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Was sollte man bedenken, bevor man sich für Kinder entscheidet?

a>.fi"sxh


Ich finde es nur seltsam...wenn es z.B Depressionen im selben Umfang gab wie heute, dann war entweder die damalige "Therapie" (Alkohol und freiverkäufliche Medikamente, die heute auf der BTM-Liste sind) im Vergleich zur heutigen erstaunlich wirkungsvoll, oder die Menschen leidensfähiger, also in gewisser Hinsicht doch psychisch stabiler.

Wenn man das gleichsetzen möchte, würde ich dem auch zustimmen. Ich denke, die größere "Leidesnfähigkeit" entstammte zum Teil auch einem anderen Selbstverständnis. Wenn man meine Großmutter gefragt hätte, was sie vom Leben erwartet – ich denke, sie hätte eine lange Listen von Pflichten aufgezählt, die sie ihrer Meinung nach zu erfüllen hat. Allen voran die ihrer Familie gegenüber. Ob ihr persönliches Glück in dieser Aufzählung eine große Rolle gespielt hätte, ich bezweifle es.

Zu Deiner Anmerkung zu alkoholkranken Eltern (entschuldige, ich dachte, ich hätte die Antwort dazu bereits gepostet):

Da hast Du Recht, aber gerade Abhängigkeit vererbt sich doch. Nicht zwangsläufig in geradliniger Form – Eltern abhängig, Kind abhängig, aber Suchtverhalten liegen ja eine psychische Struktur und bestimmte Mechanismen zugrunde, die ein Kind meiner Meinung nach erstmal einmal zwangsläufig übernimmt. Und ich denke, jedes Kind abhängiger Eltern muss einen Weg finden (und findet einen) etwas mit diesen Mechanismen anzufangen – entweder in der Form, dass sie weiter beibehalten werden und sich auch in irgendeiner Form des Suchtverhaltens äußern, sei es stofflich oder nicht-stofflich, oder indem sie mehr oder weniger bewusst und aufgebrochen werden, womit das Kind (in welchem Alter das auch immer geschieht) neune psychische Strukturen erlernen muss. Wie schwer oder leicht das dem Einzelnen fällt ist natürlich wieder nicht vorherzusagen. Aber eine Beeinflussung findet auf jeden Fall statt und ich denke, in den allermeisten Fällen ist diese negativ, weil sie für das Kind Mühe und Arbeit und evtl. Scheitern bedeutet.

Som<illi22


Ich denke, man sollte sich bewusst sein, dass sich die Partnerschaft ändern wird.

Ich habe es bei vielen Freundinnen gesehen: Erst im Glück und dann das "böse Erwachen". Einige haben sich von ihren Partnern getrennt. Wenn ich eins durch Beobachtung gelernt habe: Das wichtigste ist eine stabile Beziehung. Sie sollte schon eine längere Zeit bestehen (zumindest die Verliebtheitsphase sollte überwunden sein). Wenn eine gute Basis da ist, dann steht dem Kind nichts im Wege.

L<ewiaxn


Sinnestaeter

Und, basierend darauf daß ich glaube, daß die Ursache von psychischen Störungen zu wenigstens 50% in den Genen liegt

Was aber überhaupt nicht ins Bild paßt: Meine Familie. Ziemlich groß (Familie von Vater 4 Kinder, von Mutter 7 Kinder), also haufenweise Onkel und Tanten mit noch mehr Cousins und Cousinen. Und aufällig dabei ist: Die Elterngeneration sind durchweg Monumente psychischer Stabilität.

Vielleicht ist aber auch das "Bild" mit den 50%+ falsch...

Sinnestaeter, eichhoernchen

Bei mir in der Familie ist es uebrigens bis zu einem gewissen Grad umgekehrt. Da gibt's psychische Stoerungen wie Sand am Meer in der Elterngeneration (die in ihrer Kindheit alles andere als verhaetschelt worden sind) und unsere (wesentlich liberaler grossgezogen) ist eigentlich ganz gut weggekommen.

Sinnestaeter

Und die Suizidrate sinkt nur einen Bruchteil so schnell wie die Depressionsrate steigt.

