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Schlimme Fantasien einfach nur Fantasien oder gefährlich?

T7ipyp'elxdi


Ich glaube ihm.

Aber Restzweifel scheinen ja noch da zu sein. Das in dumm oder gefährlich zu unterteilen bringt meiner Meinung nach gar nichts. Er denkt also öfter daran – warum? "Interesse", "Faszination" oder macht es ihn an? Selbst wenn es was ist, was die Mehrheit absolut pervers findet, wäre das kein Grund ihn dafür zu verdammen. Er kann soweit schließlich nichts dafür und scheint vernünftig damit umzugehen. Ob man es "wegtherapieren" kann weiß ich nicht, möchte er die Gedanken denn überhaupt los werden? Dann wäre es einen Versuch wert das mal genauer zu ergründen. Wird aber sicher ein langer weg, 2 Stunden beim Therapeuten reißen da nix.

B,laUck Sxky


Schreib doch mal ansatzweise, was das für Fantasien sind. Vielleicht kann man das dann besser beurteilen.

Ich hab doch schon "ansatzweise" geschrieben, worum es geht, verstehe nicht wozu es mehr Details braucht. Ich möchte die Fantasien nicht genauer beschreiben, erstens um anderen keine Vorlage zu liefern und zweitens auch zum Schutze der Anonymität. Ich denke, die grundsätzlichen Fakten reichen völlig, um das einschätzen zu können, wenn ich sage, dass es strafrechtliche Konsequenzen hätte, die Fantasien auszuleben und es anderen Schaden würde.

Aber Restzweifel scheinen ja noch da zu sein.

Gesät durch die Freundin und gesellschaftliche Bewertung, ja. Weil ich ein bisschen das Gefühl habe, dass ich ihn unter diesen Umständen sozusagen nicht lieben darf, dass ich ihn verurteilen müsste und angewidert sein sollte :°(

Er denkt also öfter daran – warum? "Interesse", "Faszination" oder macht es ihn an?

Es stimuliert ihn sexuell.

Ob man es "wegtherapieren" kann weiß ich nicht, möchte er die Gedanken denn überhaupt los werden?

Das ist eine gute Frage. Es hat ihn immer belastet, diese Gedanken gegenüber anderen verleugnen zu müssen. Er sagt, das hätte er auf Dauer nicht mehr ausgehalten, weil die Fantasien zu ihm gehören und er endlich so geliebt werden möchte, wie er ist, mit diesen Gedanken. Ich bin nun die erste Person, der er sich offenbart hat. Ich denke, nachdem ich nun relativ wohlwollend darauf reagiert habe und ihn wissen ließ, dass ich ihn nach wie vor liebe, sieht er keine Veranlassung mehr, die Gedanken loszuwerden. Das führt mich zu der nächsten Frage, ob Akzeptanz auch schaden kann, in dem sie so etwas verstärkt, die Hemmschwelle senkt oder ähnliches :-/

Aber um auf die Frage zurück zu kommen: Es gab schon Phasen, in denen er die Gedanken gerne los geworden wäre, eben immer dann, wenn er Angst haben musste, dabei ertappt zu werden. Aber so an sich, wenn es den gesellschaftlichen Druck nicht gäbe, fände er nichts weiter schlimm an seinen Fantasien, weil sie für ihn wirklich nur in seinem Kopf existieren und er nie Angst hatte, sich in der Realität nicht kontrollieren zu können. Es hat sich im Laufe der Jahre auch nicht gesteigert oder so, die Fantasien wurden nicht extremer oder mehr.

Mjadabme Czharen0toxn


strafrechtliche Fantasie ist nicht gleich straftrechtliche Fantasie!!!!!

Vergewaltigungsfantasien z.b. sind nichts seltenes, können mit BDSM sogar ausgelebt werden durch Rollenspiele etc. und ist jetzt nicht auserordentlich schlimm

Sex mit Tieren oder schlimmer, Sex mit Kindern ist was anderes, da würd ich nen Psychologen fragen ob eine Therapie nötig ist oder nicht.

ansonsten, warum solltest du den Mann verlassen, er hat doch nichts unrechtes getan, und er hat eine gesunde Einstellung

1lway


Kann eine Therapie solche Fantasien denn "wegtherapieren"?

unter umständen schon, wichtiger finde ich jedoch den aspekt, dass ihm eine therapie (regelmässige gespräche) evtl. dabei helfen koennte, zu ergruenden bzw. zu verstehen, woher diese fantasien kommen, wodurch sie ausgeloest werden usw. ein therapeut kann sicherlich auch besser beurteilen, ob diese gedanken nun "gefährlich" sind...

darueberhinaus gibt es in einigen bereichen ja auch sog. präventionsprojekte bzw. therapien. hier mal ein beispiel: [[http://kein-taeter-werden-ppd.charite.de/ kein täter werden]]

