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Was sollte man bedenken, bevor man sich für Kinder entscheidet?

DGumDal


LovHus

Ich denke, dass jedem irgendwann klar wird, dass die Eltern einen hohen Preis dafür bezahlt haben, dass es sie gibt.

Ich hoffe nicht, dass mir das irgendwann "klar wird" und ich bezweifle es auch.

Eben, beide Fragen haben die selbe Antwort: Letzteres. Also gibt es gar keinen Konflikt.

??? Verstehe ich nicht so recht. Nicht jedes Kind und dann Erwachsener kommt zu diesem Schluss. Manche Eltern eben auch nicht.

Die meisten Menschen hungern wohl nach Anerkennung. Sie aber von denen zu erwarten, von denen man sie am meisten verdient hätte, den eigenen Kindern, scheint häufig eine Illusion zu sein.

In Bezug auf was denn? ":/

Ein Prüfstein wäre zu schauen, wieviel Dankbarkeit und Anerkennung man selber seinen Eltern entgegenbringt.

Als Kind? Als Erwachsener? Und auch hier: In Bezug auf was denn?

Die größte Anerkennung, wie mir scheint, ist die Entscheidung, selber auch Kinder haben zu wollen, um weiterzugeben, was mit den Eltern begann.

Das verstehe ich wiederum. Weil die eigenen Eltern es "gut gemacht haben", möchte man das mitgegebene "weitergeben".

-[ToffifBexe-


Wenn man sich ein Baby wünscht, geschieht das doch erst mal nur aus reinem Egoismus, oder?

So wie man sich einen Hund, Katze oder Hasen wünscht und kauft, wird eben ein Baby produziert weil man ein Kind in seiner eigenen Welt haben möchte. Irgendwie eine seltsame Vorstellung.... das hat etwas mit "Besitz" zu tun... hm...

passt jetzt eigentlich nicht hierher, ist mir nur gerade durch den Kopf gegangen.

dUanaxe87


Ich denke, dass jedem irgendwann klar wird, dass die Eltern einen hohen Preis dafür bezahlt haben, dass es sie gibt.

Genau diese Sichtweise finde ich gruselig. Ich verzichte auf verschiedene Dinge um Zeit mit meinem Kind verbringen zu können, aber das mache ich weil ich es genieße mit ihr zusammen zu sein. Hoffentlich habe ich nie das Gefühl einen hohen Preis gezahlt zu haben. Dann hätte ich total versagt weil ich das was ich habe nicht voll und ganz genossen habe sondern immer bedauere mich nicht anders entschieden zu haben. %:| %:|

LlovHuxs


Dumal

Ich hoffe nicht, dass mir das irgendwann "klar wird" und ich bezweifle es auch.

"There is no free lunch." ;-D Der Preis ist schon hoch. Aber die wenigsten mokieren sich darüber, dass er zu hoch gewesen sei. Trotzdem gibt es in vielen Leben ein oder ein paar Punkte des Bedauerns über eine falsche Entscheidung. Durchaus auch im Zusammenhang mit den Kindern. Etwas das aufgegeben wurde, obwohl es gar nicht nötig gewesen wäre oder damals nötig erschien etc. Das alles gibt es oder nicht. Aber dass der Preis an Zeit, Energie und auch Geld hoch ist - gerne mit dem Zusatz: jeden Cent, jede Sekunde wert - das scheint mir doch auf alle zuzutreffen.

Nicht jedes Kind und dann Erwachsener kommt zu diesem Schluss. Manche Eltern eben auch nicht.

Nun, solange existiert der Konflikt. Aber der aufgezeigte Schluss ist eine mögliche, wenn nicht die Lösung des Konfliktes.

In Bezug auf was

Verstehe ich nicht. Anerkennung und Dankbarkeit in Bezug auf was? Das hängt von jeder einzelnen Biografie ab. Am Ende in Bezug darauf, dass man lebt. Als Kind braucht man sich das nicht bewusst zu machen. Man freut sich, wenn man sich freut, ist wütend, wenn man wütend ist. Als Erwachsener kann einem das helfen aus Deprilöchern und vergällenden Ressentiments herauszukommen. Na ja, und die Pubertät dazwischen ist sowieso speziell :-D .

sbeYnsibe"lman


Viele Frauen haben einen starken Kinderwunsch. Sie träumen vom Mutterglück.

Es gibt so einige Frauen, die träumen nicht nur vom Mutterglück, sondern leben es auch.

