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Wer kann es auch nicht akzeptieren dass wir alle mal sterben?

S7tephK-BoRuntxy


Das ist eine interessante Frage.... ich glaube, ich kann es auch nicht akzeptieren älter zu werden und irgendwann (in 50 oder 60 Jahren bin 40)) zu sterben...

Mir würde es aber am meisten um meinen Sohn (3,5 Jahre) leid/weh tun....genauso um meine Eltern. Außerdem kann ich es auch nicht akzeptieren, dass meine Eltern älter werden. Mein Vater ist nun 62, meine Mom in 3 Wochen 59. Meine Mutter hat schon arge gesundheitliche Probleme. Der Gedanke, sie irgendwann nicht mehr täglich zu sehen/zu sprechen wir wohnen in der selben Straße ist schrecklich. Ich schiebe ihn auch immer ganz weit weg. Und der Gedanke ich könnte sterben und mein Sohn würde sich nicht mehr an mich erinnern :-o :-o - der Gedanke bringt mich um!

Deshalb hat's mich bei diesem Beitrag

Anakin91: wie alt bist du denn? 91 ist dein Jahrgang?

91 ist mein Jahrgang, ja.

wieso willst du mit spätestens 50 Jahren sterben? Das finde ich noch viel zu jung!

Keine Ahnung, 50 ist für mich so ein Alter wo man langsam aber sicher deutlich älter wird. Und ich persönlich muss und will nicht alt werden, diesen Lebensabschnitt muss ich nicht mehr miterleben. Da sterbe ich lieber 20 Jahre zu früh als 5 Jahre zu spät. Ich genieße zwar das Leben, aber ich hänge nicht wirklich dran, jedenfalls nicht so das ich 80 werden muss.

Diese ganzen Unterlagen die ich später für die Rente brauche habe ich auch weggeschmissen.

wirklich geschaudert! :-o

k,eepsm,ilinxg1


@ help_less

Tolle Worte, du sprichst mir aus der Seele!!!

HHats5chepsu9t_


Auch ich kenne diese Gedanken, insbesondere, weil leider in meinem Umfeld einige Menschen todkrank sind und erst kürzlich eine gute Familienfreundin mit 55 an Krebs gestorben ist. In solchen Momenten ergreift mich die nackte Angst, weil man auf einmal einfach aufhört zu akzeptieren, die Menschen zu sehen, die man liebt, sie zu fühlen, sie zu riechen. Ich stelle es mir vor wie eine Narkose, aus der man nicht aufwacht – und da bekomme ich Panik. Denn bis jetzt wusste ich, dass ich aus jeder Narkose aufwachen werde (vom statistischen Risiko abgesehen) und beim Sterben wird es dieses Aufwachen nicht geben, sondern alles ist "weg". Natürlich ist es einem dann "egal", weil man nichts mehr mitbekommt, doch dieser Gedanke graust mich. Ich denke, mich ängstigt auch die Vorstellung, ewig tot zu sein. Es ist nicht greifbar und nicht einzuschätzen.

Wie ich damit umgehe? Schlecht. Ganz ehrlich, ich versuche es zu verdrängen, doch wenn ich an die besagte Freundin denke, fällt mir das Ignorieren schwer, denn ich weiß, auch ich werde irgendwann auf dem Bett liegen.

hSelpS_lexss


@ keepsmiling1

Danke :-) Als ich deinen Faden mit der Aufräum-und Putzproblematik gelesen habe, dachte ich, dass Du mir aus der Seele gesprochen hast :)z

c>hecxa87


@ Mülli2010

erinnerst du dich an mich? wir hatten schonmal ein ähnliches Problem...

Und auch diesmal habe ich den Faden gelsen und festgestellt, dass es mir ganz genauso geht...

Ich glaube wir haben einiges gemeinsam ;-)

Houdi>pfupxf1


Mir gehts auch so. Ich kann nicht ertragen dass meine Eltern 80 sind und bald sterben. Ich kann nicht ertragen dass ich mein 27 jähriges Pferd nicht mehr lange haben werde. Es macht mich fertig wenn ich Fotos von früher ansehe und meinen körperlichen Verfall feststelle.

Ich denke: Mist! Ich war früher mit meinem Aussehen so unzufrieden und Heute wäre ich froh ich würde noch so aussehen wie früher. Dann denke ich, wäre ich doch damals nur zufriedener gewesen, hätte ich es mehr krachen lassen und meine Jugend ausgelebt.

Man sollte das Hier und Jetzt so geniessen wie es ist, die Zeit vergeht so schnell und es wird ja bekanntlich nicht besser.

CARPE DIEM

I#llusxio


Da ich noch etwas tun muss, habe ich jetzt leider nicht die Muße, alles durchzulesen. Das werde ich nachher tun.

