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Wie soll es nur weitergehen (Depression, Angst, Panik, Antidepr.

b;bibxo hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich habe zwar schon einen anderen Thread, aber ich muss mir nochmal alles von der Seele reden. Ich weiß einfach nicht weiter. Meine gesamte Situation überfordert mich.

Ich bin Mitte 20, männlich, 52kg, 178cm. Mein Gewicht ist bedenklich niedrig, allerdings war es das schon immer. Darum mache ich mir die wenigsten Sorgen, möchte es nur erwähnen. Doch so gern ich auch würde, zunehmen kann ich auch nicht, denn:

Mir ist jeden Tag übel, ich leide an Angst- und Panikattacken und bekomme dagegen Cipralex und bei Bedarf nehme ich Xanor. Wenn ich die Xanor nehme geht es mir besser, allerdings soll man diese ja nicht dauerhaft einnehmen zwecks Suchtgefahr. Gegen meine Magen-Darm-Beschwerden (Übelkeit und Durchfall) bekomme ich Pantoprazol. Seit ich das nehme, ist zumindestens der Durchfall besser, Übelkeit bleibt :-( Habe bald eine Magendarmspiegelung.

Mein Problem ist jetzt, dass ich meinen Alltag nicht mehr meistern kann. Ich bin jetzt die erste Woche krankgeschrieben, allerdings geht es mir immernoch nicht gut. Ich habe Angst bald gefeuert zu werden, da ich auf der Arbeit wichtige Dinge zu erledigen habe, aber psychisch einfach derzeit nicht damit fertig werde. Für mich ist es schon eine Überwindung das Geschirr zuhause abzuspülen.

Leider weiß ich nicht weiter, was ich noch tun könnte. Ich bin oft beim Hausarzt und nehme auch das Antidepressiva ein, aber es wirkt (noch) nicht!!!! Wie soll es weitergehen?? Wo kann ich mir noch Hilfe holen ??? Ein Psychiater/Psychologe kostet hier 80-100 Euro in der Stunde und ich habe bereits eine Psychotherapie gemacht, die mir N I C H T S gebracht hat. Ich sehe das ein bisschen als Geldverschwendung, aber irgendwas muss ich ja machen. Kann ich mich ins Krankenhaus einliefern und mal komplett durchchecken lassen (habe auch Morbus Basedow, wovon auch die Panikattacken kommen können) oder geht sowas nicht??

Wer hilft einem weiter in so einer Situation? Ich kann das Haus nicht mehr verlassen ohne starke Beruhigungsmedikamente zu nehmen. Wie soll ich da denn meinen normalen Arbeitstag schaffen ??? Was soll ich in meiner Firma noch sagen? Ich erfinde immer irgendwelche Krankheiten. So kann es doch auch nicht weitergehen.

Wo kann ich in meiner Situation noch Hilfe bekommen?

:-( (( :(v

Danke!

Antworten
D&onPedxro1


Hy Du !!

Mir ging es 2006 genauso... wie wenn ich in einen virtuellen Spiegel blicken würde wenn ich das hier lese... Ich will hier nicht wiederholen was ich alles für Zustände gehabt habe da ich eigentlich genau die selbe Geschichte hatte... Ich hab mich damals auch in Therapie begeben und nehme seitdem 20mg Paroxetin am Tag... Bei mir ist es ab dem Zeitpunkt wieder bergauf gegangen, an dem ich begonnen habe zu verstehen was in meinem Körper schief läuft und dagegen angefangen habe mich zu wehren... ich hab mir ein Buch gekauft, das nennt sich "Die 10 Gesichter der Angst" (guck mal bei amazon) das ist echt super geschrieben und hilft dir zu verstehen was da alles falsch läuft... ansonsten hat mir meine Familie damals sehr geholfen... ich hab immer geschaut das einer von denen in meiner Nähe ist... das hat mir irgendwie eine gewisse Sicherheit gegeben... (Ich war damals 21). Ich hoffe echt das es dir bald besser geht... halte dir die Daumen !!!

b;biKbo


Hallo DonPedro1,

ich danke dir für deine Antwort.

Auch wenn es mir sehr leid tut, dass du bereits das gleiche durchmachen musstest wie ich, ist es für mich schön zu hören, dass auch andere schon meine derzeitigen Probleme in den Griff bekommen haben.

Zur Zeit überlege ich mir, ob es nicht besser ist zu kündigen und meine gesundheitlichen Probleme dann in den Griff zu bekommen. Der ständige Stress mich zur Arbeit zu zwingen oder mich krankzumelden und dann genervt zu werden wann ich denn endlich wieder komme und was ich denn habe, setzt mich nur noch mehr zu.

Der Nachteil ist dann natürlich, dass ich mich weiter isoliere weil ich keinen geregelten Tagesablauf mehr habe.

