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Angst vor Burn out

snüsswekleGinemauxs hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen, ich hab Angst, dass ich Burn out bekomme oder habe oder was ähnliches. Ich fühle mich total erschöpft. Ich studiere neben der Arbeit am Wochenende. Hab jetzt zwei Klausuren nicht geschafft und muss diese nachschreiben zu dem was noch normal dazukommt. Meine Mama liegt im Krankenhaus und wird morgen operiert. Meine Beziehung läuft auch nicht gut. Ich lasse gar keine Nähe mehr zu. Sex haben wir fast gar nicht mehr seit ich das Studium angefangen habe. Ich weiss nicht ob es normal ist bei so einer Doppelbelastung oder ob es mir einfach zuviel wird. Ich kann zwar gut schlafen aber ich bin immer müde. Gehe abends so gehen 21:30 ins Bett und stehe morgens um 5:30 auf. Eigentlich sollte der Schlaf ja reichen aber ich bin ständig müde. Komme morgens total schwer aus dem Bett. Früher hatte ich damit nie Probleme. Heute brauche ich 15 Minuten bis ich aufstehen kann. Was meint ihr?

Antworten
N1uwen


Ich lasse gar keine Nähe mehr zu. Sex haben wir fast gar nicht mehr seit ich das Studium angefangen habe.

Im wievielten Semester bist Du denn jetzt?

Burn-Out hat grundsätzlich erst mal nichts mit der Arbeitsmenge zu tun. Das wäre dann erschöpfung, welche aber auch nicht zu unterschätzen ist.

Burn-Out hat eher etwas mit Deppressionen zu tun, wenn man selbst außer Balance gerät.ursachen können vielfältig sein.Zum Beispiel, , wenn man nicht genug nach sich selbst sieht.

"Burn-Out2 wird oft Manager-krankheit genannt (weil diese nach landläufiger Meinung viel arbeiten), hat aber sogesehen nichts damit zu tun und kann auch Menschen treffen, die mengenmäßig nicht am Limit arbeiten. Aber eben dauerhaft für etwas anderes und sich dabei selbst vergessen. das kann Mütter oder Pfleger trefgfen, die sich derart in ihre Kinder /patienten reinknieen und sich dafür aufopfern und eigene bedürfnisse permanent hinten anstellen. "Kümmern" hat etwas mit "Kummer" zu tun .. in erster Linie um sich slebst. Man darf nicht nur, man sollte in erster Linie sich selbst in den Mittelpunkt stellen.

DANN kann man auch tatsächlich für andere oder Anderes da sein.

Du kannst prüfen ob das für gefühlt so zutrifft?

sPüssek8lheinaeZmauxs


Also so wie du es beschreibst ist es wohl eher Erschöpfung. Ich bin jetzt im dritten Semester. Mit meiner Mutter ist es nicht so, dass ich mich immer kümmern muss, aber ich mache mir halt sorgen um sie. Manchmal fühl ich mich so schwer und lustlos. Als ob ich ein schweres Gewicht trage. Gestern war ein guter Tag, da war ich nicht so müde und ich war auch fröhlich. Heute genau das Gegenteil. Ich hab wenig Zeit für Hobbys und so. Leider. Ich denke immer an das Studium und die Arbeit oder andere Probleme.

N0uwen


Wie sehr kannst Dun denn Dringendes vom Wichtigen trennen? (was mir auffällt ist, das manchen menschen mit BurnOut-Syndrom, diesen Unterschied nicht mehr erkennen ... und damit auch nicht mehr priorisieren können) .. und dir unter der Prämisse, Freiraum für Dich schaffen?

A7pex-0x07


Hallo süssekleinemaus (der Name gefällt mir),

Burn-out oder Depression oder Erschöpfung: Meiner Meinung nach sind die Ursachen und Gründe, die zu diesen drei Zuständen führen, jeweils die selben.

Nuwen hat recht mit der Unterscheidung zwischen Dringendem und Wichtigem. Versuche das Wichtige zu tun und das Dringende zu lassen.

Schmeiße das Studium notfalls hin, wenn es Dich zu sehr stresst. Müssen wir alle studiert haben? Oder mäkelt dein Partner wegen dem Sex? Das ist dann sehr belastend. Ich war in einer ähnlichen Situation. Mir hat folgendes geholfen:

1. Akzeptiere, dass Du nicht das Idealbild bist, sondern lass es los. Übergebe es Deinem höheren Bewußtsein und sei glücklich wie Du bist.

2. Nimm den Druck raus in Sachen Arbeit und Studium. Erfolg kommt von innen. Gib den Satz mal bei Amazon.de ein (hat mir sehr geholfen). Du kannst so viel erreichen, in dem Du zunächst mal nichts tust, sondern an Deiner Sichtweise und an Deinem Selbstbewustsein arbeitest. Mehr Träume, Visionen

usw. zulassen an Stelle von harter Arbeit. Mehr Humor als Besserwisserei und Streberei. Das führt Dich dahin wohin du möchtest. Dann ist Dein Partner glücklich und Du hast richtig Lust zu lernen. Und wenn's mal schwer fällt, dann lass es sein, lass es los und glaube weiterhin an Dich. Selbst wenn das Studium daneben geht. Es kommt ein anderes, ein besseres usw.

3. Akzeptiere, wenn Dein Partner wegen dem Sex mäkelt. Ihr habt Euch in einander verliebt und seid vermutlich immer noch zusammen, weil auch der Sex okay war. Muss ja nicht immer alles gleich perfekt sein, aber okay reicht ja schon. Einer von beiden muss in Stresssituationen doch darauf aufpassen, dass sich die Liebe, der Sex, das Kuscheln nicht aus der Beziehung rausschleicht. Ich denke z. B. auch an das Lied, das zur ZEit im Radio läuft "... ich muß noch kurz die Welt retten!". Das beschreibt unser Dilemma der heutigen Zeit ganz gut. Einen feuchten Kehricht müssen wir retten. Ohne uns dreht sich die Welt morgen auch weiter.

4. Lerne Deinen Körper und Geist besser kennen: Mir hat die progressive Muskeldekompression nach Jakobsen sehr geholfen. Einfach eine CD kaufen in den Player legen, auf den Boden liegen und mitmachen. Geiler Stoff. Man fühlt sich hinterher als wäre Körper und Geist durch eine Waschanlage gewandert.

Ich gehe mal davon aus, dass Du genügend trinkst, dich auch bewegst, kein zu großes Übergewicht hast und nicht zuviel rauchst. Sonst könnten Deine Symptome natürlich auch hiervon mit resultieren.

Versuch mal die Punkte 1 - 4 und Du wirst schon sehen, dass es da noch was anderes gibt, als Frust, Unruhe, Depression und Erschöpfung.

Lass den Burn out einfach nicht rein in Dein Leben. Schließe ihn aus. Halte ihm in Gedanken einen Spiegel entgegen, damit er sich selbst sieht und nicht Dich. Stülpe in Gedanken eine Glocke über Dich, um dich vor dem schlechten Einfluß anderer (z. B. des bösen Burn-Outs) zu schützen.

Klingt skuril? Ja das stimmt, aber macht Spaß und hilft.

Würde mich freuen, wenn ich einen Anstoß geben konnte.

Alles Gute. :-D

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