Hättet ihr dann Angst vor dieser Person?

die frage wäre fuer mich, glaube/vertraue ich der person, dass es wirklich "nur" fantasien sind, die ab und zu mal da sind, aber ohne jeglichen gedanken hinsichtlich umsetzung sofort wieder verworfen werden, oder befuerchte ich eben doch, dass die fantasien so present und fest verankert sind, dass sie irgendwann die oberhand gewinnen und die person sie in die tat umsetzen will/muss.

sofern ich ernste bedenken hätte, wuerde ich der person meine probleme/ängste/sorgen auch mitteilen und wuerde wahrscheinlich versuchen, je nachdem, um welche art fantasie es sich handelt...., die person zu einer therapie bzw. zu einem gespräch mit einem fachmann zu ueberreden.

:-/

a{bent7e"ue8rmäus&c[hen


Ich könnte so eine Person nicht lieben, kann auch nicht verstehen, dass das überhaupt jemand kann. da du ja nicht sagst, was es ist, gehe ich schon davon aus, dass es über normale BDSM-Fantasien hinausgeht. Ich schätze es sind sexuelle Fantasien mit Kindern. Solche Menschen gehören einfach für immer weggesperrt. Selbst, wenn sie selbst behaupten, dass sie das nie tun würden, kann man nie wissen, wie sie reagieren, wenn sie eigene Kinder haben, oder alleine mit einem Kind unterwegs sind.

B*erryGfinxa


Ich schätze es sind sexuelle Fantasien mit Kindern. Solche Menschen gehören einfach für immer weggesperrt. Selbst, wenn sie selbst behaupten, dass sie das nie tun würden, kann man nie wissen, wie sie reagieren, wenn sie eigene Kinder haben, oder alleine mit einem Kind unterwegs sind.

Man kann doch niemand präventiv wegsperren nur weil er unrechte Gedanken hat. Sehr viele Menschen leiden sehr unter ihren pädophilen Fantasien. Solche Menschen schon vorsorglich wie Monster zu behandeln ist nicht richtig. Die Gedanken sind frei. In was für einer Welt würden wir leben, wenn noch nicht mal mehr diese frei wären....

A}ngroy Bneavexr


Man kann doch niemand präventiv wegsperren nur weil er unrechte Gedanken hat. Sehr viele Menschen leiden sehr unter ihren pädophilen Fantasien. Solche Menschen schon vorsorglich wie Monster zu behandeln ist nicht richtig. Die Gedanken sind frei. In was für einer Welt würden wir leben, wenn noch nicht mal mehr diese frei wären....

Leider denkt so aber scheinbar die Mehrheit der Bevölkerung.

Ich finde, dass die Diskussion hier aber nicht hingehört. Das artet IMMER in eine unschöne Hetzjagd aus, bei der die "Gutmenschen" nach Kastration, Folter oder Hinrichtung schreien %-|

Zum Thema:

Ich weiss nicht wie ich reagieren würde. Ich weiss nur, dass ich mich selbst in Therapie begeben würde, wenn ich Phantasien hätte, deren Durchführung strafbar wäre, bzw. andere Menschen verletzen würde.

aBben.teuermä\uschxen


An deinen Ansichten merkt man, dass du einfach Null Ahnung hast. Ich selbst habe zum Glück nie etwas vergleichbares erlebt. Aber ich habe zwei Freundinnen, denen sehr Schlimmes in der Kindheit widerfahren ist. Wenn du sehen würdest, wie sie leiden, würde hier niemand so etwas schwatzen. Es ist eine Beleidigung für all diejenigen, die Missbrauch, Vergewaltigung etc. erleben mussten.

a5.fifsh


Wenn euch jemand erzählt, dass er unmoralische Fantasien hat, also wirklich schlimme und nicht solche Sachen, die einem zwar peinlich sind, die man aber doch ungestraft ausleben könnte, sondern tatsächlich strafrechtlich relevante Gedanken, könntet ihr damit umgehen? Hättet ihr dann Angst vor dieser Person?

Ja. Nein.

Glaubt ihr, dass man solche Fantasien grundlos haben kann, also ohne verkorkste Kindheit oder andere schlechte Erfahrungen?

"Grundlos" ist natürlich ein schwieriges Wort. Ich bin ein Fan von Kausalketten, insofern denke ich, dass alles irgendwo einen "Grund", im Sinne eines Anfanges, eines Auslösers hat. Aber ich bin mir 1000%ig sicher, dass solche Phantasien nicht auf irgendeinem Trauma o.ä. beruhen müssen.

Dass sie einfach da sind, aber nur im Kopf und sie derjenige nie auslebt? Könntet ihr das glauben oder würdet ihr immer befürchten, dass er sie doch irgendwann in die Tat umsetzt?

