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Panische Angst vor Referaten, was kann helfen?

Syad'nA'Maxd hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

ich habe jetzt schon sehr viel im Internet zum Thema gelesen, aber es lief alles auf "tolle" Tipps raus wie "wenn du dich gut vorbereitest ist es halb so schlimm" oder "Übung macht den Meister!" usw. Daher bitte keine gut gemeinten Ratschläge, ich habe wirklich ANGST davor, ich bin nicht einfach nur nervös.

Wie oft vermutet: nein, an der Vorbereitung liegt es nicht, aber sobald ich vorn stehe, gerät mein Körper völlig außer Kontrolle. Zuerst fang ich am ganzen Körper an zu zittern wie Espenlaub, und zwar so stark, dass man es nicht übersehen kann. Daraus folgt, dass ich meine wild tanzenden Moderationskärtchen nicht mehr lesen kann. Meine mir zurechtgelegten und auswendig gelernten Sätze und Dinge, die ich vermitteln will, sind dann auf einmal weg. Mir wird heiss – wahrscheinlich vom Blut dass mir malerisch in die Bäckchen rauscht – und dann bekomm ich kaum mehr Luft und mach einen auf Schnappatmung wie ein Karpfen an Land. Sprechen fällt dann gar nicht mehr so leicht ;-)

Eigentlich warte ich nur noch drauf, dass ich dabei irgendwann mal in eine gnädige Ohnmacht falle.

Manchmal reicht es schon, wenn der Lehrer ankündigt, dass wir gleich alle vor die Klasse treten müssen, dass mein Herz bis zum Hals schlägt und ich ganz feuchte Finger vor lauter Angst bekomme. Manchmal fängt da dann schon das extreme Zittern und die Atemprobleme an. Natürlich eine tolle Basis für einen Vortrag...

Natürlich ist das nicht nur in der Schule so, bei jeder "größeren" Menschenmenge, egal ob Besprechung, Hochzeit oder Geburtstag, es ist der blanke Horror für mich. Manchmal reichen da schon eine Hand voll Leute. Und irgendwie kann ich meiner Familie und Freunden nicht vermitteln, dass das über normale Nervosität raus geht. So richtig ernst genommen fühl ich mich mit dem Problem bei keinem.

Manchmal fällt es mir sogar schon extrem schwer mich im Unterricht zu melden oder vor einer größeren Menschenansammlung und bekomme dabei starkes Herzklopfen und zittere innerlich.

Ich habe im letzten Jahr auch schon öfters Stunden geschwänzt um Referate hinauszuzögern. Natürlich auch keine Lösung, halten musste ich sie ja früher oder später doch (Stammel, stammel, stammel...).

Ich würde gerne studieren, was ja leider auch mit vielen Vorträgen vor fremden Leuten verbunden ist. Allein der Gedanke daran bringt mich zum Grübeln, ob ich das mit dem Studium einfach sein lassen soll um diesem Horror aus dem Weg zu gehen.

Ein ziemlich dämlicher Grund eigentlich...

Wer weiss aus eigener Erfahrung was bei richtiger Angst vor dem Sprechen hilft?

Was gibt es für Kurse, Therapiemöglichkeiten etc?

Letztes Jahr war ich mit meinem Problem beim Arzt und habe ein leichtes Antidepressivum verschrieben bekommen und starke Tabletten, die ich im Notfall direkt vor dem Vortrag nehmen kann.

Die Angst ist dadurch ein kleines bisschen kleiner geworden. Immerhin zitterten dann nur noch die Arme, nicht auch die Beine. Ein riesen Fortschritt für mich. Außerdem wurde ich insgesamt weniger dünnhäutig.

Positiver Effekt mit negativen Nebenwirkungen: Die Beziehung zu meinem Partner hat sich stark verändert, meine Libido ist quasi nicht mehr vorhanden und ich habe 8 Kilo zugenommen (was jetzt aber nicht das Beziehungsproblem ist). Daraufhin wechselte ich das Medikament, aber bei den neuen Tabletten das selbe. Also riet mir der Arzt die Dosis auf eine halbe am Tag zu verringern. Keine Veränderung. Hab sie darum vor 3 Wochen abgesetzt und musste heute das erste Mal wieder vor die Klasse treten: Furchtbar! War schon als es angekündigt wurde total durchn Wind :(v

Inzwischen habe ich das Gefühl, nicht lebensfähig zu sein. Dass ich einfach nicht mit der Welt der ich mich stellen muss, klar komme und dass mich alles überfordert :°(

Auch das mit der Beziehung/Libido hat sich bisher nicht normalisiert.

