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Wer kann es auch nicht akzeptieren dass wir alle mal sterben?

Maülli<201x0 hat die Diskussion gestartet


Das ist wirklich schon langsam nicht mehr normal.

Und daher würde ich mich gerne mal austauschen mit Menschen denen es ähnlich geht wie mir. Denn da draußen in dieser Welt wimmelt es nur so von Menschen die sich um das Thema gar keine Gedanken machen und einfach unbeschwert leben.

Die ganze Zeit mache ich mir Gedanken darüber wie schnell die Zeit verrennt, stelle mir vor wie ich mal tot im Grab liege und nie wieder schöne Musik hören kann oder leckeres Essen essen kann etc. Ich will nicht sterben, niemals. Vor dem Tod selbst hab ich nicht sooo die große Angst (außer es ist besonders schmerzhaft durch Unfall oder so) aber davor dass das Leben dann vorbei ist. Auch wenn mein Leben extrem sinn- und nutzlos ist und es bei mir eigentlich egal wäre ob tot oder lebendig bis auf ein paar Dinge wegen denen es sich schon lohnt zu leben, ich will nicht sterben!!!

Und ich will auch nicht älter werden, ich will für immer jung bleiben!

Immerzu stelle ich mir vor wie es wäre für die anderen wenn ich weg wäre. Würden sie trauern? Wäre es ihnen egal? Wieviele würden auf die Beerdigung kommen?

Früher hatte ich enorme Angst vor schlimmen Krankheiten, das ging irgendwann von alleine weg. Mittlerweile bin ich nicht mehr davon überzeugt zu jung an einer Krankheit zu sterben. Glaub ich einfach nicht, es fühlt sich nicht so an.

So dann geht es weiter mit meiner Katze. Diese Katze ist mein Leben, mein Ein und Alles. Dann spiele ich mit ihr, knuddel sie und in den schönsten Momenten taucht plötzlich in Gedanken das makabere Bild auf (ich hasse das gleich schreiben zu müssen) :°( wie sie irgendwann mal tot in einer Schachtel liegt.

Es frisst mich auf und macht mich wahnsinnig. Ich will sie nicht gehen lassen, niemals!!!

Warum endet alles irgendwann mal?

Ich komme damit nicht klar, es ist furchtbar. Kann mich über nichts freuen, weil alles darauf zurückzuführen ist, dass das Leben mal endet. Mein Leben hasse ich oft, ich bin nicht verheiratet, Single ohne Aussicht auf Besserung. Würde man 1000 Jahre alt werden, wäre es mir egal, dann hätte ich noch genug Zeit einen Mann zu finden. Aber nein, man stirbt ja mit 80 oder so, und dann wird die Zeit irgendwann knapp.

Freunde, Tiere, alle sterben und ich muss irgendwann ohne sie klarkommen, ich halte das nicht aus. Diese Bilder ständig vor meinem inneren Auge wie ich dasitze und um meine Katze trauere die fressen mich total auf. Ich will die Zeit mit ihr doch genießen! Und nicht von solchen Gedanken überrollt werden.

Wenn ich einen Partner habe, habe ich auch immer Angst dass er stirbt, weil ich meistens Männer so mit Ende 30 favorisiere und ich kenne genug Beispiele da starben Männer schon im Alter von nichtmal 40 urplötzlich an Herzversagen.

Der Gedanke ist so allgegenwärtig. Ständig diese Szenarien dass ich sterbe, dass meine Katze stirbt oder andere die mir lieb sind und sie so leiden mussten und ich danach ohne sie weiterleben muss. Ich kann nicht unbeschwert leben, wenn ich weiß dass es mal vorbei ist!!!

Kann auch zum Beispiel keinen Urlaub genießen weil ich ja weiß dass er bald vorbei ist in 2 Wochen oder so.

Alles endet, das kann ich nicht akzeptieren.

Wem geht es noch so, was tut ihr dagegen?

:°(

Antworten
_@Tsuhnamix_


Warum sollte man ewig leben wollen?

M@ülili201x0


Bei mir ist es halt so! Dann könnte ich wenigstens mal in jedem Land der Welt ein Jahr oder länger wohnen und die Welt entdecken, mir das Schönste aussuchen und bleiben, Karriere machen, Dinge die ich normal nie tun würde um mein Leben nicht zu zerstören wie Kinder kriegen, da es dann ja egal ist wenn mal 20 Jahre verschwendet waren etc. Jede Lebensform mal ausprobieren uvm.

D/ieMi'tDe3mDxu


na aber willst du (wenn du mal krank wirst) die ganze Zeit leiden? Willst du das dir antun und deiner Katze? Alle menschen sterben mal, gewöhn dich dran. Auch du.

Dinge die ich normal nie tun würde um mein Leben nicht zu zerstören wie Kinder kriegen

aha. Kinder kriegen zerstört also Leben. Schonmal daran gedacht, dass unsere Kinder die Zukunft sind?

cwhi


Wer kann es auch nicht akzeptieren dass wir alle mal sterben?

