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Soziopathen als Sohn

IBndiviNduaGlist


Eintagsfliegen

Offensichtlich hat die Fragestellerin bereits ihre fertige Meinung über ihren Sohn (siehe Überschrift) und ist gar nicht an einem Austausch interessiert. Sie schweigt. Auch damit sagt sie ja einiges...


Ich hatte mir x-mal geschworen, nicht mehr in Fäden von Leuten zu schreiben, die sich erst wenige Minuten vor ihrem ersten Posting angemeldet haben. Die Mühe lohnt sich erfahrungsgemäß selten, denn meist sind die genauso schnell wieder weg, wie sie gekommen sind, weil eben noch keine "Bindung" zu med1 besteht. Sie gehen nicht auf Fragen ein, treten nicht wirklich in einen Dialog ein, und was ihnen unangenehm ist, lassen sie erst gar nicht an sich heran.

Oft denke ich dann aber auch: vielleicht ist es ja diesmal anders, was kann die Fragestellerin dafür, dass meine bisherigen Erfahrungen so sind? Ich will ja auch niemanden in eine Schublade stecken. Aber die meisten packen sich dann selbst da rein. :-(

Und wieder mal haben 9 Leute, darunter bewährte, erfahrene, geschätzte Forumsmitglieder, sich umsonst Mühe gegeben. Und was gelernt... ;-)

Cehancxe007


@ Individualist *:)

Ich hatte mir x-mal geschworen, nicht mehr in Fäden von Leuten zu schreiben, die sich erst wenige Minuten vor ihrem ersten Posting angemeldet haben. Die Mühe lohnt sich erfahrungsgemäß selten

Ich finde, sie lohnt sich in jedem Fall. :)z Deine Beiträge sind nicht weniger wertvoll, nur weil die TE (bisher!) nicht reagiert hat. ;-) Und so können doch auch andere daraus profitieren. :-)

Wer weiß, welche persönlichen Gründe es so alles gibt, dass hier jemand nicht mehr schreibt. Es gibt einfach zu viele Möglichkeiten und ich weiger mich, immer gleich die schlechteste anzunehmen. :-)


Was den Eröffnungsbeitrag betrifft, so habe ich ihn auch mit Interesse gelesen, würde jedoch gar nicht auf die Idee kommen, mir nur aufgrund dessen bereits ein Urteil zu bilden. Da wären so viele Fragen mehr, die erst ein vages Bild entstehen lassen, was da los sein könnte. Wie oft wird in einem Augenblick der Erkenntnis ein Bild gezeichnet, das auch wirklich nur auf diesen einen Moment passt, jedoch niemals die Person als Ganzes erfassen KANN. Wenn ich da bei mir bleibe und mal drüber nachdenke, wie Beiträge auf andere wirken könnten, die ich in Augenblicken großen Leidensdruckes schrieb (ich behaupte mal, ohne diesen Leidensdruck eröffnet niemand im Psychologieunterforum einen Faden einfach so), möchte ich gar nicht wissen, welches Gesamtbild andere sofort daraus kreieren würden. Lach. Das aber nur mal so als allgemeine Gedanken. Damit meine ich hier niemand bestimmten. @:)

Vielleicht meldet sich die TE noch, vielleicht auch nicht. Vielleicht kann sie etwas mit den/einigen Beiträgen anfangen, vielleicht auch nicht. Aber vielleicht sitzt da draußen auch eine andere Mutter, die sich Sorgen macht und liest eure Antworten und ist froh, dass sie da sind. :)z *:)

IHndiv2idualxist


@ Chance

Hey, noch ein "bewährtes, erfahrenes, geschätztes Forumsmitglied" mehr... ;-) *:)

Hast ja Recht @:) – und letztlich lass' ich mich ja auch nicht wirklich vom Schreiben abhalten, wenn mich ein Thema anspricht (oder anspringt) ;-D

