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Krasse Angst vor den Prüfungsergebnissen

sdchuldFgefuexhl hat die Diskussion gestartet


Ich habe letzte Woche Examen gemacht und glaube, alle meine Klausuren verhauen zu haben.

Dabei habe ich im letzten Jahr nichts anderes gemacht als zu lernen, lernen, lernen. Teure Vorbereitungskurse zu besuchen, Übungsklausuren bis zum Erbrechen abzuhaken. Und vor allem immer mehr Geld reinzustecken in die Sache, das ich mir von der gesamten Familie leihen musste. Ich saß in den Klausuren und hatte ein Blackout nach dem anderen. Hinterher war wieder alles da.

Jetzt sitze ich da und bin in ein tiefes Loch gefallen wegen meiner Schuldgefühle. Ich muss mich zwingen, nicht die Antworten nachzugucken. Ich esse nicht und sehe wenig Sinn im Leben. Alles erscheint grau und nichts macht mir mehr Freude. Ich komme kaum hoch. Kriege aber nur Vorwürfe von allen Seiten. ,,Wie konntest du", "Warum hast du nicht!", "Wie kann dir denn sowas..." den ganzen Tag. Wenn ich sage, dass es mir nicht gut geht, stell ich mich angeblich an. Andere hätten ja auch Probleme. ÜBersensibel bin ich angeblich.

Wenn ich mein Examen versiebt hab, verliere ich alles. Ich weiß nicht, wie ich die 3 Monate zu den Ergebnissen durchhalten soll...ich mach mich total verrückt, kann nicht mehr schlafen und bin die ganze Zeit kaputt. Niemand versteht mich auch nur im Ansatz. Und das Krasse ist, ich muss für alle Fälle weiterlernen, nämlich für die Mündliche, denn ich krieg nur 1 Woche vorher bescheid, ob ich überhaupt zur mündlichen zugelassen bin oder nicht.

Wie soll ich das nur machen in dem Zustand? Weiß nicht mehr weiter

Antworten
avug2x33


Was hindert dich daran so zu handeln, als ob du diesen Examensteil bestanden hast? Das eigene Gefühl kann mächtig täuschen. Es sei denn, es wurden nur leere Blätter abgegeben! Das war doch sicher nicht der Fall.

Bisher hat wahrscheinlich mehr als 90% der Menschen in vergleichbarer Situation sich zu einem Weiterlernen auf das Finale entschieden. Warum zu den restlichen 10% gehören wollen?

g>rocbern unfug


Was für ein Examen war denn das? Zufälligerweise Jura?

Die Examensphase ist eine psychisch ziemlich belastende Zeit. Bewerte dein schlechtes Gefühl nicht so über. Oft ist es nur das schlechte Selbstwertgefühl in dieser Phase, die drückt.

Versuch irgendwie, vom Besten auszugehen und weiterzulernen.

Auf keinen Fall die Antworten in der Musterlösung nachschlagen. Das bringt einen um den Verstand, selbst wenn man alles richtig hat (In den Lösungen ist es häufig anders formuliert).

Das Gelaber von anderen ignorieren. Wer nie Examensphase hatte, kann das nicht nachvollziehen. Halte dich lieber fern von Leuten mit solchen destruktiven AUssagen.

Wie wäre es ansonsten mit einer kleinen Auszeit? Ich würde mir den Rucksack packen, günstig nach Spanien abdüsen und mal ein paar Tage gar nichts machen *:)

Und mach dir mal keine Sorge. Ich war zu 101% davon überzeugt, durchgefallen zu sein. Sogar einer meiner Profs meinte schon, dass ich das dann wohl vergessen kann. Ich habe dann aber doch bestanden, knapp, aber es hat gereicht. DAs kann dir doch auch so gehen.

s/chumseti#er25


Hey *:) Mach dir keinen Stress. Ich habe jetzt auch meine Wiederholungsprüfung geschrieben (letzter Versuch, danach ist FEierabend) und es lief, obwohl ich stramm gelernt habe, sogar schlechter als im Jahr davor, wo ich wirklich viele Lücken hatte. Diesmal war ich auf alles vorbereitet und hatte dann doch einen Blackout während der Prüfung. Ich denke, dass es oft überhaupt nicht am Lernen oder am Wissensstand liegt, sondern dass man sich mit seinen Versagensängsten selber im Weg steht. *:) Ich muss jetzt auch monatelang auf das Ergebnis warten, bin aber Expertin darin, mich selbst runterzumachen und mich ständig darüber zu ärgern, dass ich dies und das nicht geschrieben habe.