Das kann so nicht weiter gehen, nicht mit Zittern, nicht mit Angst, nicht mit täglich Pillen schlucken und auch nicht mit einer Beziehung ohne Sex.

Ich glaube, Tabletten alleine reichen hier nicht. Was kann ich tun?

Bietet die VHS dazu Kurse an? Sind Rhetorikkurse eher für den Ausdruck oder auch dazu da um die Angst vor dem Reden zu überwinden? Bin über alle Erfahrungsberichte dankbar! *:)

Antworten
SUazd/'n'Mxad


Nachtrag: Hat schon jemand Erfahrung mit Hypnose gemacht?

Hab schon ein paar Mal mit dem Gedanken gespielt, aber einerseits Schiss davor, andererseits stelle ich mir es schwer vor, hier einen guten zu finden.

Z*wack4a4


Ich habe einmal einen firmeninternen Rhetorikkurs besucht und während eines kurzen Referats den roten Faden verloren. Eine gefühlt endlose Zeit rasten die Gedanken im Kopf, bis ich den Anschluß fand und weiterreden konnte. Das Ganze wurde gefilmt. Und beim Betrachten des Films kam der Aha-Effekt: Ich hatte ruhig vorgetragen, an der richtigen Stelle ein kleine Pause gemacht und den Vortrag genauso ruhig beendet. Von Panik absolut nichts zu merken. Das hat mir für die Zukunft sehr geholfen.

Später habe ich einmal einen Carnegie-Kurs besucht, wie er in Großstädten immer wieder angeboten wird. Jeder Teilnehmer hatte pro Abend 2 Vorträge von 2 Minuten Dauer zu halten. Anfangs leichte Themen ("ein Jugenderlebnis"), später Problematischeres ("der schwärzeste Tag meines Lebens"). Mindestens 40% der Teilnehmer hatten am Kursanfang den Wunsch geäußert, endlich einmal vor 10, 30 oder 100 Leuten reden zu können, ohne dass das Herz in die Hose rutscht. Was soll ich sagen? Keinem dieser Leute hat man das angemerkt. Die anderen 60% der Teilnehmer hatten Probleme mit dem Partner, dem Chef oder der Schwiegermutter oder suchten einen Weg, mit ihrem Stress fertig zu werden. Der Fortschritt der einzelnen Teilnehmer ließ sich mit Händen greifen und hat alle begeistert. Der beste Kurs meines Lebens! Einziger Nachteil: ziemlich teuer.

p@etit3_sor_cieSre


Ich denke auch, dass Rhetoikkurse eine gute Lösung sind. Es gibt welche, die speziell darauf abzielen, das Selbstbewusstsein zu stärken.

Falls du ein Referat halten musst, bevor du Zeit für einen Kurs hast:

1) Versuche, deinen Text nicht auswendig zu lernen. Wenn du dann aus dem Konzept kommst, bist du hoffnungslos verloren, und davor has du ja Angst. Mach dir knappe Stichpunkte, wo nur die Fakten stehen und sonst nichts. Das kann dazu führen, dass eine Sätze während des Referats kürzer sind und nicht so schön verbunden, aber du findest leichter zurück, wenn du den Faden verlierst.

2) Müsst ihr Interaktionen machen? Wir müssen, insofern, wenn du den Faden verlierst, dann stelle eine kurze Zwischenfrage "Habt ihr soweit zu J. S. Bach alles verstanden?", "Möchte jemand anhand der Grundlagen seine eigene Meinung zur Atomkraft beisteuern?" Dann hast du kurz Zeit dich zu sammeln und durchzuatmen, und vom Lehrer gibts Punkte auf Einbezug der Klasse.

3) Recherchiere dein Referat, schließe am Abend davor ab, kontrolliere dass du alles hast und schau dein Referat nicht noch mal in der Stunde davor an! Du machst dich selber wahnsinnig, regst dich selber unnötig auf! Du hast es vorbereitet, du hast Grundlagen, du weißt, alles passt wie es ist. Wieso stressen? (Mach dir Mut!!)

