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Warum verstellen sich Menschen Automatisch nur um nicht

KMle`inewcald\fee hat die Diskussion gestartet


anzuecken?

Mir fällt das immer wieder an meinen Mitmenschen auf. Warum, sagen viele immer nur ja und Amen und stimmen allem zu? Viele scheinen sich nicht zu trauen auch mal auf zu mucken. Ich muss zugeben das ich früher auch so gewesen bin. Ich hatte Angst alleine da zu stehen.

Mittlerweile sage ich recht offen und frei meine Meinung und provoziere zugebener Maßen auch mal gerne um andere aus ihrer Schutzhaltung zu holen. Ich halte mich auch nicht mehr so mit berechtigter Kritik zurück und lasse mich auch kritisieren.

Mich nervt es auch das viele nicht sagen können oder es sich nicht trauen, das sie sauer, wütend, neidisch oder sonst was sind wegen einem selbst?

Was ist so schwer daran? Oder habe ich zu hohe Erwartungen, wenn ich erwarte nicht nur von Ja-sagern und Ars...kriechern umgeben zu sein?

Antworten
M^onik]a6x5


Mittlerweile sage ich recht offen und frei meine Meinung und provoziere zugebener Maßen auch mal gerne um andere aus ihrer Schutzhaltung zu holen.

Hm, es kommt auf die Umgebung an. Im normalen Alltagsleben, unter Kollegen, in der U-Bahn etc. könnte ich ein solches Verhalten nicht gutheißen. Mich interessiert ehrlich gesagt die Meinung der meisten Menschen gar nicht, in diesem Fall könnte es sein, dass mich deine überhaupt nicht interessiert. Angenommen, du wärst eine Kollegin, meine Friseurin oder Bäckereiverkäuferin, meine Ärztin, was auch immer.. Höflichkeit ist das Öl für einen unanstrengenden Umgang miteinander, also möchte ich von ungebetenen Meinungsäußerungen verschont bleiben.

Anders wäre es, wenn wir befreundet oder vewandt wären.

AYll1xRB


Ja, also dann mache ich gleich mal den Anfang:

Mir geht es z.B. tierisch auf den Keks, wenn Schreiber den Unterschied zwischen konsekutivem "dass" und relativem "das" nicht kennen.

Ich muss zugeben dass ich früher auch so gewesen bin. Ich hatte Angst alleine da zu stehen.

Mich nervt es auch dass viele nicht sagen können oder es sich nicht trauen, dass sie sauer, wütend, neidisch oder sonst was sind wegen einem selbst?

Tschuldigung. Das geht etwas am Thema vorbei, bot sich aber so gut an. ;-D

Oder habe ich zu hohe Erwartungen, wenn ich erwarte nicht nur von Ja-sagern und Ars...kriechern umgeben zu sein?

Gern geschehen. ;-D

B$K09


:)_

danke...es gibt sie doch noch...

ich bin genauso. halte mich mit kritik nicht zurück, bin IMMER diejenige, die ausspricht, was alle anderen denken. allerdings mache ich das schon immer und stand schon oft alleine da. aber ich war/bin garantiert auch immer die, die zufrieden mit sich war/ ist.

zustimmung bekomme ich regelmäßig dafür, nur eben immer im stillen, per mail oder wenn man mit jemandem alleine irgendwo ist.

ich bin gerade dabei, meine erwartungen an andere herunterzuschrauben, der mensch ist nun mal ein gewohnheitstier, dass konflikten aus dem weg geht. und 98 % der menschen wollen keinen ärger und können auch gar nicht mit kritik umgehen. wenn man jemanden kritisiert, muss man immer damit rechnen, dass was zurückkommt und da ist es doch einfacher den mund zu halten. bin schon öfter mal hysterisch angebrüllt worden, weil ich kritik offen ausspreche. okay, ich bin dann auch fies und lächel den anderen an...was das ganze noch schlimmer macht. aber ich finde es einfach nur faszinierend, wie andere sich überschätzen und nicht erstmal nachdenken, bevor sie reagieren.

Mfonik%a65


der mensch ist nun mal ein gewohnheitstier, dass konflikten aus dem weg geht.

]:D ;-D Zu geil... hier wäre es ein einfaches "s" gewesen. Aber mir passiert das beim schnellen Schreiben auch sehr häufig.

Dieser mein letzter Satz ist besagtes "Öl" im Umgang miteinander, finde es ein gutes Beispiel. Warum nimmt man sich das Recht heraus, jemanden zu kritisieren? Weil es Spaß macht? DAS ist für mich Selbstüberschätzung, wie gesagt, wen interessiert deine Kritik? Für wen ist sie überhaupt relevant?