Ich habe vor dem Tod überhaupt keine Angst, wohl aber vor dem Sterben. Und vor dem Tod meiner Angehörigen. (Ich selbst bekomme von meinem Tod ja nichts mit.)

Die Endgültigkeit ist es, die ich, obwohl gläubig, so furchtbar finde.

Allerdings bin ich fest davon überzeugt, dass anschließend nicht alles aus ist. Dazu hatte ich, wenn auch halb scherzhaft, schon einmal geschrieben: Vor einiger Zeit hatte ich drei alte Omas gesehen, die in einem Café ihren Butterkuchen aßen und ununterbrochen schwatzten, alle (wie nur Frauen das können) gleichzeitig. Eine hatte eine gehäkelte Mütze auf, die andere hatte ihre Brille an einer Bernsteinkette über ihrer (sorry) gewaltigen Oberweite baumeln, und es ging, wenn ich mich recht entsinne, um irgendwelche Enkelkinder. Da hatte ich mir gedacht: Sowas bringt die Evolution nicht zustande. Sowas nicht.

Oder anders ausgedrückt: wer auch nur ein Mindestmaß an Beobachtungsgabe hat, kann meines Erachtens nicht umhin, ernsthaft zu erwägen, dass das alles nicht von nichts kommen kann, um anschließend "rückstandslos" zu verpuffen.

Gruß

B;rothebrhoxod


Oder anders ausgedrückt: wer auch nur ein Mindestmaß an Beobachtungsgabe hat, kann meines Erachtens nicht umhin, ernsthaft zu erwägen, dass das alles nicht von nichts kommen kann, um anschließend "rückstandslos" zu verpuffen.

Wenn man sich selbst bzw. die Menschheit nicht für den Mittelpunkt hält, dann schon. Und von "nichts" hat nie jemand behauptet. Aber bevor es jetzt eine Grundsatzdebatte gibt....

Zum Thema: Ich habe keine Angst vor dem Tod und auch nicht im Bezug auf meine Angehörigen, Freunde usw. Auch nicht vor den Schmerzen. Der Tod macht das Leben doch erst lebenswert und er ist das, was einen im leben wirklich antreibt. Nämlich Zeit.

Wer die ganze Zeit nur darüber nachdenkt, dass er irgendwann mal sterben könnte, hat meiner Meinung nach vom Leben an sich nicht viel begriffen. Weil es 1. keinen Sinn macht (der Faktor der Ungewissheit ist einfach zu groß) und 2. diese Personen nicht in der Gegenwart leben, die einzige Zeit, die einem wirklich gehört.

p[roh li|fe


Ist schon was tolles, zu leben. Ich weiß zwar nicht wie eine Amöbe sich fühlt, aber wir Menschen scheinen weit und breit die intelligenteste Lebensform zu sein und zu sehen wie sich unser Lebensstandard immer wieder verbessert hat (Medizin!) also durch Intelligenz, erfüllt mich mit Freude und Hoffnung.

Leider werden wir es (höchst)wahrscheinlich nicht mehr erleben , aber es ist sicher nicht unmöglich viiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiel älter werden zu können als wir es zur Zeit nur schaffen.

Einfrieren und warten wäre jetzt meine (Not)lösung aber das würde ich wenn erst mit 80 machen (falls es doch nix wird).

ps. make love not war

Dcext?a


@ Mülli2010

Ich denke genau wie Du. Ich konnte den Tod noch nie akzeptieren. Er macht mir Angst und versaut mir von jeher das Leben. Wenn man wenigstens 800 Jahre Zeit hätte, da könnte man ohne Druck alles mal antesten und leben, aber so?

Aber ich habe aufgehört, darüber zu diskutieren, weil ich den Gegenargumenten absolut nichts abgewinnen kann...z.B.:jeder muß mal sterben, wieso sich über Dinge aufregen, die man nicht ändern kann und blablabla...davon habe ich nichts. Also muß ich weiter mit diesem quälenden Fakt leben.

DSefx`ta


Zum Thema: Ich habe keine Angst vor dem Tod und auch nicht im Bezug auf meine Angehörigen, Freunde usw. Auch nicht vor den Schmerzen. Der Tod macht das Leben doch erst lebenswert und er ist das, was einen im leben wirklich antreibt. Nämlich Zeit.

Wer die ganze Zeit nur darüber nachdenkt, dass er irgendwann mal sterben könnte, hat meiner Meinung nach vom Leben an sich nicht viel begriffen. Weil es 1. keinen Sinn macht (der Faktor der Ungewissheit ist einfach zu groß) und 2. diese Personen nicht in der Gegenwart leben, die einzige Zeit, die einem wirklich gehört.

