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Schlimme Fantasien einfach nur Fantasien oder gefährlich?

eKarthw&indxfire


>:(

ESmilVieA


Ach so, dann hab ich deine Frage falsch verstanden. Ich dachte, du meinst, ob es "besser" wäre, wenn er sich vorstellt, dich zu zerstückeln als ein Kind. Aber du meintest mit "die Freundin" z.B. die Mutter des Kindes, die euch besuchen kommt – also auch jemanden außerhalb eurer Beziehung.

Ich meinte aber nicht, dass er je nach fantasiertem Opfertyp als gefährlicher anzusehen ist als bei einem anderen. Ich meinte, dass es für mich persönlich (wahrscheinlich) einen Unterschied machen würde, ob sich mein Freund bei der Vorstellung, Kinder zu quälen einen hobelt, oder aber wenn er sich das gleiche an bspw. anderen Männern vorstellt. Ebenso fände ich es problematischer, wenn er sich Bekannte von uns vorstellt (oder Kinder, die er auf der Straße sieht), oder aber wenn er alleine ist komplett ausgedachte Szenarien mit frei erfundenen Leuten. Nicht, weil ich dann denken würde, das ihn das gefährlicher macht, sondern weil das für mich nochmal einen Schritt realer wäre – auch wenn beides nur in seinem Kopf stattfindet. Das mag nicht logisch sein, aber so denke ich, dass ich fühlen und denken würde.

Wenn ich mir Sorgen machen würde, dass er real eine Gefahr darstellt, dann müsste ich um eine Freundin, die zur Zielgruppe gehört, doch genau so große Angst haben, wie um ein Kind, falls Kinder die Zielgruppe sind.

Das auf jeden Fall.

Bmlac:k Skxy


also wenn jemand wirklich seit jahren so fantasien hat ist das definitiv nicht normal :|N

Normal wahrscheinlich nicht, weil die meisten Menschen solche Fantasien nicht haben, aber andererseits zeigt es auch, wenn es über Jahrzehnte nur Fantasien sind, dass es nichts direkt mit der Realität zu tun haben muss. Er hat in den rund 35 Jahren, in denen er diese Fantasien schon hat, noch nie auch nur ansatzweise versucht, irgendwas davon in die Realität umzusetzen. Das spricht doch für ihn und dafür, dass er in der Realität eine durchaus gesunde und stabile Moral hat, findest du nicht?

Ebenso fände ich es problematischer, wenn er sich Bekannte von uns vorstellt (oder Kinder, die er auf der Straße sieht), oder aber wenn er alleine ist komplett ausgedachte Szenarien mit frei erfundenen Leuten. Nicht, weil ich dann denken würde, das ihn das gefährlicher macht, sondern weil das für mich nochmal einen Schritt realer wäre – auch wenn beides nur in seinem Kopf stattfindet.

Das empfinde ich eigentlich auch so. Ich weiß nicht, ob reale Bezüge bei ihm auch eine Rolle spielen, er hat es mir so erklärt, dass es in der Regel total realitätsferne abstrakte Szenarien sind, ohne konkrete Details, also nicht personenbezogen, er sieht die Zielgruppe eher schemenhaft und stellt sie sich in bestimmten Kontexten vor. Nur einige wenige Filmeszenen sprechen ihn auch an, also da sind es dann wohl schon die konkreten Darsteller, die er in Gedanken auch sieht, aber "echte Menschen" sozusagen von nebenan, ich glaube nicht, dass sie dazu zählen, weil er immer sagt, dass er im Alltag nie an sowas denkt. Ich werde ihn aber nochmal genauer danach fragen.

B3err2yfinxa


@ BlackSky

du bist ihn hier so sehr am verteidigen. Außerdem glaube ich nicht, das seine Fantasien im Alltag nicht vorkommen. Also mich würde es extrem anekeln. Und ich erwarte von meinem Partner, dass er die gleichen Vorstellungen hat wie ich. Ich könnte mit so einem Menschen nicht zusammen sein, wenn ich wüsste das schreckliche und grausame Dinge ihn erregen. Für mich ist das ein Zeichen, das bei ihm im Kopf irgendwelche Verknüpfungen falsch laufen. Würdest du mit dem Mann denn eine Familie gründen wollen?

D>ieKBruxemi


Er hat in den rund 35 Jahren, in denen er diese Fantasien schon hat, noch nie auch nur ansatzweise versucht, irgendwas davon in die Realität umzusetzen. Das spricht doch für ihn und dafür, dass er in der Realität eine durchaus gesunde und stabile Moral hat, findest du nicht?