Es sind einfach sehr schwere Entscheidungen derzeit zu treffen und eigentlich habe ich für alles keinen Nerv und von den Cipralex hab ich mir auch viel mehr erwartet -.-

LG

B5ianxcaHH


Was genau hält dich denn davon ab zur Arbeit zu gehen?

Ich war im Februar auch soweit zu kündigen und hab die Kündigung auch ausgesprochen. Bei mir war der Grund dafür, dass ich meine Panikattacken ständig auf dem Weg zur Arbeit hatte und ich die damit sozusagen loswerden wollte. Ich hatte sie zwar ab und an auch zu Hause, aber das war wirklich nur sehr selten.

Als ich damals meine Kündigung ausgesprochen habe, gings mir fast sofort besser, ich hatte nur noch sehr selten Panikattacken auf dem Weg zur Arbeit und ich fand das natürlich traumhaft. Allerdings habe ich meine Kündigung dann wieder zurückgezogen, weil meinem Chef ein, bei uns, absoluter Supergau passiert ist und er tierisch frustriert war, dass ich gekündigt habe, weil er nicht wusste, wer diese Arbeit sonst hinbekommt. Also hab ich mir gedacht "egal, gesund werden kannst du auch später noch" :=o und hab mir gedacht, dass ich jetzt doch erstmal dableibe.

Aus Büchern und Psychoberichten hab ich rausgelesen, dass genau das richtig war. Also nicht zu kündigen. Bei mir halt deshalb. weil ich meinem Unterbewusststein ständig weiß gemacht habe, dass die Panikattacken schlimm sind. Dadurch hat mein Unterbewusstsein zusammen mit mir ;-) ständig angst davor gehabt.

Ich hab mich also stattdessen gefragt, wovon meine Panikattacken und teilweise auch meine Hypochonderähnlichen Zustände mich abhalten. Das war z.B. ein Wohnungskauf, weil ich immer dachte, wenn ich sterbe, wird mein Mann die Wohnung vielleicht alleine nicht bezahlen können, oder ein 2. Kind, weil ich immer dachte, dass ich diesem Baby meine "Krankheit" nicht zumuten kann. Also was hab ich nun getan?

Wohnung gekauft und ich bin jetzt in der 12. Schwangerschaftswoche :-D Ich versuche, soweit es eben geht, mein Leben nicht mehr von den Panikattacken bestimmen zu lassen. Zu 90% funktionierts auch, aber manchmal hab ich dann einen seelischen Rückfall. Da bin ich froh, dass ich vor allem meinen Mann an meiner Seite habe. Und jetzt bin ich gedanklich sowieso mehr mit Zukunft und Baby beschäftigt als mit den PAs. :)z

Du solltest also vielleicht dein Motiv zur Kündigung einmal überdenken. Und auch wenns ein altkluger Rat ist, der leichter gesagt als getan ist, DENKE NICHT, DASS DAS WAS DU HAST, GEFÄHRLICH IST, SONDERN LEDE SO WIE DU OHNE PAs GLÜCKLICH WÄREST :)^

b bi`bo


Hallo Bianca,

auch dir vielen Dank für die Antwort. Jede Antwort tut mir gut :)

Meine Gedanken zu kündigen kommen daher, weil es mir ca. 80% der Zeit auf der Arbeit schlecht geht. Körperlich und psychisch. Ich habe oft das Gefühl, dass ich jederzeit brechen muss, weil mir so verdammt schlecht ist. Nun kann ich allerdings nicht abschätzen, ob diese Übelkeit psychisch bedingt ist oder ob mir körperlich etwas fehlt. Wenn ich dann eine Xanor nehme (ein Benzodiazepin) geht es mir nach einer halben Stunde zwar besser (d.h. meine Gedanken kreisen nicht mehr nur um die Übelkeit) aber die Übelkeit bleibt trotzdem bestehen. Und auch zuhause habe ich ab und an diese Übelkeit, wenn auch weitaus weniger.

Wisst ihr, was ich meine? Ich kann nicht abschätzen, ob mir körperlich etwas fehlt oder ich mir alles nur "einbilde".

Dann kommt noch dazu, dass ich ständig müde bin. Manchmal habe ich in der Arbeit NICHTS zu tun und dann tut mir meine Lebenszeit leid, die ich damit verschwende. Manchmal habe ich dann dafür SO VIEL zu tun, dass ich damit auch nicht fertig werde. Und daher kommen meine Gedanken mit der Kündigung.

Was du schreibst habe ich auch schon oft gelesen. Man muss sich der Angst stellen. Das habe ich auch 1000fach gemacht. Aber bis heute ist keine Besserung eingetreten und ich bin am Ende meiner Kräfte angekommen. Alles ist nur noch eine Last, sogar diese Zeilen zu tippen.