Wie die Depressionsrate sich aendert, laesst sich ueber Zeitraeume von mehr als 30/40 Jahren ueberhaupt nicht wissen, weil die Diagnostik sich sehr geaendert hat und es damals eine ganz andere Brandmarkung von Leuten mit psychischen Problemen gab als heute, d.h. die Leute trauen sich heute in ganz anderer Groessenordnung zum Psychologen/Psychiater und bekommen deshalb auch mehr Diagnosen. Wie sich die diagnostizierte Depressionsrate zur wirklichen verhaelt, weiss kein Mensch.

L\ovHxus


doremifasol

Dein Postfach ist deaktiviert, deshalb kann ich deine PN-Frage zum anderen, inzwischen geschlossenen Faden nicht beantworten.

TBechn?ikerK_0x6


Hin und wieder gibt es Frauen die sich oft selbst minderwertig fühlen, also kein Selbstwertgefühl haben. Sie schwanken oft zwischen dem Gefühl, dass sie nichts wert sind (also dem ultimativen Tief) und dem anderen Gefühl sehr viel wert zu sein (also dem ultimativen Hoch). Das was diesen Frauen fehlt ist die Basis also die Mitte des gesunden Selbstwertgefühls. Diese Frauen tendieren auf dem Tiefpunkt zu autoaggressivem Verhalten, nicht nur Borderlinestörungen oder Suizid, sondern auch Geschlechtsverkehr mit stetig wechselnden Partnern oder auch einer zwar gewollten aber unüberlegten Schwangerschaft, nur um sich selbst wieder etwas wert zu sein, oder ihr Selbstwertgefühl für einen kurzen Augenblick von einer Nacht etwas aufzuwerten.

Für mich bedeutet der Kinderwünsch sehr viel, doch sollte das Kind 1. gewollt sein 2. einen Vater und eine Mutter haben, also 3. auch in geordneten familiären Verhältnissen aufwachsen 4. sozial abgesichert sein und 5. finanziell abgesichert sein

(die Hierarchie geht von 1 bis 5 und nicht umgekehrt, da der Staat in finanzieller Not unsere Kinder unterstützt und auch viele Chancen bietet, man sollte sie nur ergreifen).

Ich habe in meinem Leben viele Frauen kennen gelernt, zwei davon hatten Kinder bekommen, weil sie naiv waren, die Punkte eins bis vier dann doch erfüllt waren.

Habe keine Ahnung was inzwischen auf den beiden Frauen und den Kindern geworden, bei einer hoffe ich sogar, dass sich das Jugendamt inzwischen eingeschaltet hat.

Momentan habe ich keine Partnerin, also auch keinen Wunsch mich irgendwie fortpflanzen zu müssen. Doch glaube ich auch, dass ich die passende Frau für eine derart riesige Aufgabe noch nicht gefunden habe bzw. hatte. Doch ich bin 33 und ich habe noch Zeit. Genau wie einige Frauen, denn zwischen 30 und 40 Jahren kann man immernoch Kinder bekommen!

Also Mädels seid nicht naiv, läßt euch von nem Kerl den ihr kaum kennt nichts einreden!

Denkt nicht, eine Schwangerschaft / ein Kind könnte eure jetzige Lebenssituation verbessern! Seid nicht so naiv und denkt nicht das ein zweites Kind die schön bröckelnde Beziehung reparieren kann!

Ein Kind zu haben ist eine große Aufgabe, man muss bereit sein mit dieser Aufgabe zu wachsen, ein Hochschulstudium in Jura mit Doktortitel und Professur ist ein Kinkerlitzchen dagegen.

Fühlt ihr euch wirklich dieser großen Aufgabe gewachsen?

Wenn ja! ok!

Habt Ihr in irgendeiner Art und Weise bedenken?

Dann überlegt es euch noch mal sehr gut!

Denkt dabei nicht nur an Euch sondern auch an das Kind, versetzt euch in die Lage des (gewollten) Kindes und versucht die Perspektive zu wechseln. Betrachtet euch, euer Lebensumfeld, eure Arbeit, eure Situation aus den Augen des Kindes.

Wenn ihr aus der Lage des Kindes sagen könntet, die Mutter ist eine gute Mutter, in der Situation möchte ich aufwachsen, das Lebensumfeld gefällt mir! Dann OK!