Das kann man so sehen. Oder : es zeichnet einen Mann nicht sonderlich aus, dass er NICHT über Kinder herfällt, Frauen zerstückelt oder sonstiges macht. Das ist das Minimum, was ich von jedem Menschen in meinem Umfeld erwarte.

Ich frage mich eher, wenn ihn all das irgendwie auch belastet, wieso er in den 35 Jahren noch nicht den Weg in eine Beratung gefunden hat.

Wie lange kennst du den Mann schon?

weil er immer sagt, dass er im Alltag nie an sowas denkt

so, wie ich den Beginn dieses Threads verstanden habe (Anvertrauen der Freundin, weil du im ersten Moment überfordert warst etc) weisst du es doch erst seit kurzem.

BflackZ Skxy


Außerdem glaube ich nicht, das seine Fantasien im Alltag nicht vorkommen

Wieso nicht? Ich glaube ihm das schon, weil die Fantasien auch so speziell sind, dass sie mit dem normalen Alltag wirklich nichts zu tun haben. Also natürlich wird zwischendurch mal an Sex denken oder vielleicht auch daran, dass er sich heute Abend mal wieder eine seiner speziellen Geschichten durchliest, aber ich habe nicht den Eindruck, dass er sich zwischendurch immer wieder diese Dinge ausmalt. Er sagt, zwischendurch denkt er an unseren partnerschaftlichen Sex, die sexuellen Reize die ihm in Alltag begegnen, gehen ja von mir aus, das spricht ihn dann an und ist etwas ganz anderes, als das was in seiner Fantasie vorkommt.

Für mich ist das ein Zeichen, das bei ihm im Kopf irgendwelche Verknüpfungen falsch laufen.

Ich weiß nicht, ob man das so sagen kann, weil sobald er den Verstand einschaltet, die Verknüpfungen ja auch "richtig" sind (Abscheu, Mitleid, Verzweiflung darüber, dass sowas tatsächlich passiert). Sicherlich gibt es da irgendwo noch andere Verknüpfungen, die sexuellen, die ihn eben erregen, aber "moralisch" verurteilt er Taten dieser Art ja genau so wie du und ich.

Würdest du mit dem Mann denn eine Familie gründen wollen?

Das steht bei uns sowieso nicht zur Debatte, aber aus ganz anderen Gründen, die hiermit nichts zu tun haben. Aber falls du meinst, ob ich ihn mir als Familienvater vorstellen könnte, ja, könnte ich, ich hätte da keine Bedenken, weil ich ihm eben glaube, dass es nur Fantasien sind und er real keine Gefahr für irgendjemanden darstellt.

a1.fixsh


@ Berryfina

Außerdem glaube ich nicht, das seine Fantasien im Alltag nicht vorkommen.

Denkst Du den ganzen Tag über an Sex? Siehst Du einen Mann und hast die wildesten Phantasien?

Ungewöhnliche Vorlieben gehen nicht mit einem gesteigerten oder irgendwie kaum kontrollierbaren Trieb einher, wie das hier einige in ihrer schmutzigen Phantasie zu vermuten scheinen.


Ich frage mich eher, wenn ihn all das irgendwie auch belastet, wieso er in den 35 Jahren noch nicht den Weg in eine Beratung gefunden hat.

Scham, die Angst, pathologisiert zu werden oder schlicht und ergreifend weil Psychotherapie manchen Menschen als Möglichkeit nicht in den Kopf kommt. Wüsstest Du, an wen Du Dich mit einem solchen Problem wenden könntest? Ich wüsste es nicht und ich stehe dem Themenkreis Therapien etc. sicher näher als die meisten anderen Menschen, die sich noch nie mit so etwas beschäftigen mussten.

B~lacBk Sxky


Ich frage mich eher, wenn ihn all das irgendwie auch belastet, wieso er in den 35 Jahren noch nicht den Weg in eine Beratung gefunden hat.