Z:wack(4x4


Ach so, das Antidepressivum. Leider ist es nicht ungewöhnlich, dass die Libido abhanden kommt. Da hilft nur, hart zu bleiben und das dem behandelnden Arzt immer wieder zu berichten. Sag einfach, so kannst Du nicht leben und Du legst Wert auf einen Medikamentenwechsel. Einige wenige ADs gibt es schon, die weniger in dem Ruf als andere stehen, einem das Sexleben zu rauben. Da aber gerade bei Psychopharmaka die Reaktionen sehr individuell sind, kann man persönliche Erfahrungen nicht 1:1 auf Dritte übertragen. Da hilft nur Ausprobieren. Die Palette der ADs ist, Gott sei Dank, groß genug. Bei den meisten ADs ist ein nahtloser Übergang von einem auf das nächste AD möglich, so dass man sich das Ausschleichen des alten und das Einschleichen des neuen ADs sparen kann.

F@laxck


Ich kenne das. Einmal wurde ich sogar ohnmächtig während einem Referat, weil ich mich so in die Angst reinsgesteigert habe. Am besten hilft ein Benzo. Seit ich jeweils 0.5g Temesta eine Stunde davor nehme, kriege ich immer ganz viele spontane Komplimente für meine Refereate (und ich muss pro Monat etwa eins halten). Dazu nehme ich 10mg Propranolol (ein Betablocker). Das nehmen Musiker oft gegen Lampenfieber. Andere, neuere Betablocker helfen weniger gut.

Vorher hab ich's oft vermasselt, Angst und Unsicherheit ausgestrahlt, mich unter dem Wert verkauft.

äcpfeplcxhen


Ich finde mich in Deinen Worten total wieder.. ich musste vor Kurzem vor der Klasse ein Proömium vortragen in Latein und hab nach 2 Worten abbrechen müssen. An Lernmangel konnte es nicht liegen, ich hab es davor einem Klassenkameraden Ewigkeiten vorgetragen, damit er es lernt.. ihm hat es geholfen und ich konnte es danach perfekt.

Eigentlich hätte nichts schief gehen dürfen, ich war so gut vorbereitet und am Anfang innerlich ruhig.

Ich wusste, dass jeder dran kommt, also wollte ich es schnell hinter mich bringen und war als Zweite dran.

Nach diesen 2 Worten hab ich gezittert, die Knie wurden wie Wackelpudding und ich bin nach hinten geschwankt. Irgendwann (mir kam es vor wie eine Ewigkeit) hab ich hyperventiliert, bin ganz blass geworden und hab angefangen zu weinen. Der Lehrer hat mich dann erlöst und vor die Tür geschickt. Da saß ich dann aber auch nur auf dem Boden, weil ich nicht mehr stehen konnte und alles wurde taub, so dass ich auch gar nichts mehr bewegen konnte..

*

Ich weiß leider auch nicht, was da helfen könnte.. ein Freund von mir hat mir angeboten, dass ich mal zu seiner Mama gehen kann, die ist Heilpraktikerin.

Ich hab jetzt schon Angst, wie das im Abitur werden soll – und das dauert nicht mehr lange %:|

E~llagaxnt


Puh ein Benzo kann aber auch gefährlich sein. Also gefährlich im Sinne von, es kann anders laufen als geplant. Ich fühlte mich währenddessen zwar ruhig, aber wie betrunken. Alles bisschen verzögert. Wenn dann würde ich dazu raten, die Dosis für dich vorab auszuprobieren. Allerdings wäre das auch nur wieder ein Überdecken des Symptoms. Die Angst davor besteht weiterhin und es könnte dann eine gewisse Abhängigkeit entstehen. Quasi, ich schaffe das Referat nur, wenn ich vorher die Tabletten nehme.

Mir wurde damals geraten, mich zu so viel Referaten wie möglich zu melden, um es zu üben :-/ Das ist ja eigentlich bei allen Angsterkrankungen so. Der Situation stellen. Aber im Grunde genommen machst du das ja immer. Schon mal an ne Verhaltenstherapie gedacht? Das würde dir helfen, mit solchen Situationen umzugehen und herauszufinden, woher diese Angst kommt.

Bzw, hast du dich selbst schon mal gefragt, wovor genau du Angst hast? Beim Referat, beim Melden, in größeren Gruppen etc. Ich hab mich zb oft nicht gemeldet, weil ich mir dachte, dass es vielleicht falsch ist, was ich sagen will und das dann peinlich wäre.

