» »

Soziopathen als Sohn

F~aLrbstxift hat die Diskussion gestartet


Bereits im Kleinkindalter fand ich meinen Sohn gelegentlich etwas merkwürdig. Zwar lief und sprach er schnell und frühzeitig, aber so manche Dinge an seinem Verhalten machten mich stutzig.

Inzwischen sind über 30 Jahre ins Land gegangen und haben mir bestätigt was ich eigentlich schon immer ahnte, – mein Sohn ist ein Soziopath, ein sehr intellegenter, sehr charmanter, gepflegter und ebenso verlogener und rücksichtsloser Mensch.

Bisher habe ich trotzdem stets zuerst daran gedacht das er mein Sohn ist und ich ihn liebe.

Diese Liebe zu ihm als Mutter war jedoch niemals blind.

Seine oft genug verhängnisvoller Reden und Handlungen machten mich jahrelang einfach nur wütend, also zeigte ich ihm auf was genau er da so gelegentlich veranstaltet. Wir hatten hitzige Diskusionen, hitzig vor allem seinerseits. Er sah gar nichts ein, er redete sich heraus, gab Anderen, auch mir, irgendwelche abstrusen Schuldzuweisungen. Meine Versuche ihn z.B. von klein an dazu zu bringen sich bei Anderen und mir für so mancherlei Dinge zu entschuldigen führten früher nur zu einem, – er blies seine Bäckchen auf, schaute mich trotzig an und guckte gelangweilt in die Luft oder ging einfach. Ich konnte machen was immer ich wollte, – da führte einfach kein Weg dran vorbei.

Später lernte er sich ab und an bei ihm besonders wichtigen Menschen aus seinem Umfeld zu entschuldigen, aber niemals bei mir. Bis heute nicht.

Wäre es nur das oder dergleichen Kleinigkeiten, dann würde er mich mit seinem Verhalten nicht seit besonders seiner Teenager-Zeit auf die Palme bringen.

Er lügt, versucht zu manipulieren, verdreht Fakten, erfindet neue hinzu bis hin zu wirklich absonderlichen Dingen ... und darauf von mir angesprochen behauptet er das einfach und dreist weiterhin, bezichtigt mich dann beginnender Demenz ...

Einerseits z.B. erklärte er immer allen seinen Freunden wie toll ich als Mutter doch stets gewesen sei, was ich ihm immer so alles möglich gemacht habe (was diese Anderen über die Jahre hinweg schon in den Privatschulen, an der Uni ect. selber erlebt haben), während er Menschen die mich NICHT kennen (worauf er auch sehr aufpaßt das es nicht passiert) das ganze Gegenteil erzählt, sich als vermeintliches Opfer von Vernachlässigung und Lieblosigkeit ect. darstellt.

Während ich immer dagewesen bin sein Leben lang sofern er etwas benötigte, hält er es z.B. ! nicht für notwendig mir während einer Krankheit (und nach bisher 3 OP) auch nur annähernd zu helfen inform von z.B. mal einkaufen gehen. Das macht er nur wenn jemand während meiner Anfrage in der Nähe ist, ansonsten behauptet er schlichtweg keine Zeit zu haben (ich fragte so aller 2-3 Wochen 1 Mal telefonisch an weil meine Bekannten und Kollegen nicht einspringen konnten für ein paar Tage).

In den letzten Jahren habe ich ihn gelegentlich bereits gebeten nicht mehr zu Weihnachten oder Ostern vorbei zu kommen wie üblich, sich bei mir hinzusetzen und sich von allen Seiten von mir bedienen zu lassen, – Anfrage meinerseits ob der Herr vielleicht einmal bitte helfen würde wurden ignoriert oder irgendwie ausweichend beantwortet. nach solchen Tagen ging er wohlgemut von mir weg, erholt, abgefüttert und ausgeschlafen, während ich völlig fertig war.

Also habe ich dann eben gelegentlich lieber mit Freunden ect. gefeiert als mir ihn und zusätzlich seine Diskusionen anzutun.

Er ging mir schlichtweg auf die Nerven, ich fühlte mich ausgelaugt, ausgenutzt ect.

DAS und vieles Andere habe ich ihm seit nunmehr Jahrzehnten immer wieder vor Augen gehalten, gebeten zu unterlassen, zuletzt aufgefordert zu unterlassen. Ich sagte ihm zuletzt vor 3 Jahren das ich es besser fände er würde sich einmal in phsychotherapeutische Behandlung begeben, da ich der Überzeugung bin das er nicht so richtig "läuft", gesellschaftlich.

Dort ging er zwar nach einigem Theater dann hin, war lange Zeit in behandlung, kam dann nach über 2 Jahren an und meinte er habe jetzt genug mit diesem "Knallkopf" von Psychologen "gespielt" und der langweile ihn jetzt nur noch weil er alles glaube ect.

Grinste dabei breit und meinte dagegen sei ich doch schon mal eine ganz andere Herausforderung für ihn.

