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Hundeelend nach Bauch-OP, hilfe!!

SjimonxeS hat die Diskussion gestartet


Hilfe! Ich fühle mich seit 3 Wochen schon elend und es wird immer schlimmer. damit meine ich, dass ich morgens Probleme habe aus dem Bett aufzustehen, dass ich das ganze Wochenende bis abends fast nur liege..Denn im Bett, schlafend oder im Dämmerschlaf ist der einzige Zusand in dem ich vergessen kann..

Das ganze fing so an: ich hatte Anfang des Jahres einen Jobverlust und mir ging es danach nicht ganz so gut (aber nichts im Gegensatz zu JETZT!), ich schlief nur länger und bewarb mich nicht gleich neu.

Habe aber eingekauft, Sport getrieben, konnte gut sorgen für mich. Dann hatte ich Ende Februar an einem Tag eine Panikattacke, hatte Schüttelfrost, Schwächeanfall, machte mir Sorgen um meine Gesundheit und meinen Körper, dachte an Schlaganfall und habe den Notarzt gerufen. In der Klinik gab man mir Beruhigungsmittel (Tavor) und ich solle Zyprexa einnehmen hieß es. Das würde helfen gegen Ängste. Es wurde auch gefragt ob ich unzufrieden mit meinem Äußeren sei, was ich bejahte. Seltsamerweise hat man mir im gleichen Atemzug gesagt: von Zyprexa würde ich wahrscheinlich dick werden!

Ich wollte natürlich nicht dick werden und habe seitdem Diät gemacht und noch mehr Sport getrieben. Bin von Natur aus eher schlank. Doch ich nahm trotzdem zu: Wassereinlagerungen vielleicht. Jedenfalls fühlte ich mich seitdem ich das Medikament nahm aufgedunsen und nicht mehr so wohl in meiner Haut. Hatte große Ängste vorm Dick-werden. Mein Bauch war auch öfter aufgebläht und sah aus wie im 6. Monat schwanger (ich habe 2 Kinder und meine Bauchhaut ist auch etwas schlaff dadurch). Ich war dann noch zur Nachbehandlung beim Psychater in der selben Klinik, sollte 10 mg nehmen, wovon ich allerdings fast gar nicht mehr aus dem Bett kam, ich reduzierte dann auf 5mg, fühlte mich aber nicht wohl. Man redete mir ein, ich müsste das nehmen und ich hatte Angst vor weiteren Panikattacken, wenn ich es nicht nehme.

Dann fragte ich mal meine Frauenärztin, ob man was gegen den Bauch machen könnte. Sie sah eine kleine Stelle am Bauch und schickte mich zum Chirurgen. Der soll mal gucken. Der meinte es sei eine Hernie, milimetergroß und man könnte sie entfernen,. Er meinte auch, ich hätte einen winzigen Nabelbruch, den bräuchte man aber nicht operieren. Ich erzählte ihm dass ich unzufrieden mit meinem Bauch sei und gerne wieder einen flachen wohlgeformten Bauch hätte. Und fragte ihn diesbezüglich ob er den Nabelbruch nicht auch noch operieren könnte? Er meinte dann: ja, aber das gäbe dann eine Narbe. Ich stimmte trotzdem zu und blendete das Thema 'Narbe' aus.

Mit Zyprexa war ich allgemein sehr abgestumpft und eher unkritisch (meine Gedanken waren irgendwie ruhig gestellt) und habe mich auch nicht um 2. Meinungen zu dem OP_Thema bemüht! Ich wollte nur endlich einen schöneren Bauch haben. Viel nachgedacht habe ich mit Zyprexa nicht. Mich nur unwohl und ängstlich gefühlt. Konnte das nicht gedanklich bewerten (normalerweise bin ich ein kritischer Mensch!)... sonst hätte ich dieser OP niemals zugestimmt. Ich nehme nämlich inzwischen kein Zyprexa mehr und bin wie aus einem 'Alptraum' erwacht.

Allgemein war ich mit dem Medikament auch perfektionistischer, ehrgeiziger und angetriebener. Mittlerweile wundere ich mich über mich, denn mir gefiel mein Kugelbauch eigentlich!

Bevor ich das Medikament nahm. .

Und ich habe auch vorher stets gesagt: ich lasse nicht an mir rumschnippeln. Um so erstaunlicher und alptraumhafter kommt mir das Ganze im Nachhinein vor!

Inzwischen arbeite ich ganztags und habe nun Angst meinen Job zu verlieren, denn ich kann mich kaum konzentrieren. Meine Gedanken kreisen stets um meinen Bauch und um das 'WARUM!' was in mir ständig schreit! Dann fange ich sogar an zu zittern.

Vor der OP war ich durchtrainiert (treibe viel Ausdauersport und Gymnastik) und fit, habe mich, bis auf den manchmal aufgeblähten Bauch, wohlgefühlt. Direkt nach der OP habe ich mich schon schlechter gefühlt. Insgesamt schwächer. Die Narbe/Naht habe ich anfangs nicht beachtet, ausgeblendet.