FklJacxk


Puh ein Benzo kann aber auch gefährlich sein. Also gefährlich im Sinne von, es kann anders laufen als geplant. Ich fühlte mich währenddessen zwar ruhig, aber wie betrunken. Alles bisschen verzögert. Wenn dann würde ich dazu raten, die Dosis für dich vorab auszuprobieren. Allerdings wäre das auch nur wieder ein Überdecken des Symptoms. Die Angst davor besteht weiterhin und es könnte dann eine gewisse Abhängigkeit entstehen. Quasi, ich schaffe das Referat nur, wenn ich vorher die Tabletten nehme..

Ja, eine halbe Tablette (0.5g) reicht, oder sogar eine viertel, so dass man es gar nicht wirklich merkt vorher, erst beim Vortagen. Ach, ich habe so viele Referate (müssen über 100 sein, zT vor ca. 500 Menschen) gemacht, mich freiwillig gemeldet usw – und es wurde nie besser. Physisch wird man von Benzoes nicht abhängig, wenn man sie so selten nimmt. Und psychisch kann es einem auch aufbauen, Erfolgserlebnisse zu haben, so dass man sie dann igendwann gar nicht mehr braucht.

FUlack


Du fragst ja nach Methoden ohne Medis. Was mir hilft: Mehrmals aus dem Gedächtnis niederschreiben, was man sagen will, ausformuliert. Dann nur die logische Struktur, die Argumente niederschreiben. Dann, wenn es wirkich wichtig ist, im Saal üben, vor Testpublikum. Besser nicht auswenig lernen. Auswendig Vorgetragenes wirkt leblos, und oft trifft man das Tempo auch nicht und ist zu schnell.

g,aulo`isxe


Deine Angst geht schon ziemlich weit über das ganz normale Lampenfieber hinaus, insofern weiß ich nicht, ob dir das hilft, was ich meinen Schülern mit auf den Weg gebe.

Probelauf vorher ist ganz wichtig. Schön, wenn man Kollegen hat, die sich das anhören, aber grundsätzlich: mach' es bitte mindestens einmal alleine - vor dem Spiegel. Da kannst du nämlich tausendmal neu anfangen, ohne Angst haben zu müssen, jemanden zu langweilen. Und du kannst kontrollieren, wie du rüberkommst.

Der zentrale Punkt aber ist, daß du deine Zuhörer nicht als bösartigen Mob begreifst, sondern als DEIN Publikum. Die sind da, um DIR zuzuhören, die wollen das hören, was du da erzählst, die profitieren von deinem Wissen...und sind dir in den meisten Fällen wohlgesonnen, weil sie selber ganz genau wissen, wie sich das da vorne anfühlt.

Verstehst du? Du erzählst keinen Blödsinn - und dein Publikum ist dein Freund. Die wenigsten von uns werden je in die Verlegenheit kommen, der Opposition die Neuverschuldung des Bundeshaushalts schmackhaft machen zu müssen. Was du machen mußt, ist die Weitervermittlung von Wissen. DU hast da was cooles drauf, die anderen noch nicht: hilf' deinen Zuhörern, dieses neue Wissen zu begreifen.

Ich habe zu Unizeiten entsetzlich unter Referaten gelitten und wirklich unterirdisch schlechte Leistungen abgeliefert. Ich landete auf Umwegen hinter dem Lehrerpult, begriff den Platz da vorne als meine Bühne und in kürzester Zeit war alles kein Problem mehr. Wo ich doch dachte, mit lebendigen Zuhörern will ich nie was zu tun haben. ;-D

SJad#'Qn'Mxad


@ Ellagant

Bzw, hast du dich selbst schon mal gefragt, wovor genau du Angst hast? Beim Referat, beim Melden, in größeren Gruppen etc.

Ja, das kann ich mir aber leider selbst nicht beantworten! Es ist einfach das Sprechen vor einer großen Gruppe, die damit verbundene Aufmerksamkeit. Ich steh sehr ungern im Mittelpunkt (auch nicht wenn's positiv ist).

Das hat auch erst mit der weiterführenden Schule angefangen, da kannte ich in der Klasse kaum wen und hab zum ersten Mal den furchtbaren Zitterer bekommen. Dann musste ich eine ganze Weile keine Vorträge halten und hab auch gar nicht mehr weiter darüber nachgedacht. Bis ich eben auf einer neuen Schule bei der Vorstellungsrunde wieder total zittrige Hände hatte und dann beim ersten Referat einen noch einen viel schlimmeren Zitterer mit Herzrasen, schwitzen, Atemnot, Schwindelgefühl, Gefühl ganz dringend auf Toilette zu müssen (die volle Palette eben) bekommen hab.