Es hat mich halt gejuckt, mal die "Eintagsfliegen" zu kommentieren, der Anfall ist auch schon wieder vorbei... o:)

Davon ab: mir fällt wirklich öfter rückblickend auf, dass ich ein Thema viel ernster und wichtiger genommen habe als – zumindest dem Anschein nach – der/die Eröffner(in) selbst. Da komme ich dann schon manchmal ins Grübeln... ":/

Cihan#ce00x7


@ Individualist

und letztlich lass' ich mich ja auch nicht wirklich vom Schreiben abhalten, wenn mich ein Thema anspricht

Na das wollte ich doch nur hören/lesen. ;-) :)^

@:)

d3oremi>faTsol


@ Individualist

Da komme ich dann schon manchmal ins Grübeln...

Du hast mich jetzt auch ins Grübeln gebracht. Aber ich hoffe mal, unsere Mütter stellen deshalb nicht gleich einen Beitrag ins Internet:

Hilfe, mein Sohn hat Depressionen ;-D

Nun, bei mir hat die Grübelei zu einem Ergebnis geführt (und damit ist die Diagnose ja wohl endgültig passé): Wenn man das ganze hier mehr zu seinem Spaßvergnügen betreibt, dann kann es einem letztlich auch egal sein, ob es der Fragesteller liest.

@ Chance007

Es gibt einfach zu viele Möglichkeiten und ich weiger mich, immer gleich die schlechteste anzunehmen.

Das seh' ich genauso. Was gibt es so z.B. für Möglichkeiten?

1. Vielleicht hat das ja in Wahrheit der Sohn geschrieben, um seine Mutter in ein schlechtes Licht zu rücken.

2. Vielleicht hat das ein böser Mensch geschrieben, der den Eindruck erwecken möchte, all' die Mütter, die im richtigen Leben immer nur gut über ihre Kinder reden, sind in Wahrheit große Heuchler, die heimlich den größten Blödsinn über ihre Kinder in die Welt setzen.

3. Vielleicht ist die Fragestellerin in Wahrheit kinderlos und tröstet sich mit diesen Phantasien über ein schreckliches Kind nur über ihren Schmerz.

4. Vielleicht wollte sich da eine frustrierte Mutter nur mal auskotzen.

Ich glaube immer nur das Beste, also Nr. 4. :-)

@ Farbstift

Was genau soll ich machen. ?

Mein Eindruck: Du hasst Deinen Sohn. Da kann man nichts machen. Gefühle sind einfach da.

Wenn es Dich interessiert, schreib ich bei Gelegenheit noch mal mehr dazu...

d1oremNi9faQsol


Noch was (falls da draußen irgendwo tatsächlich eine Mutter sitzt, die dies alles liest, weil sie sich Sorgen um ihren Sohn macht):

Es ehrt Dich, dass Du Dir Sorgen, um Deinen Sohn machst, denn es ist Ausdruck Deiner Liebe. Aber Deine Sorgen sind ganz unbegründet, denn Dein Sohn ist ein ganz normaler Mensch mit guten und mit schlechten Eigenschaften. Er hat eine Freundin, er studiert oder er macht eine Berufsausbildung, er ist manchmal unehrlich, aber er kann sich auch entschuldigen, wenn er es mal zu weit getrieben hat.

Er hat eine grottenschlechte Beziehung zu seiner Mutter. Das tut mir leid für Dich, aber leider gibt es so etwas öfter als man glaubt. Auch wenn er sonst weiter keine Freunde hat: Es gibt viele Menschen, die keine Freunde haben. Aber solange er einigermaßen mit seinen Mitmenschen zurecht kommt, gibt es sicherlich keinen Grund für eine Diagnose.

Wenn Du etwas machen möchtest, wenn Du möchtest, dass er Dich bei Dir entschuldigt, geh auf ihn zu entschuldige DU Dich bei ihm, denn Menschen lernen nun mal von Vorbildern.