Ich würde auch auf gar keinen Fall in die Unterlagen reingucken, um die Lösungen nachzugucken. Bei einem Freund war es so: Er hat seine Klausur nach der Prüfung als Musterlösung im Internet gefunden und festgestellt, dass er etwas ganz anderes geschrieben hatte, als da stand. Er hatte totale Panik und ging natürlich davon aus, dort so 0-1 Punkte rausgeholt zu haben. Im Ergebnis hatte er 12 Punkte.

Man kann nie sagen, dass alles falsch ist, nur weil es in der Musterlösung anders drin steht. Die Musterlösungen sind natürlich auch Volle-Punktzahl-Lösungen.

Zur Verachtung, die man von anderen erntet:

Für mich hört sich das so an, als wüsste dein Umfeld überhaupt nicht, wie es auf deine Depressionen reagieren sollte. Bzw erkennen die Leute scheinbar nicht recht, wie fertig dich das macht. Es ist nichts Neues, dass die Leute keine Ahnung haben, wie fertig man sich macht. Man versteht sich ja oft selbst nicht mal. Vertrau dich diesen Leuten nicht an, geh lieber zum Hausarzt!

Und mach dich nicht so fertig. Es kann auch gut gelaufen sein. Ist oft so, wenn man denkt, man hätte total versagtz.

N-iobep30


Mach dich nicht so fertig. Oder hast du nur leere Blätter abgegeben!?

Ich habe meine Leistung beim Examen völlig falsch eingeschätzt.

Insgesamt ist es viel besser ausgefallen, als erwartet. Einzelne Klausuren sind völlig anders ausgefallen (besser oder auch schlechter) als erwartet, so dass ich mich oft gefragt habe ob die Korrektoren besoffen, blind oder blöd waren.

n,ajaJnaguxt


Aus eigener Erfahrung: Hast du das Thema Erschöpfungsdepression mal abgeklopft?

Du wärst nicht die Erste, die nach so einer Prüfungsphase nicht nur geistig, sondern auch psychisch erschöpft ist. Dann ist die Seele so kraftlos, dass man in eine Depression reinrutscht. Sollte das bei dir der Fall sein, braucsht du auf jeden Fall ärztliche Unterstützung – und wenn nur dafür, dass du erst gesund werden und danach die Prüfungen zuende machen kannst.

Und ein positiverer Nickname würde dir vielleicht auch guttun.

s,omeone3 to% tr]ust


Ich würde auch sagen: Lass dich mal gründlich auf Erschöpfungsdepressionen durchchecken. Ich hatte auch mal eine Phase, in der am Ende nicht mehr nur das Lernen nicht mehr klappte, sondern ich es nicht mal mehr gebacken bekam, aufzustehen. Diagnose: Burnout.

Sowas kann man leider nicht von heute auf morgen heilen, dahinter steckt eine ganze Persönlichkeitsstruktur. Du solltest auch mit einem Psychologen abklären lassen, ob du momentan prüfungsfähig bist. Mit einer Depression weiterzulernen, halte ich für wenig sinnvoll. Im Extremfall kann es einem die Berufsziele verbauen bzw. erschweren, und wenn du während der laufenden Prüfung merkst, dass dir die Puste ausgeht, hieße das Amtsarzt. Meiner persönlichen Erfahrung nach werden psychische Belastungszustände amtsärztlich aber eher immer noch verharmlost.

Das kommt aber ganz drauf an, wie du dich fühlst. Wenn du denkst, du kannst lernen, musst du das natürlich wissen. :)

In jedem Fall solltest du aber keine Zeit verlieren und dir professionelle Hilfe suchen. Vor allem deswegen:

Ich esse nicht und sehe wenig Sinn im Leben

Dein normaler Hausarzt hilft dir, professionelle Hilfe zu finden :)z Ob du zum Examen gehst oder nicht, ein Therapeut sollte auf den Plan.

Alles Gute!

kOam%illc{he|n


Sei froh, wenn du Ergebnisangst hast.

Hättest du PRÜFUNGSANGST, würde dir das tatsächlich die Prüfung verhauen.

Lenk dich mal ein bisschen ab ;-)

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