische Störung, sprich Gleichgewichtsstörung sei.

Na gut, heute ist heute und gestern war gestern...doch jetzt ist es an der Zeit den Hebel in Bewegung zu setzen, da ich jetzt bzw. am 16.07., als ich freiwillig in die psychatrische Abteilung unseres Krankenhauses ging, merkte, dass ich so nicht mehr weitermachen kann.

Hoffe ich schaffe es!

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