Daufhin habe ich mich schlichtweg von ihm getrennt, – also ihm mitgeteilt hier sei Ende Gelände und er habe in meinem Leben mit einer solchen Haltung keinen Platz. Tja, er wurde wütend, sehr wütend und weil ich mich ihm durchaus physisch entzog beginnt er mich jetzt so richtig knallhart überall schlecht zu machen. Was mir da teilweise erzählt wird, – also er treibt es so richtig "bunt". Ist mir allerdings völlig gleicggültig, kratzt mich nur nebenbei.

Seit knapp 1 jahr hat er eine Freundin, seit einigen Monaten (seit ich micht von meinem Sohn also getrennt habe) lebt er mit ihr in seiner (von mir seinerzeit bezahlten und vollständig eingerichteten) Wohnung, hat sie also nicht nur unter Kontrolle sondern auch die macht sie jederzeit auf die Straße zu setzen, da diese ihre Wohnung aufgegeben hat.

Ich glaube sie durchschaut absolut nicht was genau bei ihm abläuft. Sie tut mir leid, aber ich denke als Studentin mit 26 Jahren muß sie da nun selber durchsteigen, irgendwann.

Er versucht trotzdem sich immer wieder bei mir sozusagen "einzuschmeicheln", klar. als seiner "größten Herausforderung" mangels anderer geeigneter Kandidaten. Mein Herz sehnt sich nach meinem Sohn durchaus, aber mein Kopf warnt mit übergroßer roter Lampe.

Was genau soll ich machen. ?

Antworten
EgquiVlizxer


Er versucht trotzdem sich immer wieder bei mir sozusagen "einzuschmeicheln",

Wenn es auch schwer fällt: Distanziere dich von deinem Sohn. Und zwar so lange bis er von selbst merkt, dass er Fehler gemacht hat und bereit ist diese zuzugeben und sich zu ändern.

Später lernte er sich ab und an bei ihm besonders wichtigen Menschen aus seinem Umfeld zu entschuldigen, aber niemals bei mir. Bis heute nicht.

Sollte er sich wirklich mal zum positiven ändern, dann wird er sich auch bei dir entschuldigen.

Seit knapp 1 jahr hat er eine Freundin, Ich glaube sie durchschaut absolut nicht was genau bei ihm abläuft. Sie tut mir leid, aber ich denke als Studentin mit 26 Jahren muß sie da nun selber durchsteigen, irgendwann.

Richtig! :)z

L2ichtK;ristyalxlxX


Bereits im Kleinkindalter fand ich meinen Sohn gelegentlich etwas merkwürdig. Zwar lief und sprach er schnell und frühzeitig, aber so manche Dinge an seinem Verhalten machten mich stutzig.

Was meinst Du für Dinge,wenn ich fragen darf?

Er versucht trotzdem sich immer wieder bei mir sozusagen "einzuschmeicheln", klar. als seiner "größten Herausforderung" mangels anderer geeigneter Kandidaten. Mein Herz sehnt sich nach meinem Sohn durchaus, aber mein Kopf warnt mit übergroßer roter Lampe.

Ich kann sehr gut verstehen,dass Dir das schwer fällt :°_

Dort ging er zwar nach einigem Theater dann hin, war lange Zeit in behandlung, kam dann nach über 2 Jahren an und meinte er habe jetzt genug mit diesem "Knallkopf" von Psychologen "gespielt" und der langweile ihn jetzt nur noch weil er alles glaube ect.

Weisst Du Details über die psychotherapeutische Behandlung? Hat er eine offizielle Diagnose erhalten?

E7qubilizxer


Trost auch von mir. :°_ :)_

Sapeedxyse


:-o Wow, haben wir dengleichen Sohn? :)_ – Mir gehts genauso und ich habe seit einigen Wochen auch keinen Kontakt mehr zu ihm :=o

Toravis `Bickxle


So über seinen Sohn zu schreiben ist aber ne starke Leistung! Dass das mit euch nichts geworden ist, ist wenig verwunderlich.

S\ingvoxgel


Trotz allem: Man muss immer zwei Meinungen hören.

TRravius B{icklxe


Trotz allem: Man muss immer zwei Meinungen hören.

A: Das wird hier nicht passieren.

B: Manchmal reicht auch eine.

L!ichtKNristJallxxX


A: Das wird hier nicht passieren.

B: Manchmal reicht auch eine.

:)z :)z :)z

B6errzyfinxa


@ Farbstift

wurde er denn mal auf Schäden oder "Störungen" im Gehirn untersucht? Solches Verhalten kann an Fehlverknüpfungen im Gehirn liegen. Vor allem wenn es keinen Grund für sein sonderliches Verhalten gibt und er es schon als Kind zeigte.

p&eaced.ankdi


Naja, nur weil die TE sagt, dass es keine Gründe für sein Fehlverhalten gab, heißt es noch lange nicht, dass es nicht doch ein gravierendes Problem im Leben des Sohnes gab.

Klar kann die TE nicht 100%-ig etwas dafür, aber die Unstimmigkeiten zwischen Mutter und Sohn wurden einfach jahrelang vertieft, anstatt richtig aufgelöst zu werden. Was hat man davon, den Sohn als Soziopathen zu bezeichnen? Er weiß, dass er Probleme hat, und findet das mit Sicherheit auch nicht toll. Es ist für beide Seiten nicht wünschenswert.