Man sollte auch nie die eigene Kindheit, mit der Kindheit seines / ihres zukünftigen Kindes vergleichen, oder als Grundlage nehmen um es in irgendeiner Art und Weise besser zu machen, denn da kann es wieder dazu kommen, dass man das eine zwar besser macht, doch dass andere wiederum sehr viel schlechter.

Auf geht's, mehret euch und habt viele gesunde und vor allem glückliche Kinder! :)^

d_anaee8#7


Endlich mal noch ein bisschen mehr Panikmache, genau was es braucht... Nur keinen Druck aufbauen.. Im Ernst, mit diesem Anspruch wird man niemals glücklich.

Genau wie einige Frauen, denn zwischen 30 und 40 Jahren kann man immernoch Kinder bekommen!

Ja, allerdings steigtin dem Alter das risiko für Fehlgeburten und Behinderungen stark an während die Fruchtbarkeit abnimmt. Auch zwei Punkte die man nicht aus den Augen verlieren sollte.

Meine Hebamme hat mir in dem Zusammenhang etwas interessantes erzählt: Ihrer Erfahrung nach sind die Eltern die sich sehr ein Kind wünschen, die alles genau geplant haben, oft diejeigen die am meisten leiden. Sie haben hohe Anprüche an sich selber und eine ideal Vorstellung, denn immerhin ist man ja reif und erwachsen und hat eine tolle Partnerschaft und den finanziellen Hintergrund und sowieso... Leider interessiert das Babys alles ziemlich wenig und viele Mütter gehen an den Ansprüchen die sie an sich stellen und die von aussen an sie herangetragen werden kaputt.

T#echni"ker_x06


@ danae87

Meine Hebamme hat mir in dem Zusammenhang etwas interessantes erzählt: Ihrer Erfahrung nach sind die Eltern die sich sehr ein Kind wünschen, die alles genau geplant haben, oft diejeigen die am meisten leiden. Sie haben hohe Anprüche an sich selber und eine ideal Vorstellung, denn immerhin ist man ja reif und erwachsen und hat eine tolle Partnerschaft und den finanziellen Hintergrund und sowieso... Leider interessiert das Babys alles ziemlich wenig und viele Mütter gehen an den Ansprüchen die sie an sich stellen und die von aussen an sie herangetragen werden kaputt.

Genau, so meinte ich das. Du bist eine glückliche Frau der Mitte und dein Partner ist es höchstwahrscheinlich auch. Ihr stellt euch keine allzu großen Ansprüche, ihr seid bereit mit den Aufgaben, die euer Kind täglich an euch stehlt zu wachsen. Ich finde das ist sehr gesund!

Deine Hebamme kann zwischen den Zeilen lesen, du wahrscheinlich auch, obwohl du meinen Inhalt nicht ganz verstanden hast. Haltet euch und eure kleine Familie zusammen! Das ist Perfekt besser geht's nicht!

Wenn es hier Sterne gebe würde ich dich zur 5-Sterne-Mutter machen!

Obwohl ich 24 Jahre recht jung finde, doch wenn du dir sicher bist ok, es ging in meinem Beitrag ja um Junge Frauen zwischen (16)18 und 28, die sich nicht 100% sicher sind bzw. es waren!

Also mache ich dich zur fünffach Daumen hoch Mami. :)^ :)^ :)^ :)^ :)^ Mutter

S:hoxjo


Wie das wohl ihr Kerl findet, wenn Du sie zur Mutter machst? ;-D

SGhojxo


Ah nee, kein Problem ... der Kerl ...

Du bist eine glückliche Frau der Mitte und dein Partner ist es höchstwahrscheinlich auch

... ist ja auch eine Frau. 8-)

TLechInikexr_06


ja, ups, entschuldige, Menschen der Mitte wäre wohl passender!

d]anaxe87


Danke @:) Auch wenn mein Partner entschieden Einspruch erhebt. ;-D ;-D ;-D Zudem möchte ich sagen das es bei mir alles andere als geplant war, nur als ich es erfahren habe habe ich eine bewusste Entscheidung dafür getroffen und ich glaube die ist der springende Punkt. Ich hab mir klar gemacht das ICH das will und da spielt es dann auch keine Rolle das ich als Studentin nicht gerade über berauschende finanzielle Möglichkeiten verfüge und die Beziehung zum Kindsvater alles andere als tragfähig war.