*miep*

SXhojxo


Uff. Ich sollte vielleicht nichts schreiben, Du fragst ja explizit nach Menschen, denen es ähnlich geht, aber – hm. Mit geht es ebenfalls so, dass mir nahezu aufdringlich die Vergänglichkeit bewusst ist. Wenn ich mein schlafendes Baby ansehe, rauscht auf einmal die Zeit vorbei, ich sehe ihn in der Schule, in der Pubertät, als erwachsenen Mann, als alten Mann, sehe ihn an meinem Grab, sehe sein Grab. Wenn ich mich auf den Abend mit meinem Mann freue, der noch unterwegs ist, stockt mir manchmal der Atem, weil mir auf einmal bewusst wird, dass es der letzte sein könnte oder vielleicht gestern der letzte gemeinsame Abend war, ich es nur noch nicht weiß. Unter meinem Blick stürzen Mauern ein, ganze Städte verwandeln sich in Schutt, Kontinente verschieben sich, und es fegt die Menschheit hinweg mit allem, was sie gewusst, gewollt, getan hat. Vor all dem Untergang, der ständig stattfindet und noch stattfinden wird, sind unsere persönlichen Verluste so staubfurzklein und trotzdem so unausweichlich und vernichtend. Es nimmt mir den Atem, und ich halte mich angesichts all des Schmerzes, der noch kommen wird (es sei denn, ich trete selbst frühzeitig ab und hinterlasse Schmerz, statt ihn selbst zu empfinden) an irgendwas solide Scheinendem fest, was auch, kosmisch betrachtet, nicht mehr lange halten wird.

Aber jetzt kommt's – ich ziehe daraus genau den umgekehrten Schluss. Ich atme tief durch und denke: Hier und jetzt. Die Vergänglichkeit verdirbt mir nicht den Appetit, sie macht mich hungrig. Ich verdränge diese Bilder meistens nicht, ich halte sie einfach aus, und wenn sie verblassen, waren es nur Bilder, und die Wirklichkeit ist – noch – lebendig, warm und gegenwärtig. Für mich macht eben unser Staubfurzkleinheit vieles sehr kostbar. Ob zehn Jahre oder tausend: Mehr als den Moment und unsere augenblicklich noch farbechten Erinnerungen hätten wir trotzdem niemals "sicher". Ich geb mich dieser Vergänglichkeit einfach hin, lasse mich mitreißen und bin überwältigt davon, dass ich haben darf, was ich habe. Obwohl ich sozusagen, aus der Warte eines felsens betrachte, binnen eines Lidschlags schon nicht mehr sein werde. Fuck you, denke ich dann, noch bin ich da – und wie!

LfuWzind e_7x6


Wer kann es auch nicht akzeptieren dass wir alle mal sterben?

Ich!

hHelp3_less


Der Text könnte auch von mir sein. Ich habe schon immer furchtbare Angst vor'm Tod, auch weniger vorm Sterben an sich.

Ich habe dabei die gleichen Gedanken wie Du. Und das, obwohl ich auch eher selten glücklich bin. Wobei ich sagen muss, dass ich mit den Jahren besser damit klarkomme.

Ich tröste mich mit dem Glauben an ein Leben nach dem Tod oder einer möglichen Wiedergeburt.

Aber was bringt es schon, sich das Leben, möglicherweise das einzige, das man hat, durch solche Gedanken noch schwerer zu machen? Ich arbeite ständig daran glücklich zu sein und mein Leben zu genießen und ich muss sagen, dass mir das momentan sogar ziemlich gut gelingt, obwohl ich auch Single bin. Du bist mit 28/29 doch auch noch so jung. Ich kenne viele, die mit Mitte 30 oder Anfang 40 noch jemanden gefunden haben, den sie lieben und der sie liebt. Mit der Familienplanung haben die sich dann halt nicht mehr so viel Zeit gelassen.

Was nutzt es denen, die jetzt in einer Beziehung sind, wenn sie dann plötzlich mit Mitte 30 Single sind, weil es mit dem Partner doch nicht gepasst hat? Die sind dann plötzlich in der gleichen Situation wie wir jetzt. Ist doch heute nichts ungewöhnliches mehr. Aber das Leben geht auch dann weiter.

Und ich bin sicher, dass viele Leute um dich trauern werden, wenn Du gestorben bist. :)* Aber noch lebst Du ja und das sicher auch noch eine ganze Weile. :)z Verschwende nicht kostbare Lebenszeit damit, dir alles durch solche Gedanken zu vermiesen. Das habe ich leider auch viel zu oft und viel zu lange gemacht. :-/

LDichtK]ris\txallxX


@ Shojo

Sehr schöner,treffender Beitrag :)^ :)z


Ja,ich kann es auch schwer akzeptieren,dass wir alle mal sterben,aber ewig leben möchte ich irgendwie auch nicht ":/ Ich hoffe einfach,auf ein langes Leben,welches größtenteils glücklich und gesund ist und versuche den Moment zu genießen. Leichter gesagt,als getan.