BHK09


Warum nimmt man sich das Recht heraus, jemanden zu kritisieren? Weil es Spaß macht? DAS ist für mich Selbstüberschätzung, wie gesagt, wen interessiert deine Kritik? Für wen ist sie überhaupt relevant?

aha, was ist es denn, wenn ich kollegen auf fehler aufmerksam mache (was leider zu häufig passiert)? keine kritik? was ist, wenn ich zu jemandem sage, dass mir sein ton gerade nicht gefällt? keine kritik? kritik heißt nicht, jemanden persönlich anzugreifen, sondern einfach auszusprechen, was MIR gefällt, zusagt oder eben auch nicht oder was grundsätzlich falsch oder richtig ist. kritik kann auch positiv sein.

natürlich kritisiere ich niemanden in der u-bahn oder auf der straße, die leute interessieren mich gar nicht. aber gerade im job ist es doch notwendig, was zu sagen. ich habe auch keine schwierigkeiten damit, vorgesetzte zu kritisieren. nur wie gesagt, man muss mit der reaktion umgehen können. und das kann ich. ich denke nämlich bei kritik mir gegenüber erstmal nach und dann reagiere ich.

mich interessiert nicht, ob meine kritik für den angesprochenen interessant ist, ich könnte nur nicht damit leben, nichts gesagt zu haben. wenn es nicht interessiert, dann kann man auch drüber weghören. mache ich auch.

wie bereits erwähnt, ich erhalte sehr oft positive rückmeldungen, nur trauen sich viele gar nicht, ihre meinung auszusprechen. es muss ja nicht immer kritik sein. oft ist es auch einfach nur eine andere meinung, die nicht ausgesprochen wird. viele wollen ihr gegenüber nicht verärgern.

N&anSd=ana


Die ach so tollen, wahrhaftigen und ehrlichen Menschen, die immer ganz offen und klar ihre Meinung äußern, sich nicht einschüchtern und den Mund verbieten lassen – das sind am Ende die, welche sich dann wundern, warum die anderen sich von ihnen abwenden, und sie irgendwann ziemlich allein auf weiter Flur stehen.

Wenn ich eine Meinung oder Kritik von jemandem hören möchte, dann frage ich danach. Ansonsten bin ich dankbar, wenn sich meine Mitmenschen ihre ungebetenen Meinungen, Ratschläge und Kommentare einfach verkneifen.

Man muß nicht immer alles sagen, was man für "wahr" hält. Nur das, was man sagt, sollte schon wahr sein.

LlicGhtvKrimstaJllxX


Ich sehe es wie Monika an,es kommt immer auf die Umstände und die Situation an. Aber grundsätzlich gebe ich Dir Recht,dass( ;-) ) es mir imponiert,wenn Menschen eben nicht nur "Ja und Amen" sagen,sondern auch mal eine entgegengesetzte Meinung vertreten.

Ich bin gerade dabei,das zu lernen bzw. ich hoffe,dass man es lernen kann. :-)

ZfachmariXas M


Mich interessiert ehrlich gesagt die Meinung der meisten Menschen gar nicht...

Dein Dilemma ist eben, dass es alle anderen genauso sehen, sich um deine Meinung nicht scheren und die damit ihre Meinung eben angedeihen lassen. :-p

Das große Problem bei dem Thema ist in erster Linie, dass heutzutage viele "Meinung" mit "Kritik" gleichsetzen möchten um dann per Totschlagargument Leute mundtot zu machen.

Ich für meinen Teil sage i.d.R. frei heraus, was ich denke und meine, egal wer in welcher Position vor mir steht.

Anders handhabe ich das bei emotional besetzten Themen oder Situationen für Personen, die mir nache stehen, dann bin ich entsprechen feinfühliger und gehe mit mehr Takt an die Sache.

M]o%llilencxhen


Vielleicht meint Kleinewaldfee gar nicht, dass jeder wahllos auf jeden zugehen und diesem ins Gesicht sagen soll, was ihm an demjenigen nicht passt. Sondern das auch von mir oft beobachtete Meinungsanpassen (und somit eigene-Meinung-verleugnen), das viele Leute aus Gruppenzwang so gern praktizieren. Vornerum: "Jaaa, find ich auch!" Hintenrum: "Also, ehrlich gesagt…"

Wenn ich kein Interesse daran habe, jemanden meine wahre Meinung zu sagen (weil der andere für mich zu unwichtig ist), schweige ich. Vertrauten Menschen, denen ich hoffe damit weiterhelfen zu können oder aber von denen ich mich unfair behandelt fühle, sage ich meine Meinung schon.