Aber mach Dir keine großen Hoffnungen, denn es sind schon viele Mutter-Kind Beziehungen zerbrochen, weil die Kinder ein Versprechen gebrochen haben, das sie ihrer Mutter gegeben haben als sie 3 waren: Wenn ich groß bin will ich DICH heiraten.

dUoremitfasoxl


Hab' noch mal ne Frage!

Da dieser Thread eh' tot ist, erlaube ich mir mal, sie hier zu stellen. Es passt auch schon ein bisschen zu dem Thema:

Es geht um das Entschuldigen. Die Mutter hier beklagt sich ja bitterlich, dass ihr Sohn sich nie bei ihr entschuldigt hat, wofür auch immer.

Umgekehrt ist es ja nicht anders. Mütter entschuldigen sich ja auch grundsätzlich nie bei ihren Kindern.

Ich habe eine Bekannte. Ihre Mutter ist ihr als Kind immer mit dem Spruch "Indianer kennen keinen Schmerz" auf den Keks gegangen. Sie ist jetzt im hohen Erwachsenenalter, selber Mutter und sie leidet immer noch darunter, dass sie sich ständig diesen dämlichen Spruch anhören musste. Auf irgendein "Es tut mir leid, dass ich Dich damit genervt habe", würde sie vergeblich warten. Könnt ihr mir sagen, warum das so ist?

Gibt es eine Antwort auf diese Frage? Lohnt es sich einen eigenen Thread dafür aufzumachen? Oder soll man einfach sagen: Es ist nun mal so?

T-r'avis kBicklxe


Natürlich leidet niemand darunter, dass er sich manchmal so eine Phrase hat anhören müssen.

Dahinter steht ja die Philosophie, nicht auf seine Emotionen zu achten. Genau darin sehe ich übrigens den Grundstein, für eine psychopathologische Karriere. Das eigentliche Thema wird eher darin liegen, dass besagte Bekannte als Kind mit ihren Emotionen irgendwie allein gelassen worden ist. Wenn das ganze damals wie heute zu schmerzlich ist, um sich mit dem Gedanken daran zu näher befassen, dann wird dieser Spruch ganz einfach stellvertretend die ganze Angelegenheit bezeichnen und eben die Stelle markieren, bis zu der sie sich dem Thema noch "gefahrlos" nähern kann. Der SPruch steht quasi als Etikett auf dem Karton, in dem sie das ganze Zeug verstaut hat, was genau drin ist, weiß sie vielleicht garnicht mehr, nur, dass das eben ein ziemlich unangenehmes Thema ist. Auf die Frage, was denn das Problem zwischen ihr und ihrer Mutter sei, deutet sie einfach auf den "Ein Indianer kennt keinen Schmerz" Karton.

(Spekulation, wer weiß)

dqorexmifxasol


@ Travis Bickle

Danke erstmal, dass Du auf das Thema eingegangen bist.

(Spekulation, wer weiß)

Ausgerechnet dem was Du da als Spekulation bezeichnest, mag ich durchaus zustimmen. Von daher hast Du das Problem ganz in meinem Sinne beschrieben.

Natürlich leidet niemand darunter, dass er sich manchmal so eine Phrase hat anhören müssen.

Was Du da so als Tatsachenbehauptung in den Raum stellst, sehe ich nun ganz anders. Zum einen geht es ja nicht um das Gelegentlich. Es geht um den IMMER gleichen Umgang mit Schmerzen. Dieser Spruch ist ja so ein bisschen wie "Jungen weinen nicht" (nur sie war ja nun mal ein Mädchen, deshalb also "Indianer kennen keinen Schmerz"). Ich behaupte das krasse Gegenteil wie Du: Natürlich gibt es Menschen, die unter solchen Sprüchen leiden.