Aber eine Geburt macht auch große Schmerzen,

Es gibt Schmerzen, die sind nach Aussage meiner Frau wesentlich schlimmer, als Geburtsschmerzen- z.B. diverse Zahnschmerzen oder Nierenschmerzen

Kinder sind laut und schreien, sie gehen einem auf die Nerven,

Es liegt nicht unwesentlich in der Verantwortung der Eltern, wie sich die Kinder entwickeln und benehmen. Meine Kinder gehen nur selten auf die Nerven und sind auch nicht besonders laut. Ich kenne Menschn, die wesentlich mehr nerven und keine Kinder sind.

sie kosten viel Geld, ins Kino kann man für Jahre kaum noch gehen, die Beziehung leidet.

Ich war trotz vieler Kinder im Kino, im Theater, in diversen Konzerten,... – und das alles ohne Hilfe durch Eltern oder Verwandte- und meine Beziehung hat keineswegs gelitten.

Viele Mütter sagen sich sicherlich manchmal hinterher: Wenn mir das nur jemand VORHER gesagt hätte.

Sicherlich kann man als Eltern vieles falsch oder ungeschickt anstellen- muss man aber nicht, man kann sich vorbeugend auch über Kinderentwicklung und Kindererziehung informieren, kleinere Fehler kann man korrigieren- und Kinder können auch viel Spaß machen, wenn man das entsprechende Faible für Kinder hat. Man sollte auch ein entsprechendes Organisationstalent und eine entsprechende Ruhe und Konsequenz mitbringen oder erlernen- das erleichtert Einiges mit Kindern.

sfensQibexlman


Wenn man sich ein Baby wünscht, geschieht das doch erst mal nur aus reinem Egoismus, oder?

Ein "gesunder" Egoismus kann etwas sehr wertvolles sein.

dWanaer87


sensibelman

HA, ich fühle mich plötzlich viel weniger alleine auf meiner Position :)= :)=

Ich finde das total traurig das immer die Schwierigkeiten so überbetont werden.

D]umal


LovHus

Aber dass der Preis an Zeit, Energie und auch Geld hoch ist – gerne mit dem Zusatz: jeden Cent, jede Sekunde wert – das scheint mir doch auf alle zuzutreffen.

Ach so, du hattest damit tatsächlich einen rein sachlichen Aufwand gemeint. Oder doch nicht?

Trotzdem gibt es in vielen Leben ein oder ein paar Punkte des Bedauerns über eine falsche Entscheidung. Durchaus auch im Zusammenhang mit den Kindern.

Sicher bedauern meine Eltern, dass sie dieses oder jenes als Eltern gemacht haben (ich sehe dafür keinen Grund, sie haben ihren "Job" als Eltern mehr als gut gemacht), aber meine Eltern haben mit ihren Kindern das Leben bekommen, dass sie eben wollten. Da gibt es nichts zu bedauern.

Verstehe ich nicht. Anerkennung und Dankbarkeit in Bezug auf was?

Das frage ich doch dich. ;-D

Am Ende in Bezug darauf, dass man lebt.

Da hänge ich genau wie a.fish. ":/

Man freut sich, wenn man sich freut, ist wütend, wenn man wütend ist. Als Erwachsener kann einem das helfen aus Deprilöchern und vergällenden Ressentiments herauszukommen.

Ja...Öhhh...Kann ich jetzt gerade nichts mit anfangen, da ich den Zusammenhang nicht erkenne. Ich brauche aber auch mal eine Runde Bubu.

D2umaxl


-Toffifee-

Wenn man sich ein Baby wünscht, geschieht das doch erst mal nur aus reinem Egoismus, oder?

Solange diese Person nicht ewig viel von "Fortbestehen der Menschheit (Rente)" faselt und davon auch noch überzeugt ist und sonst rein gar keine anderen Motive vorhanden sind; ja.

L{ewia#n


a.fish

Ich bin dankbar für mein Leben! Ich bin glücklich darüber, dass meine Eltern sich entschieden haben ein Kind zu bekommen

Warum? Wenn sie Dich nicht bekommen hätten, dann – . Und Ende. Man kann seine eigene Nicht-Existenz ja nicht bedauern, nur theoretisch und auch nur deshalb, weil man existiert. Nicht-geboren worden sein ist kein spürbarer Verlust, also wofür Dankbarkeit?

Ich bin meinen Eltern auch dankbar fuer mein Leben. Nicht "im Vergleich zur Nichtexistenz", sondern einfach so. Ich mag es, am Leben zu sein, und meine Eltern haben dafuer gesorgt, dass das so ist. Das reicht mir.