Und seither bekomm ich schon Herzrasen wenn nur erwähnt wird, dass wir einen Vortrag halten müssen. Das ganze beschränkt sich aber nicht nur auf die Schule, auch bei größeren Familienfeiern wenn ich ein Gedichtlein lesen muss etc. :(v

Mir ist aufgefallen, dass die Symptome ein klein wenig schwächer sind, wenn ich über etwas berichte, das ich wirklich gemacht habe. Bei reiner Theorie – auch wenn mir das Thema an sich gefällt – und ich schwerer improvisieren kann, wenn ich den Faden verliere oder die Kärtchen mit den Stichworten vor lauter Zittern kaum mehr lesen kann, ist es schlimmer!

Für die Vorträge habe ich Benzos bekommen, hab auch schon eine zum Testen zuhause genommen, allerdings mich genauso gefühlt wie immer. Wie das beim Vortrag läuft kann ich leider noch nicht sagen, da kamen sie noch nicht zum Einsatz.

Ich werde meinen Psychologen beim nächsten Termin mal auf eine Verhaltenstherapie ansprechen, das kann ja nicht so weiter gehen. Hatte die ADs vor ein paar Wochen abgesetzt, weil wir die Dosis sowieso schon auf ein Minimum heruntergeschraubt hatten, musste sie zum Schulbeginn aber wieder nehmen weil ich sonst mit den Vorträgen noch weniger klar komme.

@ petit_sorciere

Das mit der Interaktion der Klasse ist an sich ne super Idee! :)^

@ äpfelchen

Ich habe auch einen Kommunikationscoach empfohlen bekommen, der solche Fälle behandelt. Allerdings ist dieser nicht gerade billig und ich weiss nicht, ich glaub da nicht so recht dran dass mir ein paar Sitzungen bei ihm helfen und die Angst dann weg oder in einem normalen Bereich ist. Er arbeitet nach dem Prinzip, dass es dafür irgend einen Auslöser gibt und im Gespräch soll dieser gefunden werden und angeblich kann man dadurch "geheilt" werden. Das klingt mir sehr nach Bachblüten und Globoli (hab ich mir auch schon teuer andrehen lassen und nein, es hat nichts geholfen :|N )

@ gauloise

Wie hast du die Gradwandlung geschafft?

Nun ja, wie das halt meistens so ist, interessiert sich die Hälfte nicht für das, was vorn gesprochen wird, was mir ja grad recht ist, wenn ich weniger Aufmerksamkeit erhalte. Dann gibt es noch einen Teil der sich mein Gestammel anhört (was so wie ich es frei vortrage wirklich überhaupt nicht informativ, interessant oder flüssig ist) und die obligatorischen Lästerbacken die es wohl in jeder Klasse gibt, die stören oder kichern.

PDfeffegrmi nz{likxör


Ging mir früher auch so. Ich war an einer Schule, da war man am besten schon mit 12 Jahren absolut podiumsreif, ich hab länger gebraucht.

In der Uni habe ich eins jedenfalls gemerkt, ich sollte mich nicht verstellen. Ich kann nicht ruhig stehen bleiben beim reden, also muss ich das z.B. bei Referaten auch nicht machen.

Wie gauloise schon sagt, das ist deine Bühne. Sei du selbst, vermittele dein Wissen. Das ist dein Publikum, nicht dein Feind. Die wollen wissen, was du zu sagen hast. Und sind hoffentlich auch interessiert. Ich bleibe da auch nicht ruhig stehen oder sitzen, da werde ich wahnsinnig. Bisher hat sich auch noch niemand dran gestört, dass ich nicht ruhig stehenbleibe.

Was auch helfen kann: such dir ein paar Leute als Fixpunkte, die dir immer mal aufmunternde Blicke rüberwerfen. Kann ungemein helfen, v.a. wenn man denkt, man erzählt gerade den größten Müll seines Lebens. Einmal hingeschaut, Nicken kassiert, weiter gehts.

Pkfefofernminz.liPkör


Wenn die stören hast du mehrere Möglichkeiten. Ich würde einfach so lange still sein, bis sie es merken. ;-D

SLad'dn'Mxad


Das mit den Leuten als Fixpunkt hab ich schon probiert, funktioniert leider auch nicht. Ich glaub ich stehe immer relativ versteinert da... am liebsten ist es mir, wenn ich hinter das Pult stehen kann, aber das wird uns als Schutzwall vor den Vorträgen immer vom Lehrer geklaut. Wir sollen uns ja "frei präsentieren" :-(

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