Brotherhood

Besonders der erste Teil deines Textes hört sich nicht gerade gesund an. Von daher kann man auch den zweiten Teil nicht sonderlich ernst nehmen. %-|

Durchzogen von Antilogik. Die Seele funktioniert anders. Und mit Begreifen hat es schonmal garnichts zu tun. DU hast nichts begriffen. Man kann sich nicht mit Druck den Druck nehmen. Das ist die eine Sache, die andere ist, dass dieses Problem emotional ist und nicht mit dem Kopf zu lösen.

-)CrazyOlenix-


Uff. Ich sollte vielleicht nichts schreiben, Du fragst ja explizit nach Menschen, denen es ähnlich geht, aber – hm.

Na zum glück hast dus damals geschrieben, shojo-wunderschön in worte gepackt, verschafft mir ne Gänsehaut. und die Gedanken kommen mir fucking bekannt vor. lieber nicht zu sehr darüber nachdenken.

Eohema&ligerr Nutzer o(#353x655)


Ausgewählten Personen wie Einstein, Tesla, Aristoteles, Euler, Max Weber und einigen anderen hätte ich die Unsterblichkeit gewünscht, aber sonst bin ich mit der Sterblichkeit zufrieden.

J(an7x4


Was bei solchen Fäden immer mitschwingt, ist die implizite Behauptung, man wüsse so einiges über die Beschaffenheit des Daseins, des Lebens und auch des Todes. Man geht felsenfest von bestimmten Vorstellungen aus, die aber keineswegs bewiesen sind. Wir wissen rein gar nix über die wahre Natur des (menschlichen und auch sonstigen) Daseins und von daher macht es meines Erachtens nach wenig Sinn, sich den Kopf darüber zu zerbrechen.

Schon allein in der Physik zeigt sich, dass alles mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht so ist wie wir es wahrnehmen (Relativitätstheorie, Quantenmechanik usw), von daher ist es vermessen, "feste Behauptungen" über das Leben und den Tod aufzustellen. Schon alleine das zugrundeliegende lineare Fortschreiten der Zeit in eine bestimmte Richtung (Zukunft) ist ein fragwürdiges Konstrukt.

Mir persönlich geht es so, dass ich immer in Phasen, in denen ich einigermaßen glücklich und zufrieden bin, auch nicht so viel Angst davor habe, dass es irgendwann vorbei ist. Aber wenn ich selber durchhänge, macht mir das auch Angst. Es hat viel mit "Zufriedenheit mit dem Leben" zu tun.

Rein evolutionär betrachtet ist die große Angst vor dem Tod aber erklärbar und sinnvoll. Individuen, die keine Angst vor dem Tod haben, haben auch keinen großen Ansporn, dafür zu kämpfen, dass er möglichst nicht eintritt. Die würden schnell aussterben.

sPcRhnecrke1x985


Ich versuche jetzt mal, aus eigener Erfahrung eine Theorie einzuwerfen: Ist die übertriebene Beschäftigung mit dem Tod vielleicht eine Flucht vor der Sache, vor der man in Wirklichkeit hat, nämlich zu leben?

Ich kenne das Gefühl der Beschäftigung mit dem Tode nur von der anderen Seite aus: Ich empfand ihn als Freund, fast täglich habe ich mich nach ihm gesehnt. Ich habe viele Todesfälle in der Familie erlebt, war ein Teenager und depressiv seit ich denken kann. Ich habe so viel an den Tod gedacht, weil ich vor ihm von meinen Problemen flüchten konnte: "Ach, ich bring mich sicher vor 30 um!". Irgendwann war ich Mitte zwanzig, wollte nicht mehr sterben, sondern LEBEN und habe festgestellt, dass ich gar kein Konzept für dieses Alter habe. Ich habe mir aus Angst vor Enttäuschung nie meine Hochzeit vorgestellt, ich habe nie darüber nachgedacht, wie ich mit den ersten grauen Haaren fertig werde, was ich langfristig beruflich machen will... ganz viele wichtige Entscheidungen.

Die Beschäftigung mit dem Tod hat bei mir zu viel Raum eingenommen und das Leben verdrängt. Meine Herangehensweise war zwar eine andere, aber das zugrunde liegende Motiv könnte das Gleiche sein: Angst zu leben. Erwachsen zu sein. Verantwortung zu übernehmen. Vielleicht zu lieben und wieder zu verlieren.

Meine Eltern werden gerade alt. Mein Partner wäre fast an Krebs gestorben, 3 Jahre lang haben wir "letzte Geburtstage" und "letzte Weihnachten" gefeiert. Und als es ihm wieder besser ging, allerdings mit einer schlechten Prognose, musste auch er sich wieder dem Leben stellen. Er hat trotz Zweifel, dass er sein Studium überlebt, wieder studiert. Und es geht ihm gut! Will heißen: Nicht zu viel an den Tod denken und tolle Momente sammeln.

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