N iobex30


Wem geht es noch so, was tut ihr dagegen?

Mir gehts zwar nicht so, aber überleg dir doch mal wie es wäre, wenn Menschen uralt werden würden!? Grausam. Da ist man schon mit 80 alt und krank, hat dauernd Schmerzen und ist extrem eingeschränkt. Wie gehts einem dann erst mit 370!?

Und ich will auch nicht älter werden, ich will für immer jung bleiben!

Die Version finde ich auch nicht besser. Alle bleiben also ewig jung und vermehren sich wie die Hasen. Kannst du dir die Überbevölkerung vorstellen? Kriege um knappe Resourcen usw...

stelle mir vor wie ich mal tot im Grab liege und nie wieder schöne Musik hören kann oder leckeres Essen essen kann etc.

;-D

Wenn du tot im Grab liegst interessiert dich das aber nicht mehr.

Ich könnte dieses Denken nachvollziehen, wenn man an einer unheilbaren Krankheit leidet und weiß man hat noch 5 Monate zu leben oder so.

Aber sonst ist es doch einfach nutzloser Schwachsinn, der einen kaputt macht.

Bist du depressiv?

SYonne!nkxind3


Interessantes Thema.

gar keine Gedanken machen und einfach unbeschwert leben

Ich muss sagen, das tue ich!

Gerade wenn ich denke: "Ich könnte morgen sterben", mach ich heute alles, was mich

glücklich macht – das was ich will.

Die ganze Zeit mache ich mir Gedanken darüber wie schnell die Zeit verrennt

Ich mache mir da auch Gedanken darüber.

Nun, die Zeit vergeht rasend schnell – mach das Beste daraus.

Und ich will auch nicht älter werden, ich will für immer jung bleiben

Das kannst du schwer ändern.

Wieviele würden auf die Beerdigung kommen

Ehrlich gesagt, darüber mache ich mir keine Gedanken.

Hauptsache ich werde (in Gedanken) nicht vergessen.

Kann mich über nichts freuen, weil alles darauf zurückzuführen ist, dass das Leben mal endet

Und genau deshalb solltst du dich über ALLES freuen.

Wenn ich wüsste, ich würde in einer Woche sterben, würde ich alles tun und lassen was ich will, was

mir gefällt, was ich schon immer mal machen wollte.

Ich kann mir vorstellen, das gerade da ein sehr intensives Gefühl vorhanden ist.

Für mich ist der Tod auch allgegenwärtig – bin aber noch jung.

Ich bin mir bewusst, dass mir immer und überall etwas passieren kann.

Dennoch sage ich mir: "Ich kann´s nicht ändern. Wenn es so ist, dann ist es so".

Jedoch würde ich nicht glücklich sterben, wenn ich weiß, ich hätte auf irgendetwas verzichten, weil

ich Angst vor dem Tod hatte.

Sollte ich im Sterben liegen und klare Gedanken fassen können, kann ich auf mein Leben

zurückblicken und sagen: Ja! Ich hab´s genossen. Ich bereue nichts. Ich bin/war glücklich.

Ich denke nicht, dass du das sagen kannst mit deinen oben genannten Gedanken.

Und willst du wirklich sterben ohne das gemacht zu haben, was dich glücklich macht?

SzinneFstätAer


Und daher würde ich mich gerne mal austauschen mit Menschen denen es ähnlich geht wie mir.

Mmmh. Magst du auch gegenteilige Ansichten? :-D

Tausend Jahre leben, oder gleich ganz unsterblich sein – da bekomme ich das kalte Grausen. Mir ist die aktuell erreichbare Lebenszeit schon zu lang, etwa doppelt so lange wie ich es für "natürlich" halten würde.

Unser Leben, das ist etwa wie das Leben einer Wohnungskatze, regelmäßig zum Tierarzt, Dosenfutter, ab dem 12ten Lebensjahr Nierendiät, und mit 20 Jahren sterben, ohne je ein Leben außerhalb von 65qm geführt zu haben. Ich wäre lieber der Freigänger, der Mäuse frißt, gelegentlich Hunger hat, naß wird und friert, und mit 4 Jahren von einem Auto überfahren wird – aber in einem Jahr mehr erlebt hat, als der Wohnungskater während seines ganzen Lebens.

Immer jung bleiben...das wäre allerdings seeeeeehr geil. Unter der Voraussetzung würde ich auch gerne ein paar Jahre mehr haben.

S|onateV.omScheixtern


Bei mir kommt die Angst vor dem Tod hauptsächlich daher dass ich nicht an ein Leben nach dem Tod glaube oder an Wiedergeburt usw.

Es ist einfach unmöglich sich es vorzustellen nicht zu existieren, da es ja praktisch schon ein Widerspruch in sich ist.

SYonnYenkxind3


Es ist einfach unmöglich sich es vorzustellen nicht zu existieren

:)z

Aber irgendetwas passiert...

SBona=teV omSc`hejiterxn


Achja, so richtig akzeptieren kann ich das auch nicht. Aber was will man machen außer damit leben.. höhö

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