B5K0C9


das sind am Ende die, welche sich dann wundern, warum die anderen sich von ihnen abwenden, und sie irgendwann ziemlich allein auf weiter Flur stehen.

ahja, das häufig benutzte argument...war klar, dass das auch kommt....

dann hast du ja jetzt ein beispiel, bei dem das nicht zutrifft. von mir hat sich deswegen noch nie jemand abgewandt und ich stehe nicht allein auf weiter flur...aber mein freundeskreis ist sehr überschaubar, weil ich aufpasse, wem ich mein interesse und meine energie schenke...und diese leute können mit kritik, anderen meinungen/Z ansichten, lebensweisen etc. sehr gut umgehen.

ich frage mich hier grade, ob wir bei dem wort kritik nicht vielleicht total verschiedene auffassungen vertreten.

für mich ist kritik kein angriff, sondern die möglichkeit, sich zu verbessern, ändern, andere sichtweisen zu sehen/ zu verstehen, mein weltbild zu erweitern. kritik kann in meinen augen auch völlig ungerechtfertigt sein, trotzdem kann ich doch mal drüber nachdenken. und muss nicht gleich in abwehrhaltung gehen.

aber genau das ist das problem: die meisten sehen negative kritik an der eigenen person eher als angriff auf ihre person und nicht als möglichkeit, über sich selbst nachzudenken. ob man kritik dann annimmt oder eben auch nicht, ist doch die eigene entscheidung.

B0K09


achja...ich KÖNNTE meine meinung zu einem thema, das mich betrifft und/ oder interessiert, gar nicht zurückhalten, da würde ich ja platzen... ;-D

und unzufrieden werden, was sich negativ auf meine stimmung auswirkt, was dann ja auch nicht gut ist ;-)

Zeach[ariaxs M


Die ach so tollen, wahrhaftigen und ehrlichen Menschen, die immer ganz offen und klar ihre Meinung äußern, sich nicht einschüchtern und den Mund verbieten lassen – das sind am Ende die, welche sich dann wundern, warum die anderen sich von ihnen abwenden, und sie irgendwann ziemlich allein auf weiter Flur stehen.

Echt ? Also ich muss sagen, dass die wenigen Menschen, die ich meine Freunde nenne darf, die sind, die genau das an mir schätzen und welche ich nie mehr missen möchte.

Treue ist in diesen Fällen das höchste Geschenk, denn diese Menschen wissen, was sie an mir haben und ich an ihnen.

Alle anderen, sind, zum Glück, wieder aus meinem Leben durch genau diese Eigenschaft von mir herausgefiltert worden und retrospektiv muss ich sagen, dass es das Beste ist, was mir passieren konnte.

Eine handvoll Gold.

Beruflich hat es sich übrigens bei mir nur insoweit ausgewirkt, dass die ganzen Lästerer sich vor mir in acht nahmen und die Vorgesetzten mich in windeseile immer in führende Positionen gebracht haben, auch wenn es mal zu reibereien mit Kollegen oder Vorgesetzten kommt.

Solange man der Wahrheit treu bleibt, hat man nichts zu fürchten, so miene bisherige Erfahrung.

Wenn ich eine Meinung oder Kritik von jemandem hören möchte, dann frage ich danach. Ansonsten bin ich dankbar, wenn sich meine Mitmenschen ihre ungebetenen Meinungen, Ratschläge und Kommentare einfach verkneifen.

Hier sehe ich das Problem, dass viele meinen, dass was sie machen grundsätzlich nicht falsch ist. Wie also und warum sollte man in solch einem Bewusstsein nach einer meinung fragen ?

Die wenigsten, die eine solche Selbstreflektion haben, dass sie sich Ratschläge einholen, erhalten meistens dadurch nur Bestätigung für Gedankengänge, die sie selbst schon durchdacht haben ...

Man muß nicht immer alles sagen, was man für "wahr" hält. Nur das, was man sagt, sollte schon wahr sein.

Dem stimme ich voll und ganz zu ! :)^

ZPachar{ias xM


@ BK09

:)z :-)

B#K09


Hier sehe ich das Problem, dass viele meinen, dass was sie machen grundsätzlich nicht falsch ist. Wie also und warum sollte man in solch einem Bewusstsein nach einer meinung fragen ?

Die wenigsten, die eine solche Selbstreflektion haben, dass sie sich Ratschläge einholen, erhalten meistens dadurch nur Bestätigung für Gedankengänge, die sie selbst schon durchdacht haben ...

:)=

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