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Muss ich Therapeut von Bulimie erzählen?

cspa@p-trägxer


Hab den Zettel jetzt mal geschrieben, hoffe ich kann dann auch alles sagen was drauf steht und überhaupt so ehrlich wie möglich zu sein.

das ist echt ne gute Idee, auch wenn du beim ersten mal nicht alles sagen kannst was auf deinem Zettel steht, dann eben beim 2´ten mal, hauptsache du nimmst es in Angriff und lässt dir helfen :)^

ich wünsche dir alles gute für Freitag :)*

SBunbflowexr_73


Wie soll die Therapie etwas bringen, wenn Du etwas so Wesentliches verschweigst? Zum einen sind Depressionen häufig Folge von Essstörungen. Und zum anderen liegen beiden Erkrankungen oft gleiche Grundmuster und Probleme zu Grunde.

Frag' den Therapeuten beim ersten Gespräch, was überhaupt auf die Rechnung draufkommt. Deute an, dass es da noch etwas gibt, das Deine Eltern aber nicht wissen sollen, und wie man damit umgehen kann.

Hintergrundinfo:

Auf einer Privatrechnung steht i.d.R. nur drauf "x Sitzungen Psychotherapie nach GOP, x facher Satz". GOP ist die verbindliche Gebührenordnung für Psychotherapeuten. Und bei Privatpatienten wird halt ein erhöhter Kostensatz pro Sitzung (1,7 oder 2,3 i.d.R) abgerechnet.

Da man die Rechnungen ja aber auch an anderen Stellen (z.B. Finanzamt) einreicht, würde eine Diagnose bei der eigentlichen Rechnungsstellung mehr oder weniger gegen die Schweigepflicht verstoßen. Ich arbeite an einer Hochschulambulanz für Psychotherapie und weiß, dass bei uns einfach nur die Sitzungstermine, GOP-grundpreis und x-facher Satz aufgelistet werden. Weit und breit keine Diagnose.

Wo es heikler werden könnte:

Je nach Police der privaten Krankenversicherung ist eine best. Anzahl Sitzungen pro Jahr vereinbart (Achtung, oft max. 20, bitte lass' es Deine Eltern genau nachsehen, damit Du und der Therapeut auch planen könnt!). Die sind dann antragsfrei, d.h. bis zu der Grenze übernimmt die Versicherung die Therapiekosten. Wenn es bei Deiner Police nicht antragsfrei ist, wird ein Gutachten geschrieben. Das geht aber an die Versicherung bzw. dort an die Fachabteilung. Sollte ein Gutachten verfasst werden, müsste man gesondert erfragen, inwieweit Diagnosen erfasst werden. Wenn, dann eh nur als F-Code und nicht als ausgeschriebende Diagnose.

Wenn Du beihilfeberechtigt bist, muss der Antrag oft an die Beihilfestelle und gar nicht an die Versicherung (da die eh die Differenz zahlt). In dem Fall müsste man auch genau erfragen, ob und wo ggf. eine Diagnose auftaucht. Wenn Du es Dir zutraust, wäre es am besten, die Telefonate selber zu führen...

Ansonsten:

Ich wünsche Dir, dass Du den Therapeuten magst und Dich öffnen kannst. Ehrlichkeit ist aber die absolute Basis für eine erfolgreiche Therapie. Du musst ja nicht das gesamte Ausmaß auspacken, aber zumindest erzählen, dass Bulimie auch eine Rolle spielt. Denn dadurch kann sich bspw. der Stoffwechsel verändern, so dass die Depression resultiert. Wenn Dein Therapeut das nicht weiß, dann fängt er woanders an – und die Strategien helfen nicht, weil die Ursache eine andere ist.

Ebenso trägt Dein Therapeut rechtlich eine gewisse Verantwortung. Wenn Dir bspw. aufgrund der Bulimie im Verlauf der Therapie etwas passiert, hat er die Staatsanwaltschaft am Hals. Wenn er dann belegen kann, dass Du nichts erzählt hast, ist er zwar wieder aus dem Schneider. Aber die Erfahrung ist echt nicht nett – und schadet dem Ruf eines Therapeuten.

Daher:

Bitte zumindest im Groben ehrlich sein – und v.a. ehrlich Deine Besorgnis schildern.

Alles alles Gute!

Die erste Sitzung ist oft befremdlich, aber Dir tut niemand was, es geht erstmal ums Kennenlernen. Und Erzählen tut Dein Therapeut auch niemandem etwas. Außer die Bulimie gefährdet Dein Leben. Aber das ist ja erstmal nicht der Fall, und Du willst ja offensichtlich die Probleme in den Griff bekommen.

_.Pea"rlx_


:)* Wünsch dir alles Gute für deinen Termin heute!

1X9traburiNgerWstern89


Hallo *:)

Habe ja versprochen zu berichten wie es war gestern.

Und es war im Großen und Ganzen ziemlich gut!

Finde den Therapeuten sympathisch und kann mir vorstellen dass ich mit ihm gut arbeiten kann.

Habe zwar noch nicht direkt von der Bulimie erzählt, aber gesagt dass ich neben der Depression auch seit einigen Jahren Essensprobleme habe, aber gerade noch nicht darüber reden will. Konnte es in dem Moment einfach nicht. Irgendwie ärgere ich mich schon dass ich nicht alles erzählt habe, aber es ging irgendwie einfach nicht.

Er war auch verständnisvoll und hat gesagt ich muss nur das sagen was ich will und werde zu nichts gezwungen. Das hat mich schon aufgebaut.

Er hat mich sowieso mehr allgemeine Dinge gefragt und am Schluss musste ich noch einen Fragenbogen ausfüllen. War also gar nicht schlimm :-)

Achja, als ich wegen dem Problem mit privater KV/ Eltern sollen nichts erfahren gefragt habe, meinte er nur dass das kein Problem und auf jeden Fall machbar sei. Genauer hat er mir nichts erklärt aber ich glaube es ihm einfach mal.

Wollte mich nochmal bei euch allen für die Antworten und Unterstützung bedanken! Das hilft mir echt sehr!

c=p8ap-txräger


Und es war im Großen und Ganzen ziemlich gut!

Finde den Therapeuten sympathisch und kann mir vorstellen dass ich mit ihm gut arbeiten kann.

das hört sich doch schon sehr gut an, wünsche dir noch viel Erfolg bei deiner Therapie .. :)* , bleib dran und du wirst sehen das es dir bestimmt sehr bald besser geht .. *:)

LG

S\unflhoweFr_x73


Für ein 1. Gespräch reicht diese Andeutung völlig aus – super, dass Du das geschafft hast!

Auch der Rest klingt gut – ich wünsche Dir alles Gute!

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