Ich würde aber auch raten, dich von deinem Sohn noch für längere Zeit zu distanzieren; nicht für immer, aber mindestens so lange, bis wieder ein sicheres Zusammenleben möglich ist.

B8errJyfixna


Naja, nur weil die TE sagt, dass es keine Gründe für sein Fehlverhalten gab, heißt es noch lange nicht, dass es nicht doch ein gravierendes Problem im Leben des Sohnes gab.

klar, kann natürlich sein das es grobes Fehlverhalten im Elternhaus oder andere schlimme Probleme in der Kindheit gab die der Mutter nicht bewusst sind. Trotzdem sollte man organische Schäden nicht ausschließen. Das kommt gar nicht mal so selten vor wie man denkt. Zumindest würde ich es mal überprüfen lassen (Wenn der Sohn damit mitsielt)

IPndiivFidupalxist


So über seinen Sohn zu schreiben ist aber ne starke Leistung! Dass das mit euch nichts geworden ist, ist wenig verwunderlich.

Das finde ich dann doch ein wenig zu lakonisch – obwohl auch mir der "Tonfall" der Mutter aufgefallen ist. Dieser klingt so "mit-dem-Finger-auf-den-Sohn-zeigend", so als sieht sie das Problem isolierten als einen "Defekt" beim ihm. Man wird es jedoch nur verstehen können, wenn man den zwischenmenschlichen Kontext, in dem es entstanden ist, einbezieht.

Aus Gründen, die wir noch nicht kennen, scheint eine frühzeitige Entfremdung zwischen Mutter und Sohn entstanden zu sein und sich verselbstständigt zu haben.

Es geht übrigens nicht darum, einen "Schuldigen" für diese Entwicklung auszumachen. Schuldfragen sind praktisch immer unproduktiv. Es geht um Verstehen, nicht um Verurteilen.

Was könnte in der frühkindlichen "Symbiose-Phase" die Kommunikation zwischen Mutter/Eltern und Kind gestört oder beeinträchtigt haben? Ich hoffe, dass Farbstift dazu noch Erhellendes beitragen kann.

Tohecrjazygxirl


@ travis bickle,

peace.andi, individualist,

man muss aber auch dazu sagen dass es ja tatsächlich geborene Soziopathen gibt. Eine Pathologie ist ja etwas angeborenes, eine Persönlichkeitsstörung. Es könnte durch günstige Umwelteinflüsse evtl. noch positiv beeinflusst werden, ist aber sehr schwierig. Man merkt das oft schon im Babyalter, die Kinder fangen sehr früh an zu sprechen, aber man kommt nicht an sie heran, schon von klein auf sind sie kalt, abweisend, später schauen sie sich von Anderen Gefühlsregungen ab und können diese perfekt nachspielen. Es passt alles zu diesem Bild was die TE hier schildert. Also das wollte ich nur mal einwerfen. Nicht IMMER ist eine schlechte Kindheit schuld, nicht immer haben die Eltern gravierende Fehler gemacht.

THravis >Bickxle


Man darf hier zweierlei Dinge nicht tun: Die "Schuld" auf einen Sündenbock (sei es Eltern oder Kind) abwälzen, und, womöglich in dem Bestreben ersteres nicht zu tun, die Sache als ursachenlos hinnehmen.

Die ganze Geschichte mit der physiologischen Komponente wird immer nur überbewertet. Mag sein, dass es auch sowas gibt, aber die überwältigende Mehrheit der seelisch Leidenden die ich so kenne hat einen recht eindeutigen elterlichen Kontext. Immer hört man: "Wir haben es ja soo gut gemeint, immer da gewesen, alles getan, aber dann ist unser Sohn tragischerweise seelisch krankgeworden." Klar haben die es gut gemeint. Kaltherzigkeit, Leistungsdruck, Ohrfeigen und die ganze Palette (was auch immer) wird aber leider dadurch nicht besser, dass sie gut gemeint waren, oder durch materielle Unterstützung. Vielleicht ist es ja hier ganz anders, wer weiß, aber Beiträge die in rechtfertigendem Ton verfasst sind und mit einem wohlwollend hilfesuchendem "Was soll ich tun?" enden kenn ich schon.

In einem anderen Foru8m gibt es einen ähnlichen Thread, der sich länger hingezogen hat und schließlich im Selbstmord endet!!! Den verbliebenen Eltern jetzt die Schuld hinzuhalten, hätte ich auch keine Lust. Aber ich kenn einen Fall, da habe ich erlebt, wie der Sohn immer nur terrorisiert worden ist, und nach der Eskalation (lebt noch. aber nur gerade so) berufen sich die Eltern fleißigst auf die biologische Hypothese. Auch die haben es "gut gemeint" hatten nur leider selber ne Klatsche. Und jetzt wird mir von einem ach so bösen (damals 5jährigem, oder was?) der sich einfach weigert sich zu entschuldigen berichtet. Nix mit angeboren!

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz   © med1 Online Service GmbH