Mir ist im Zusammenhang mit diesem Post

Bin ich bereit, die Discobesuche/Kneipenbesuche , was auch immer, am Wochenende zu streichen bzw auf ein Minimum zu reduzieren?

Bin ich bereit, auf Freizeit zu verzichten?

Bin ich bereit, in meinem Haushalt eine Person mehr zu versorgen (finanziell/nervlich)?

Bin ich bereit, weniger zu verdienen und dafür mehr auszugeben?

Habe ich einen finanziellen Puffer?

Bin ich bereit meine Karriere erstmal auf Eis zu legen?

Bin ich bereit 24 Stunden für MEIN (nein, nicht Omas, Tantes ect) Kind da zu sein?

und Eichhörnchens Antwort dazu

Aber, genau diese Saetze sind nicht tragbar fuer mich. Auch waeren sie niemals tragbar fuer meine Eltern gewesen.

noch etwas eingefallen.

Meine Ma sagte immer sie habe für mich das Medizinstudium aufgegeben, sie hatte gerade einen Platz erhalten als sie erfuhr das sie mit mir schwanger war.

Für mich war das Jahrelang eine große Belastung denn ich habe mir Vorwürfe gemacht, mich schuldig gefühl ihr diese Chance verbaut zu haben.

In de Rückschau würde ich sagen das es nicht fair war mir in dieser Art und Weise die Verantwortung für IHRE Entscheidung zu zuschustern. Sie hat sich für das Kind entschieden, sie wollte es selber großziehen und nicht weggeben, sie hat sich dazu entschieden nicht mit Baby in der Uni zu erscheinen. Es waren jeweils ihre Entscheidungen die sie getroffen hat weil sie davon ausging das sie so am glücklichsten und am zufriedensten sein würde also muss auch sie die Verantwortung dafür tragen. Doch mit diesem "für dich" schiebt man die Verantwortung dem anderen zu und das ist weder fair noch wahr, trifft man doch die Entscheidungen so das man mit sich selber leben kann und eventuell sogar zufriedenu nd stolz mit sich sein kann.

SMhoj:o


Aber auch scheußlich.

S>hojjo


Oh – meinte Techniker.

LYovHxus


danae

Doch mit diesem "für dich" schiebt man die Verantwortung dem anderen zu

:-o Die Gründe, derentwegen man eine Entscheidung trifft, tragen doch nicht die Verantwortung für die Entschiedung :|N .


Vielleicht folgt daraus eine andere Sache, die man bedenken sollte, bevor man sich für Kinder entscheidet: Bevor ein Kind dankbar ist, was man alles für es getan und

ggf. aufgegeben hat, und sich freut, dieses Leben leben und sogar manchmal genießen zu können, fühlt es sich lieber schuldig und sammelt alles zusammen, was es den Eltern vorwerfen könnte.

Die meisten Menschen hungern wohl nach Anerkennung. Sie aber von denen zu erwarten, von denen man sie am meisten verdient hätte, den eigenen Kindern, scheint häufig eine Illusion zu sein. Ein Prüfstein wäre zu schauen, wieviel Dankbarkeit und Anerkennung man selber seinen Eltern entgegenbringt. Die größte Anerkennung, wie mir scheint, ist die Entscheidung, selber auch Kinder haben zu wollen, um weiterzugeben, was mit den Eltern begann.

aO.fiosh


Sie aber von denen zu erwarten, von denen man sie am meisten verdient hätte, den eigenen Kindern, scheint häufig eine Illusion zu sein.

Ich versteh dieses Denken nicht. Dass ich auf der Welt bin, war die Entscheidung meiner Eltern. Die wollten ein Kind. Dass sie mich versorgt haben, ist doch das mindeste, was ich von ihnen erwarten kann, schließlich haben sie sich für ein Kind entschieden! Ich habe um nichts gebeten. Sie wollten einen Säugling, der nur rumschreien und kacken kann, sie wollten ein Kleinkind, das trotzig ist und immer den Bagger haben will, den es gerade nicht haben kann, sie wollten einen zickigen Teenager, sie wollten irgendwann ein leeres Kinderzimmer und ein erwachsenes Kind, das seine Sache macht - für all diese Dinge haben sie sich sehenden Auges entschieden.

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