Was du da mit dem Kind schreibst, finde ich richtig richtig krass!!!!! Denn ich habe genau den gleichen Gedanken. Meine Freundin möchte unbedingt mal Kinder haben und ich sage ihr dann immer, dass ich niemals Kinder haben möchte, weil ich ihnen diese Krankheit einfach nicht antun kann. Das wünsche ich keinem. Finde es wirklich super, dass du dich gegen diese Gedanken durchsetzen konntest!

Und vielen Dank auch für den Rat. Ich werde mir das nochmal gut überlegen. Es ist nicht so, dass ich nicht wieder einen anderen Job finden würde. Aber die Bewerbungsphase und die ersten Monate werden dann sicher auch kein Zuckerschlecken. Es ist einfach nur ein Wahnsinn mein Leben zur Zeit %:| und von ärztlicher Seite fühle ich mich ein wenig allein gelassen. Ich nehm Antidepressiva die (noch) nix nutzen und das wars. Auch 100 Euro für eine Psychotherapie pro Stunde ist doch einfach ein Hammer. Was macht man, wenn man arm ist? Soll man sich dann umbringen? Zumal ich nicht mal viel von einer Psychotherapie halte und dann auch noch soooo viel Geld dafür ausgeben..

LG

Z%wacxk44


bbibo, wie wird denn Dein M. Basedow behandelt?

BEiapncxaHH


Weißt du, was mir hilft wenn ich zweifel habe was mein zurückstehen von Plänen angeht?

Ich sag mir einfach, dass in anderen Familien alles super läuft, alle kerngesund und was passiert? Der Vater erkrankt mit 50 plötzlich an krebs, der Sohn rast mit Alkohol im Blut gegen einen Baum u.s.w. Es passieren täglich irgendwelche dramatischen Sachen. Und es ist nicht förderlich, wenn man sein Leben schon einschränkt BEVOR irgendwas passiert. Was das angeht, dürfte man vermutlich nicht mehr auf die Straße gehen. Also muss man irgendwie versuchen, solange die Ärzte sagen dass nichts schlimmes vorhanden ist, einfach darauf zu vertrauen. Was anderes bleibt einem letztlich ja auch nicht übrig. Man kann zwischen 2 Varianten wählen:

1. Man lebt mit den Symptomen, zieht sich zurück, ist unglücklich und man lebt nicht mehr richtig.

2. Man lebt mit den Symptomen, versucht, so gut es geht sie zu ignorieren und hat trotzdem Spaß am leben.

Beide Optionen haben letztlich damit zu tun, das du mit den Symptomen lebst, die Frage ist nur wie der Rest deines Lebens drum rum ist.

Was deine Übelkeit am Arbeitsplatz angeht... Kann natürlich sein, dass du irgendeine Krankheit mit dir rumschleppst, ich weiß nicht, was die Ärzte bei dir schon alles untersucht haben. Bei mir z.B. war täglich wenn ich in der Bahn saß, ganz ungut. Mir wurde nicht schlecht und ich hatte auch kein Herzrasen, aber kaum saß ich in der Bahn, begannen meine Beine sich wie Gummi anzufühlen. Sogut wie jeden Arbeitstag auf dem Weg hin und zurück. Ich arbeite nur 3 Tage die Woche und die restlichen 4 Tage gings mir, bis auf einige Außnahmen, gut. Egal was ich tat, dieses Beingefühl wurd ich nicht los. Obwohl ich mir ständig veruschte einzureden, dass das Gefühl wieder weg geht und auch nichts dramatisches ist, verschwand es einfach nicht. Erst in den letzten Wochen wurde es langsam aber stetig besser. Ich will damit nur sagen, dass man mit Gewissen Dingen im Gehirn auch diverse Gefühlssachen auslösen kann, ohne dass sie eigentlich wirklich vorhanden wäre. Vielleicht ists bei dir auch so, aber wie du das los wirst, weiß ich nicht. Bei mir wars die Schwangerschaft, da bin ich mir sicher. Vielleicht hilfts dir ja, wenn deine Magenspiegelung durch ist, irgendwelche schönen Dinge die du bisher aufgrund deiner "Krankheiten" nicht getan hast, einfach mal tust und dich freust. :)z

B-ia4ncaHxH


Ach, und was mir auch noch einfällt zu den Kosten einer Therapie. Bei mir hätte ganz normal die gesetzliche Krankenkasse gezahlt. Ich hatte eine Beratungsstunde, hab mich aber fürs erste gegen eine Therapie entschieden, weil ich dachte, dass ich das auch alleine hinbekomme. Bisher klappts ja auch ganz gut :)z Aber hätte ich die Threapie gemacht, hätte der Psychologe/Therapeut etc. dass mit der Krankenkasse abgerechnet. Es muss lediglich bewilligt werden, worum sich meines Wissens nach der Psychologe kümmert.

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