Mein Leben ist ein Geschenk. Meine Dankbarkeit ist auch ein Geschenk. Sie ist nicht da, weil sie logisch da sein muesste, sie speist sich nicht aus Argumenten. Es hat nichts mit Vergleichen und Abwaegen zu tun und nichts mit "Verdienst" und "Schuld". Meine Eltern haben nicht alles richtig gemacht und in meiner Kindheit und meinem Leben war nicht alles toll. Aber trotzdem. Was meine Eltern fuer andere Moeglichkeiten gehabt haetten, was dann waere, und warum sie getan haben, was sie getan haben, spielt fuer mein Dankbarkeitsgefuehl keine Rolle.

LGewixan


Meine Dankbarkeit ist auch ein Geschenk.

Was man bedenken sollte, wenn man sich fuer Kinder entscheidet, ist, dass man kein Anrecht auf solche Geschenke hat (und sich auch keines "verdienen" kann).

a8.fisxh


@ MiRoLi

Aber zu leben ist ein Gewinn – oder nicht?

Ein Gewinn im Vergleich zu was? Wenn ich nicht geboren werden, habe ich nichts verloren, weil ich nie existiert habe. Es gäbe kein Bewusstsein, was dieses in irgendeiner Form wahrnehmen oder gar bedauern könnte. Es sei denn, man glaubt an Wiedergeburt oder sowas und daran, dass alle potenziellen Menschen von irgendwo im Kosmos auf die Erde schauen und sagen: "Ach Mensch, schade, wieder nicht geboren worden, dabei würd ich doch so gerne leben."

Nicht, dass ich falsch verstanden werde: ich bin ganz gern am leben. Ich fahre gerne Rad, esse gerne Pizza, gucke gern Die Simpsons – das alles setzt meine Existenz und eine gewisse Lebendigkeit voraus und somit hab ich keine Intention, diesen Zustand zu ändern. Aber wenn er sich ändert, ist es mir auch wurscht, weil dann gibt es mich ja nicht mehr – und hätte es mich nie gegeben, ja, was soll ich dazu sagen? Dann gäbs mich halt nicht.

@ LovHus

Bist du nur dankbar für entgangene Verluste?

Nein. Ich bin für Nettigkeiten dankbar, für die Erfüllung meiner Bitten und für Hilfe. Für Dinge, die mir nicht selbstverständlich sind – ich empfinde keine Dankbarkeit für den Sauerstoff in der Luft, den morgendlichen Sonnenaufgang und für meine Existenz auch nicht. Das bedeutet nicht im Umkehrschluss, dass ich negative (oder keine) Gefühle für all das hegen würde, wie Du angedeutet hast. Ich habe keine Probleme mit meinen Eltern, und wie ich im letzten Post geschrieben habe, gibt es durchaus Dinge, für die ich meiner Mutter sehr dankbar bin. Aber doch nicht dafür, dass ich lebe. ":/ Dafür haben sie sich nicht aus Nettigkeit entschieden, ich habe nicht darum gebeten und ich musste auch nicht aus der Nicht-Existenz gerettet werden. Ich fürchte, mein Dankbarkeitsgefühl ist an sehr weltliche Dinge gekoppelt.

@ Lewian

Was man bedenken sollte, wenn man sich fuer Kinder entscheidet, ist, dass man kein Anrecht auf solche Geschenke hat (und sich auch keines "verdienen" kann).

That's my point. Damit fing die Diskussion an – ich halte es nicht für verkehrt, fürs Leben dankbar zu sein oder jeden Morgen die treuen Sauerstoffmoleküle zu preisen. Ich kann es nur nicht nachvollziehen und sehe keinen zwingenden Grund dafür, weshalb ich denke, dass Eltern dies nicht erwarten sollten (was LovHus wohl anders sieht, wenn ich ihn recht verstehe).

Ich frug, warum man dafür dankbar ist, aus reiner Neugier; die Antwort von -Toffifee- und wohl auch Deine waren, dass es einfach ein Gefühl ist – damit kann ich leben. :-D

DtumaFl


jeden Morgen die treuen Sauerstoffmoleküle zu preisen

[[http://www.youtube.com/watch?v=ZTjyRu88PRE jede Zelle]]...

as.fiosh


@ Dumal

[[http://www.youtube.com/watch?v=Me1v37wflpA&feature=youtu.be#t=1m27s ...]] %:|

D!umaxl


Ohrwurm? Hab ich auch... %:|

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