» »

Depressionen und starke soziale Phobien

GDoyaJhkxla hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich habe schwere Depressionen und das schon seit einigen Jahren.

Sie wurden nie behandelt, noch hatte ich irgendeine Therapie. Ich versuche nun seit einigen Jahren alleine damit klar zukommen. Nur ich hab das Gefühl, dass ich das nicht mehr schaffe. Die körperlichen Auswirkungen werden immer stärker. (Müdigkeit, Erschöpfung, Appetitlosigkeit,etc)

Ich möchte nicht zuviel über mich erzählen, da es mir sehr schwer fällt. Ich lebe relativ isoliert. Mit relativ meine ich, dass ich arbeite und dadurch unter Menschen komme, allerdings trage ich dabei immer meine "Maske" und ich versuche den Konakt so niedrig wie möglich zu halten.

Niemand soll etwas merken, leider schaffe ich es nicht immer die Fassade aufrecht zu erhalten. Gerade dann wenn ich fühle dass eine Panikattacke anrollt, dann muss ich ganz schnell weg, an die frische Luft. Nach der Arbeit lebe ich wieder isoliert. Ich komme Abends von der Arbeit heim und dann lege ich mich gleich ins Bett.

Ich habe soziale Phobien, die leider schon sehr ausgeprägt sind, so dass ich nur spät Abends einkaufen gehen kann, wenn niemand mehr da ist, etc. Ich habe keinerlei Freunde, so dass mich auch niemand zum Arzt begleiten könnte.

Vor kurzem hat ein alter Bekannter versucht mich anzurufen, aber ich hatte so eine Angst ans Telefon zu gehen, dass ich es nicht gemacht hatte. Ich wollte nicht mit ihm reden, dabei hat er mir nix getan.

Inzwischen weiß ich, dass ich dringend mit einem Arzt reden sollte, aber ich schaff es einfach nicht. Die Angst ist zu groß. Ich hab es schon 1-2x versucht, aber die Panik wächst im Wartezimmer und ich flüchte. Selbst wenn ich es ins Sprechzimmer schaffen sollte, bezweifel ich sehr stark, dass ich die Wahrheit sagen werden. Ich werde nur das Ziel vor Augen haben, wieder nach Hause zukommen. Und deswegen sagen, dass alles Ok ist. Aber selbst wenn ich das schaffen sollte, muss ich zu einem Therapeuten.

Und ich hasse Hirnfuzzies. Wie soll ich so jemanden vertrauen?

Aber meine panische Angst verhindert schon den Hausarztbesuch. Selbst wenn es banale Dinge wie Grippe oder Erkältungen sind, gehe ich nicht hin.

Ich habe starke Schlafprobleme seit einigen Wochen, ich schlafe immer nur 1-2 Stunden am Stück, dann bin ich wach, dann schlaf ich wieder und dann wieder wach. Dadurch wird die Müdigkeit und das Erschöpft sein verstärkt. Ich komme mir vor wie eine Maschine, die kurz vorm versagen ist und die letzten Runden dreht. Doch wie soll ich es schaffen zum Arzt zu gehen? Ich vertraue ihm nicht, genau genommen vertraue ich niemandem. Hat jemand Erfahrung damit?

Antworten
M.r_Chficagxo


Mir geht's genau so...ich halte es unter vielen Leuten nicht lange aus, es sei den ich rede, doch man kann nicht immer nur der Alleinunterhalter oder Gruppenclown sein. In Geschäften und Wartezimmern ist es für mich auch kaum erträglich. Ostern hat sich meine Freundin von mir getrennt, mit ihr zusammen im Wartezimmer sitzen wegen ihr, mir oder ihren beiden Katzen war wesentlich erträglicher.

Bei mir kann es sein bzw. es spricht einiges dafür dass ich unter dem [[http://de.wikipedia.org/wiki/Asperger-Syndrom Asperger-Syndrom]] einer leichten Form des Autismus leide. Ich war vor einer Woche aus der psychatrischen Abteilung unseres Krankenhausen gekommen, war wegen meiner Depression dort. Ich merkte nach 14 Tagen dass sich eine Aggression in mir aufbaute die ich nicht rauslassen wollte und konnte. Deshalb habe ich mich selbst entlassen.

Am Samstag habe ich mir bei Marktkauf nen Hometrainer gekauft, mußte den Markt mehrmals verlassen, da ich irgendwie Panikattaken bekam. Ich weiß nicht, irgendwie fühle ich mich immer wie ein schwarzes Schaf unter einer Horde weißer. Ich schaue mir die Leute an doch fühle mich irgendwie komisch wenn sie meinen Blick erwiedern. Keine Ahnung was mit mir los ist?

So jedenfalls! Habe am Donnerstag ein Gespräch bei Herrn Hartmann vom Psychologischen Dienst unseres Gesundheitsamtes. Der ein sehr sympathischer Mensch ist und kein Arzt oder Psychologe und nichtmal Therapeut. Er ist ein Mensch wie jeder andere auch, nur dass er eine sehr gute Menschenkenntnis hat und auch sehr hilfreiche Tipps geben kann.

Bestimmt gibt es bei eurem Gesundheitsamt auch einen Psychologischen-Dienst. Einfach mal abrufen um ein Gespräch zu vereinbaren. Kein Wartezimmer keine lange Wartezeiten und keine Menschen vor denen man sich irgendwie verschließen sollte.

Versuchs doch Mal!

G|oy.ahkxla


Zum einen geht es auch um das Wartezimmer, was mir Probleme bereitet, aber ich hab viel mehr Angst vorm Gegenüber.

Ich kann nicht irgendwo anrufen, und einen Termin vereinbaren. Die Panik ist dann so groß, dass ich nicht mal wählen kann und die Vorstellung daran reicht um mir Herzrasen zu verursachen. Ich sehe eigentlich keine Chance für mich, dass ich von sowas geheilt werden kann und deswegen sehe ich auch keine Zukunft für mich. Ich bin jetzt über 20 und komme mir vor, als wenn ich alles im Leben gesehen hab, was ich sehen durfte.

Gibt es nicht irgendeinen Trick der auch hilft?

G^oyaxhkla


Naja, danke euch für die Ideen...

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH