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Beleidigung von Eltern, wie weit dürfen sie gehen?

greorg+e:giRna hat die Diskussion gestartet


Hallo ihr lieben, ich melde mich hier nochmals in aller Späte *:)

Viele kennen mich schon aus meinen zahlreichen ES-Beiträgen.

Diesmal gehts allerdings um das Problem mit meinen "Eltern".

Dass ich seit ich 10 Tage alt bin bei Pflegeeltern wohne, hatte ich ja schonmal erwähnt, eben so die Probleme mit ihnen, allerdings nimmt das ganze langsam überhand.

Ich fange mal langsam an.

Alles Begann vor 17 Jahren in Erfurt, ich wurde als "unfallkind" geboren, meine Mutter wollte mich nicht, sie hatte kein Geld für eine Abtreibung, also wurde ich lieblos abgegeben , an meine jetzige Familie. Und damit fing das Drama an. Schon als kleines Kind wurde mir mit Schlägen gedroht, oft schlug mein Vater auch mit einem Stock zu oder meine Mutter mit einem Schuh auf mich ein. Auch von meinem Opa durfte ich mir ettliche Drohungen anhören. Mutterliebe? Fehlanzeige. Dann, als ich 5 war kam meine Schwester zu uns (ebenfalls ein Pflegekind), jedenfalls bekam sie jegliche Liebe meiner Mutter, ich wurde damals mit meinen 5 Jahren schon aufs Abstellgleis gestellt. Ich bekam immernoch gelegentlich eine über, mit 10 Jahren dachte ich das erste mal über Abhauen, Kinderheim und Selbstmord nach.

Als ich dann immernoch Schläge bekam, fing ich mit 12 mich langsam mal an zu wehren und Schlug zurück (es ging nicht mehr anders). Seitdem ist das nicht mehr vorgekommen. Mittlerweile wird meine Abneigung per Worte geregelt. Und das ist auch mein Hauptproblem.

Mit den Jahren wurden die Beleidigungen immer schlimmer. Vor 1 1/2 Jahren schaffte ich das Gymnasium nicht, und musste auf Real wechseln, von denen bekam ich

Du bist so ein Versager, wir habens alle auf dem Gymi gepackt

reingedrückt.

Auf der neuen Schule lief dann alles besser, trotz eines Notendurchschnittes von 2 war ich schlecht

Ich fing an mit allen Mitteln aufmerksamkeit zu bekommen, wurde aggressiv, machte viel kaputt, brachte die typischen Symptome von AD(H)S , was ich allerdings nie hatte/habe.

Nachdem sich das wieder legte war mal eine Zeit lang Ruhe.

Seit einem Jahr allerdings lassen meine Eltern regelmäßig eine neue Bombe platzen. Nach Sprüchen wie

du bist so eine fette hässlige Kuh, ess mal nicht so viel

oder

Du kriegst heute kein essen, nur deine Schwester, die kann sich das erlauben

fing ich an zu hungern. (Mein BMI lag nie über 23)

Ich nahm ab, hatte regelmäßige Nervenzusammenbrüche, landete beim Psychologe. Ergebnis: Borderline, mit damals 16!! Meine Eltern interessierte es nie, sie meinten der Psychologe habe keine Ahnung. Also wurde es verdrängt.

Ich nahm weiter ab, konnte irgendwann nicht mehr und fing an mich wahrlos mit Essen vollzustopfen, nur um es danach zusammen mit meinem Frust wieder auszukotzen. Aber immernoch war ich "dick".

Fehlte mal etwas essen, hieß es nur

ach war das mal wieder unser Dickerchen die sich nicht zurückhalten konnte

, dabei war es meine ach so tolle Schwester.

Mittlerweile war mein BMI bei 19. Aber laut denen war ich immernoch dick. Aus Provokation kaufte meine Mom mir ein Tshirt in 40!!! obwohl meine Größe längst bei 34 lag.

Meine ES ist meine Zuflucht , die die ich hier nicht kriege, ich bekomme Aufmerksamkeit von allen möglichen Leuten wegen meines Gewichts, was mir sehr unangenehm ist, mittlerweile bin ich bei 55kg und 178cm immernoch "moppelig" laut denen, obwohl beide meine Eltern beide grenzwertig am BMI von 25 vorbeirutschen. Ich kann nichts recht machen, ich bin immer das schwarze Schaaf.

Ich schreib euch noch ein paar Sprüche von denen damit ihr meine Situation versteht.

Du bist so ein nutzloses Arsch, halt dein vorlautes Mau*l du hast mir nichts zu sagen

>ich machte sie drauf aufmerksam dass sie im Parkverbot steht.

Helf mir jetzt auf der Stelle das Zeug reinzutragen mir egal ob du krank bist oder nicht, deine Schwester brauch sich damit nicht den Rücken kaputt zu machen

>ich hatte Grippe und sollte ins Bett, aber nein ich sollte lieber schleppen.

*Silvester, ich aß mit ner Freundin Nudelsalat*

Boar ihr seit doch dick genug da braucht ihr euch doch wohl nicht noch Nudelsalat reinzuschaufeln ohne ende

Zum Glück bin ich nicht deine Mutter, sowas verzogenes wie du, mein Kind wäre besser geworden

Heute hab ich mal meinen ganzen Mut zusammen genommen und meiner Mom versucht von meiner ES zu erzählen (siehe anderen Thread). Ich fragte sie was sie tun würde wenn ich schwer kranck und gleichzeitig körperlich gesund sei. Sie meinte nur

Ach halt die Klappe sowas brauch ich hier nicht, du redest nur wirres Zeug was du selber nicht verstehst, und jetzt geh ich brauch dich hier nicht mehr

Als ich daraufhin sagte, dass es ihr wahrscheinlich auch noch egal wäre wenn ich Tod sei brachte sie nicht mehr als ein "Jo" raus, und widmete sich sofort meiner Schwester. Später sprach ich sie nochmal drauf an, allerdings war es diesmal komplette ignoration. Ich will da raus, immernoch. Aber allein kann ich es nicht, sosehr ich es auch will. Ich bin erst 17 und keine 27, ich brauche meine Eltern noch, aber bildet euch doch selber eine Meinung.

Auf Freunde kann ich auch nicht zählen, entweder wissen sie es nicht oder sie haben mich beleidigt, fertig gemacht und hängen gelassen. Ich kann das langsam alles nicht mehr, ich bin jedem hier schei*ßegal, sie kämen mich nicht mal in der Klinik besuchen. Vermutlich würden sie mich auslachen und Vorwürfe machen.

Tut mir leid für diesen langen Text, ihr müsst ihn logischerweise nicht lesen aber vielleicht tuns ja ein paar.

Viele werden jetzt sagen, such dir selber Hilfe, anonyme oder sowas, ich kann das nicht allein, ich schaffs nichtmal alleine Wäsche zu waschen, den Gang schaff ich erstrecht nicht.

Bitte habt ihr ein paar Tipps für mich. Und ausziehen kann ich auch nicht, eigenen Wohnung kein Geld und zu jung, WG geht nicht>Panik mit fremden zusammen zu wohnen (im Bezug auf Borderline)

Ich weiß nicht weiter und ich will da raus, in ein NORMALES leben... :°( :°( :°( :°(

Antworten
g~eo1rgegYina


Kleiner Edit:

Mein Aufenthalt heute im Kkh wegen einem Kreislaufkollaps ließ die beiden natürlich total kalt, ich solle mal nicht so übertreiben und so nen Akt draus machen, über die Diagnose mit niesdigem Blutdruck (80/50) machte sie sich lustig und meinte was ein "Kindergarten" deswegen in die Klinik zu kommen

S@is^co81


Versuch doch mal dich mit dem Jugendamt in verbindung zu setzen und denen die ganze Situation zu schildern. Wie deine

Pflegeeltern mit dir umspringen geht doch auf keine Kuhhaut. Oder hast du noch andere Verwandte, die dich aufnehmen würden??

kpeepsmdilinxg1


Was soll ich da schreiben, mir fehlen die Worte. Ich kann und will nicht begreifen, wie man einem Kind so viel leid zufügen kann. Deine Pflegeeltern haben dich als Baby bekommen und behalten dürfen, vielen Paaren ist dies nicht vergönnt, umso schlimmer, das sie dich so behandeln.

Es scheint laut deinen Erzählungen, das du wirklich und wahrhaftig in dieser Familie unerwünscht bist. Was sagt deine Schwester zu dem ganzen? Dein Vater?

Du bist 17 Jahre, meine Nichte ist damals bei Problemen mit ihrem Stiefvater freiwillig in eine Wohnung vom Jugendamt gezogen. Zuerst aber war sie in einer WG, wo sich Sozialarbeiter um die Mädchen kümmerten, könntest du dir so etwas vorstellen? Ich kann verstehen, das du Angst davor hast, diesen Schritt zu gehen, aber tagtäglich diese Anfeindungen über sich ergehen zu lassen, das kann es doch auch nicht sein?!!

Wie sehen deine Pläne für die Zukunft aus? Bist du dabei, eine Ausbildung zu machen? Wenn du die Mittlere Reife gepackt hast, müßtest du ja jetzt in der Ausbildung stecken ":/

gHeorgegxina


Von meiner "echten Familie" kenne ich keinen einzigen, mit meinen "ersatzverwandten" versteh ich mich auch nur bedingt.

Versuch doch mal dich mit dem Jugendamt in verbindung zu setzen und denen die ganze Situation zu schildern

Das hab ich schon getan, hab mich mit einer Mitarbeiterin unterhalten, ihr alles geschildert, diese meinte nur sie könnte uns mal besuchen kommen, was sie dann auch tat. Wie immer taten meine Eltern auf Vorzeigefamilie, wie immer nach außen. Sie meinte dass wäre Pubertätsbedingt dass sie mit der Situation überfordert wärem das würde sich wieder legen, sie könnte nichts feststellen. :)^

SFisfcZox81


Hm, man müsste eigentlich mal braun sein und die ganze Aktion die bei euch abgeht, mit ner versteckten Kamera aufzeichnen und dies dem Jugendamt zukommen lassen. Mal sehen was die zu der gespielten heilen Welt und der bitteren Wahrheit sagen würden.

g.eor?gegirna


Es scheint laut deinen Erzählungen, das du wirklich und wahrhaftig in dieser Familie unerwünscht bist. Was sagt deine Schwester zu dem ganzen? Dein Vater?

Ich könnte noch viel mehr schreiben aber das wird hier dann immer krasser.

Als mir meine Mutter letzens ein Messer vors Gesicht hielt und meinte ich soll mich endlich "in mein Zimmer verpissen" sie hat kein Bock auf mich war so ein Punkt wo ich dachte: OK jetzt reichts.

Meine Schwester (sie hat übrigens AD(H)S und es wird sich gekümmert als würde sie daran sterben) genießt es sichtlich wenn ich ständig welche reingewürgt bekomme weil sie dann voll im Mittelpunkt steht als das "liebe kleine Kind". Mein Vater zieht da nur den Schwan*z ein oder geht selber mit gegen mich.

Ich bekomm zu Weihnachten auch keine Geschenke mehr (als einzige, schwester, cousinen, cousin, alle anderen Kinder) bekommen Geschenke ohne ende, ich bekomme keine mehr weil ich mich so "gegen die Familie stelle" und so "undankbar" bin , dass ich keine Geschenke mehr nötig hätte

g)eorgeeg-inxa


Hm, man müsste eigentlich mal braun sein und die ganze Aktion die bei euch abgeht, mit ner versteckten Kamera aufzeichnen und dies dem Jugendamt zukommen lassen. Mal sehen was die zu der gespielten heilen Welt und der bitteren Wahrheit sagen würden.

Mein Dad kennt sich mit sowas aus, er ist Richter und hat häufig mit so Fällen von Familienkriminalität zu tun , wo auch mit versteckter Kam gefilmt wird, er kennt viele der Tricks. leider.

Sdiscco81


Das ist ja schon Ironie pur. Man sollte doch davon ausgehen dass ausgerechnet Richter, die sowas jedentag erleben, sich ihren Mitmenschen vernünftig gegebüber verhalten. Das ist unglaublich, für jeden Quatsch braucht man ne Genehmigung aber nicht wenns um den Nachwuchs geht. Armes Deutschland.

gyeozrge4gina


Mein Das ist ja noch erträglicher was das angeht, meine Mutter ist die, die es maßlos übertreibt. Er zieht häufig nur mit. Ich könnte sehr viel dazu schreiben aber ich glaube das ist fehl am platze. Ich glaube die wären froh wenns mich nicht mehr gäbe(klingt hart aber genauso kommt es rüber, allerdings hab ich nicht vor es zu tun).

Wie gesagt, nach außen ist alles prima , aber innen ists das kein bisschen. Sogar in der Stadt fängt meine "mutter" mich schon an bloß zustellen wenn sie mich anschreit beleidigt und sich dann noch gut fühlt. Ich bin grad so durcheinander ich weiß nicht was ich noch schreiben soll %:|

kLeepsmzixling1


Aber wäre das nicht mal zu überlegen, du gehst zum Jugendamt, anstatt das jemand in deine Familie kommt, sagst du klipp und klar, du möchtest nicht mehr in der Familie leben ??? Du schreibst genau diese Dinge auf und sagst denen, das du dich dort nicht mehr wohl fühlst, sie müssen dir helfen. Bitte bleibe am Ball, du kannst nur daraus profitieren, und wenn du mal aus dem haus bist, vielleicht wird euer Verhältnis dann besser?! Irgendwas scheint dich ja dort zu halten, okay, du bist erst siebzehn aber auf der anderen Seite bist du "schon" siebzehn!!

SiisZco81


Dann wird es wohl auch keinen Sinn machen, wenn du mit deinem Dad mal unter 4 Augen reden würdest. Schade dass er nicht den Mut aufbringt sich gegen seine Gattin zu stellen.

gPeorg4egina


Das einzige was mich hier hält sind meine Haustiere und, dass ich nicht weiß wo ich sonst hinsoll.

anstatt das jemand in deine Familie kommt, sagst du klipp und klar, du möchtest nicht mehr in der Familie leben

Hab ich dieser Jugendamt tante auch gesagt, die meinte ich soll nicht so übertreiben und da sie meine eltern auch kennt und sich das beim besten willen nicht vorstellen kann... Pubertätsprobleme

Tolles Jugendamt :)=

k~eepsUm#ilinxg1


Pubertätsprobleme, weiß nicht, das einfach so abzuhaken finde ich nicht in Ordnung. Es wäre halt gut, wenn du dich an jemanden wenden könntest, der dich ernst nimmt und dir zuhört. Auf jeden Fall das Jugendamt nochmal nerven, bis es bei denen Klick macht.

g3eorg~eFgina


ich würde gerne hier wegziehen zurück nach erfurt und zu meiner richtigen Familie, allerdings hört man ja oft dass nach so einer langen Trennung nie ein enger Mutter-Tochter Kontakt aufgebaut wird. :°(

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