Offensichtlich hat Dein Freund schon lange Jahre bewiesen, dass er sie nicht ausleben will. Natürlich ist das individuell, aber auch hier bin ich mir absolut sicher, dass man ein Leben lang mit Phantasien leben kann, die man tatsächlich einfach nicht ausleben will. Dass man sich gedanklich dennoch viel und intensiv damit beschäftigen kann, ohne, dass das zu einem Drnag nach "mehr" führt.

Mach Dir keine Gedanken – und plauder das nächste Mal keine vertraulichen Informationen an Deine Freundin aus, das ist unhöflich. ;-)

a:blenteuQermäFumschxen


Mach Dir keine Gedanken – und plauder das nächste Mal keine vertraulichen Informationen an Deine Freundin aus, das ist unhöflich. ;-)

Toller Tipp! %-| Ich würde darüber auch mit einer Vertrauensperson sprechen, wenn ich nicht weiß was ich tun oder damit umgehen soll...Wenn man verliebt ist, sieht man nun mal manche Gefahren weniger, oder man verdrängt sie.

al.fis!h


Achso, Thema Therapie. Eine Therapie kann interessant sein, wenn man sich selbst in dieser Beziehung besser kennen lernen möchte. Sie kann hilfreich sein, wenn man an solchen Phantasien leidet, weil sie einem helfen kann, mit seelischem Druck besser umzugehen. Ich habe allerdings noch nie gehört, dass jemandes sexuelle Phantasien, in welche Richtung sie auch immer gingen, "wegtherapiert" worden sind.

anbeznteu|ermäJuschexn


Ich habe allerdings noch nie gehört, dass jemandes sexuelle Phantasien, in welche Richtung sie auch immer gingen, "wegtherapiert" worden sind.

Das ist nicht möglich, jemand der zum Beispiel pädophile Neigungen hat, wird sie ein Leben lang haben.

AWngryd Bjeaver


Ich würde eine Therapie bei mir selbst in betracht ziehen (in so einem Fall), weil ich verstehen wollen würde, woher so eine Neigung kommt.

Die Neigung an sich lässt sich natürlich nicht wegtherapieren. Hab aber mal eine tolle Reportage über Pädophile gesehen, die sich selbst in Therapie begeben haben und die es geschafft haben, trotz ihrer Neigung, ein normales Familienleben zu führen.

aL.fwish


Es hat sich im Laufe der Jahre auch nicht gesteigert oder so, die Fantasien wurden nicht extremer oder mehr.

Das halte ich für eine wichtige Aussage. Sorgen um sich selber sollte man sich machen, wenn der Effekt einer Droge eintritt: die Dosis muss immer höher werden. Ob inhaltlich, in Form von extremeren Dingen, oder quantitativ, in Form der Zeit, die man gedanklich damit verbringt. Das gilt auch für "normale" Pornographie.

Dann nämlich stehen meiner Meinung nach die Chancen gut, dass man diese Phantasien als Ventil für irgendetwas anderes nutzt, was nach oben drückt. Wenn man allerdings einfach eine – wenn auch abseitige – Nische für seine Phantasie gefunden hat, dann gibt es in meinen Augen kein problem. Außer das winzig kleine der gesellschaftlichen Ächtung, aber in Dir, Black Sky, scheint er ja einen verständnisvollen Partner gefunden zu haben. :-)

M3on]ikma65


Ich denke nicht, denn die Fantasien hatte er ja immer schon, im Grunde habe ich ihn schon immer mit diesen Fantasien geliebt, ich wusste es nur nicht.

Das wäre vielleicht besser so geblieben. Derartige Fantasien, die man sowieso nie mit dem Partner umsetzen kann oder will, gehören für mich in den absoluten Privatbereich, ich würde es ihm sehr übelnehmen. Weder würde ich es erzählen noch möchte ich das hören, es gibt Ecken im Seelenbereich eines Menschen, in die ich echt nicht mithinein genommen werden möchte. Allenfalls sollte er das einem Therapeuten anvertrauen. Aber offensichtlich kann man das unterschiedlich sehen. Für mich wäre es vermutlich damit so ziemlich gegessen, zumindest was die Lust auf Sex anbelangt. Kommt auf die Art der Fantasien an, es gibt einfach welche, die mir die Lust auf Sex mit diesem Menschen rauben würde, zum Beispiel pädophile Fantasien. Da wären auch meinem Vertrauen, dass er es nicht doch mal auslebt, Grenzen gesetzt. Bei reinen Gewaltfantasien hätte ich weniger Probleme, aber auch da wäre es mir lieber, er hätte es für sich behalten. Angst hätte ich dann womöglich auch, ich weiß nicht, es kommt wirklich darauf an, worum es sich handelt.

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