Er hat sich in jungen Jahren mal an einen Pfarrer gewendet, weil er vor allem die Frage im Kopf hatte: WARUM? Warum habe ich solche Fantasien, denn er kann sie sich nicht erklären, kann keinen Auslöser benennen, sie waren eines Tages einfach da. Jedenfalls hat der ihm etwas wie "Gottes Wege sind unergründlich" gesagt und damit konnte er dann erstmal ganz gut leben (obwohl er nicht besonders gläubig ist, es war ihm einfach eine willkommene Stütze). Problematisch wurde es ja erst, als er Beziehungen einging und auch der gesellschaftliche Druck immer größer wurde, offener über Sexualität und Abweichungen von der Norm geredet wurde. Jedenfalls hat er sich nie an einen Psychologen gewendet, weil das für ihn immer Krankheit/Heilung bedeutete und das seiner Meinung nach auf ihn nicht zutrifft. Er wollte nicht in dieselbe Ecke wie Realtäter gedrängt werden, keine Brandmarke verpasst bekommen, hatte einfach Angst, dass ihm dann Dinge unterstellt werden, die er nie getan hat und auch nie tun würde.

Wie lange kennst du den Mann schon?

Über 10 Jahre, partnerschaftlich näher gekommen sind wir uns aber erst vor ein paar Monaten.

so, wie ich den Beginn dieses Threads verstanden habe (Anvertrauen der Freundin, weil du im ersten Moment überfordert warst etc) weisst du es doch erst seit kurzem

Ja, seit letztem Wochenende, mit "immer" meinte ich, seit wir sehr ausführlich darüber gesprochen haben, also in diesen Gesprächen hat er es "immer so gesagt/erklärt".

AVurorxa


Und wenn sich die Gewaltfantasien auf die Freundin beziehen, wäre das dann etwas ganz anderes? Da hättest du dann kein Problem damit, wenn die Freundin beispielsweise dem Frauentyp entspricht, dem er in seiner Fantasie Gewalt antut?

Ja es wäre etwas anderes – zwar auch nicht schön, aber zu unterscheiden auf jedenfall. Wenn er sich deine Freundin bei werweiswas vorstellt, beziehen sich seine Fantasien immerhin noch auf eine erwachsene Person. Dann wäre er zumindest nicht pädophil. Es gibt doch wohl einen Unterschied, ob man auf Kinder steht oder auf Erwachsene.

Du verteidigst ihn in deinen Beiträgen sehr und scheinst dir auch in einigen Dingen absolut sicher zu sein (weil er es gesagt hat). Aber es besteht zumindest die Möglichkeit, dass er sich erst langsam herantastet und deine Reaktionen austestet. Vermutlich wird ihm das Thema äußerst unangenehm sein und jemand der große Angst vor einem Geständnis hat, neigt dazu erstmal mit der halben Wahrheit rauszurücken und Dinge zu beschönigen.

aZ.fxish


Es gibt doch wohl einen Unterschied, ob man auf Kinder steht oder auf Erwachsene.

Es gibt keinen Unterschied, wenn ich sich in beiden Fällen um Phantasiegebilde handelt.

BYerr#yfixna


Es gibt keinen Unterschied, wenn ich sich in beiden Fällen um Phantasiegebilde handelt.

doch, den gibt es! sogar einen gravierenden!

A,uerora


Doch da ist ein Unterschied, ob man sich Kinder vorstellt oder Erwachsene. Das eine nennt man pädophil, das andere normal.

az.fixsh


Was ist der Unterschied? Bitte keinen moralischen, hypothetischen, sondern gerne einen, der irgendeine Auswirkung auf die Realität hat.

aW.fisGh


PS.: Zudem machen sexuelle Phantasien mit Kindern keinen Pädophilen. Genauso wie ein Mensch, der sich tatsächlich real an Kindern vergeht, nicht pädophil sein muss. Pädophile bezeichnet die primäre sexuelle Interesse an Kindern – das muss in keinem dieser Fälle gegeben sein und ist bie Black Skys Partner ganz offensichtlich nicht gegeben, schließlich ist er (auch sexuell) an Black Sky interessiert.

Bgerrsyfina


Der Unterschied besteht darin, das das eine erwachsene Menschen sind zu denen man normalerweise einen sexuellen Bezug hat und das andere sind kleine Menschen, deren sexuellen Reise und Organe noch nicht vollkommen entwickelt sind und die man eigentlich beschützen wollen sollte und nicht sich an ihnen vergreifen.

Wie man in der Realität handelt, da spielt es keine Rolle ob man nun an Kinder oder Erwachsene denkt, solange man sich korrekt verhält. Das ändert trotzdem nichts daran, das ich ich einen Menschen, der solch schrecklichen Gedanken als erregend empfindet nicht als meinen Partner wollte.

Ein Mensch dem ich meine Liebe schenke, der sollte bitte auch mit seinen Gedanken meinen Vorstellungen entsprechen und nicht nur sein Handeln.

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