Habe jetzt einen eigenen Faden zu dem Thema angelegt, in der Hoffnung, dass noch mehr kommt:

[[http://www.med1.de/Forum/Psychologie/596873/ Warum können Mütter sich nicht entschuldigen?]]

hHeineNreinxs


Wir , meine Frau und ich , kennen diese Problematik und dieses Verhalten sehr genau . Nach dreißig jahren Erfahrung mit unserem soziopathischen Sohn ,haben wir im letzten Sommer aufgegeben ! Wir haben den Kontakt komplett abgebrochen , seitdem geht es uns wesentlich besser ! Keine Selbstzweifel , kein sich selber die Schuld geben , keine Unterstützung mehr . Das war das Beste , was wir tun konnten . Unseren Sohn haben wir in jeder Zeile wieder erkannt .

Zur Kritik : Wer so antwortet hat entweder keine Erfahrung mit Soziopathen , oder er ist selber einer !

TCr0avisc Bi%ckle


Sagt doch einfach "Psychopath" oder nennt ihn einfach "böse". Hier mit Diagnosen um sich werfen, die es garnicht gibt, und bei denen selbst der Fachmann nicht sagen kann, was genau gemeint ist, kanns jawohl nicht sein.

Das erinnert mich immer an die Hypochondrischen hier im Forum, die fest davon überzeugt sind, an den wildesten Erbkrankheiten zu leiden, und ihre Selbstdiagnose auf den Wikipediaartikel stützen (oder, wenn nicht, bald auf diesen verwiesen werden). Der wesentliche Unterschied ist nur: Diese Leute beurteilen sich selbst!

Das wird schon alles irgendwie seine Gründe haben, wenn sich Eltern nicht mit ihrem Kind verstehen. Allein... Diese Laienpsychiatrie sowie heinereins' "Kritik"-Paragraph deuten hinsichtlich Selbstreflektion in die gleiche Richtung.

SOydnexy


Also, ich habe jetzt erst einmal ausführlich den Begriff "Soziopathie" nachgelesen und einige andere Seiten dazu quer gelesen, unter anderem den Begriff "Antisoziale Persönlichkeitsstörung" oder "Dissoziale Persönlichkeitsstörung".

Nun, mein erster Gedanke nach dem Eingangsbeitrag der TE war,

"Kinder mutieren nicht von heute auf morgen zu Monstern".

Und hier wird von einem ca. 30 jährigen jungen Mann gesprochen, der, wenn ich das richtig gelesen habe, zum ersten mal vor 3 Jahren, also mit 26 oder 27 Jahren in therapeutischer Behandlung war...

Was war, als er Kind war, wie verhielt er sich im Kindergarten, in der Schule, mit Freunden, in der Pubertät, als Heranwachsender, in der Ausbildung oder an der Uni...?
Da sind mir einfach zu viele Fragen offen... :-/

D3umaxl


Da sind mir einfach zu viele Fragen offen...

Und das erst seit 1 1/2 Jahren. ;-D ;-D

IVrm1i0x0


Gibt es dich noch FARBSTIFT ??? Bist du noch im Forum??

Bitte sehr freundlich um feedback hier. Danke.

Möchte dir gerne antworten.

Eine Mutter

r6emu^2005


Liebe Farbstift - auch wenn deine Fragestellung im 2011 war - ich hoffe, du liest meinen Beitrag doch noch. Als Erstes etwas für dich - ich kann dir nachfühlen, ich kann dich verstehen, ich weiss wie sich das anfühlt und wie einsam man mit so einem Problem ist.

Wir ziehen auch einen Soziopathischen Charakter gross (17) und unsere Geschichte hat viel Ähnlichkeit mit deiner. Solltest du das noch lesen, erzähle ich dir gerne mehr.

Die Umwelt muss man verstehen wenn immer die Frage nach schlechtem Elternhaus oder zu wenig Liebe kommt. Jemand der das nicht erlebt hat, der kein Kind mit dieser Anlage hatte, kann das nicht nachvollziehen und das ist verständlich.

Alles Liebe - remu2005

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