Ich habe nur gemerkt: ich berühre meinen Bauch gar nicht mehr. Schaue kaum hin.

Mit Ausblenden ging das zunächst ganz gut. Ich dachte auch, die Narbe wird noch kleiner etc..Ich habe auch Zyprexa abgesetzt, wurde im Nu wieder sehr schlank und habe mich erstmal richtig gut gefült, endlich konnte ich wieder normal denken und planen war zunächst zufriedener. Mein Umfeld nahm ich ganz anders wahr, war geselliger, zog Blicke auf mich, lernte sogar Männer kennen. Das ist immer noch so. Außenstehende merken erstmal gar nicht, dass es mir schlecht geht. Eigentlich hätte(könnte) alles gut sein können! Mein Gesicht wirkt schlanker und interessanter, mein Blick wacher´, meine Ausstrahlung offensichtlich positiv. Nur in mir drin überhaupt nicht! Als ich ein paar Wochen nach der OP das erste mal in einer Umkleidekabine stand, war ich schockiert über mein Aussehen. Zudem kam dazu, dass ich mehr und mehr Spannungs-und Druckschmerzen am Bauch hatte, plötzlich nicht mehr so gut joggen konnte. Bauchübungen die Muskeln vergrößerten, was zu noch mehr Druckgefühl im Oberbauch führte. Ich konnte schlechter atmen und mein Stimmvolumen ließ nach.

Im spiegel sah man, dass sich die Haut um die Narbe zusammengezogen hatte, nach unten zog, am Unterbauch ist eine große Falte entstanden (habe früher auch schonmal zu und abgenommen, da hatte ich nie solche Falten!) die dort vorher nicht war. Am Oberbauch dagegen war fast keine Haut mehr- ich vermute dass es deswegen dort so spannt und drückt. Vor allem im Sitzen. Es ist so, als sei der bauch nach unten gesackt. Statt eines winzigen Kugelbauches habe ich jetzt einen schlaffen Hängebauch.

Jetzt komme ich nicht mehr klar, da ich mich in meinem Körper nicht mehr wohlfühle. Die Narbe fühlt sich hart und verkrutzelt an, ein Fadengranulom (harter Knubbel) hat sich daneben gebildet und war auch schon entzündet. Ärzte, die ich dann zahlreich aufsuchte meinten, man sollte das noch entfernen. Alles in allem fühlt es sich eklig an wenn ich drüberfasse und zudem fühle ich mich um Jahre gealtert: die haut hängt wie gesagt, auch mein Gesäß hängt plötzlich. An der Hüfte habe ich jetzt Hautfalten, die dort nicht waren vorher und drücken. Und das obwohl ich auch seit Wochen wieder Sport, joggen, schwimmen, Gymnastik machte.

Noch schlimmer als das Aussehen emfpinde ich aber das ‚sich anfühlen‘. Das harte Gewebe.

Beim Laufen schlabbert es jetzt unten am Bauch. Die Bauchspannung ist weg, durch die Narbe ist ja der Bauch unterbrochen.

Meine Atmung ist manchmal zittrig wegen der fehlenden Bauchspannung. Dies empfinde ich als besonders schlimm, denn es macht mir Angst. Ich möchte gerne wieder richtig durchatmen können.

Dann das Drücken und Spannen.

Ich fühle mich ‚beschnitten‘ und nicht mehr unversehrt. Fühle mich insgesamt geschwächt, traue mir plötzlich weniger zu. Meine Körperspannung fehlt, wie ich beim Gehen und Laufen jedesmal feststelle. Das macht mir Angst.

Einfach komplett unwohl. Und ich vermisse meinen alten Bauch, der weich war und alle Falten an den richtigen Stellen. Wo nichts drückte und spannte. Die Natur hat es schon richtig vorgesehen, ich hätte nur das Medikament nicht nehmen dürfen!

Ich denke ständig an den alten Bauch, komme davon nicht los. Kann nicht nach vorne denken. Denke ständig an den OP-Tag und wieso ich nicht noch abgesagt habe: ich war doch fit und alles o.k.

Man hat mir Narben-Korrekturen angeboten, aber ich habe Angst dass die nicht viel ausrichten können, dass meine Druckschmerzen bleiben, ich immer unzufrieden sein werde von nun an..

Wie komme ich jemals über diese fast traumatische Erfahrung hinweg? Ich will meinen alten Bauch so gerne wieder! Und weiß gleichzeitig dass das nicht geht, Hilfe!

DANKE für das Lesen meines langen Textes. |-o

Antworten
E=quqilizejr


Hallo Simone! Ich kann dir leider keine echte Hilfe anbieten. Aber informiere dich doch mal genauer über die Narbenkorrektur. Und zwar über alle Vor- und Nachteile. Vielleicht lässt sich damit doch noch etwas erreichen. :)*

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